Heinrich Steinfest Gebrauchsanweisung für Österreich

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Inhaltsangabe zu „Gebrauchsanweisung für Österreich“ von Heinrich Steinfest

Wiener Schnitzel und Schwedenbombe, dramatische Bergkulissen und pompöse Architekturen, Zwölftonmusik und Alpenjodler, Burgtheater und Kasperltheater – Österreich hat viele Seiten, und Heinrich Steinfest kennt sie alle. Der preisgekrönte Autor und leidenschaftliche Österreicher geht auf Tauchfahrt in die kakanische Seele, ergründet die Riten der Einheimischen, führt uns zum Heurigen und weiht uns ein in das dunkle Geheimnis des österreichischen Fußballs. In einem Feldversuch entwirft er ein eigenwilliges Landschafts- und Sittenbild seiner Heimat; er fragt sich, wieso die Kunstform der Operette endgültig das gesamte Staatswesen erobert hat und wie viele Kilos man in sieben Tagen Österreich zunehmen kann. Oder abnehmen. Ein Vademekum für jede Reise auf die abgründige »Insel der Seligen«.
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  • 'Wenn man etwas kompliziert sagen kann, wieso einfach?‘

    Gebrauchsanweisung für Österreich

    sabatayn76

    02. June 2017 um 16:17

    ‚Das aus der experimentellen Mathematik bekannte Prinzip, nach dem einfache Lösungen die schönsten sind, gilt dem Österreicher wenig. Man kann sagen, er ist ein Meister des Umständlichen, ein Meister der Umwege und der Verwicklungen. Wenn man etwas kompliziert sagen kann, wieso einfach?‘Heinrich Steinfest erzählt in seiner ‚Gebrauchsanweisung für Österreich‘ von Weitschweifigkeit und Hochdeutschunfähigkeit, Funktionärswesen und Doppelgängertum, Mozartkugeln und Rock me Amadeus, Fußball und Schifahren, Schlagermusik und Würde, Schwedenbomben und Mannerschnitten, Kärntner Nudel und Germknödel, Apfelstrudel und Tageszeitungen, Sonderbarem und Sonderlichem, Adalbert Stifter und Konrad Lorenz, Alkohol und Weinbauern, Todessehnsucht und Hypochondrie. Ich kenne Österreich von eigenen Reisen und zudem einige Österreicher, und obwohl Steinfest bisweilen bitterböse ist und zudem zahlreiche Stereotypien bedient, muss ich sagen, dass seine Lektüre sehr unterhaltsam ist und dass seine Beschreibungen oft das widerspiegeln, was ich selbst schon beobachtet habe. Dabei merkt man bei aller Bissigkeit und allem Humor auch sehr deutlich, wie sehr Steinfest Land und Leute schätzt, wie wohl er sich in Österreich und mit Österreichern fühlt. Mir hat der Autor durch die humorvollen Beschreibungen Lust auf eine erneute Reise nach Österreich und auf Begegnungen mit Österreichern gemacht und mich zudem über viele Eigenheiten und Besonderheiten informiert. Lediglich die Weitschweifigkeit seiner Ausführungen hat mich bisweilen gestört.

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  • Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Österreich" von Heinrich Steinfest

    Gebrauchsanweisung für Österreich

    awogfli

    Für mich als Österreicherin ist dieses Buch begeisternd, traumhaft und genial - eines der besten, das ich in letzter Zeit gelesen habe - schad dass es in ein paar Stunden ausgelesen war!!!!. Ganz der alte Steinfest jongliert der Autor inhaltlich mit Musik, Politik, Geschichte, wichtigen Persönlichkeiten, Kunst, Literatur, Film Fernsehen, Theater, Essen, Alkohol, Kriminalität, Tod und Teufel, setzt virtuos und rasant alles zueinander in Beziehung und seziert dadurch wirklich sehr amüsant aber unorthodox die Seele des Österreichers. Von der Sprache brauchen wir gar nicht zu reden. Steinfest schafft moderne Anekdoten knackig, frech, und von traumhafter Bildsprache. Wenn ich dieses Buch jedoch mit der Brille eines Deutschen betrachte, wird die Sache schon schwierig. Wenn der deutsche Leser über Jahre hinweg sehr holistisch austrophil gewesen ist, wird er/sie mit den Andeutungen und zitierten Themenbereichen einigermaßen zurechtkommen - fehlendes kann ja nachgeholt werden, aber ein österreichisch unbedarfter deutscher Leser (war das nicht eigentlich die Zielgruppe dieses Buches?) wird mit dieser Gebrauchsanweisung wahrscheinlich hoffnungslos überfordert sein. Es empfiehlt sich daher vor dem Genuss dieses Buches ein mehrmonatiges austriachisches Grundstudium (keine Sorge ist sehr vergnüglich) zu absolvieren, das folgende Inhalte hat: - Drahdiwaberl, und die erste Falco CD hören - Einen Film vom Qualtinger (Gschichten aus dem Wienerwald) sehen - und einen Film bzw. Hörspiel vom Oskar Werner - die ersten vier Kottan-Folgen anschauen - Die vier Teile der "Piefke Saga" anschauen - Die Silvesterfolge von "Ein Echter Wiener geht nicht unter" ansehen - Ein Stück von Thomas Bernhard und von Heimito von Doderer lesen - evtl. Adalbert Stifter lesen (Wahlfach nur für die ganz harten) - Sich über Udo Proksch und Claus Peymann vorinformieren - drei Wochen täglich die Kronenzeitung lesen - Waldmüller Bilder in natura betrachten - einmal ein Schirennen im ORF (kein anderer Sender!) anschauen Auf zum Studium und dann viel Vergnügen beim Lesen! Zum Schluss noch ein Zitat aus jenem Bundesland in dem ich jetzt wohne: "Niederösterreich hatte lange keine eigene Landeshauptstadt. Die Niederösterreichische Landesregierung saß in Wien. Das war sicher schlimm. Als würde die Star Wars Prinzessin Leia auf dem Todesstern des feindlichen Imperators residieren müssen. Doch seit 1986 befindet sich die Regierung in St. Pölten. Das ist als hätte Leia jetzt ihren eigenen Todesstern". Gut gebrüllt Heinrich! STP ist wirklich einer der furchtbarsten Orte auf dieser Insel der Seligen - neben St. Valentin und Attnang Puchheim . ;-)

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