Tortengräber

von Heinrich Steinfest 
3,6 Sterne bei34 Bewertungen
Tortengräber
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Insider2199s avatar

Rabenschwarz, humorvoll, sehr unterhaltsam! Ein echter Steinfest eben (*****)

*Wölkchen*s avatar

nett, aber nichts besonderes

Alle 34 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Tortengräber"

Klaus Vavras tägliche Freuden sind es, Croissants zu essen und Frauen am Telefon anzuschweigen. Seine beiden Gewohnheiten bringen ihn in ernste Gefahr: Vavra kann es nämlich nicht unterlassen, die auf einem Geldschein – den er natürlich beim Croissant-Kauf bekommen hat – gekritzelte Nummer zu wählen und wie gewohnt zu schweigen. Wenige Minuten später stürmt die Polizei seine Wohnung. Und damit beginnt eine ebenso mord- wie wendungsreiche und hochkomische Rallye quer durch Wien.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492263009
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:283 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.01.2009

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,6 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne7
  • 4 Sterne13
  • 3 Sterne10
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern2
  • Sortieren:
    Insider2199s avatar
    Insider2199vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Rabenschwarz, humorvoll, sehr unterhaltsam! Ein echter Steinfest eben (*****)
    Rabenschwarz, humorvoll, sehr unterhaltsam!

    Rabenschwarz, humorvoll, sehr unterhaltsam!

    Der 1961 in Australien geborene, aber in Wien aufgewachsene österreichische Autor veröffentlichte 1995 seine ersten Romane – meist Krimis, Sci-Fi-Erzählungen oder Surreales. Bis Ende der 90er Jahre lebte er in Wien als freischaffender Autor, heute in Stuttgart als Maler und Schriftsteller. Für seine Romane erhielt er mehrmals den dt. Krimipreis (2./3. Platz) und landete 2014 mit „Der Allesforscher“ auf der Longlist des Dt. Buchpreises. Nach dem ersten Roman von ihm „Das Leben und Sterben der Flugzeuge“ (2016) – der Autor landete mit diesem Meisterwerk gleich auf meiner Liste der Lieblingsautoren! – beschloss ich nun, weitere Werke in chronologischer Reihenfolge zu lesen und starte hierfür mit diesem frühen Krimi (im Jahr 2000 erschienen).

    Inhalt (Klappentext): Klaus Vavras tägliche Freuden sind es, Croissants zu essen und Frauen am Telefon anzuschweigen. Seine beiden Gewohnheiten bringen ihn in ernste Gefahr: Vavra kann es nämlich nicht unterlassen, die auf einen Geldschein – den er natürlich beim Croissantkauf bekommen hat – gekritzelte Nummer zu wählen und wie gewohnt zu schweigen. Wenige Minuten später stürmt die Polizei seine Wohnung. Und damit beginnt eine ebenso mord- wie wendungsreiche und hoch komische Rallye quer durch Wien.

    Meine Meinung: Da das oben erwähnte erste Buch von ihm zu meinem Lieblings-Genre „Surrealismus“ bzw. „Magischer Realismus“ gehört, war ich nun gespannt, den Autor einmal im Krimi-Genre zu erleben – und muss gleich vorab sagen: ich wurde nicht enttäuscht!

    Wie immer überzeugt mich Steinfest mit seinem Ideen-Reichtum, mit seinem Humor und seiner meisterlichen Fähigkeit, mit Sprache umzugehen. Seine Beschreibungen von Figuren, Locations und Szenen kann man sich wahrlich auf der Zunge zergehen lassen, und somit habe ich mir viele Stellen angestrichen wie z.B. diese hier:

    „Er spürte die Abwesenheit ihres Körpers, wie man die Einbuchtung in einem jüngst verlassenen Bett feststellt. Sicher war da kein letzter Gedanke, der wie ein Vermächtnis in dieser Ecke stehengeblieben war. Hätte Cerny es definieren müssen, hätte er gesagt: Stillstand. Er hatte den Stillstand im Vergleich zur eigenen Bewegung gespürt. Nicht Stillstand des Herzens, da lag ja kein Herz mehr, sondern … er hätte gesagt: eingefrorene Wärme.“

    Der Autor ist für mich, der ich selbst schreibe, zu einem Vorbild geworden, wenn es darum geht, mit wenigen Worten das Essentielle einzufangen. Hier ein Beispiel, bei der Steinfests Sinn für Humor durchscheint:

    „Der allgemeinen Geschäftigkeit zum Trotz wärmten sich die Rettungsleute an ihren Zigaretten. Da war niemand, den sie hätten retten können. Der Mann unter der Plane verweigerte stumm jede Hilfe. Sein Mörder hatte so viel handwerkliches Können und gemeinnütziges Verhalten gezeigt, die insgesamt sieben Projektile einzig im Körper der anvisierten Person unterzubringen, was einerseits wohl die Erfüllung seines Auftrags bedeutete, andererseits zu einem gewissermaßen glimpflichen Ausgang der Aktion geführt hatte, war doch der nach dem Komponisten Josef Matthias Hauer benannte Platz ein durchaus belebter.“

    Fazit: Der kleine, aber feine Krimi ist mit seinen knapp 300 Seiten schnell zu lesen und beeindruckt mich – neben der Sprache – hpts. mit seinem innovativen, vor Ideen strotzenden Plot, der von Anfang bis Ende wunderbar unterhält. Einzig der Epilog überzeugt mich nicht ganz, da er zwar eine wichtige Sache im Plot aufdeckt, aber von diesem – durch die Einführung einer neuen Figur – sehr abgegrenzt wirkt. Dafür ziehe ich leider einen halben Stern ab, vergebe 4,5 Sterne und freue mich auf den nächsten Krimi.

    Kommentieren0
    9
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Komische Story

    Ich hab mir diesen Roman gekauft, da ich in einer Zeitschrift darauf aufmerksam wurde. Dort wurde er relativ gut bewertet und es war von "schwarzen Humor" die Rede. Auch der der Titel sagt schon aus "Ein rabenschwarzer Roman". Also dachte ich, dass dieses Buch genau das Richtige für mich ist.

    Die Geschichte beginnt mit Vavra, der eine seltsame Eigenart hat: Er ruft Frauen an und schweigt sie an.
    Als er eines Morgens bei seinem täglichen Croissant-Kauf in der Bäckerei Lukas einen 20-Schilling-Schein bekommt, auf welchen eine Telefonnummer gekritzelt ist, ruft er sofort dort an.
    Die Nummer gehört der reichen Unternehmerfamilie Hafner, deren Tochter zu diesem Zeitpunkt entführt wurde. Aufgrund dieses unglücklichen Zufalls gerät Vavra in Verdacht, die Tochter Sarah entführt zu haben und wird eines Nachts von der Polizei aus seiner Wohnung abgeholt.
    Während des Romanverlaufs werden noch einige andere Personen ermordet aufgefunden.
    Abschließend findet die Story ein bizarres Ende, denn es ereignet sich eine Explosion mitten in Wien, die einige Opfer fordert. U.a. auch Vavra.

    Der Text ist überwiegend hyotaktisch, d.h. äußerst verschachtelt geschrieben. So geht ein Nebensatz in einen nächsten Nebensatz über, was die ganze Story langatmig erscheinen lässt. Einige Passagen musste ich öfters lesen, um sie überhaupt verstehen zu können.
    Der Roman war schon etwas anstrengend, wenn ich ehrlich bin.

    Nichtsdestotrotz musste ich gelegentlich auch schmunzeln aufgrund des schwarzen Humors.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Armillees avatar
    Armilleevor 4 Jahren
    Komplzierte Satzstellungen

    Der Autor meinte es sicher gut, viele Informationen in einen Absatz zu legen, aber für mich war das anstrengend zu lesen. Ich habe oft manches ein zweites Mal gelesen und mir dann Gedanken gemacht, was damit wohl alles gemeint ist.

    Ich bin hier nicht weit gekommen. Es gab keinen Lesefluss.

    Ein Beispiel..:

    Natürlich: Durch die Fernsehserien wirbelten in jüngster Zeit weibliche Chefkriminalistinnen, rotgelippt, schmalwangige Bastionen der Unbestechlichkeit zwischen kalter Autorität und Waldorfpädagogik wankend, zwischen distanzierter Grazie und burschikoser Direktheit. Aber dass auch im wirklichen Leben Frauen in den befehlsgebenden Bereich des polizeilichen Apparates vordrangen, war Vavra so neu wie fremd und ihm ein weiterer Beweis für den fatalen Einfluß klischeebildender Fiktionen auf die Realität. Was es im Fernsehen gab, drängte sich in die Köpfe des Publikums in die Wirklichkeit hinein. Ein künstlicher Virus, der mit mörderischer Kraft in die Natur fuhr und sie bis zur Unkenntlichkeit deformierte.

    Für diese gehobene Ausdrucksweise bin ich zu leicht gestrickt...!

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    ralluss avatar
    rallusvor 7 Jahren
    Rezension zu "Tortengräber" von Heinrich Steinfest

    Klaus Vavra ist ein Langeweiler und hat ein durch organisiertes Leben.
    Einen Spleen hat er, er ruft wahllos Telefonnummern an und schweigt am liebsten alleinstehende Frauen an, die er ans Telefon bekommt.
    Eines Tages findet er eine Nummer auf einem 20 Schilling Schein und ruft dort an. Kurze Zeit später wird er verhaftet.
    Die recht Kafkasche Einleitung benutzt Steinfest zu einem rabenschwarzen Krimi der durch immer neue Erkenntnisse verblüfft und einen immer wieder überrascht.
    Verschiedene Wahrheiten führen zu einem Finale Mortem, aber noch ist die Geschichte nicht zu Ende, der Epilog verbindet alle Fäden und führt zu einer anderen Wahrheit.
    Ich kenne wenig Schriftsteller die die Gabe haben jeden einzelnen ihrer Sätze wie geschliffene Diamanten erscheinen zu lassen, die scharf in die bigotte Gesellschaft schneiden.
    Dass Wien und dessen rabenschwarzes Umfeld den Hintergrund bildet, ist eine perfekte Ergänzung.
    Auf einer Seite, in wenigen Worten läßt er eine Figur entstehen und danach weiß der Leser alles über sie, als würde er den Charakter sein Leben lang kennen.
    Dazu kommt noch ein Krimi dessen Plot seinesgleichen sucht, Verwirrung, Aufklärung, neuere Verwirrung und immer wieder diese köstliche Beilagen, diese zersetzenden Adjektive, kein Wort ist hier zu viel.
    Man muss sie einfach alle lesen 12 von 10 Punkten sind hier noch zu wenig.

    Kommentieren0
    22
    Teilen
    LxNRGs avatar
    LxNRGvor 10 Jahren
    Rezension zu "Tortengräber" von Heinrich Steinfest

    War OK, mehr aber auch nicht. Bin mit den teilweise sehr verschachtelten Sätzen nicht zurecht gekommen. Es hat sich leider kein richtiger "Lese-Flow" eingestellt.

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    *Wölkchen*s avatar
    *Wölkchen*vor 10 Jahren
    Kurzmeinung: nett, aber nichts besonderes
    Drea82s avatar
    Drea82
    globosounds avatar
    globosound
    sonny_planktons avatar
    sonny_plankton
    Nealas avatar
    Neala

    Ähnliche Bücher für noch mehr Lesestunden

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks