Heinrich Steinfest Wo die Löwen weinen

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Inhaltsangabe zu „Wo die Löwen weinen“ von Heinrich Steinfest

Stuttgart, anno 2010: Ein Archäologe wittert die große Chance bei Probebohrungen im Schlossgarten. Einen Durchschnittsbürger macht die Wut über die Mächtigen zum Scharfrichter. Ein Münchner Kommissar kehrt – widerwillig, aber auf der Spur eines heiklen Falles – in seine schwäbische Heimatstadt zurück. Und ein rätselhafter Hund, der eigentlich nur sitzen kann. Sie alle führt das Schicksal mitten in die Bodenlosigkeit eines umkämpften Großprojekts …

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  • Rezension zu "Wo die Löwen weinen" von Heinrich Steinfest

    Wo die Löwen weinen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. August 2011 um 18:41

    "Heinrich mir graut´s vor dir" - oder "Schuster bleib bei denen Leisten"
    nein; das Genre "Manifest" war nicht das was ich erwartete als Steinfest-Fan. Das unsägliche Bahnhofsprojekt zerstört nicht nur Stuttgarts Innenstadt und Finanzen sondern auch dieses Buchprojekt dessen sich im Nichts verlierenden Erzählstränge unter die Räder der "S21"-Kritik geraten sind.

  • Rezension zu "Wo die Löwen weinen" von Heinrich Steinfest

    Wo die Löwen weinen
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    01. June 2011 um 09:33

    Die Auseinandersetzungen um das umstrittene Bahnhofsprojekt „Stuttgart 21“ sind in unzähligen Zeitungsartikeln, Fernsehsendungen, Kommentaren und Hintergrundberichten im vergangenen Jahr beleuchtet und bewertet worden. Ein in der Republik bisher einmaliges öffentliches und transparentes Schlichtungsverfahren war ein Lehrstück der Demokratie, hinter die nun keine staatliche Planung eines Großprojekts mehr zurückfallen darf. Eine über Jahrzehnte stabile Regierung ist gefallen, und nun muss ein Stresstest und ggf. eine verfassungsrechtlich nach wie vor umstrittene Volksabstimmung entscheiden, wie es mit „Stuttgart 21“ weitergeht. Der Kriminalschriftsteller Heinrich Steinfest hat mit dem vorliegenden Buch den Versuch gewagt, das Geschehen zu fassen: „Dies ist ein Roman über das Vorhaben, eine Stadt zu ermorden. Nie erschien mir die Form des Kriminalromans passender, zwingender, befreiender.“ Drei ganz unterschiedliche Männer sind es, die sich Heinrich Steinfest für eine spannende Handlung und ein durch und durch gegen die herrschenden Politik und Wirtschaft polemisches Buch ausgedacht hat. Da ist ein unter sehr mysteriösen Umständen nach Stuttgart gerufener Archäologe, der den Fund seines Lebens macht: bei den Probebohrungen für den Bahnhof wurde im Stuttgarter Schlossgarten ein antikes Artefakt, eine Art Maschinengöttin gefunden, das große Rätsel aufgibt. Da ist ein ganz normaler Bürger, der aus Wut („Wutbürger“) über die Willkür der Mächtigen und die Ungerechtigkeiten des Lebens seine Frustration materialisiert und sich selbst zum Scharfrichter und Scharfschützen macht, der ein Attentat plant. Und da ist der Münchner Kommissar Rosenblüt. Er kehrt, einen anderen Fall lösend, in seine Heimatstadt Stuttgart zurück, mit dessen Establishment er früher schon etliche Sträuße ausgefochten hatte und die er eigentlich nie wieder betreten wollte. All das packt Steinfest zu einem engagierten Stück Kriminalliteratur zusammen, spannend und überraschend. Er versucht nichts weniger, als das Projekt S 21 und die sich daran reibende Bürgerbewegung zu interpretieren. Und er tut es mit viel Poesie, die mehr auszudrücken vermag als alle sachlichen und /oder politischen Zeitungsartikel zusammen. Ein mutiger, ein absolut gelungener Versuch, ein aktuelles gesellschaftspolitisches Thema in einem Kriminalroman zu bearbeiten.

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  • Rezension zu "Wo die Löwen weinen" von Heinrich Steinfest

    Wo die Löwen weinen
    Schiller-Buchhandlung

    Schiller-Buchhandlung

    28. April 2011 um 18:28

    "Dies ist ein Roman über das Vorhaben, eine Stadt zu ermorden. Nie erschien mir die Form des Kriminalromans passender, zwingender, befreiender." Dieses Motto hat Heinrich Steinfest seinem Roman zu Stuttgart 21 vorangestellt. Wer allerdings einen konventionellen Kriminalroman erwartet, der wird enttäuscht werden, denn Heinrich Steinfest ist sich selbst treu geblieben und legt einen Krimi vor, der sprachlich heraussticht und voller skurriler Ideen steckt. Damit gelingt es ihm, obwohl klar ist, daß er gegen das Projekt ist, die Geschichte auf eine andere Ebene zu heben. Bei ihm wird es eine Geschichte, die auch in einigen Jahren nichts von ihrer Aktualität verloren haben wird, ganz egal, ob und in welcher Form S 21 letztlich realisiert oder nicht realisiert werden wird. 3 Männer stehen im Mittelpunkt des Romans: Der Münchner Kommissar Rosenblüt, einst von Stuttgart nach München versetzt, weil er es sich mit einigen hohen Herren verdorben hatte, der jedoch nun zurückkehrt, weil die Spur einer Erpressung ihn zurück in seine Heimatstadt führt. Tobik, der beim Unfalltod seiner Frau erleben musste, wie die Tatsachen so hingedreht wurden, daß seine Frau nicht mehr das Opfer war, sondern selbst schuld an ihrem Tod. Er will den Mächtigen, die nicht mehr wissen, was Angst ist, diese zurückbringen, denn nur wer die Angst kennt, ist in seinen Augen wirklich Mensch. Zurückbringen will er die Angst mithilfe eines Spezialgewehrs, das vor allem von Scharfschützen benutzt wird. Und Mach, Archäologe, der geholt wird, weil unter dem Planetarium ein geheimnisvoller Artefakt gefunden wurde, der fest verankert und damit unbeweglich ist und so die Bauarbeiten behindert. Er soll versuchen, den Mechanismus zu verstehen, damit die Figur verschoben werden kann. Dieser Krimi ist literarisch anspruchsvoll und nicht immer einfach zu lesen. Vor allem im Mittelteil fiel es mir manchmal schwer, dem Handlungsfaden zu folgen. Aber ich wurde belohnt mit vielen treffenden Formulierungen, die ich mir eigentlich hätte aufschreiben sollen, so genau trafen sie den Kern dessen, was beschrieben wurde. Spannend, literarisch, skurril - eine absolute Leseempfehlung! (MA)

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  • Rezension zu "Wo die Löwen weinen" von Heinrich Steinfest

    Wo die Löwen weinen
    thursdaynext

    thursdaynext

    *Warnung : Stark gekürzte Lobhudelei die ernstgemeint , jedoch nicht gefälligkeitsbedingt oder bezahlt ist.* Heinrich Steinfests bildhafte Beschreibungen sind wieder einmal grandios. So wird Baden- Württembergs Ex Ministerpräsident als dorische Säule der ein schlimmer Unfall zugestossen ist beschrieben. Nicht " Heinrich mir graut vor dir " , sondern " Heinrich ich verneige mich vor dir " möchte man dem Autor während und nach Lektüre dieses Buches zurufen, wenn nicht die Höflichkeit das distanziertere " Sie" erfordern würde. Dieser Autor schreibt sich mit seiner auserlesenen Sprache in Hirn und Herz. In exakt dieser Reihenfolge ! Sein neustes Meisterstück zur Stuttgart 21 Problematik ist trefflich gelungen. Komissar Rosenblüt und Polizeihund Kepler ein ebenbürtiges Duo im Vergleich mit Cheng und Lauscher. Rosenblüt unexzentrischer , dafür wesentlich straighter schafft mehr Krimi Stimmung. Der Fall an sich ,leicht verworren und dank seltsamer Maschine ins mystische abschweifend ist stringent erzählt, eckt , wie immer, an die Abgründe menschlichen Daseins (in diesem Fall eine Schlagende Verbindung ) , zeigt aber auch die Höhen desselben. Ein politischer Handlungsschauplatz, vermischt mit Steinfestscher Philosophie und Politik und "Politikercharakter" Erläuterung , aktueller und unterhaltsamer geht es nicht. Begeisterte 7 von 5 Sternen für " Wo die Löwen weinen"

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