Heinrich von Kleist Prinz Friedrich von Homburg

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Inhaltsangabe zu „Prinz Friedrich von Homburg“ von Heinrich von Kleist

Heinrich Heine, der unbestechliche Schiedsrichter zwischen Aufklärung, Idealismus und Romantik, nannte Kleists großes Drama einen »Erisapfel in unsern ästhetischen Gesellschaften«, also ein Streitobjekt wie den Apfel, den Paris der schönsten aller Göttinnen zuteilen sollte, denn über Kleists vielleicht schönstes Theaterstück wurde ebenso gestritten, ohne jemals Einigkeit zu erzielen: Verherrlichung von Preußens militärischem Autoritarismus oder Kritik daran oder träumerische Unterwanderung? Die Studienausgabe bietet einen kritischen Text ohne Bearbeitungen und Modernisierungen und stellt die widerstrebenden Interpretationsversuche zur Diskussion.

Für die Romantik bemerkenswert wenig weinerliches Buch, und ein guter Protagonist, der mich an Shakespeares Hamlet erinnert hat.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Weinerlicher Hauptcharakter; so gar nicht dem Idealbild eines Mannes gerecht

— Maikime

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  • Prinz Friedrich von Homburg-Weinerlicher Charakter; so gar nicht dem Idealbild eines Mannes gerecht

    Prinz Friedrich von Homburg

    Maikime

    29. April 2016 um 00:31

    Titel: Prinz Friedrich von Homburg Autor: Heinrich von Kleist; seine letzten Worte bevor er in den Freitod ging sind an seine Frau gerichtet und lauten: "(...) die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war. Und nun lebe wohl." Erscheinungsdatum: 1821 Seitenanzahl: 96 Sprache: deutsch Teil: 1 von 1 Inhalt: Fehrbellin im Jahre 1675. Prinz Friedrich gewinnt die Schlacht gegen Schweden unter dem Befehl von Kurfürst Friedrich Wilhelm. Jedoch hatte er gegen den ausdrücklichen Befehl des Kurfürsten gehandelt und so lässt dieser Friedrich verhaften und verurteilt ihn zu Tode. Vor Todesangst zitternd fehlt er seine Geliebte Natalie (die Nichte des Kurfürsten) diesen um Gnade zu ersuchen. Der Kurfürst kommt dieser Bitte nach, aber nur unter einer Bedingung: Friedrich soll erklären, dass das Urteil ungerecht sei. Daraufhin erkennt der Prinz das Urteil als gerecht an und ist bereit dem Tod ins Auge zu blicken. Er wird in den Schlossgarten geführt doch anstelle der erwarteten Exekution schenkt der Kurfürst ihm sein Leben und Natalies Hand noch gleich dazu. Meine Meinung: Eine schwere Lektüre, die ohne Lektüreschlüssel oder gutem Lehrer wohl kaum für einen Durchschnittsmenschen verständlich wäre. Aufgebaut ist das Schauspiel wie ein klassisches Drama nach Aristoteles mit der Exposition (Einführung in die Geschichte), der Steigerung, der Peripethie (Höhepunkt), dem retardierendem Moment (welches dem Publikum noch einmal Hoffnung zur Verbesserung der immer schlechter werdenden Lage geben soll) und zuletzt der Katastrophe (Achtung! Katastrophe ist hier eher als Auflösung der Geschichte gemeint, kann also auch etwas Gutes sein). Dennoch soll der Schein nicht trügen! Denn diese Erzählung ist keineswegs so durchschnittlich und klassisch wie bis jetzt beschrieben. Zu Kleists Zeit musste ein Mann noch einem sehr strengen Idealbild entsprechen. Heldenhaft, gutmütig, stark, gebildet und selbstbewusst sollte er doch bitte sein. Jedoch schaffte Kleist in dem Prinzen einen Charakter, der so ganz anders ist als es damals gewünscht war (daher wohl auch die ganzen Aufführungsverbote und Klagen gegen sein Schauspiel). Denn Friedrich ist ein fehlbarer Mann; er ist narzistisch, unorganisiert und weinerlich. Im Kopf eigentlich noch ein Junge, tut aber so als wäre er der größte Hengst im Stall. To put it in a nutshell: Er geht einem im Laufe der Akte immer mehr auf den Nerv und man möchte, dass er doch bitte endlich mal erwachsen werden und aufhören soll zu heulen. Zugegeben; vielleicht bin ich mit meinem Urteil ein bisschen hart, aber was solls. Es gibt bestimmt viel schlimmere Sachen, die so manch ein Schüler über diese Lektüre von sich gibt. Bewertung: 2,5 von 5 Sternen Mehr Rezis gibt`s auf meinem Blog unter: http://marasbookpalace.blogspot.de/ Ich freu mich auf euch! Bis bald :) Eure Maikime

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