Heinz-Werner Kubitza Der Jesuswahn

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Inhaltsangabe zu „Der Jesuswahn“ von Heinz-Werner Kubitza

Die Bibel ist das am meisten überschätzte Buch der Weltliteratur, Jesus von Nazareth die am meisten überschätzte Person der Weltgeschichte. Mit solchen Thesen hinterfragt der Autor, selbst promovierter Theologe, die in Europa vorherrschende Weltreligion des Christentums. In gut lesbarer Form und nicht ohne Ironie wird gefragt, ob die Bibel denn tatsächlich ein gutes und ethisch wertvolles Buch sei, wie die Kirchen immer wieder behaupten, oder ob sich im Alten Testament nicht vielmehr ein zorniger Kriegsgott austobt und das Neue Testament für das Ende der Zeiten die Vernichtung aller Ungläubigen ankündigt. „Wer da glaubt und getauft wird, der soll selig werden, wer aber nicht glaubt, der soll verdammt werden.“ (Mk 16,16).
Und es wird gefragt, ob sich die Kirchen denn zu Recht auf jenen Jesus von Nazareth berufen, den sie als Gottes Sohn verkündigen. Denn die wissenschaftliche Forschung hat längst erkannt, dass Jesus ein ganz anderer war und mit dem Jesus der Kirchen fast nichts gemein hat. Das Christentum bewegt sich in der Weltgeschichte ohne Fahrschein. Dieses Buch richtet sich sowohl an Gläubige und Anhänger der Kirchen, die sich nicht scheuen, auch mit unangenehmen Fakten konfrontiert zu werden, als auch an der Kirche Fernstehende, die immer schon vermutet hatten, dass mit dem Christentum etwas nicht stimmen kann.

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  • Der Jesuswahn

    Der Jesuswahn

    fwieflorian

    15. July 2013 um 23:16

    Ein Buch, das man jedem gläubigen Christen als Pflichtlektüre verordnen sollte, damit ihm klar wird, an was er glaubt. Heinz-Werner Kubitza macht nichts anderes als die Texte der Bibel, der Heiligen Schrift, mit den Ergebnissen der seriösen Geschichtsforschung zu vergleichen. Er belegt, dass er vollkommen richtig liegt, wenn er sagt: die Person Jesus von Nazareth ist die am meisten überschätzte Person der Weltgeschichte und die Bibel ist das am meisten überschätzte Buch der Welt. Mit einem gewaltigen Wissensschatz im Hintergrund beschreibt er, wer dieser Jesus tatsächlich war. Ein jüdischer Rabbi, der ganz in der Tradition  seines Volkes lebte und lehrte. Er war ein Jude in jüdischer Umgebung. Er konnte nichts dafür und er wäre gewiss nicht damit einverstanden gewesen, dass er im Laufe eines Jahrhunderts zum Messias, zu einem Sohn Gottes gemacht wurde. Zeitlebens irrte er in der Annahme, dass die Welt untergehen und das Reich Gottes kommen würde. All die Geschichten um seine Zeugung durch den Heiligen Geist, um seine Geburt und sein Wirken sind nicht als Legenden, die sich ein paar am Ergebnis interessierte Schreiber aus den Fingern gesogen haben. Den katholischen Dogmatismus, die Brutalität Luthers, die Marienverehrung, die Hierarchie der Priesterkaste, all das analysiert Kubitza und zerpflückt es mit gestochen scharfen Argumenten. Sein résumé ist, dass es absolut nichts im Christentum gibt, das als ethische Vorlage in einem Staat, in dem Menschenrechte, Freiheit und Gleichberechtigung in der Verfassung postuliert sind, dienen könnte. Lesenswert auch das letzte Kapitel: ‚Karriere eines Gottes‘, eine Art Nachwort, in dem ein alternder Gott, der zu nichts mehr nütze ist, über seine Vergangenheit nachdenkt. Der Stil, in dem Kubitza schreibt ist trotz der Tatsache, dass er studierter Theologe ist, leicht zu lesen. Dass man einen Satz zweimal lesen muss, um ihn zu verstehen, kommt ganz selten vor. Das erhöht das Vergnügen, das ein kirchenkritischer Leser bei diesem Buch empfindet, ungemein. Ein gutes, ein wichtiges und lesenswertes Buch.

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