Heinz Bachmann schreibt in dieser Abhandlung über seine Schwester Ingeborg Bachmann, die Autorin und Poetin, etwas nüchtern, aber informativ über deren Leben.
Weite Teile des Buches beziehen sich unter anderem auf die Beziehung zwischen Heinz und Ingeborg, aber auch die Beziehung von Ingeborg zu ihren Eltern, zu ihren Freunden und Liebhabern, zum Beispiel Max Frisch, und allgemein zu ihrer Umgebung und ihrem Leben. Heinz, Erinnerungen, als jüngerer Bruder, starten natürlicherweise in einer Zeit, in der seine große Schwester bereits zwölf oder 13 war. Erzählungen, die davor handeln, sind aus zweiter Hand, zum Beispiel von den Eltern oder der Schwester Isolde wiedergegebene Erinnerungen. Bachmann schreibt sowohl über die Reisen seiner Schwester, die Umtriebigkeit, die Sucht nach Betäubungsmitteln, die schließlich und final ihren Tod in den siebziger Jahren besiegelt hat, aber auch insbesondere über ihr positives Wesen. Ein Beispiel hierfür, dass er nennt, ist, dass egal wie finanziell eng ist für seine Schwester war, diese immer auch finanziell ihren Freunden und ihrer Familie geholfen hat. Er werdet dies auch als eine der Hauptursachen ihrer finanziellen Schwierigkeiten, zumal sie mit ihren Werken vergleichsweise erfolgreich war, und relativ hohe Auflagen im deutschsprachigen Raum erzielte.
Das Buch ist durchaus interessant, an mancher Stelle, jedoch auch einfach eine Aneinanderreihung von Ereignissen, bei denen unklar ist, wie diese miteinander Zusammenhang stehen.




