Heinz Bude Bildungspanik

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Inhaltsangabe zu „Bildungspanik“ von Heinz Bude

Werden unsere Schüler und Studenten gegen die internationale Konkurrenz bestehen können? Die Ergebnisse der PISA-Studie haben in Politik und Gesellschaft eine Grundsatzdiskussion über das Schulsystem ausgelöst. Diese Debatte muss das Grundrecht auf Bildung genauso ernst nehmen wie das Bedürfnis, durch Bildung einen sozialen Status zu erreichen. Denn gerade auf dem Feld der Bildung werden soziale Unterschiede ausgespielt. Wie viel Gleichheit braucht unsere Gesellschaft? Wie viele Unterschiede erträgt sie, und was bedeutet das für die Schule in Deutschland? Diese Diskussion will der Soziologe Heinz Bude in Gang bringen - weil sie weiterführt als der panische Blick auf PISA-Werte.

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  • Rezension zu "Bildungspanik" von Heinz Bude

    Bildungspanik

    Sokrates

    26. March 2012 um 09:01

    Eine knallhart und ehrlich geschriebene Bestandsaufnahme unseres deutschen (Schul-)Bildungssystems. Treffsichere Analysen, knallharte Beobachtungen; leider nur Kritik (im Wesentlichen). - Heinz Bude bleibt ein wenig alternative Lösungswege schuldig, doch die hier und da genannten "idealeren" Beispiele lassen sachte ahnen, für was der Autor sich begeistern könnte. Als Gesellschaftskritik jedoch unbedingt lesenswert.

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  • Rezension zu "Bildungspanik" von Heinz Bude

    Bildungspanik

    WinfriedStanzick

    03. November 2011 um 10:50

    Wer in diesen Zeiten als Angehöriger der „bildungsorientierten Mittelschicht“ ein Kind hat, das schulpflichtig ist, kann von dem, was Heinz Bude hier in seinem lesenswerten Essay beschreibt, ein Lied singen. Erstens, weil er selbst von dem, was Bude „Bildungspanik“ nennt, wahrscheinlich nicht ganz frei ist, zum anderen, weil er um sich herum Eltern erlebt, die ihren Kindern mit allen Mitteln „Bildungschancen“ eröffnen wollen, sie von einer sportlichen oder musischen Maßnahme zur anderen Karren und dabei immer weniger wirkliche Beziehungszeit mit ihren Kindern haben. Er erlebt Eltern, die mit aller Macht ihr Kind auf ein Gymnasium schicken wollen, nicht nur wegen der Bildung, sondern auch, um es von den Kindern des bildungsfernen Prekariats abzuschirmen. Die Kinder sollen mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, sie sollen sich durchsetzen in einem als gnadenlos und hart fantasierten Existenzkampf. Ich persönlich frage mich dabei immer, welche von diesen Eltern, die in Konflikten regelrecht unangenehm werden können, ihre Kinder in der Zeit zwischen der Geburt und der Einschulung „gebildet“ haben in ihrer Entwicklung, etwa durch tägliches langes Vorlesen, durch verbale und nonverbale Kommunikation etc. Aber das nur nebenbei. Bude beschreibt eindrücklich, wie sich in unserem Schulsystem die Spaltung der Gesellschaft wiederholt und zementiert. In den in Deutschland seit Jahrzehnten wie in keinem anderen Land geführten heftigen und kontroversen Bildungsdebatten, geht es deshalb auch um die sozialen Unterschiede in unserer Gesellschaft. Deshalb muss man es doch sehr hinterfragen, wie ernst die von vielen geforderte gerechte Schule für alle wirklich gemeint ist. Es geht Bude darum herauszufinden, wie viel Gleichheit unsere Gesellschaft braucht und wie viele Unterschiede sie erträgt. Denn das Bedürfnis, sich zu unterscheiden und die Angst vor einem sozialen Abstieg in den Mittelschichten sind Fakten, die nicht übersehen werden dürfen. Deshalb muss, so Bude, die ganze Debatte um Schule und Bildung, PISA und vieles mehr das Grundrecht auf Bildung genauso ernst nehmen wie das Bedürfnis der Menschen, eben durch diese Bildung eines gewissen sozialen Status zu erreichen.

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