Heinz Buschkowsky

 4 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Neukölln ist überall, Die andere Gesellschaft und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Heinz Buschkowsky

Heinz Buschkowsky wir am 31. Juli 1948 in Berlin, Neukölln geboren. Seit dem 1. Dezember 2001 ist er Bezirksbürgermeister des Bezirks Neukölln. Seit 1973 ist er als Mitglied der SPD tätig. Bekannt ist Buschkowsky durch seine offene und öffentliche Thematisierung der Integrationspolitik. Er wurde 2004 mit der These „Multikulti ist gescheitert“ bundesweit bekannt. Mit besonderem Engagement kümmert er sich um eine gute Ausbildung von Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunft. Im September 2012 wurde sein Buch "Neukölln ist überall" veröffentlicht, welches bereits im Vorfeld für große Medienpräsenz gesorgt hat. Auszüge des Buches wurden vor der Veröffentlichung von der BILD Zeitung gedruckt.

Alle Bücher von Heinz Buschkowsky

Neukölln ist überall

Neukölln ist überall

 (23)
Erschienen am 02.12.2013
Die andere Gesellschaft

Die andere Gesellschaft

 (2)
Erschienen am 30.09.2014
Neukölln ist überall, 2 MP3-CDs

Neukölln ist überall, 2 MP3-CDs

 (2)
Erschienen am 01.11.2012
Die andere Gesellschaft

Die andere Gesellschaft

 (0)
Erschienen am 10.10.2014
Die andere Gesellschaft

Die andere Gesellschaft

 (0)
Erschienen am 10.10.2014

Neue Rezensionen zu Heinz Buschkowsky

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Rezension zu "Neukölln ist überall" von Heinz Buschkowsky

Der letzte Wall
TheSilencervor 22 Tagen

Ich lebte bisher in der Gewißheit, daß "die da oben" den Kontakt zu "uns hier unten" verloren haben und deswegen nicht wirklich wissen, wovon sie reden.

Dem ist aber nicht so.

Buschkowsky weiß es. Der SPD-Politiker ist damit auch ausreichend hausieren gegangen. "Die da oben" wissen, welche Zustände herrschen - und tun nichts dagegen.

Umso bedrückender wird das Buch Seite für Seite; Buschkowsky gibt die Realität des Alltags in Berlin - oder in Berlin-Neukölln - 1:1 wieder.

Und sie interessiert diejenigen nicht, die etwas dagegen unternehmen könnten ...

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KarinFrankes avatar

Rezension zu "Neukölln ist überall" von Heinz Buschkowsky

Realität in Deutschland
KarinFrankevor 3 Jahren

Schon vor gut drei Jahren schrieb Heinz Buschkowsky dieses Buch - es ist bis heute erschreckend aktuell, gerade durch den anhaltenden Flüchtlingsstrom und die Geschehnisse von Silvester.
Das, was der ehemalige Bezirksbürgermeister von Neukölln hier beschreibt, zeigt, dass Integration schon jahrelang nicht bei allen Einwanderern reibungslos funktioniert. Buschkowsky berichtet von Generationen, die sich in Hatz-IV eingerichtet haben, Parallelgesellschaften, Gewalt und Kriminalität, von Integrationsunwilligen, die nach den Regeln in ihrem Heimatland weiterleben und unser Recht, unsere Gesetze ablehnen. Er bringt genügend Beispiele, um seine Haltung zu belegen, dass die Politik endlich vernünftige Maßnahmen ergreifen muss, damit nicht schon bald Neukölln tatsächlich überall ist.
Deutschland steht mit diesem Problem nicht allein da, Buschkowsky bringt Beispiele aus anderen Ländern, die er besuchte, berichtet allerdings auch (z. B. aus den Niederlanden) von mittlerweile restriktiven Maßnahmen, die gute Wirkung zeigen, leider aber bei uns nur durch Gesetzesänderungen umgesetzt werden können.
Mit seinen Lösungsvorschlägen bin ich nicht immer einverstanden, wichtig finde ich jedoch, dass er dieses Thema in seiner ganzen erschreckenden Realität aufgegriffen hat. Er weiß, wovon er redet, vieles hat er selbst erlebt, anderes erfuhr er von Menschen, die in diesem Bezirk arbeiten oder leben - oder schon weggezogen sind. Denn jeder, der es 'geschafft hat', verlässt freiwillig diese Gegend.
Als Normalbürger ist man von vielem, was hier berichtet wird, geschockt. Ein wichtiges Buch, das man, wenn man über die akutelle Lage mitreden will, unbedingt gelesen haben sollte.

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M

Rezension zu "Die andere Gesellschaft" von Heinz Buschkowsky

Die Veränderung der Gesellschaft durch Migration
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Die Veränderung der Gesellschaft durch Migration


Verständlich sprechen, die Dinge beim Namen nennen und, zumindest aus seiner Sicht, klar auf den Punkt bringen, das sind die sprachlichen Vorteile, die Buschkowsky eben nicht nur als gerngesehener Gast in Talk Shows demonstriert, sondern die in gleicher Form auch die Lektüre seiner Bücher zu einem sehr flüssigen Unterfangen gestalten.

Und zum Zweiten, Buschkowsky weiß in der Regel, wovon er spricht.
Auch wenn ihm nicht jeder in seinen Bewertungen folgt, auch wenn seine teils stark zuspitzenden Aussagen hier und da Widerspruch hervorrufen, er ist einer aus der Praxis.

So besitzt es durchaus Gewicht, wenn Heinz Buschkoswky den „Blick auf morgen“ richtet und angesichts seiner Lebenswirklichkeit vor der eigenen Haustür und aus seinen politischen Erfahrungen heraus warnende Worte findet. Nicht auf dem besten Weg ist diese „Integrationsgesellschaft“ mit ihren vielfachen „Migrationsthemen“. Sondern auf dem Weg „auseinander“, in einzelne „Biotope“ hinein, die sich zumindest in der Tendenz gegeneinander abzuschotten beginnen.

Und inzwischen sind seine Worte ja in Teilen auch bereits von der Wirklichkeit überholt worden, sieht man sich die bedenklich hoher Zahl von Menschen überwiegend mit Migrationshintergrund an, die sich den radikalen Teilen des Islamismus in großer Zahl anschließen und in durchaus bemerkenswerten Zahlen gar in Syrien und anderswo mit zu den Waffen „gegen den Westen“ greifen, für einen „islamischen Gottesstaat“.

Natürlich schreibt und bewertet Buschkoswky aus seiner Sicht, an so manchen Stellen im Buch sehr, sehr offensichtlich. Und nicht immer kann aus dieser persönlichen Sicht heraus die „große Linie“ für die gesamte Gesellschaft gezogen werden, manches stellt sich an anderen Orten sehr viel differenzierter dar als im engeren Rahmen Neuköllns. Wobei Buschkowsky dies in keiner Form abstreitet, sondern diesen subjektiven Standpunkt eindeutig vorweg betont.

Dennoch sind seine Einlassungen durchweg ernst zu nehmen, denn er vermag es, punktgenau jene „Gegengesellschaft“ zu erläutern und zu verorten, die als Herausforderung für demokratische Strukturen an sich oberste Priorität der politischen Arbeit fordert. Dabei schert Buschkowsky nicht über einen Kamm, wenn er die Kernprobleme im „Islam“ verortet, sondern unterscheidet erkennbar zwischen den verschiedenen Lebensweisen und Gruppen, zwischen denen, die „ihren Weg gemacht haben“ in dieser Gesellschaft, aber eben auch anderen, die für eine Integration ihrerseits keinerlei Interesse aufbringen würden.

Und Bukowsky scheut sich nicht, jene radikalisierenden Strömungen zu benennen, die sich, wenn vielleicht auch noch nicht (aber öfter bereits) mit „offener Gewalt“, so doch im tiefen erkennbaren Widerstreit gegen die „westliche“ und hier demokratische deutsche Gesellschaft befinden.

Widerstand, der in den Augen Buschkowskys unguten Eindruck hinterlässt und gravierende Folgen für den inneren Zusammenhalt der gesamten Gesellschaft nach sich ziehen kann.

„Es war wohl so, dass politische Vertreter bei der Offenlegung von kriminellen Vorgängen unter ethnischen Gruppen immer mit dem Vorwurf des Rassismus rechnen müssen“.

Klare Kante auf der einen Seite (Hinter den Gangs der organisierten Kriminalität (bei einem konkreten Beispiel im Buch) steckten muslimische Männer pakistanischer Herkunft…….die alle Frauen für zweitklassige Bürger halten und weiße Frauen für drittklassige“.

Gebote Vorsicht und Differenzierung, wichtige Absicherung auf der anderen Seite.

Das sind die Reibepunkte, die nicht leicht auflösbar scheinen und an denen Bukowsky Beispiel für Beispiel gebend seinen eher düsteren Blick auf die Zukunft festmacht.

Insgesamt bietet Bukowsky als „Praktiker“ eine Fülle von bedenkenswerten Hinweisen, auf die Realität einer „auseinanderdriftenden“ bundesdeutschen Gesellschaft mit diametral gegenüberstehenden Werten, Haltungen und ganz praktischen Lebensweisen.
Seine Stärke ist dabei erkennbar nicht die theoretische Reflexion und die Entfaltung von politisch differenzierten Modellen (auch, wenn er dazu Hinweise bietet) und so manches eher intuitiv in von ihm in Zusammenhänge gebracht wird.

Aber als einer, der redet, wie er ist und wie er die Dinge erlebt hat, der „hinter manche Wohnungstür“ einen Blick werfen konnte und davon authentisch berichtet, sind seine klaren Einlassungen, sein Finger, den er auf offene Wunden legt, wichtige Impulse, grundlegende Probleme nicht nur zu erkennen, sondern an der Wurzel tatkräftig anzugehen.

Mit mehr statt weniger (gesamtgesellschaftlicher) Integration, wo auch nur der Hauch einer Chance besteht in dieser ganz eigenen Welt voller Friedensrichter und Ressentiments gegen ein (im eignen Verständnis) „nicht-religiöses“ und daher abzulehnendes Leben gerade in der Gesellschaft und Umgebung, in der man allerdings selber sich niedergelassen hat.

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Heinz Buschkowsky wurde am 31. Juli 1948 in Berlin (Deutschland) geboren.

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