Heinz G. Konsalik

 3,6 Sterne bei 1.422 Bewertungen
Autor von Der Arzt von Stalingrad, Das geschenkte Gesicht und weiteren Büchern.
Autorenbild von Heinz G. Konsalik (©Gemeinfrei)

Lebenslauf

Heinz Günther Konsalik entstammt einem alten sächsischen Adelsgeschlecht. Sein Vater war Versicherungsvertrteter. Bereits in der Schule entdeckte Konsalik seine Liebe zum Schreiben. Im Alter von 10 Jahren schrieb er seinen ersten Roman und mit 16 verdiente er Geld, indem er kurze Erzählungen in der Heimatzeitung seiner Stadt veröffentlichte.Nach seinem Abitur studierte er Meidzin, Theaterwissenschaften und Germanistik in München, Köln und Wien. Er musste sein Studium abbrechen als der zweite Weltkrieg begann. Er arbeitete in dieser Zeit als Kriegsberichterstatter in Frankreich und der Sowetunion, bis er dort verwundet wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg ging er mit seiner Mutter nach Attendorn und arbeitete als Lektor, Journalist und Redakteur bis 1951 nur noch als Schriftsteller tätig zu sein. Sein erfolgreichstes Wer ist "der Arzt von Stalingrad" welches 3,5 Millionen mal verkauft wurde. Konsalik schrieb über 150 Werke insgesamt. Er starb 2. Oktober 1999 in Salzburg an einem Schlaganfall.

Alle Bücher von Heinz G. Konsalik

Cover des Buches Der Arzt von Stalingrad (ISBN: B0026ZJHRY)

Der Arzt von Stalingrad

(57)
Erschienen am 01.01.2005
Cover des Buches Das Herz der 6. Armee (ISBN: 9783453772205)

Das Herz der 6. Armee

(28)
Erschienen am 17.03.2008
Cover des Buches Das Bernsteinzimmer (ISBN: B0027QSTC6)

Das Bernsteinzimmer

(23)
Erschienen am 01.01.1988
Cover des Buches Sie waren Zehn (ISBN: 9783704314482)

Sie waren Zehn

(23)
Erschienen am 26.07.2007
Cover des Buches Wer stirbt schon gerne unter Palmen (ISBN: 9783442412303)

Wer stirbt schon gerne unter Palmen

(19)
Erschienen am 01.02.2001
Cover des Buches Eine Sünde zuviel (ISBN: 9783442361700)

Eine Sünde zuviel

(19)
Erschienen am 01.12.2004
Cover des Buches Liebesnächte in der Taiga (ISBN: 9783898972253)

Liebesnächte in der Taiga

(19)
Erschienen am 01.09.2005

Neue Rezensionen zu Heinz G. Konsalik

Cover des Buches Gold in den roten Bergen (ISBN: 9783404108930)
TanteGhosts avatar

Rezension zu "Gold in den roten Bergen" von Heinz G. Konsalik

TanteGhost
Alt, aber irgendwie gut

Zu hohe Erwartungen, die dann aber nicht erfüllt worden. Is eben ein alter Schinken.


Inhalt: Zwei Trucker finden, mitten in der Wüste, einen sterbenden Indianer. Sie wollen ihm noch helfen, können ihm aber nur noch beim Sterben beiwohnen. Sie bekommen ein Stück Leder von ihm, auf dem seltsame Zeichnungen sind, können sie aber zunächst nicht deuten.

In der Stadt angekommen, lösen sie mit ihren Erzählungen über den Vorfall erst einmal eine absolute Panik vor einer Pandemie aus. Die seltsamen Flecken, die der Mann auf seinem Körper hatten, deuten auf eine ansteckende Krankheit hin, die sich rasend schnell verbreiten könnten.

Jedoch werden alle Kontaktpersonen schnell wieder frei gelassen und die beiden Männer machen sich daran, den auf dem Leder eingezeichneten Schatz zu bergen. Sie wollen das Gold. Sie wollen reich sein und ein unbeschwertes Leben führen.

Als sie sich auf den Weg zu dem gesuchten Ort machen, müssen sie durch die Wüste. Fast scheint es als gut, dass die Indianer hier helfen. Aber auch die Ureinwohner meinen es nicht ehrlich. Und während die zwei Männer und ihre Frauen ums Überleben kämpfen, werden sie schon lang gesucht, wissen es aber nicht.


Fazit: Man kann sagen, dass dieses Buch aus einer Erbmasse stammt. Ich habe es von meiner Mutter bekommen, welche sie wiederum aus dem Regal einer verstorbenen Tante gezogen hat. - Na ja, Konsalik ist 1999 verstorben und war in seiner besten Zeit der kommerziell erfolgreichste Autor Deutschlands. Damals hat er sogar Wolfgang Hohlbein in den Schatten gestellten.

Dieses Buch hier stammt aus dem Jahr 1987 und ist, genau genommen, schon ein richtig alter Schinken. Trotzdem wollte ich es lesen, bevor ich es in einen öffentlichen Bücherschrank stelle.


Es ist schon seltsam, was man vor vielen Jahren mal als gutes und lesenswertes Buch bezeichnet hat. Ich hab, jetzt im Nachhinein, absolut keine Ahnung mehr, was ich denn vom Genre her hier gelesen haben soll.

Am Anfang fühlt es sich nach einem Roman an. Da sind die zwei Männer, welche mit dem Truck ihrem Job nachgehen, in die Situation mit dem Eingeborenen landen und erst einmal nach besten Wissen und Gewissen handeln. Die Handlung geht dann erst einmal Richtung Pandemie mit einer neuen Krankheit und hat mit Gold und einer Schatzsuche sehr wenig zu tun.

Die Aufregung um die Krankheit legt sich und die Schatzsuche kann beginnen. Hier habe ich als Leserin wirklich sehr viel über die Landschaften und ihre Eigenheiten erfahren. Und ich muss sagen, dass das am Ende schon sehr interessant war.

Die Handlung geht in einem Handlungsstrang weiter und erzählt wirklich haarklein einige wirklich brenzlige Ereignisse in der Wüste und über den Glauben der Indianer. – Ganz ehrlich, ich selber möchte so etwas nicht erleben müssen.

Ganz am Ende des Buches teilt sich die Handlung dann doch noch einmal auf. Die Krankheit, welche abgehakt schien, flammt erneut auf und ist nach wie vor unbekannt. Man kann zwar das Leben der Akkutfälle retten, aber mehr erfährt man dann doch nicht. Mich hätte dann schon interessiert, welche Krankheit das gewesen sein soll. Und dass am Ende nur zwei weitere Leute das gehabt haben sollen, erschien mir auch sehr unglaubwürdig.

Auch die Schatzsuche verläuft, aufgrund der vielen Umstände, im Sande. – Das Buch endet, ohne eine Geschichte wirklich auserzählt zu haben. So sehe ich das zumindest. 


Leider muss ich sagen, dass ich keine Ahnung habe, was Herr Konsalik uns hiermit sagen wollte. Er hat zwei Handlungsstränge angerissen und keinen wirklich zu einem ordentlichen Ende gebracht. – Während dem Lesen habe ich die ganze Zeit auf Spannung und richtig harte Aktion gehofft, habe darauf gelauert, dass die Sensation mit dem Gold wahr wird und bekommen habe ich dann ein Ende, wie es alles andere als schön ist. 

Aufgefallen ist mir allerdings, dass sich Herr Konsalik mit dem Thema der Indigenen in Amerika sehr gut befasst hat und die Situation der Menschen wirklich sehr lebensnah dargestellt hat. Auch die Landschaftsbeschreibungen haben mir wirklich herrliche und gigantomanische Bilder beschert, aber ich wollte doch wissen, wie die Geschichte ausgeht ...

Wie ich schon mal erwähnt habe, es ist wirklich seltsam, was man alles so gelesen hat und sich dann für cool gehalten hat. Meine Oma hat mich seinerzeit mit dem Konsalik-Fieber angesteckt und er war ja auch einer der erfolgreichsten Autoren seiner Zeit. – Aber heutzutage holt einen dieser Stoff leider nicht mehr wirklich hinter dem Ofen vor. 

Das Buch wird wohl in einem der öffentlichen Bücherschränke landen. Ich mag es nicht in meinem Regal stehen haben und für die Bibliothek ist es auch zu alt. Vielleicht findet es ja in diesem Öffi noch einen Leser, der es gern mag.


Ich kann das Buch nicht wirklich empfehlen. Es ist alt. Gehört quasi schon in ein Antiquariat. Außerdem kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es das sicher nicht mehr zu kaufen gibt.

Cover des Buches Der Arzt von Stalingrad (ISBN: B0026ZJHRY)
R

Rezension zu "Der Arzt von Stalingrad" von Heinz G. Konsalik

Renate1964
Ein Held

Konsalik erzählt hier von einem Lager nahe Stalingrads nach Kriegsende. Doktor Böhler,  der Stabsarzt versucht,das Beste für die Gefangenen zu erreichen. Deutlich werden der Haß der ehemaligen Gegner und die unmenschlichen Verhältnisse. Die Sprache ist für mich leider zu pathetisch und die Personen zu eindimensional. Trotzdem, die Figuren ändern sich, aber Hass und Unmenschlichkeit sind in Lagern heute noch zu finden 

Cover des Buches Morgen ist ein neuer Tag (ISBN: 9783442035175)
Featherstones avatar

Rezension zu "Morgen ist ein neuer Tag" von Heinz G. Konsalik

Featherstone
Trotz allem gibt es noch Hoffnung…

Inhalt:

Als Fritz Bergschulte nach zwölf Jahren in russischer Kriegsgefangenschaft nach Hause zurückkehrt, ist er psychisch und vor allem physisch gezeichnet und steht zudem vor den Trümmern seines Lebens: Seine Frau hat das gemeinsame Haus verkauft, ihn für tot erklären lassen und seinen Kriegskameraden geheiratet. Sein Sohn war noch klein, als er ihn zum letzte Mal gesehen hat und kann sich deshalb nicht mehr an seinen Vater erinnern. Fritz fühlt sich verraten, denn sein Kriegskamerad und jetziger Ehemann seiner Frau, hat diese sogar absichtlich angelogen und ihr erzählt, dass Fritz in seinen Armen gestorben ist.

Trotzdem will Fritz nicht aufgeben. Nachdem der erste Schock überwunden ist, beschließt er den Kampf aufzunehmen. Er will vor Gericht erstreiten, dass er nicht länger juristisch als tot gilt und vor allem möchte er seine Familie zurückhaben und eine Arbeit finden. Besteht die Chance, dass für ihn alles gut wird?

„Wissen Sie denn überhaupt, was es heißt, heimzukehren und festzustellen, dass Sie einfach aus dem Gedächtnis und dem Leben der anderen Menschen gestrichen worden sind?“ (S. 183)

Meine Meinung:

Man kann sich gut in Fritz hineinversetzen, denn seine Gedanken- und Gefühlswelt wird detailliert und einfühlsam beschrieben. Fritz ist ein sympathischer und tapferer Protagonist. Er hat mir richtig leidgetan und ich habe ihm so sehr gewünscht, dass sich für ihn alles wieder zum Guten wendet. An einigen Stellen hat Fritz sich an seine Zeit in Kriegsgefangenschaft zurückerinnert. Es ist erschütternd, unter welchen Bedingungen viele Menschen in den russischen Schweigelagern teilweise jahrelang gefangengehalten wurden und welche körperliche Schwerstarbeit sie leisten mussten. Der Schreibstil des Buches gefällt mir, es liest sich flüssig und man ist gespannt, wie es für Fritz weitergeht.

Eigentlich sieht soweit alles danach aus, dass es ein 4-Sterne-Buch ist, aber es haben mich auch einige Punkte gestört, aufgrund derer es letztendlich doch bloß gute 3 Sterne geworden.

Kritikpunkte:

  • Die psychischen Folgen der langjährigen Kriegsgefangenschaft werden kaum thematisiert. Es wäre glaubwürdiger gewesen, wenn es Fritz schwerer gefallen wäre, alles zu verarbeiten und zu vergessen.
  • Der Sohn von Fritz kommt in der Geschichte überraschenderweise so gut wie gar nicht vor, obwohl er noch minderjährig ist und bei seiner Mutter lebt. Es hat mich gewundert, dass es Fritz völlig ausreicht, dass er seinen Sohn auch nach Wochen bloß einmal aus der Ferne gesehen hat.
  • Lina, die Frau von Fritz, findet sich etwas zu schnell mit der neuen Situation ab.
  • Der Handlungsstrang in dem der Anwalt im Mittelpunkt steht, hat einen etwas zu glücklichen Zufall zu bieten.
  • Der größte Kritikpunkt ist aber folgender: Nachdem seine Ehefrau ihm zuliebe alles hingeworfen hat, um wieder bei ihm zu sein, spielt Fritz plötzlich mit dem Gedanken, die Liebe stattdessen anderswo zu suchen. Er ist drauf und dran sich Hals über Kopf in eine Beziehung mit einer Frau zu stürzen, die er gerade erst kennengelernt hat. Seine arme Frau Lina hält trotzdem treu zu ihm, trägt ihm nichts nach und tut wirklich alles dafür, dass er endlich begreift, was er an ihr hat. Lina hat mir in dieser Situation so leidgetan und das Verhalten von Fritz fand dabei recht gefühllos. 

Das emotionale und glückliche Ende des Buches lässt einem aber diese Kritikpunkte vergessen. Es wird vermittelt, dass man niemals aufgeben sollte. Auch dann, wenn alles verloren scheint, gibt es noch Hoffnung und es besteht die Chance, dass irgendwann alles wieder gut wird. Somit lässt einem dieses Buch trotz des ernsten und traurigen Themas mit einem guten Gefühl zurück.

Fazit:

Ein spannendes Buch über ein trauriges Kapitel der deutschen Nachkriegszeit. Trotz einiger kleinerer Schwächen ein empfehlenswertes Buch. Ich würde zukünftig nochmal zu einem Buch des Autors greifen. Eigentlich schade, dass heutzutage die wenigsten diesen Autor noch kennen, obwohl er vor Jahrzehnten einer der erfolgreichsten deutschen Autoren war. 

Hier noch eines der schönsten Zitate aus dem Buch:

„Man lernt den wahren Wert der Liebe erst durch die Entsagung kennen.“ (S. 207)

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Zusätzliche Informationen

Heinz G. Konsalik wurde am 28. Mai 1921 in Köln (Deutschland) geboren.

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