Zu hohe Erwartungen, die dann aber nicht erfüllt worden. Is eben ein alter Schinken.
Inhalt: Zwei Trucker finden, mitten in der Wüste, einen sterbenden Indianer. Sie wollen ihm noch helfen, können ihm aber nur noch beim Sterben beiwohnen. Sie bekommen ein Stück Leder von ihm, auf dem seltsame Zeichnungen sind, können sie aber zunächst nicht deuten.
In der Stadt angekommen, lösen sie mit ihren Erzählungen über den Vorfall erst einmal eine absolute Panik vor einer Pandemie aus. Die seltsamen Flecken, die der Mann auf seinem Körper hatten, deuten auf eine ansteckende Krankheit hin, die sich rasend schnell verbreiten könnten.
Jedoch werden alle Kontaktpersonen schnell wieder frei gelassen und die beiden Männer machen sich daran, den auf dem Leder eingezeichneten Schatz zu bergen. Sie wollen das Gold. Sie wollen reich sein und ein unbeschwertes Leben führen.
Als sie sich auf den Weg zu dem gesuchten Ort machen, müssen sie durch die Wüste. Fast scheint es als gut, dass die Indianer hier helfen. Aber auch die Ureinwohner meinen es nicht ehrlich. Und während die zwei Männer und ihre Frauen ums Überleben kämpfen, werden sie schon lang gesucht, wissen es aber nicht.
Fazit: Man kann sagen, dass dieses Buch aus einer Erbmasse stammt. Ich habe es von meiner Mutter bekommen, welche sie wiederum aus dem Regal einer verstorbenen Tante gezogen hat. - Na ja, Konsalik ist 1999 verstorben und war in seiner besten Zeit der kommerziell erfolgreichste Autor Deutschlands. Damals hat er sogar Wolfgang Hohlbein in den Schatten gestellten.
Dieses Buch hier stammt aus dem Jahr 1987 und ist, genau genommen, schon ein richtig alter Schinken. Trotzdem wollte ich es lesen, bevor ich es in einen öffentlichen Bücherschrank stelle.
Es ist schon seltsam, was man vor vielen Jahren mal als gutes und lesenswertes Buch bezeichnet hat. Ich hab, jetzt im Nachhinein, absolut keine Ahnung mehr, was ich denn vom Genre her hier gelesen haben soll.
Am Anfang fühlt es sich nach einem Roman an. Da sind die zwei Männer, welche mit dem Truck ihrem Job nachgehen, in die Situation mit dem Eingeborenen landen und erst einmal nach besten Wissen und Gewissen handeln. Die Handlung geht dann erst einmal Richtung Pandemie mit einer neuen Krankheit und hat mit Gold und einer Schatzsuche sehr wenig zu tun.
Die Aufregung um die Krankheit legt sich und die Schatzsuche kann beginnen. Hier habe ich als Leserin wirklich sehr viel über die Landschaften und ihre Eigenheiten erfahren. Und ich muss sagen, dass das am Ende schon sehr interessant war.
Die Handlung geht in einem Handlungsstrang weiter und erzählt wirklich haarklein einige wirklich brenzlige Ereignisse in der Wüste und über den Glauben der Indianer. – Ganz ehrlich, ich selber möchte so etwas nicht erleben müssen.
Ganz am Ende des Buches teilt sich die Handlung dann doch noch einmal auf. Die Krankheit, welche abgehakt schien, flammt erneut auf und ist nach wie vor unbekannt. Man kann zwar das Leben der Akkutfälle retten, aber mehr erfährt man dann doch nicht. Mich hätte dann schon interessiert, welche Krankheit das gewesen sein soll. Und dass am Ende nur zwei weitere Leute das gehabt haben sollen, erschien mir auch sehr unglaubwürdig.
Auch die Schatzsuche verläuft, aufgrund der vielen Umstände, im Sande. – Das Buch endet, ohne eine Geschichte wirklich auserzählt zu haben. So sehe ich das zumindest.
Leider muss ich sagen, dass ich keine Ahnung habe, was Herr Konsalik uns hiermit sagen wollte. Er hat zwei Handlungsstränge angerissen und keinen wirklich zu einem ordentlichen Ende gebracht. – Während dem Lesen habe ich die ganze Zeit auf Spannung und richtig harte Aktion gehofft, habe darauf gelauert, dass die Sensation mit dem Gold wahr wird und bekommen habe ich dann ein Ende, wie es alles andere als schön ist.
Aufgefallen ist mir allerdings, dass sich Herr Konsalik mit dem Thema der Indigenen in Amerika sehr gut befasst hat und die Situation der Menschen wirklich sehr lebensnah dargestellt hat. Auch die Landschaftsbeschreibungen haben mir wirklich herrliche und gigantomanische Bilder beschert, aber ich wollte doch wissen, wie die Geschichte ausgeht ...
Wie ich schon mal erwähnt habe, es ist wirklich seltsam, was man alles so gelesen hat und sich dann für cool gehalten hat. Meine Oma hat mich seinerzeit mit dem Konsalik-Fieber angesteckt und er war ja auch einer der erfolgreichsten Autoren seiner Zeit. – Aber heutzutage holt einen dieser Stoff leider nicht mehr wirklich hinter dem Ofen vor.
Das Buch wird wohl in einem der öffentlichen Bücherschränke landen. Ich mag es nicht in meinem Regal stehen haben und für die Bibliothek ist es auch zu alt. Vielleicht findet es ja in diesem Öffi noch einen Leser, der es gern mag.
Ich kann das Buch nicht wirklich empfehlen. Es ist alt. Gehört quasi schon in ein Antiquariat. Außerdem kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es das sicher nicht mehr zu kaufen gibt.













