Heinz Helle

 3.8 Sterne bei 73 Bewertungen
Autorenbild von Heinz Helle (© Suhrkamp Verlag)

Lebenslauf von Heinz Helle

Philosoph und Schriftsteller: Heinz Helle, 1978 in München geboren, ist ein deutscher Schriftsteller. Er studierte Philosophie in München und New York. Nach seinem Abschluss arbeitete er u.a. als Texter in verschiedenen Werbeagenturen. Sein Debüt als Autor hab er mit seinem Roman "Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin", dieser stand auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises. 

Auch sein folgendes Werk "Eigentlich müssten wir tanzen" wurde für den deutschen Buchpreis nominiert und in über 5 Sprachen übersetzt. So machte sich Helle auch einen internationalen Namen. Darüber hinaus wurde er schon mit dem Walter-Kempowski-Literaturpreis, dem Ernst-Willner-Preis, dem Literaturpreis des Kantons Bern und dem Literaturpreis der Stadt Bremen ausgezeichnet. Außerdem bekam er das Stipendium des Deutschen Literaturfonds. Heute lebt der Autor zusammen mit seiner Familie in Zürich.

Alle Bücher von Heinz Helle

Cover des Buches Eigentlich müssten wir tanzen (ISBN:9783518467862)

Eigentlich müssten wir tanzen

 (52)
Erschienen am 07.08.2017
Cover des Buches Die Überwindung der Schwerkraft (ISBN:9783518428238)

Die Überwindung der Schwerkraft

 (5)
Erschienen am 10.09.2018
Cover des Buches Dead End (ISBN:9783905976458)

Dead End

 (0)
Erschienen am 01.06.2017

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Rezension zu "Die Überwindung der Schwerkraft" von Heinz Helle

Meine Meinung zu "Die Überwindung der Schwerkraft" von Heinz Helle
SomeBodyvor 8 Monaten

Oh, diese Sätze! Sie fangen die emotionale (Nicht-) Verbindung der Brüder in „Die Überwindung der Schwerkraft“ wirklich toll ein und halten auch ganz wunderbar die Atmosphäre beisammen, wenn… ja, wenn sie nicht so ellenlang wären, als dass sich der gesamte Text in wenig mehr als nur einem einzigen gigantischen Textblock liest. Meiner Meinung nach hat Heinz Helle hier mit dem Fehlen der Punkte und Absätze die berauschende Wirkung seiner Worte und philosophischen Ergüsse schlichtweg zerstört. Wirklich schade darum!

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Rezension zu "Eigentlich müssten wir tanzen" von Heinz Helle

Heinz Helle | EIGENTLICH MÜSSTEN WIR TANZEN
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

INHALT: Fünf junge Männer verbringen ihren Urlaub in einer Skihütte in den Alpen. Als sie ins Tal zurückkehren, gibt es dort kein Leben mehr. Die Läden sind geplündert, ausgebrannte Autowracks, die Bevölkerung tot. Das ganze Land scheint einer Apokalypse zum Opfer gefallen zu sein, nur die fünf sind noch da. Sie streifen seit Wochen von Ort zu Ort, auf der Suche nach Nahrung, nach Antworten, nach Sinn.

FORM: Heinz Helle (*1978) fordert seinen Lesern stellenweise ganz schön was ab. Die Grundatmosphäre seines kurzen Romans ist eine bedrohliche Stille, die mich an Cormac McCarthys DIE STRASSE erinnerte. Im Unterschied zu McCarthy aber dreht Helle zwischendrin ordentlich am Lautstärkeregler. Manche Szenen sind so brutal und kaltblütig, dass ich echt geschockt war (ein Gefühl, dass ich nicht oft habe und auch nicht sonderlich mag).

Es geht Helle aber nicht allein um die Gewalt, das Buch ist schließlich kein Splatterroman. Helle gelingt es, in diese trostlosen und brutalen Szenen soviel Poesie zu stecken, dass man fast eine Art Schönheit darin erkennen mag. Und auch die Charaktere haben eine gute Tiefe, wenn man bedenkt, dass Helle sich gerade mal 173 Seiten Zeit lässt, um sie zu entwickeln. Ein paar perfekt gezielte Striche reichen aus, um den Figuren Leben einzuhauchen … welches Helle ihnen nach und nach wieder nimmt.

FAZIT: Für meinen Geschmack an manchen Stellen zu brutal, ansonsten sehr gut, weil poetisch und interessant geschrieben. Ein Autor, den ich im Auge behalten werde. Vier Sterne.

*** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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Rezension zu "Eigentlich müssten wir tanzen" von Heinz Helle

Ein komisches, aber sehr gutes Buch!
Daniel_Allertsedervor 2 Jahren

Meine Meinung

 

Selten habe ich ein so komisches und radikales Buch gelesen! »Eigentlich müssten wir tanzen« von Heinz Helle ist merkwürdig – auf eine positive Art; skurril und düster – eine matte Story über fünf Freunde, die nach einem Wochenende eine verlassene Welt vorfinden, und sich immer mehr entfremden. Heinz Helle hat mir gezeigt, dass es auch Bücher gibt, die eine ganz unbekannte Wirkung auf den Leser haben können.

   Zuerst möchte ich den Schreibstil des Autors ansprechen: Kurz, knackig, schnell und diskret. Die Kapitel wurden sehr kurz gehalten, und auch die Erzählebene spiegelte die Situation der fünf Freunde wider: Wir erfahren alles durch einen unbekannten Auserwählten; einer der fünf Freunde, dessen Namen (zumindest mir) unbekannt blieb. Es kamen keinerlei Gefühle vor, keinerlei Emotionen, die Distanz zu den Figuren brachte, gepaart mit der seltsamen Handlung, eine dystopische Atmosphäre, die ich in dieser Art noch nie gelesen hatte. Der dünne Roman war voll mit Details der ausgerotteten Umgebung – geplünderte Supermärkte, bereits krepierte oder verhungernde Kühe, verlassene Häuser und massenhaft Schnee – diese surrealen Elemente brachten eine verzweifelte Stimmung auf, die die Freunde gegeneinander aufhetzten. Aber keineswegs führte dies zu körperlichen Auseinandersetzungen, vielmehr herrschte ein innerlicher Kampf gegen das Überleben und das Sichern der Zukunft.

      Wie schon erwähnt, war der Roman sehr skurril und kühl – dennoch mochte ich das Buch, und ich habe gerne gelesen, wie es den Freunden, die immer weniger wurden, erging.

  Dazusagen muss ich kurz, dass der Klappentext im Grunde die Zusammenfassung des Romans ist. Im Roman wird nämlich mit keinem Wort erwähnt, was geschehen ist, was der Auslöser war und warum die fünf Freunde die noch einzig Lebenden sind.

Fazit

 

Ein toller, sehr düsterer und sprachlich hochwertiger Roman, der mich trotz der bedrückenden und dystopischen Atmosphäre sehr unterhalten hat. Eine klare Empfehlung!

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Zusätzliche Informationen

Heinz Helle wurde am 15. Oktober 1978 in München (Deutschland) geboren.

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