Heinz Helle Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin

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Inhaltsangabe zu „Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“ von Heinz Helle

Was passiert: Ein Philosoph scheitert bei dem Versuch, seine Theorie von Erleben mit seinem Erleben in Einklang zu bringen. Ein Mann scheitert bei dem Versuch, eine Frau zu lieben.
Worum es geht: Es geht um den Geschmack von Kaffee am frühen Morgen und um das Problem des Bewusstseins. Es geht um einen deutschen Studenten in New York, um einen Mann und eine Frau. Es geht um Liebe und ihr Verschwinden.
Worum es eigentlich geht: Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin ist ein Roman über das Leben, die Liebe und den Feind im eigenen Kopf. Es ist ein Roman über Glück.

Das Hörbuch, gelesen von Franz Dinda, erscheint in hochwertiger Ausstattung.

"Wie es Herrn Dinda gelingt, auch aus unscheinbaren Sätzen Bedeutung heraus zu holen, ihnen Gewicht und Gefühl zu geben, überrascht mich und macht mich glücklich." Heinz Helle

Selten habe ich ein Hörbuch gehört, bei dem der Erzählstil so passend zum Titel gewählt ist

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein Buch wie ich es noch nie gehört/gelesen habe. Für Leser, die mal etwas anderes wagen wollen.

— Gruenente

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    Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. December 2014 um 19:03

    Liebe, Leben, Glück und ganz viele Gedanken – darum geht es in Heinz Helles Roman „Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“. Im September dieses Jahres wurde das Buch für den Schweizer Buchpreisnominiert, und auch wenn es nicht gewonnen hat, ist es lesens- und hörenswert. Selten habe ich ein Hörbuch gehört, bei dem der Erzählstil so passend zum Titel gewählt ist wie bei „Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“. Gelesen wird das Buch von Franz Dinda, der nicht nur Schauspieler ist, sondern auch Musiker, Künstler und Autor. Mit seiner Stimme verleiht er dem Buch eine Atmosphäre von Einsamkeit und Ruhe, ein „beruhigender Klang“, dem man gerne lauscht. Die Ruhe, die durch längere Erzählpausen und angemessene Stimmlage erzeugt wird, steht dabei im Kontrast zu der Gedankenwelt des Protagonisten. Es ist, als würden seine Gedanken die Übermacht ergreifen, ihn beeinflussen, ihn lähmen – wie Explosionen, die er nicht verhindern kann. Der Ich-Erzähler studiert Philosophie in New York, scheint anfangs glücklich verliebt zu sein. Doch seine Überlegungen und sein Wissen über das Bewusstsein kollidieren mit seinen Empfindungen. Er hinterfragt seine Emotionen, beginnt, sie wissenschaftlich zu begründen und verliert die Lust daran, sie auszuleben. Liebe ist nur ein Mittel zur Fortpflanzung, überlegt er, Liebe ist nur eine Illusion. Beeindruckend wird seine Gedankenwelt geschildert: wild durcheinander, plötzlich, unpassend, ausschweifend. Er denkt an viele Dinge, die nichts mit der Situation zu tun haben, versucht, sie bewusst auszuschalten, kann es jedoch nicht. Ununterbrochen denkt er. Dem Zuhörer wird dabei ein hohes Maß an Empathie abverlangt, allein schon, weil er immer wieder in neue Gedankengänge geworfen wird. Gerade deshalb sind die eingebauten Lesepausen und die angenehme Lesegeschwindigkeit hilfreich. Auffallend ist außerdem der Schreibstil: Oft wiederholen sich Personalpronomen (z.B.: er, sie, es) am Anfang aufeinanderfolgender Sätze. Diese klingen von poetisch-philosophisch bis sachlich-neutral. Inhaltlich werden einem interessante Theorien und Erkenntnisse geboten: Darüber, dass wir uns meist selbst im Wege stehen durch das, was wir denken. Unsere Gedanken erschaffen Grenzen, die wir nicht im Stande sind zu überwinden. Selbst wenn wir versuchen, die Gedanken auszublenden, einfach nur an die Wand zu starren und an nichts zu denken, kommen uns Gedanken, wie es denn möglich wäre, sie auszuschalten oder wie lange man sie wohl unterdrücken könnte… Gedanken über Gedanken über Gedanken. Ein Teufelskreislauf. Wir sind uns vielem bewusst – unser Bewusstsein unterscheidet uns von Tieren. Unser Erinnerungsvermögen hilft uns, aus unseren Fehlern zu lernen, uns weiterzuentwickeln. Eine Fliege wird das Knallen an die Fensterscheibe bald vergessen und im nächsten Moment wieder dagegen fliegen. Wir merken uns, wenn wir fallen, und machen es beim nächsten Mal anders. Oder wir ignorieren, verdrängen es, lernen nicht daraus und machen die Fehler erneut, obwohl wir sie verhindern könnten. „Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“ ist ein großartiges Hörbuch, grandios umgesetzt von Franz Dinda. Sehr empfehlenswert!

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  • wenn ein Philosoph Frauen und Fussball liebt

    Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin

    Gruenente

    01. September 2014 um 19:01

    So ein (Hör-)Buch ist mir noch nicht untergekommen. Der Erzähler, der zufällig wie der Autor selbst Philosoph ist und in München und New York an der Uni arbeitete, verliert sich in die detaillierte Betrachtung alltäglicher Dinge und versucht dadurch dem Bewusstsein näher zu kommen. Er hört sich selbst ständig beim Denken zu und versucht zwischendurch an nichts zu denken, was scheitert. Er liebt Fussball (ich glaube es ist gerade WM?) und betrachtet auch das auf diese seltsame Art. Und er liebt Sex mit Frauen, möglichst oft und mit möglichst vielen verschiedenen. Und er liebt eine bestimmte Frau: Sie. Trotzdem schläft er mit einer, die nicht sie ist. Dann gibt es noch die, die auch nicht sie ist. Sicher kein Buch für alle, aber für jeden, der mal was ganz anderes lesen will.

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