Heinz Oberhummer , Thomas Wizany Kann das alles Zufall sein?

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Inhaltsangabe zu „Kann das alles Zufall sein?“ von Heinz Oberhummer

Das moderne Bild des Universums ist grandioser, als man es sich jemals auch nur annähernd vorstellen konnte. Aber je mehr wir über das Universum erfahren, umso mehr Geheimnisse tun sich auf. Was ist die rätselhafte Dunkle Materie und die noch mysteriösere Dunkle Energie? Wie nahe sind wir einer „Weltformel“ auf der Spur? Warum ist die Inflation die leistungsfähigste Theorie des Universums? Was war eigentlich vor dem Urknall? Warum sind die Sterne für unser Leben unabdingbar? Was ist die Ungeziefertheorie? Warum ist es unserer Generation vorbehalten, dass wir Leben außerhalb der Erde entdecken? Erfahren Sie mehr über die aufregendste Entdeckung der modernen Naturwissenschaft. Unser Universum ist offensichtlich genau darauf abgestimmt, dass Leben möglich ist. Welche naturwissenschaftlichen, philosophischen als auch religiösen Erklärungen gibt es für diese überraschende Erkenntnis? Kann das alles Zufall sein?

Ein kleiner Nachruf an Heinz Oberhummer: Ein wunderbarer Komiker UND faszinierender und doch so bescheidener Wissenschaftler .

— gerho
gerho

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  • Rezension zu "Kann das alles Zufall sein?" von Heinz Oberhummer

    Kann das alles Zufall sein?
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. February 2010 um 12:31

    Ich liebe Bücher über das Weltall, und dieses gehört fraglos zu den besten seiner Art. Heinz Oberhummer gibt einen Überblick über den aktuellen Wissensstand der Astronomie und öffnet seinen Lesern die Augen hinsichtlich der einzigartigen Fähigkeit des Menschen, den Kosmos, in dem er lebt, wenigstens ansatzweise zu verstehen. Unser Sonnensystem, die Milchstraße, Galaxien, Sterne, Quasare, Pulsare, Supernovae, Schwarze Löcher und Dunkle Materie, nichts wird ausgelassen in diesem großartigen, interessant und verständlich geschriebenen Buch, das es trotz aller Wissenschaftsbezogenheit vermeidet, mit mathematischen Formeln zu langweilen. Auf spannende und zugleich unterhaltsame Weise wird der Frage nach der Herkunft unseres Universums und nach den möglichen Ursachen für die Entstehung des Lebens auf der Erde nachgegangen und erörtert, wie groß oder klein die Chancen für die Existenz von Leben irgendwo anders im All sind. Ein schmaler Farbbildteil nimmt den Leser mit auf eine Reise durchs Universum und illustriert die Erklärungen im Text. Angesichts der unglaublichen Wunder, die das Universum bereithält, ist es unmöglich, dieses Buch nicht faszinierend zu finden, der beste Einstieg daher für alle, die glauben, sich nicht für Astronomie begeistern zu können.

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  • Rezension zu "Kann das alles Zufall sein?" von Heinz Oberhummer

    Kann das alles Zufall sein?
    HeikeG

    HeikeG

    12. August 2008 um 15:06

    "Das Unverständlichste an unserem Universum ist, dass es sich verstehen lässt." Diese Verwunderung, von niemand geringerem als Albert Einstein geäußert, offerierte dessen Faszination, dass unsere naturwissenschaftlichen Gesetze in der Lage sind, die Vorgänge im Universum zu beschreiben. Wirklich durchdringen können diese komplexen Prozesse jedoch nur die Wenigsten. Dem österreichischen Physiker Heinz Oberhummer gelingt allerdings das eigentlich Unmögliche: dem Laien die dunklen Seiten seines Verständnisses über den Kosmos zu erhellen. Zu langes Fernsehen ist ungesund und trägt wohl kaum zu Erweiterung des eigenen Bildungshorizontes bei, denn gute Sendungen sind eher Mangelware. Doch halt, ein Kanal macht eine Ausnahme. Rund um die Uhr ist hier die Entstehung unseres Universums zu beobachten - der "Big Bang" live on TV! Sie kennen ihn noch nicht? Platzieren Sie einfach Ihre Familie vor dem Gerät, wählen einen noch nicht mit einem Programm belegten Kanal und schon können Sie einen atemberaubenden Blick in die Vergangenheit werfen. "Ja, ist sie denn jetzt völlig durchgeknallt?" werden Sie sich fragen. "Da sind doch nur tanzende Punkte und Schneegriesel zu sehen!" Korrekt! Denn "einige Prozent dieses Flimmerns sind auf die [kosmische] Hintergrundstrahlung [die uns praktisch vom Urknall weg erreicht] zurückzuführen, weil diese Strahlung auch im Bereich der Radio- und Fernsehwellen einen Beitrag liefert.", erklärt Heinz Oberhummer. Derart locker und unterhaltsam führt der nukleare Astrophysiker aus Obertauern, Universitätsprofessor i. R. für Theoretische Physik am Atominstitut der Technischen Universität Wien, durch das gesamte Buch und erreicht dabei das beinahe Unmögliche: schwierigste Themen auch dem Laien begreiflich und schwer vorstellbare Abläufe nahezu mühelos nachvollziehbar zu machen. Dies schafft er mit einem äußerst verständlichen, klaren und einfachen Text, bar jeglichen Fachjargons und mathematischer Gleichungen, mit simplen Skizzen und einer nach jedem Kapitel befindlichen Zusammenfassung, mit witzigen Cartoons von Thomas Wizany als Dreingabe. Oberhummer dechiffriert sozusagen für die Allgemeinheit die dubiose und schleierhafte Welt der Quanten und den physikalischen Code zum Verständnis der Vorgänge in unserem Universum. Was haben Rosinengugelhupf und Strudelteig mit strenger Wissenschaft zu tun? Sein in fünf Kapitel gegliedertes Buch läuft zielstrebig auf ein Thema hinaus: "Kann das alles Zufall sein?" Zufall, dass sich ein Universum mit vier konstanten Grundgrößen herausgebildet hat (die gravitative, die elektromagnetische, die starke und die schwache Kernkraft), die, wenn sie nur um hundertstel nach oben oder unten abweichen würden, den Kosmos als wabernde, materielose Suppe, ohne Galaxien und natürlich auch ohne Leben hinterlassen hätten. Oberhummer erklärt zunächst den Aufbau des Universums, mit all seinen Myriaden von Sternen, Planeten, Kometen und Asteroiden und seiner geheimnisvollen dunklen Materie. Er erläutert den Urknall, die Quantengravitation, oben erwähnte kosmische Hintergrundstrahlung und erneut etwas Diffuses - die dunkle Energie, immer anschaulich und leicht verständlich. Die Expansion unseres Universums mit seiner fortschreitenden Galaxienflucht vergleicht er zum Beispiel mit dem Teig eines Rosinengugelhupf, der sich im Backofen immer weiter aufbläht und die Phase der Inflation im Bruchteil einer Sekunde nach dem "Big Bang" wird anschaulich anhand eines Strudelteiges expliziert, bei dem sich die ursprünglichen Runzeln und Falten durch das Auseinanderziehen glätten. Der Autor geht kurz auf die angestrebte "Theorie für Alles", die "Superstringtheorie" und das spekulative Vorhandensein von außerirdischen Leben ein. Ausgesprochen interessant und anschaulich wird die Entstehung der Elemente in unseren Sternen dargelegt. Immer wieder erzeugen die witzigen und höchst anschaulichen Cartoons mehr als nur ein Schmunzeln. So sieht man eine Gas- und Staubwolke kollidieren, in deren Ergebnis ein kleiner Stern mit Nuckel entstanden ist. An anderer Stelle schaut ein kleiner "weißer Zwerg", traurig aus seinem schwarzen planetarischen Nebel heraus oder eine Baustelle mit einem Hinweisschild warnt "Achtung! Schwarzes Loch!", in das natürlich prompt ein Unvorsichtiger stürzt. "Wer von der Quantentheorie nicht schockiert ist, der hat sie nicht begriffen." (N. Bohr) Auf den letzen dreißig Seiten nähert er sich dann mit Hilfe natur- und geisteswissenschaftlicher, als auch theologischer Betrachtungsweisen seinem Titelthema an. "Es gibt mehre Möglichkeiten und Ansätze, um unser Universum und die damit zusammenhängenden grundlegenden Fragen zu analysieren und zu verstehen.", so Oberhummer. Die einen versuchen das "Wie" zu erklären, die anderen eher das "Warum". Erneut wartet er mit einem lockeren Einschub auf: "Der Physiker sucht in einem finsteren Raum nach einer vorhandenen schwarzen Katze. Der Philosoph sucht in einem finsteren Raum nach einer nicht vorhandenen schwarzen Katze. Schließlich sucht der Theologe in einem finsteren Raum nach einer nicht vorhandenen schwarzen Katze und schreit begeistert: 'Ich habe sie gefunden!'" Oberhummer verknüpft Erkenntnisse aus der Astrophysik und Kosmologie mit denen der Philosophie oder gar Theologie, zeigt an, dass wir Menschen "vielleicht doch nicht eine so gänzlich unbedeutende Rolle im Universum einnehmen" und dass interessanterweise die Komplexität des Universums deutlich geringer, als jene des Lebens ist. Maßarbeit oder Zufall? Vielleicht doch ein Multiversum aus der Hand eines Schöpfers? Hier gleitet der Autor meines Erachtens etwas zu spekulativ in die Sphären der Theologie ab. Vor allem sein Vergleich der Form einiger Fenster der 850 Jahre alten Zisterzienserabtei in Maulbronn, die im oberen Teil der schematischen Darstellung eines Kohlenstoffkerns ähneln, besitzt den Anschein der imaginären Erkenntnisse eines Erich von Däniken. Alles in Allem hinterlässt "Kann das alles Zufall sein?" einen durchweg positiven Gesamteindruck. Sicherlich kann sich Oberhummer bei der Fülle an Informationen und dem Umfang dieses Buches nur an der Oberfläche bewegen. Für tiefgehende Informationen ist weiterführende Literatur unerlässlich (leider ist kein bibliografisches Verzeichnis im Buch enthalten), aber für einen ersten Einstieg in die faszinierende Welt der Kosmologie, Astro- und Quantenphysik ist das Buch genau richtig. Diese Art von Wissensvermittlung, die als erstes die Aufgabe sieht, Ungekanntes, Ungesehenes oder mit dem Status "zu kompliziert und nie verstanden" zu offerieren und auf verständliche Art und Weise zu erklären, trägt dazu bei, Neugier und Interesse an einem Thema zu wecken. Und seien Sie sicher, "wer von der Quantentheorie nicht schockiert ist, der hat sie nicht begriffen." Dies meinte schon einer seiner Begründer, der dänische Nobelpreisträger (1922) Niels Bohr. Fazit: "Kann das alles Zufall sein?" ist ein Buch, das kaum physikalische Vorkenntnisse erfordert. Eine ideale Einstiegsdroge für Personen, die sich für Astronomie interessieren und endlich eine fundierte Wissensgrundlage schaffen wollen. Genau so kann und soll die Darstellung der Erkenntnisse der Naturwissenschaften auf populär verständlichem Niveau funktionieren. Ein vorbildliches, niveauvolles, kompetentes und amüsant-spannendes Buch mit hohem Unterhaltungsfaktor.

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