Heinz Rochholl Artemis' Pfeile - Eine mythologische Posse

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Inhaltsangabe zu „Artemis' Pfeile - Eine mythologische Posse“ von Heinz Rochholl

Wir kennen sie alle, die Götter- und Heldengestalten aus der antiken Mythologie. In unzähligen Geschichten und Filmen sind sie uns schon begegnet und manchmal träumen wir sogar von ihnen. Aber war es wirklich so, wie uns Homer, Hesiod und andere Dichterkönige der Antike berichten? Hat es da nicht Abenteuer gegeben, von denen sie nichts wussten? Wir brauchen nur ganz tief in unser Inneres schauen, dann können wir einige davon nacherleben. Ein recht außergewöhnliches Abenteuer von Hades, dem Gott der Unterwelt erzählt uns die Geschichte: Artemis’ Pfeile Leseprobe: Hades verlässt sein Reich Eines Tages oder eines Nachts im unendlichen Zeitenstrudel ergriff Hades, der Herrscher über die Schatten, den Myrthenzweig, den ihm einst Dionysos, der ihm Vertraute, überreicht hatte und beschloss, sein dunkles Reich zu verlassen. Er tat dies äußerst selten, denn normalerweise genügte es ihm völlig, die Seelen der Versunkenen zu betrachten und den Schein des Unwiederbringlichen scheinen zu lassen. Aber an diesem Tag oder in dieser Nacht - wer mag es sagen, welche Zeit im Reiche der Finsternis herrscht - war ihm, als hätte er einen ganz leichten Schein von weit droben her wahrgenommen. Er erinnerte sich an das Reich seines Bruders Zeus, wo dieser mit all den anderen Lichtgestalten herrschte und er vernahm in sich den inneren Drang, es wieder einmal zu besuchen. Oder war es nur die Tatsache, die ihn hinaufzog, das Reich des Lichtes zu besuchen, dass Persephone, seine geliebte und doch immer wieder so ferne Gattin, nicht bei ihm war, und er sich trotz seiner mannigfaltigen, schattigen Bilderwelt etwas einsam fühlte?
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  • Die Jagd nach sich selbst

    Artemis' Pfeile - Eine mythologische Posse
    hege

    hege

    27. April 2014 um 18:24

    Unter jedem Dach lebt ein "Ach". 'Warum soll es dem Gott Hades anders ergehen?', dachte sich Heinz Rochholl und stiftet etwas Verwirrung in der Unterwelt, die an irdischer Oberfläche beginnt. Ist dieses Bild an sich nicht schon Metaphorik? Scheinbar unwesentliche, oberflächliche Dinge können einen Tiefgang erlangen, wo dem Betroffen und Helden nichts weiter übrig bleibt, als alle Fragen mitsamt dem Kopf daran an die Wand zu knallen? Das Cover unterstreicht die Posse, denn der Pfeil der Artemis hat zwei Spitzen, die in entgegengesetzte Richtungen treffen (sollen). Ebenso die Denkweise der Posse. Alles ist möglich und die zwölf Götter oder Gleichnisse einer Ära, besser Äonen, stolpern über sich selbst. Artemis, die standhafte Jungfrau, macht nun Jagd auf einen männlichen Götterkollegen, Hades, ihr Zwillingsbruder Appollon erfindet Handy und Internet, schließlich brauchen Künste ein grenzenloses Medium und die Möglichkeiten der Gestaltenwandlung, bzw. das Finden (s)einer Persönlichkeit im veränderten Zeitgeschehen, treibt den Herrscher der Unterwelt an einen der schlimmsten Ränder der Welt(en): Selbsterkenntnis - Unsicherheit. Nosce te ipsum! Da kann man mitunter schon die Panik kriegen ;-) Fazit: lesenswert, aber ich hätte mir einen noch stärkeren Zeitbezug zu unsrem Jetzt, Hier und Heute gewünscht. [4/5]

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