Heinz Strunk

 3,7 Sterne bei 1.496 Bewertungen
Autor von Fleisch ist mein Gemüse, Der goldene Handschuh und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Verlierertypen sind seine Spezialität: Heinz Strunk wurde 1962 in Hamburg geboren. Sein erster Roman „Fleisch ist mein Gemüse“ erschien 2004. Die autobiographische Geschichte wurde sogleich ein Bestseller. Strunk beschreibt darin seine Jugend in Hamburg, dass er noch als junger Erwachsener mit starker Akne zu kämpfen hatte, erfolglos bei den Frauen war und sich als Bläser in einer Showband durchschlug. Der Roman gibt mit viel Sprachwitz einen Einblick in das Leben in der norddeutschen Provinz, durch die die Band „Tiffanys“ tingelte. Seit seinem ersten Buch hat Heinz Strunk weitere Erfolgsromane geschrieben, darunter „Der goldene Handschuh“ (2016), „Jürgen“ (2018) und „Das Teemännchen“ (2018). Heinz Strunk schafft es immer wieder, die unheroischen Figuren seiner Geschichten mit einer Mischung aus Tragik und Komik den Leserinnen und Lesern näher zu bringen. Ihm gelingt es dabei auf lakonische Weise, Spaß und Depression gekonnt miteinander zu verbinden. „Der goldene Handschuh“, die Geschichte um den Hamburger Frauenmörder Fritz Honka, war 2016 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Im gleichen Jahr wurde Heinz Strunk dafür mit dem Wilhelm-Raabe-Preis ausgezeichnet. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit ist Strunk als Musiker und Schauspieler unterwegs. Heinz Strunk lebt in Hamburg.

Neue Bücher

Cover des Buches Ein Sommer in Niendorf (ISBN: 9783499008856)

Ein Sommer in Niendorf

 (69)
Neu erschienen am 15.04.2024 als Taschenbuch bei ROWOHLT Taschenbuch.
Cover des Buches Ein Sommer in Niendorf (ISBN: 9783864848094)

Ein Sommer in Niendorf

 (20)
Neu erschienen am 27.03.2024 als Hörbuch bei tacheles!.

Alle Bücher von Heinz Strunk

Cover des Buches Fleisch ist mein Gemüse (ISBN: 9783499015670)

Fleisch ist mein Gemüse

 (442)
Erscheint am 15.10.2024
Cover des Buches Der goldene Handschuh (ISBN: 9783499271274)

Der goldene Handschuh

 (296)
Erschienen am 24.03.2017
Cover des Buches Fleckenteufel (ISBN: 9783499274817)

Fleckenteufel

 (178)
Erschienen am 26.06.2018
Cover des Buches Die Zunge Europas (ISBN: 9783499248436)

Die Zunge Europas

 (72)
Erschienen am 01.02.2010
Cover des Buches Ein Sommer in Niendorf (ISBN: 9783499008856)

Ein Sommer in Niendorf

 (69)
Erschienen am 15.04.2024
Cover des Buches Heinz Strunk in Afrika (ISBN: 9783499258596)

Heinz Strunk in Afrika

 (69)
Erschienen am 01.08.2012
Cover des Buches Es ist immer so schön mit dir (ISBN: 9783499003943)

Es ist immer so schön mit dir

 (43)
Erschienen am 31.01.2023
Cover des Buches Junge rettet Freund aus Teich (ISBN: 9783499266683)

Junge rettet Freund aus Teich

 (40)
Erschienen am 01.09.2014

Videos

Neue Rezensionen zu Heinz Strunk

Cover des Buches Der goldene Handschuh (ISBN: 9783499271274)
Andreas_Trautweins avatar

Rezension zu "Der goldene Handschuh" von Heinz Strunk

hatte viel mehr erwartet
Andreas_Trautweinvor 6 Monaten

neben der derben Sprache, mit der ich ja gerechnet hatte, kam leider keine wirklich interessante Stimmung auf. Es liest sich gut, aber die Geschichte dümpelt vor sich hin. Es passiert zu wenig. Keine Spannung. Ein Wunder, dass ich es zu Ende gelesen habe. Die Hoffnung, etwas zu verpassen, war größer, wurde aber nicht erfüllt. Daher leider enttäuschend.

Cover des Buches Es ist immer so schön mit dir (ISBN: 9783499003943)
LarryCoconarrys avatar

Rezension zu "Es ist immer so schön mit dir" von Heinz Strunk

Eine tolle Darstellung der Protagonisten
LarryCoconarryvor 7 Monaten

Heinz Strunk ist mir durch sein Buch "Der goldene Handschuh" im Kopf hängen geblieben. Bereits dort ist es mir sehr gut gelungen den Hauptprotagonisten darzustellen. Auch in diesem Buch erschafft der Autor zwei Charaktere, die durch ihre Labilität und schrägen, wenn auch nachvollziehbaren Denk- und Verhaltensmustern hervorstechen. 

Ein ganz andere Art der Liebesgeschichte, wenn man sie so nennen mag, die tiefe Einblicke in die menschliche Psyche gewährt. 

Cover des Buches Der gelbe Elefant (ISBN: 9783498003500)
Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Der gelbe Elefant" von Heinz Strunk

So banal, wie manches klingt in diesen verknappten Kurzgeschichten, so traurig und tiefsinnig ist die Message.
Gwhynwhyfarvor 7 Monaten

Ich bin ein Strunk-Fan seit seinem ersten Buch: «Fleisch ist mein Gemüse» 2004, bis heute eins meiner Lieblingsbücher. Er ist seinem Stil treu geblieben: bissiger Humor, zeitgenössische Themen, Typen aus dem Leben gegriffen, oft solche, die man nicht kennenlernen möchte. Alkohol spiel meist eine Rolle und Männer, die Frau eher mit der Kneifzange anfassen würde. Zwischendurch gab es einen historischen Roman, eine Biografie, Abschnitte aus dem Leben des Hamburger Serienmörders Fritz Honka (Der goldene Handschuh) – wobei er ganz tief in die seelischen Abgründe gegriffen hat. Abgründe – das Thema von Heinz Strunk. Früher mit jungem Gemüse mit mehr Humor, heute Themen zum alternden Mann, noch scharfzüngiger, noch abgründiger. Und nun legt er einen Band mit Kurzgeschichten vor.


«Der Vorrat an Worten ist bald aufgebraucht, schneller als gedacht, der Abend droht jetzt schon stecken zu bleiben, die angespannten, gereizten Pausen häufen sich. Olli wird bewusst, wie krampfhaft er die Hände ballt. Die kleine Schürfwunde, die er sich, ohne es zu merken, an seinem Schienbein zugezogen hat, brennt.»


Die erste Geschichte der Kroketten erinnert mich ein wenig an Loriots «Der Kosakenzipfel», die Campingfreundschaft zweier Paare, die sich beim Restaurantbesuch entzweien, und die mit dem letzten Schrei «Winselstute!» endet. Hier geht es um zwei Paare, die sich im Griechenlandurlaub angefreundet haben und sich natürlich beim Griechen treffen. Das Lieblingsrestaurant der einen, bei dem heute nichts klappt. Man muss auf die Bedienung warten und dann sind auch noch die Kroketten aus! Für Andi ein Drama; jetzt nur noch schlecht gelaunt. Und dann passiert es: 


«Die bittere Erkenntnis: Eine Urlaubsbekanntschaften ist eine Urlaubsbekanntschaft ist eine Urlaubsbekanntschaft und hat mit dem richtigen Leben nichts zu tun. Hätte man wissen können, wissen müssen. Soeben scheitert der neunmillionste Versuch, sie in eine Freundschaft fürs Leben zu überführen. Das wird ein kurzer Abend.»


Dieser Abend zwischen «Björnischmörni und Swantjischwantji und Claudi und Andi» endet ohne Geschrei, aber mit hohem Frustpotential. Kurzgeschichten, die das Leben schreibt. Alternde Herren, die sich etwas beweisen müssen, auf ihren Fahrrädern zu Hochleistung auffahren, die sportelnden Rentner, die «Dörrobstopis». Eine Thai-Massage am Strand – hätte er sich bloß vorher informiert, was das bedeutet … Eine Geschichte in diesem Buch erzählt von einer Seniorenorganisation namens «Freiwillig über die Klippe». – Ein Experte erlebt in der Talk-Show von Markus Lanz «einen dickfelligen Ministerpräsidenten» der die anderen «wegwatschelt, niederwalzt, plattmacht». Gleich springt aus der Erinnerung einer, der gemeint sein könnte. – Vielleicht eine wahre Geschichte: Nachrichten von Carola, von der ein Autor namens Heinz eine Nachricht von der anderen aufs Handy erhält … Sie hat ihn lieb; sitzt oft in einer Kneipe in seiner Nähe. Er soll mal rüberkommen, alle sind so lustig drauf, «lachi lachi saufi saufi spaßi spaßi» … – Ein Obdachloser beschimpft täglich von seiner Bank aus Passanten. Einer spricht den Mann freundlich an; und siehe da, er bekommt eine freundliche Antwort.


«Männer ohne Eigenschaften. Tragen Käppis, um den allgemeinen Mangel an Substanz zu betonen. Selbst Marks Eltern tun sich schwer damit zu sagen, was für ein Typ ihr Sohn eigentlich ist.»


Heinz Strunk ist ein Meister im Worterfinden und in prägnanten Beschreibungen seiner Charaktere. «Breitbeinig, dickschenklig und rotnackig, gedrungen und breit. Karsten, Bauer durch und durch, ist die Vierschrötigkeit in Person». Viel mehr braucht es nicht und wir sehen Karsten direkt vor Augen. Für mich haben Strunks Schilderungen stets etwas Fühlbares, Lebendiges, auch wenn es einen manchmal schüttelt: eine Hand «weich wie Toastbrot, spuckfeucht und lauwarm». Früher die beschrieb er eher junge Menschen und heute sind es die in die Jahre gekommenen und die Senioren. Männer waren immer das Thema. Armselige Gestalten, profunde männliche Vereinsamung, Charaktere, bei denen man zwischen Ekel und Mitleid schwankt. Alkohol und Frauen, «Luder steht in der Jägersprache für ein totes Tier, das als Lockmittel für Raubtiere benutzt wird», Beziehungskrisen, Alte, denen der Lebenssinn abhandengekommen ist. So banal, wie manches klingt in diesen verknappten Kurzgeschichten, so traurig und tiefsinnig ist die Message. Strukige Geschichten, strunkige Worterfindungen, bitterböser Humor. Ich freue mich auf jedes neue Buch!


«Kein Husten, kein Rasseln, kein Rascheln, kein Nichts. So leise wie das Kratzen eines Ameisenfußes, das Raspeln von Schmetterlingszähnen, das Rieseln von Staub. Die Alten haben wirklich einen entscheidenden Vorteil: Sie machen keinen Lärm mehr.»


Der Schriftsteller, Musiker und Schauspieler Heinz Strunk wurde 1962 in Bevensen geboren. Seit seinem ersten Roman «Fleisch ist mein Gemüse» hat er elf weitere Bücher veröffentlicht. «Der goldene Handschuh» stand monatelang auf der Bestsellerliste; die Verfilmung durch Fatih Akin lief im Wettbewerb der Berlinale. 2016 wurde der Autor mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis geehrt. Seine Romane «Es ist immer so schön mit dir» und «Ein Sommer in Niendorf» waren für den Deutschen Buchpreis nominiert.


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Zusätzliche Informationen

Heinz Strunk wurde am 16. Mai 1962 in Hamburg (Deutschland) geboren.

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