Der Goldene Handschuh

von Heinz Strunk 
4,0 Sterne bei175 Bewertungen
Der Goldene Handschuh
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Positiv (131):
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Heftige Sprache. Interessant zu lesen. Man sollte sich das Buch ruhig mal antun. Nicht dieser "Ach, was haben wir doch für Probleme"Scheiss.

Kritisch (14):
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Man muss sich ergötzen können an dem Elend anderer - sonst bietet einen dieses Buch nichts.

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Inhaltsangabe zu "Der Goldene Handschuh"

Dieser phantastisch düstere, grell komische und unendlich traurige Roman ist der erste des Autors, der ohne autobiographische Züge auskommt. Ein Strunkbuch ist es trotzdem ganz und gar. Sein schrecklicher Held heißt Fritz Honka – für in den siebziger Jahren aufgewachsene Deutsche der schwarze Mann ihrer Kindheit, ein Frauenmörder aus der untersten Unterschicht, der 1976 in einem spektakulären Prozess schaurige Berühmtheit erlangte. Honka, ein Würstchen, wie es im Buche steht, geistig und körperlich gezeichnet durch eine grausame Jugend voller Missbrauch und Gewalt, nahm seine Opfer aus der Hamburger Absturzkneipe „Zum Goldenen Handschuh“ mit.

Strunks Roman taucht tief ein in die infernalische Nachtwelt von Kiez, Kneipe, Abbruchquartier, deren Bewohnern das mitleidlose Leben alles Menschliche zu rauben droht. Mit erzählerischem Furor, historischer Genauigkeit und ungeheurem Mitgefühl zeichnet er das Bild einer Welt, in der nicht nur der Täter gerichtsnotorisch war, sondern auch alle seine unglücklichen Opfer. Immer wieder unternimmt der Roman indes Ausflüge in die oberen Etagen der Gesellschaft, zu den Angehörigen einer hanseatischen Reederdynastie mit Sitz in den Elbvororten, wo das Geld wohnt, die Menschlichkeit aber auch nicht unbedingt. Am Ende treffen sich Arm und Reich in der Vierundzwanzigstundenkaschemme am Hamburger Berg, zwischen Alkohol, Sex, Elend und Verbrechen: Menschen allesamt, bis zur letzten Stunde geschlagen mit dem Wunsch nach Glück.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783498064365
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Rowohlt
Erscheinungsdatum:26.02.2016

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    Wortmagies avatar
    Wortmagievor einem Monat
    Wie viel Sympathie ist erlaubt?

    „Der goldene Handschuh“ ist ein Tatsachenroman des Autors Heinz Strunk, der den Serienmörder Fritz Honka in den Mittelpunkt stellt. Honka war in den 1970er Jahren in Hamburg aktiv und ermordete mindestens vier Frauen, deren Leichen durch Zufall entdeckt wurden. Seine Opfer waren gescheiterte Existenzen ohne soziales Netz, weshalb niemand sie als vermisst meldete. Honka gabelte sie in den übelsten Kneipen im Bezirk St. Pauli auf, darunter auch das Lokal „Zum goldenen Handschuh“. Er wurde im Juli 1975 verhaftet und im Dezember 1976 zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt. Das Gericht ordnete eine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik aufgrund verminderter Schuldfähigkeit an. Er starb 1998. Zu Recherchezwecken erhielt Strunk Einsicht in Honkas Prozessakten, die bis dahin verschlossen im Hamburger Staatsarchiv lagerten. Der daraus entstandene Roman ist eine von Kritikern gelobte Milieustudie, die mir von einem Kollegen empfohlen und ausgeborgt wurde.

    Fritz Honka ist ein Frauenmörder. Innerlich verkommen und äußerlich entstellt, findet er seine Opfer am untersten Bodensatz der Gesellschaft. Er ist ein Verlierer, der von einem besseren Leben träumt und seinen verstörenden Fantasien nicht entkommen kann. Er weiß, er ist ein Säufer, ein bedauernswerter Tropf, eine Niete. Doch Frauen lassen sich selbst für einen wie ihn auftreiben. Die Verlorenen. Die Verzweifelten. Diejenigen, die längst nicht mehr auf bessere Tage hoffen. In der Hamburger Kneipe „Zum goldenen Handschuh“ geht Honka auf die Jagd. Dort kreuzen sich die Wege aller sozialen Klassen. Arm und Reich trinken Schulter an Schulter, Jung und Alt begegnen sich in den ranzigen Schatten der schäbigen Kaschemme. Im „Handschuh“ ist das Elend zu Hause. Und es ist kein Privileg der Unterschicht.

    „Der goldene Handschuh“ ist ein literarisches Experiment, dessen zweifelhafter Reiz meiner Meinung nach in der starken, unerwarteten Bindung an den tragischen, grenzwertigen Protagonisten liegt. Heinz Strunk porträtiert Fritz Honka, genannt Fiete, als ganz und gar abstoßenden Mann mit widerlichen Neigungen und Fantasien, der von Beginn an zu Grausamkeiten gegenüber Frauen tendiert. Er ist Alkoholiker und ein Sozialversager, wie er im Buche steht. Sein Umfeld ist ebenso degeneriert wie er selbst, seine Stammkneipe „Zum goldenen Handschuh“ ein Moloch menschlichen Elends und Scheiterns. Der Vorhof zur Hölle. Dort ist mal jemand auf einem Barhocker gestorben und niemand hat es gemerkt. So weit, so scheußlich. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie entsetzt ich war, als ich beobachtete, dass Fritz Honka an meinem Herzen zupfte. Ich hatte Mitleid mit ihm! Heinz Strunk nötigte mir Mitgefühl für einen brutalen, ekelhaften Frauenmörder auf! Ich musste feststellen, dass mich die Charakterisierung seines Protagonisten als jämmerliches Würstchen keineswegs kaltließ. Schriftstellerisch ist das ein beeindruckender Geniestreich. Ich drückte Honka während seines Versuchs, vom Alkohol loszukommen, die Daumen und als das nicht funktionierte, erwischte ich mich dabei, auf irgendein Erfolgserlebnis für ihn zu hoffen, sei es nun eine heiße Nacht mit der Putzfrau seiner Arbeitsstelle oder die Verwirklichung seiner abartigen Fantasie von zwei Frauen. Ich wünschte ihm Glück, ich wünschte ihm Befriedigung, obwohl er es nicht verdiente. Ich erforschte meine Emotionen und fand eine erschreckende Bereitschaft, mich auf Honka einzulassen. „Der goldene Handschuh“ ist ein provokantes Buch, weil Heinz Strunk darin die Beziehung zwischen Leser_in und Protagonist ungeniert in Frage stellt. Wie weit darf Sympathie gehen? Für mich ergab die Lektüre, dass meine persönliche Schmerzgrenze sehr hoch angesetzt ist. Ich habe durch diesen Roman etwas über mich selbst gelernt: meine Fähigkeit, Mitleid zu empfinden, wird durch drastische, schockierende Schilderungen nicht beeinträchtigt. Die Hauptfigur kann abscheulich wie Fritz Honka sein, drückt der Autor oder die Autorin geschickt meine Knöpfe, kann ich trotzdem mit ihr fühlen. Heinz Strunk gelang dieses Kunststück, weil er sich auf jeder Seite des Romans um Authentizität bemüht. Ich fühlte mich nicht manipuliert, ich sah der ehrlichen Realität der Hamburger Kneipenszene der 70er Jahre ins Auge, die Strunk durch einen direkten, unzensierten Schreibstil illustriert. Der „Handschuh“ ist ein Schmelztiegel, ein Knotenpunkt, den man vielleicht als deprimierendes Wartezimmer für Suchende beschreiben kann. Was die einzelnen Akteure in der Kaschemme suchen, ist natürlich sehr unterschiedlich: Ablenkung, Zuflucht, ein Bett für die Nacht, ein wenig Gesellschaft. Daher überraschte es mich nicht, dass fast alle auftretenden Figuren, auch diejenigen, die standesgemäß weit über so einer Kneipe rangieren, irgendwann dort aufschlagen. Am Rande der Gesellschaft ist eben immer Platz. Um es mit Tolstoi zu sagen: „Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich“.

    „Der goldene Handschuh“ ist ohne Zweifel ein interessantes Buch, weil es Leser_innen herausfordert und sie vor die Frage stellt, wie viel Zuneigung sie sich für einen verabscheuungswürdigen Protagonisten erlauben. Es ist eine ungeschminkte Milieustudie, die den Mikrokosmos der Hamburger Kneipen im Dunstkreis der Reeperbahn in all seiner Hässlichkeit abbildet. Nicht schön anzuschauen, aber ehrlich und echt. Intellektuell schätze ich sehr, was Heinz Strunk mit diesem Roman zu demonstrieren versucht, ich kann jedoch nicht behaupten, dass mir die Lektüre Freude bereitet hätte. Obwohl sich beim Lesen eine gewisse Faszination des Grauens einstellte, empfand ich das Buch insgesamt als zu trostlos. Daher empfehle ich „Der goldene Handschuh“ an experimentierfreudige Leser_innen, die sich gern selbst beobachten und nicht allzu zart besaitet sind. Betrachtet es als mentale Übung, um eure eigenen Grenzen auszuloten.

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    winter-chills avatar
    winter-chillvor 7 Monaten
    Ekelhaft und zermürbend, aber trotzdem großartige Literatur

    Mitten hinein in den Abgrund, geradewegs zu den Verlorensten der Verlorenen entführt Heinz Strunk seine Leser in seinem vielgelobten Roman „Der goldene Handschuh“. Es ist Strunks erstes Buch, das ohne autobiografische Züge auskommt – wenngleich er sich auch hier einer Biographie widmet: die des Hilfsarbeiters Fritz Honka, der zwischen 1970 und 1975 in Hamburg vier Frauen ermordet und sie anschließend in der Abseite seiner Mansardenwohnung verstaut hat. Eine wahre Geschichte also. Dreh- und Angelpunkt in Fritz Honkas Leben und somit auch des Romans ist die Kiez-Kneipe „Zum Goldenen Handschuh“ auf Sankt Pauli. Eine Kneipe, in der sich die kaputtesten der kaputten Menschen treffen: Alkoholiker, Ex-Luden, Invalide, Gesindel. Aber auch Frauen – gestrandete, klägliche Frauen, oftmals ehemalige Prostituierte, die nichts mehr im Leben haben, deren Welt sich nur noch um Alkohol und ein Dach über dem Kopf dreht. Willkommene Opfer für Fritz Honka.

    Den „goldenen Handschuh“ zu lesen ist gleichermaßen interessant wie auch eine große Zumutung. Tatsächlich hab ich selten ein so ekelhaftes und zermürbendes und zugleich vereinnahmendes und außerordentlich gutes Buch gelesen. Strunk beschreibt die Hamburger Nachtwelt zwischen Kiez, Kneipe und Abbruchquartieren sowie deren Bewohner so detailliert und mit so einer fulminanten Beobachtungsgabe, dass man nahezu das Gefühl hat, selbst mittendrin zu sein. Gerade auch dem schaurigen Protagonisten Fritz Honka kommt man erschreckend nah und schwankt ständig zwischen Ekel und Mitgefühl. Auch sprachlich und erzähltechnisch bekommt man diesen Wechsel zwischen Anteilnahme und Abscheu zu spüren: So beschreibt Strunk einerseits äußerst mitfühlend Honkas Vergangenheit, seine Umstände. Auf der anderen Seite lässt Strunk den Leser aber auch an Honkas kranken Gedanken teilhaben – und die sind alles andere als blumig, sondern einfach nur abstoßend.

    Etwas unnötig fand ich allerdings den zweiten Handlungsstrang, den Strunk der Honka-Geschichte zur Seite stellt. In kurzen Episoden erzählt er den Verfall der fiktiven Reederfamilie von Dohren. Während des Dritten Reichs hatten die Kaufleute sich maßlos an jüdischem Eigentum vergangen und werden seither von anderen hanseatischen Kaufleuten gesellschaftlich geschnitten. Die beiden Erzählstränge – Honka und von Dohren – laufen nie zusammen. Einzige Schnittmenge ist, dass einige Familienmitglieder der Reederfamilie auch im goldenen Handschuh verkehren und so ihre Abgründe haben. Im Nachhinein denke ich mir, dass Strunk damit zeigen wollte, dass Verdorbenheit nicht unbedingt etwas mit dem sozialen Status zu tun hat. Rund oder besser hat dieser Erzählstrang den Roman meiner Meinung nach aber auch nicht gemacht.

    In der Summe aber wirklich großartige Literatur – allerdings braucht man beim Lesen schon starke Nerven und einen festen Magen.

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    rkuehnes avatar
    rkuehnevor 8 Monaten
    Ein "Strunk" an den man sich gewöhnen muss

    Ein "Strunk" an den man sich gewöhnen müsste, es aber nicht kann, weil alles viel zu rasant geht. Rasant in den Abgrund.

    Es dauerte ein paar Seiten bis ich begriffen hatte, dass Quatsch-King Strunk hier gar nicht albern war, sondern das tragische wirklich ernst gemeint war. Noch tragischer wird es, wenn man verinnerlicht, dass Strunk sich diese Abgründe um den Hamburger Serienmörder Fiete Honka nicht ausgedacht, sondern gründlich recherchiert hatte.

    Dass Leben von Honka am Rande der Hamburger Gesellschaft der 70er-Jahre, sehr am Rande, in den üblen Spelunken St. Paulis ist schwer zu ertragen, oft hart an der Ekelgrenze und dennoch schafft es Strunk, Honka nicht als rein bösartigen Täter darzustellen, sondern dem Leser fast so etwas wie Mitleid für einen sadistischen Mörder abzuringen.

    Insgesamt hab ich ein bisschen gebraucht, um mich an diesen ernsten Strunk zu gewöhnen, hab bis zum Ende nicht verstanden, was der Parallelplot um eine zerstrittene Reederfamilie für eine Funktion hatte, aber den "Handschuh" mitunter mit Abscheu, aber gern gelesen.

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    Becky_Schneckys avatar
    Becky_Schneckyvor 10 Monaten
    Naja..

    Ich gebe hiermit drei Sterne, weil die Geschichte an sich nicht uninteressant ist - gerade als Hamburgerin. Daher fand ich sehr nett, dass mir viele Orte und Sprachwendungen bekannt vorkamen. 
    Leider war das Buch irgendwie nicht nach meinem Geschmack geschrieben. Es kamen zu häufig Wiederholungen vor, die mich extrem genervt haben. & ich denke, dass man einige Passagen auch einfach hätte etwas spannender schreiben können. 

    Ich möchte hier nicht den Inhalt des Buches bewerten, sondern eher die Umsetzung. 
    Es ist eine Geschichte eines bekannten Serienmörders & die Geschichte ist schrecklich - wie man es dreht und wendet. 
    Fritz Honka hat mich extrem aufgeregt, aber das ist wohl einfach so bei Mördern, die regen mich immer auf & erst recht wenn ich weiß, dass es keine erfundene Geschichte ist, dieses Buch nur mit Berichten von Hr. Honka geschrieben wurde & dass er auf seine Taten auch noch stolz war.. & gerade das Ende des Buches - also die Nachgeschichte quasi - hat mich sowas von genervt. 

    ACHTUNG SPOILER!

    Er säuft sich die Birne aus dem Kopf, tötet Menschen, kommt dann nur in eine geschlossene Anstalt, wird dann ganz normal in ein Altenheim entlassen, um dann dort ein 'schönes' Leben zu führen? Ich finde das eine absolute Frechheit!!

    SPOILER ENDE!

    Dieses Buch kann ich so halb empfehlen. Für die unter euch die Geschichten über Serienmörder suchen.. ich weiß es nicht. Es wird halt sehr wenig darauf eingegangen & eher seine Vorgeschichte erzählt.

    LG Becky

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    CocuriRubys avatar
    CocuriRubyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Man muss sich ergötzen können an dem Elend anderer - sonst bietet einen dieses Buch nichts.
    Ich weiß nicht, was ich von diesem Buch halten soll - oder was es überhaupt sein soll

    Strunk hat ein Talent mit seinen Schreibstil Bilder zu erzeugen. Wie er Armut, Verwahrlosung, Elend und Dreck beschreiben kann, ist herausstechend. Er schreibst plastisch, detailliert und sprachlich präzise.

    Ich sehe das und erkenne das auf der technischen Seite auch an, aber wirklich zu mir vordringen tut es nicht – es löst nichts in mir aus – vielleicht ist das auch reiner Selbstschutz, denn die Sprache bzw. Wortwahl, die er benutzt ist bestenfalls gewöhnungsbedürftig, schlimmstenfalls abartig.

    Seinen Hang oder Vorliebe für Extremente aller Art, aber vorrangig „Scheiße“ und „Pisse“ grenzt an abstoßend und widerlich.

    Die anale Phase in der Kindheit konnte der Autor wohl nie ganz verlassen – jedenfalls nicht literarisch.

    Das Problem ist, dass das (also wie es geschrieben ist) so im Fokus steht, dass fast nichts daneben einen Platz hat.

    Die tragensten Figuren: Fiete, der Anwalt und WH1-3, sind fast schon identisch in der Gestaltung. Im Prinzip sind alle die gleiche Person, nur an verschiedenen Ausgangspunkten – sie sind auch alle gleich abstoßend.

    Die anderen Figuren, dienen ausschließlich um den Ekel zu vertiefen und die Kulisse zu füllen – viele der Figuren besitzen nichts menschliches mehr.

    Das finde ich auf Dauer zu langweilig, da das Buch keinen weiteren Inhalt aufweisen kann außer: Saufen, Ficken, Ausdünstungen oder Ausscheidungen und Gewaltfantasien – das wars.

    Das zeigt sich auch daran, dass der Klappentext zwar zum Inhalt nur 2 kurze Sätze schreibt, aber trotzdem das halbe Buch, inkl. Ende spoilert, weil einfach inhaltlich nichts da.

    Es gab einen Moment, bei dem ich kurz der Hoffnung verfallen war, dass doch noch so was wie „Handlung/Geschichte“ aufkommen könnte: in der 2. Hälfte des Buches, flossen ein paar Hintergrundaspekte zum Protagonisten (Fiete) ein – wie er so werden konnte bzw. wie er dort gelandet ist, wo er gelandet ist. Es gab auch kurzer Ausblick von Hoffnung (Besserung). Aber der Moment war so kurz und es folgte eine so vernichtende Kehrtwende, dass das kaum erwähnenswert ist.

    Das wäre vermutlich trotzdem der Moment gewesen, indem man etwas hineininterpretieren können oder müssen, wenn man denn unbedingt irgendwas in diesem Buch sehen möchte.

    Sowas wie: Die Tragik des Lebens, die Vergängliche Hoffnung, auf die sofort der Aufprall der Realität folgt und die fehlende Kraft, sich selbst aus dieses Milieu zu ziehen – im Gegenteil, eigentlich zieht es alle Gesellschaftsschichten dorthin. So oder so ähnlich.

    Aber wie gesagt, dafür waren mir diese Ausblicke viel zu kurz, spielten eine viel zu geringe Rolle und gab es letztlich dann doch zu viele Unstimmigkeiten und unglaubwürdige Konstruktionen.

    Man muss schon recht bemüht sein, etwas hinein interpretieren zu wollen – denn eigentlich bietet einen dieses Buch nur ein sich ergötzen an dem Elend anderer und seinen es auch nur Romanfiguren.


    Fazit

    Ich weiß nicht genau, was ich von diesem Buch halten soll – oder was es überhaupt sein soll:

    Eine Charakterstudie? Dafür zu wenig Charakter, ohne jede Facette.

    Eine Milieustudie? Auch nicht wirklich, da Schicht- und sogar altersübergreifend das Elend Dargestellt wird und letztlich auch sehr einseitig ist (ausschließlich Saufen, Ficken, Gewalt, Elend).

    Ein Roman? Dafür geschichtlich nur mäßig bzw. kaum eine Handlung/Inhalt vorhanden.

    Ich kann damit nichts anfangen.

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    Callsovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sprachlich einfach - thematisch fast schwierig; eine Mordsgeschichte!
    Die volle Breitseite: Sex, Suff und zahlreiche Abgründe

    Ist es leichte Kost, weil es bisweilen ganz unterhaltsam ist? Weil der Strassenslang so einfach, so bieder bis vertraut klingt. Oder ist es schwere Kost, weil so viel Elend, Absurditäten, abnormes Verhalten, permanentes sexuelles Verlangen oder Alkohl in rauen Mengen fließen?
    Schwierig - wie das ganz Buch! Heinz Strunk hat ein Roman gefertigt, der polarisiert, der aufklärt, der betroffen macht, der aber gleichwohl heiter beschwingt und unterhaltsam daherkommt. Ein schwieriges Unterfangen, das eigentlich ganz gut gelöst wurde, aber von mir dennoch mit vier Sternen (mit der Tendenz zu 3 1/2 Sternen) belohnt wurde.

    Warum? Mir fehlt etwas die Struktur, mir fehlten zur besseren Einordnung echte Kapitel und nicht so harte Schnitte. Man fährt  quasi ungebremst an größere Kreuzungheran, ohne dass eine Ampel oder ein Stop-Schild vorhanden sind.
    Fritz Honka, ein vierfacher Frauenmörder aus Hamburg wird auf 250 Seiten intensiv begleitet. Nach schwerer Kindheit findet er auf dem Kiez nur recht einfach und eindimensional ins triste Leben. Ein Welt voller Säufer, Huren, voller Gewalt und Dreck umgibt ihn. Als der Versuch, ins bürgerliche, fast normale Leben zu wechseln scheitert, da erfolgt das kolossale Abtauchen in die Unterschicht und in den Abgrund. In der heruntergekommenen Kneipe "Der goldene Handschuh" macht er sich an die einfachen und glücklosen älteren Frauen heran, die er abschleppt und daheim längere Zeit mißbraucht.

    Sprachlich verwundert das Buch. Die einfache (und vielfach falsche) Sprache waren mir mitunter etwas zu viel. Vielleicht originalgetreu, vielleicht aber auch etwas viel der besorgniserregenden Unterschicht.

    So ist der Roman dann mehr eine sehr intensive, drastischen Millieu-Studie aus den 70er Jahren, denn ein unterhaltsamer Roman. Eine kleine Welt voller Irrer, voller kranker Verlierertypen - ein trauriges Buch, bei dem man freilich häufiger schmunzeln darf...

    Auch ob der rohen, verdorbenen Sprache (Jetzt will ich ficken.., Fickarsch, Pisskotzer) war ich ob der Lobeshymnen der zahlreichen Kritiker recht verwundert. Gleichwohl strahlt das Buch auch eine kleinere Faszintion aus..

    Die Sätze des Buches:
    "Man kann kein neues Leben beginnen, sondern immern nur das alte fortsetzen."

    "Aus verbotenen Früchten kann man viele Marmeladen kochen.."


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    Xirxes avatar
    Xirxevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Roman, der von so tief unten kommt, wie es tiefer in einem Menschenleben kaum geht. Trotzdem nicht frei von Humor - Hut ab, Herr Strunk!
    Geschichten aus einer Hölle auf Erden

    Wie tief Menschen sinken können, macht sich die/der DurchschnittsbürgerIn meist kaum klar. Ab und zu sieht man solche geschlagenen Existenzen auf der Straße, gelegentlich kreist eine Gruselmeldung durch die Medien, wenn verwahrloste, auch alkoholkranke Menschen aus ihren Wohnungen geholt und in eine Klinik gebracht werden. Man schaudert sich dann wohlig beim Anblick dieser häßlichen, teils abstoßenden Gestalten und ist glücklich über das eigene, im Vergleich dazu doch schöne Leben. Doch was in diesen Menschen vorgeht, wie sie leben und fühlen, bleibt unbekannt, denn wer will schon zu solchen Personen in Beziehung treten?
    Heinz Strunk hat es gewagt und das Soziotop der Gaststätte 'Zum goldenen Handschuh' Mitte der Siebziger detailliert beschrieben. Hier finden sich die, die vom Alkohol bereits so zerstört sind, dass ein 'normales' Leben unerreichbar ist. Kriegsveteranen, Verlassene, Behinderte - aber auch Mancher aus der scheinbar so gut situierten Gesellschaft, wo Vieles nur Schall und Rauch ist. Allen gemeinsam ist, dass sie saufen um zu vergessen, um sich besser zu fühlen.
    Im Mittelpunkt der Geschichte steht Fritz Honka, ein erbarmungswürdiger Mensch, der zeit seines Lebens fast nur grausam misshandelt und verstümmelt wurde. Wenn er nicht arbeitet, säuft er bis knapp zur Bewusstlosigkeit im goldenen Handschuh, sodass es ihm noch gelingt, gelegentlich ein weibliches Wesen abzuschleppen, das noch weiter unten in der gesellschaftlichen Skala steht (ja, das geht.) Älter sind sie, häßlich wie die Nacht und bar jeden Selbstvertrauens. Er misshandelt, missbraucht und versklavt sie, um sich selbst eine Stufe höher zu stellen.
    Daneben steht die Beschreibung einer alteingesessenen, ehrwürdigen Reedersfamilie, deren Glanz jedoch lange zurückliegt. Mittlerweile herrscht nur noch Gleichgültigkeit und Heuchelei und selbst der materielle Reichtum ist nur noch ein Trugbild. Der Senior ist zerfressen von Hass und Wut und wartet nur noch auf den richtigen Augenblick, um dem Allem Ausdruck zu verleihen. Sein Sohn, in einer gleichgültigen Ehe gefangen, verwaltet in der familieneigenen Reederei nur noch den Mangel und gibt sich im goldenen Handschuh regelmäßig dem Suff hin. Und sein Schwager, ein erfolgreicher lediger Rechtsanwalt, ist ein ebensolcher Alkoholiker wie Fritz Honka, von dem ihn lediglich unterscheidet, dass er ein schöneres Zuhaus und mehr Geld hat und damit besseren Alkohol und schönere Frauen bekommt.
    Kein sehr symphatisches Personal, das man in dieser Geschichte vorfindet. Und doch gelingt es Heinz Strunk, Mitgefühl für Fritz und die anderen Stammgäste im goldenen Handschuh zu wecken. Denn letzten Endes wollen sie nichts weiter, als ein bisschen Liebe und Respekt und wären mehr als glücklich, einen Menschen an der Seite zu haben, neben dem sie am Morgen aufwachen könnten. Es ist ein vulgäres, ordinäres und grausames Buch, und trotzdem gibt es immer wieder auch Szenen zum Lachen oder bei denen ich völlig gerührt war.
    Auch wenn sich das Ganze liest, als käme es von einem anderen Stern, sollte man sich klarmachen, dass wir sooo weit davon nicht entfernt sind. Wie es sich der Jüngste der Reedersfamilie denkt, als er das erste Mal im goldenen Handschuh ist: 'Wieviel davon steckt auch in mir, in jedem?...Werde ich auch so, wenn ich nur lange genug hier sitze?'

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    anushkas avatar
    anushkavor 2 Jahren
    Kaum zu ertragende Milieustudie

    Fritz Honka, auch Fiete genannt, ist froh, dass er in der Kneipe "Zum Goldenen Handschuh" einen Spitznamen bekommen hat. Das bedeutet, er gehört dazu, die anderen Stammkunden nehmen ihn wahr. Denn vor allem deswegen geht der Trinker hierher. Er sucht Anschluss. Und immer wieder gabelt er dabei eine ebenso oder noch weit heruntergekommenere Gestalt in Form von meist Prostituierten auf, denen er zeitweise ein Dach über dem Kopf, und wenn ihm danach ist auch Essen und Alkohol bietet. Er misshandelt sieht und übt Macht über sie aus. Und irgendwann beginnt er, sie umzubringen. Denn wir lesen die Geschichte des Frauenserienmörders Fritz Honka.

    Für mich war dieses Buch wirklich kein einfaches Buch und bis zum Ende habe ich immer noch überlegt, es einfach abzubrechen. Ich habe es nicht getan, weil mich einerseits die Fähigkeit des Autors beeindruckt hat, den Leser in die unterste soziale Schicht Hamburgs mitzunehmen und weil ich andererseits immer darauf gewartet habe, dass nun endlich einmal etwas zu den Morden kommt. Schlussendlich nehmen diese aber ganz wenig Raum des Buches ein und werden nur als Endpunkt einer langen Entwicklung dargestellt. Was mich jedoch immer wieder von diesem Buch abgestoßen hat, war gleichermaßen die schon oben genannte Fähigkeit des Autors. Denn ziemlich schnell möchte man gar nicht mehr mittendrin sein, wenn beispielsweise detailliert geschildert wird, wie Fiete eine Frau sexuell mit allerlei Gegenständen misshandelt. Viel mehr möchte ich hier gar nicht ansprechen, denn dieses Buch ist nichts für sanfte Gemüter und verursacht oft einen flauen Magen. Die Existenzen in diesem Buch sind so zerstört und trostlos, dass es schwer auszuhalten ist. Das wird auch nicht dadurch besser, dass sich ein anderer Handlungsstrang mit den ebenso abweichenden Vorlieben der Männer einer Familie der gehobenen Gesellschaft befasst.

    Auch wenn der Autor mit diesem Buch eine eindrucksvolle Milieustudie schafft, die ich durchaus zu würdigen weiß, hat mich das Buch doch auch oft an meine Ekelgrenze gebracht. Rezensenten des Feuilletons bezeichnen das Buch auch als (nicht immer negativ gemeinte) Zumutung und dem kann ich mich in Hinblick auf die durchgängige Fäkal- und Pornosprache nur anschließen. Selten hat mich ein Buch so an meine Grenze des Erträglichen gebracht. Wobei mir auch immer wieder unangenehm aufstieß, dass Honkas Taten womöglich durch die Schilderung seiner trostlosen Existenz, seiner Alkoholsucht und seines teilweise durchscheinenden Verfolgungswahns entschuldigt werden sollten.

    Manche mögen das Buch als genial bezeichnen. Auch für den Preis der Leipziger Buchmesse war es nominiert. Ich persönlich habe mich jedoch als zu schwach und zartbesaitet für dieses Buch erwiesen. Ich kann ihm einfach nicht mehr als 2 Sterne geben.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Roman wie ein Paukenschlag! Zartbesaiteten Lesern rate ich von dieser Lektüre ab.
    Heinz Strunk - Der goldene Handschuh

    Kurzbeschreibung: 
    Dieser phantastisch düstere, grell komische und unendlich traurige Roman ist der erste des Autors, der ohne autobiographische Züge auskommt. Ein Strunkbuch ist es trotzdem ganz und gar. Sein schrecklicher Held heißt Fritz Honka – für in den siebziger Jahren aufgewachsene Deutsche der schwarze Mann ihrer Kindheit, ein Frauenmörder aus der untersten Unterschicht, der 1976 in einem spektakulären Prozess schaurige Berühmtheit erlangte. Honka, ein Würstchen, wie es im Buche steht, geistig und körperlich gezeichnet durch eine grausame Jugend voller Missbrauch und Gewalt, nahm seine Opfer aus der Hamburger Absturzkneipe «Zum Goldenen Handschuh» mit. *Quelle*

    Zum Autor: 
    Der Schriftsteller, Musiker und Schauspieler Heinz Strunk wurde 1962 in Hamburg geboren. Sein Buch «Fleisch ist mein Gemüse» verkaufte sich fast 500.000-mal. Es ist Vorlage eines preisgekrönten Hörspiels, eines Theaterstücks und eines Kinofilms. Auch die darauf folgenden Bücher des Autors wurden zu Bestsellern.

    Meinung: 
    Es ist schwierig zu beschreiben, was man von diesem Roman halten soll, den Heinz Strunk mit Der goldene Handschuh zu Papier gebracht hat. Am besten würde es vielleicht abstoßend und faszinierend zugleich beschreiben.

    Auf jeden Fall handelt es sich hierbei um sehr starken Tobak, mit dem nicht jeder Leser zurechtkommen dürfte. Hauptfigur ist der reale Serienmörder Fritz Honka, der Mitte der 1970er Jahre in Hamburg 4 Frauen ermordete und die Überreste teilweise in seiner kleinen Wohnung und auf dem Dachboden versteckte.

    Fritz Honka verkehrt in der Kneipe, deren Name gleichzeitig für den Titel des Romans Pate stand, in der sich am Leben gescheiterte Existenzen die Klinke in die Hand geben. Menschen, die keinen Halt mehr im Leben haben, die sich quasi von Alkohol ernähren und eigentlich nur noch auf den erlösenden Tod warten.

    In dieser Umgebung liest Honka, Nachtwächter von Beruf und seit seiner Jugend durch Unfälle entstellt, ältere Frauen auf, die kein Zuhause haben und glücklich über eine Übernachtungsmöglichkeit sind. Diese versucht er sich zu eigen zu machen, zu "versklaven", wie er sich ausdrückt. Doch dies geht immer nur eine gewisse Zeitlang gut, denn Honka hat gewaltvolle und perverse Machtfantasien, die er auch an den Frauen auslebt.

    Heinz Strunk nimmt in seinem Roman kein Blatt vor den Mund. Er berichtet ungeschönt über den kranken Alltag von Honka, in dem sich alles nur um Alkohol und sexuelle Fantasien dreht, eine Hoffnungslosigkeit und ein Dahinvegetieren, das den Leser verstört.

    Ein weiterer Handlungsstrang erzählt von der Reederfamilie von Dohren, die sich dank der Judenverfolgung im 3. Reich bereichert hat und deren Familienmitglieder ebenso, ich nenne es mal kaputt sind wie Honka. Wie diese beiden Erzählstränge zusammenhängen, erfährt man als Leser recht spät, doch der Kern der Aussage bezieht sich darauf, dass sich Laster wie Alkoholabhängigkeit oder auch perverse Fantasien nicht nur auf die unterste Schicht der Gesellschaft beziehen, sondern diese auch in bessergestellten Schichten auftritt.

    Gut gefallen hat mir, dass hier nicht die Morde, die Fritz Honka begeht, im Vordergrund stehen. Diese werden erst auf den ca. letzten 50 Seiten explizit Thema. Vielmehr dreht sich das Buch um seinen Lebensweg und seinen Alltag, auch erfährt man mehr über seine Kneipenkumpanen, mit denen er im "Handschuh" verkehrt. Es ist schwer, als Leser dieses ganze Elend zu ertragen, aber Heinz Strunk schafft es durch seinen Erzählstil auch, eine gewisse Komik einzubauen, die zwar grotesk anmutet, aber die Handlung dadurch auch etwas leichter verdauen lässt. 

    Fazit: 
    Ein Roman wie ein Paukenschlag! Zartbesaiteten Lesern rate ich von dieser Lektüre ab, aber wer sich für die Seele und Gedankengänge eines Serienmörders, dessen Motivation und Lebensalltag in einer Umgebung, die nur schwer nachzuvollziehen ist, interessiert, dem kann ich diesen Roman nur weiterempfehlen.

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    MissNorges avatar
    MissNorgevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zwar eine sehr gute Milieustudie, aber Wiedergabe des eigentlichen Falles und der Schreibstil von Heinz Strunk haben mir nicht gefallen ...
    Serienmörder Fritz Honka

    Kurz zur Geschichte: Erzählt wird das Leben des Serienmörders Fritz *Fiete* Honka, sein trostloses Leben, das Kennenlernen der Frauen und wie alles endet.

    Meine Meinung: Ich muss sagen, ich hatte mir mehr "Story* vorgestellt, irgendwie kam mir alles so runtergespult vor. Die widerliche Ausdrucksweise ist dem Milieu geschuldet, in dem sich Honka tagtäglich sehen lässt, denn in der 24-Stunden-Kneipe *Goldener Handschuh* treiben sich nur gestrandete und heruntergekommen Personen rum, die kein richtiges geregeltes Leben mehr haben. Sozusagen, die unterste Schicht Hamburgs. Obdachlose, Alkoholiker, Nutten, Arbeitslose und Zuhälter. Honka gabelt dort Frauen auf und nimmt sie mit zu sich, außer Sex, will er die Macht über Frauen ausüben, da er sonst ein ziemlicher Versager ist und somit eigentlich auch ein armes Würstchen. Detailliert wird nicht direkt auf die Frauenmorde eingegangen, aber ansatzweise wird beschrieben was er mit ihnen macht. Da die Frauen oftmals selber niemanden mehr haben, werden sie auch nicht vermisst. Ausschweifend beschrieben und extrem unnötig in die Länge gezogen finde ich die Beschreibungen mancher Personen und deren Eigenschaften. Und der Schreibstil von Heinz Strunk ist so gar nicht meiner, mir zu abgehackt und zu wiederholend. Interessanter Fall, schlecht umgesetzt. 

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