Die Zunge Europas

von Heinz Strunk 
3,6 Sterne bei69 Bewertungen
Die Zunge Europas
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Zynische Wortakrobatik, depressive Lebensmonotonie, zum Kringeln komisch, wenn man diese Art Humor mag. Speziell ist sie alle Mal.

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Wortgewandt und mit seiner typischen Prise Humor beschreibt Heinz Strunk hier das Leben von Martin Erdmann. Klasse!

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Inhaltsangabe zu "Die Zunge Europas"

MEIN GRÖSSTER UND IN WIRKLICHKEIT EINZIGER WUNSCH: MIT NACKTEM OBERKÖRPER HOLZ HACKEN, OHNE DASS ES SCHEISSE AUSSIEHT. GLÜCK KÖNNTE SO EINFACH SEIN. NICHTS SCHMECKT SO GUT, WIE DÜNNHEIT SICH ANFÜHLT.

Markus Erdmann ist Gagschreiber und hasst seinen Job. Sein Leben hasst er auch. Öde Sonntage bei den Großeltern, der Rest der Woche ist auch nicht spannender. Dann trifft Markus im Zug Janne. Die ist mit ihm zur Schule gegangen und spielt in einer ganz anderen Liga. Überraschenderweise scheint sie sich für ihn zu interessieren. Kann sie Markus aus seinem Elend erretten? Oder eher Onkel Friedrich, der legendäre Kaffeekoster aus dem Hamburger Freihafen, den sie die 'Zunge Europas' nennen?

'Spaß und Depression derart authentischund gekonnt miteinander zu verbinden, ist eine große Kunst. Heinz Strunk beherrscht sie meisterhaft.' (Die Welt)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499248436
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.02.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 23.09.2008 bei tacheles! erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Buchstabenliebhaberins avatar
    Buchstabenliebhaberinvor einem Monat
    Kurzmeinung: Zynische Wortakrobatik, depressive Lebensmonotonie, zum Kringeln komisch, wenn man diese Art Humor mag. Speziell ist sie alle Mal.
    Besser wird´s nicht mehr

    Ich liebe die Attitüde, wie Heinz Strunk sich gedanklich festbeißt und wortgewaltig in eine Raserei verfällt, egal ob es dabei um große Gedanken zur Menschheit oder so Nebensächlichkeiten wie eine endlose Biernacht durch die angesagte Hamburger Clubwelt geht.

    Gut zu wissen: Heinz Strunk gehört zu Studio Braun, einem Hamburger Trio, das für seine Telefonsstreiche bekannt ist. "Fleisch ist mein Gemüse" ist sein bekanntestes Werk.  

    Sein Wortwitz ist genial, deftig: "Der Mann sieht nicht aus wie ein mit einem abgesplitterten Kochlöffel zu Tode geschabtes Rührei, sondern wie ein edles Stück Fleisch mit definierter Struktur und Maserung." (S.293)

    Er ist ein Dazusetzer (im Café), die Sonne für ihn eine "schneidbrennende Drecksscheibe". Und: "Die Eselsbrücke ist die Brücke des kleinen Mannes."(S. 24)

    Ich könnte mich wegschmeißen vor Lachen, wenn er seine Wurstfinger beim Zählen im Café zwischen den Latten ("Ronken"!) einklemmt, wenn er über seine Figur resümiert: " Tja, Kofferraumdeckel geht nicht zu."(S. 21).

    Das muss man mögen, Heinz Strunk kennt keine Tabus und benutzt böse Worte, er ist zynisch, albern, arrogant, kindisch, er verwendet gnadenlos Fremdworte genau so wie das Geprolle des einfachen Mannes. 

    Ich bin mir nicht sicher, ob man einen wie den Markus Erdmann in seinem Umfeld haben möchte. Er ist ein moppeliger Looser, bei dem Hopfen und Malz noch nicht ganz verloren ist. Naja, eigentlich doch. Er ist Übertreibung und Realität zugleich! Ist halt intellektuelles Hamburger Gewäsch vom Feinsten!


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    ChristianWickleins avatar
    ChristianWickleinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wortgewandt und mit seiner typischen Prise Humor beschreibt Heinz Strunk hier das Leben von Martin Erdmann. Klasse!
    Anders als der Vorgänger - Aber auf eine neue Weise gut!

    Heinz Strunk beschreibt hier das Leben von Martin Erdmann. Das Buch wird von einem melancholischen Unterton getragen, welcher allerdings immer wieder zwischendurch in den typischen Heinz-Strunk-Humor verfällt. Wer "Fleisch ist mein Gemüse" gut fand, wird sich hier anfangs schwer tun. Das Buch ist anders, aber auf seine eigene Art sehr lesenswert.

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    winter-chills avatar
    winter-chillvor 2 Jahren
    Zwischen Depression und Witz

    Eine Woche im Leben eines äußerst frustrierten Gag-Schreibers: „Die Zunge Europas“ ist Heinz Strunks zweites Werk nach seinem Erfolgsroman „Fleisch ist mein Gemüse“. Parallelen zum Erstling sind deutlich zu erkennen, nur dass aus dem pickeligen Heinzer, der ein deprimierendes Dasein als Tanzkapellenmusikant fristet, der 34 Jahre alte Markus Erdmann geworden ist – ein frustrierter, einsamer, in allen Belangen des Lebens zu kurz gekommener Mann. Markus schreibt ohne große Leidenschaft und ohne großen Erfolg Bühnenprogramme für den Komiker Sven. Jeden Sonntag isst er Mittag bei seinen Großeltern in der Käfersiedlung – der Großvater dement, die Großmutter überfordert und die Beziehung zu Dauerfreundin Sonja dümpelt auch nur noch so vor sich hin. Sieben Tage lang begleitet der Leser nun Markus durch sein trostloses, ereignisloses Dasein. Interessant und lesenswert wird der Roman aufgrund von Markus Erdmanns Gedankengängen. Mit scharfen Augen beobachtet er seine Umgebung und seziert gnadenlos seine gesamte Umwelt – sei es im Café, in den Diskos auf der Hamburger Reeperbahn, im Zug oder vor dem eigenen Fernseher. Ihr Fett weg bekommen vor allem die deutsche Comedy und die aktuellen TV-Formate. Sprachlich finde ich den Roman brillant: diese Mischung aus tiefer Depression und Witz, die genau Beobachtungsgabe, das Spiel mit Formulierungen und die Tiefe zwischen den Zeilen. Ein wirklich intelligentes, unterhaltsames Buch.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Zunge Europas" von Heinz Strunk

    7 Tage im Leben des Gag-Schreibers M. Erdmann. Klingt lustiger als es ist…
    Eben nicht nur Gags, sondern psychologische Tiefen, eine scheiternde Beziehungsschilderung, wie immer sehr viele abwegige Gedanken und jede Menge schräger Fakten, die man nicht erwartete.
    Nicht so schön wie FLEISCH IST..., aber auch nicht so pubertärer Fäkalhumor wie in FLECKENTEUFEL, aber leider auch nicht so fesselnd wie die beiden ersten Werke...

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    Pelvisrockers avatar
    Pelvisrockervor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Zunge Europas" von Heinz Strunk

    Dieses Buch ist schon ein wenig sehr schräg! Teilweise zum totlachen, machmal auch durch Umherwerfen von Fremdwörtern zäh und langweilig - aber der nächste Lacher folgt meistens schon auf der kommenden Seite. Für Freunde derben Humors ist das ein Buch was man mal gelesen haben sollte. Ansonsten netter Klamauk.

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    Munrovor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Zunge Europas" von Heinz Strunk

    Man begleitet den zynischen , sarkastischen Icherzähler durch den Alltag . Seine Sicht auf sein Leben ist zwar ganz witzig dargestellt ,aber die Handlung war mir leider viel zu flach!
    Hatte mir mehr erhofft.

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    Imzadivor 9 Jahren
    Rezension zu "Die Zunge Europas" von Heinz Strunk

    Meine erste Berührung mit H.Strunk. Überrascht war ich von der schier nicht möglichen Sensibilität Gedankenströme exakt zu beschreiben und sie mit feinen und neuen Wörtern zu belegen. Oft witzig, obwohl das Handlungsgerüst fast nicht vorhanden ist. M.Erdmann ein etwas verstaubter, unsicherer und dennoch sehr liebenswürdiger Typ. Er zieht ein Fazit seines bisherigen Lebens und wartet fast darauf das sich von selbst etwas ändert.
    Prickelnd ihm dabei zuzusehen wie er das selbst analysiert und bewertet.
    Nicht unbedingt leicht zu lesen, da das Abdriften in Kurzgeschichten zwischendrin und seine immense Häufigkeit unübliche "neue" Wörter zu verwenden, vorhanden ist, und sich genau desshalb zur lesenswerten Lektüre entpuppt. Zitiere: Undundund,Oderoderoder

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    Lydvor 9 Jahren
    Rezension zu "Die Zunge Europas" von Heinz Strunk

    Heinz Strunk entführt uns diesmal in die (fiktive) Welt des Gag-Schreibers Erdmann. Dieses Buch unterscheidet sich stark vom Bestseller "Fleisch ist mein Gemüse", fesselt aber den Leser nicht weniger!

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    C
    Cap'D.vor 10 Jahren
    Rezension zu "Die Zunge Europas" von Heinz Strunk

    Dünne Geschichte, brillanter Humor.

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    Cibo95s avatar
    Cibo95vor 10 Jahren
    Rezension zu "Die Zunge Europas" von Heinz Strunk

    Meine Rezie bezieht sich auf das Hörbuch (ungekürzte Lesung)

    Kurzbeschreibung (Amazon.de)
    Sieben Tage im Leben des vierunddreißigjährigen Markus Erdmann, es ist die letzte Woche eines brutalen Hitzesommers. Sie beginnt, wie stets, mit dem Besuch bei den Großeltern in der «Käfersiedlung». Oma kocht Markus was Schönes. Großvater wird zusehends senil. Aber nicht nur sonntags herrscht bei Markus Routine. Auch in seiner, na ja, Beziehung zu Sonja ist alles Feuer erloschen. Sein Geld verdient er als Gagschreiber. Meist für Phillip, einen Comedian, der auch schon bessere Tage gesehen hat. Markus soll es richten, denn so gut Phillip auf der Bühne ist, Humor hat er keinen. Dafür Erfolg bei den Frauen, aber das bedeutet ihm nicht viel. Markus auch nicht, aber der hat ja auch keinen Erfolg. Dann trifft Markus im Zug Janne. Die ist mit ihm zur Schule gegangen und spielt in einer ganz anderen Liga. Trotzdem scheint sie sich für ihn zu interessieren. Kann sie Markus aus dem ganzen Elend retten? Oder eher Onkel Friedrich, der legendäre Kaffeekoster aus dem Hamburger Freihafen, den sie «die Zunge Europas» nennen? Wie schon in seinem ersten Buch schreibt Heinz Strunk mit drastischem Humor und echtem Mitgefühl vom großen Schmerz im kleinen Leben.

    Anmerkung von mir: Philip? Er schreibt für Sven!!!

    Über den Autor (Amazon.de)
    Heinz Strunk, Musiker, Schauspieler und Schriftsteller, wurde 1962 in Hamburg geboren. Er ist Gründungsmitglied des Humoristentrios Studio Braun und hatte auf VIVA eine eigene Show namens Fleischmann. Sein Debütroman Fleisch ist mein Gemüse verkaufte sich über dreihunderttausendmal und läuft seit 17. April 2008 in den deutschen Kinos.

    Pressestimmen (Amazon.de)
    Strunk bohrt da, wo der tägliche Wahnsinn wohnt, er ist der David Lynch des Humors: verstörend, faszinierend, unerklärbar. Wir brauchen diesen Mann. (Visions)

    Meine Meinung
    Jaa, was sagt man zu Heinz Strunks neuestem Werk? "Schwierig, schwierig ... egal!" So würde er es wohl ausdrücken. Wer "Fleisch ist mein Gemüse" schon nicht mochte, sollte m.E. hier die Finger von lassen. Heinz Strunks Humor und Ausdrucksweise ist sehr speziell und sicher nicht für jeden Geschmack. Er hat mich unterhalten, manchmal zum Lachen gebracht, manchmal zum Kopf schütteln und manchmal fast zum Abschalten. Einerseits sehr witzig andererseits kann Heinz Strunk überhaupt nicht vorlesen. Er lispelt, er nuschelt und seine Sätze wie "Schwitz, schwitz, schwitz ... oh nein, oh nein, oh nein" sind gewöhnungsbedürftig. Im HörBücher Magazin wurde es so beschrieben: "Heinz Strunk kann überhaupt nicht vorlesen - aber das macht er richtig gut!" Stimmt, ich mag seine Art von Humor und habe das Buch die meiste Zeit genossen und viel gelacht. Das Buch lesen hätte mir aber sicher nicht viel Spaß gemacht, denn ein wirklich großer Schriftsteller ist der Autor nicht. Er kommt aus der Comedy-Sparte und weiß, was die Leute zum Lachen bringt. Teilweise weit unter der Gürtellinie, manchmal philosopisch angehaucht, oft sehr skurril ... muss man mögen.
    Die Geschichte um seine Beziehung zu Sonja wird eigentlich nur am Rande erzählt. Viel mehr geht es um die Leute, die Markus Erdmann - der Protagonist - im normalen Leben beobachtet. Aus diesen Beobachtungen schweift er ab in wirre Phantasien und dann wieder in Kindheits- und Jugenderinnerungen. Der eigentlich rote Faden ist, dass Markus Erdmann Menschen beobachtet, um dann seine Geschichten für die Comedybühne daraus zu entwickeln. Meine Lieblingsperson in der Geschichte ist seine Oma! So könnte ich mir die echte Oma von Heinz Strunk, alias Mathias Halfpape, vorstellen :D
    Wer sich für das Buch entscheidet, sollte im Buchladen probelesen und wer sich für das Hörbuch interessiert, sollte unbedingt vorher mal reinhören.
    Da mir das Hörbuch die meiste Zeit gefallen hat, bekommt es von mir - nach reiflicher Überlegung - doch 4 von 5 Sternen (Tendenz zu einem Stern weniger)!

    Und nun einer meiner Lieblingssprüche aus dem Buch: "Das Leben kann man nicht bescheißen, das haben schon ganz andere versucht!" :P

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