Hel Fried , Peter Lancester Fleisch ... und andere Appetitverderber: Verstörende Geschichten aus der Welt der Schmerzen und des Wahnsinns

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Inhaltsangabe zu „Fleisch ... und andere Appetitverderber: Verstörende Geschichten aus der Welt der Schmerzen und des Wahnsinns“ von Hel Fried

Zum Inhalt: Kann Horror Literatur sein? Kann Horror Kunst sein? Oder endet jeder Versuch am Ende doch nur in der Aneinanderreihung billiger Schock- und Ekeleffekte? Der Eldur-Verlag präsentiert siebzehn Kurzgeschichten von zehn Autoren unterschiedlichster Nationalität, welche die Lust eint, die Grenzen des Ekligen und Perversen auszutesten. Hört sich eigentlich harmlos an, sind ja nur Worte. Ist es aber nicht. Wer schon immer mal wissen wollte, wie hart er im Nehmen ist, sollte es mal mit diesem Büchlein versuchen. Wer ein zartes Gemüt hat, wird beim Lesen körperlichen Schmerz empfinden. Oder seinen Mageninhalt der Toilettenschüssel überantworten. Möglicherweise beides. Horror ist in gewisser Weise ein Nischenprodukt, was nicht zuletzt daran liegt, dass es ziemlich wenig wirklich gute Geschichten gibt, und der Rest nur innerhalb einer eingeschworenen Fangemeinde seine Abnehmer findet. Das gilt für Bücher wie für Filme. Es gibt allerdings auch Ausnahmen, und das ist eine davon. Die hier versammelten Geschichten vereinen extreme Brutalität und Ekelhaftigkeit auf der einen Seite mit guten Plots, Spannungsbögen und Pointen auf der anderen Seite. Sogar ein wenig Humor darf nicht fehlen. FLEISCH ... UND ANDERE APPETITVERDERBER steht bis zum heutigen Tag unangefochten an der Spitze der deutschsprachigen Horror-Anthologien. Oft kopiert - nie erreicht. Zehn unterschiedliche Autoren sorgen mit dem ihnen jeweils ureigenen Schreibstil für maximale Abwechslung, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Aus einem Interview mit dem Herausgeber zur Zeit der Ausschreibung: Die Storys müssen weh tun! Der Leser soll beim Lesen nicht einen leisen Grusel spüren, er soll die beschriebenen Greuel unerträglich finden, am besten, wenn ihm schlecht wird. Das Motto ist Fleisch, gewisse Grundthemen sind daher Verstümmelung, Wunden, Schmerzen, Kannibalismus, zersetzende Krankheiten, Parasiten, Insekten- und Schimmelbefall von lebendem Gewebe. Auch gerne gepaart mit sexueller Perversion (Sadismus, Masochismus, Nekrophilie und was sich das menschliche Hirn zu erdenken vermag). Das funktioniert aber nur, wenn die Geschichten drumherum gut erzählt sind. Was beim Porno ausgezeichnet funktioniert, nämlich eine belanglose, bescheuerte oder fehlende Rahmenhandlung, versagt im Genre Horror auf ganzer Linie.

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