Helen Benedict Die Frau des Griechen

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Inhaltsangabe zu „Die Frau des Griechen“ von Helen Benedict

Hals über Kopf verliebt sich Joyce in den griechischen Matrosen Nikos und folgt ihm auf eine kleine Insel im Mittelmeer. Dort erlebt sie eine völlig andere Kultur und Mentalität: die strengen Gesetze der Dorfgemeinschaft, religiöse Passionen, das griechische Familienleben und die harte Arbeit auf dem kargen Land. Doch Joyce gefällt ihr neues Leben auf dem Hof der Schwiegereltern, und sie gewöhnt sich immer mehr an ihre neue griechische Identität. Bis die Sehnsucht nach Nikos, der sich ständig auf See befindet, immer größer wird und sie eines Tages dem Engländer Alex begegnet ...

Es war ein Erlebnis, dieses Buch zu lesen!

— LEXI

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  • Rezension zu "Die Frau des Griechen" von Helen Benedict

    Die Frau des Griechen

    LEXI

    08. September 2010 um 19:04

    "Hals über Kopf verliebt sich Joyce in den griechischen Matrosen Nikos und folgt ihm auf eine kleine Insel im Mittelmeer. Dort erlebt sie eine völlig andere Kultur und Mentalität: die strengen Gesetze der Dorfgemeinschaft, religiöse Passionen, das griechische Familienleben und die harte Arbeit auf dem kargen Land. Doch Joyce gefällt ihr neues Leben auf dem Hof der Schwiegereltern, und sie gewöhnt sich immer mehr an ihre neue griechische Identität. Bis die Sehnsucht nach Nikos, der sich ständig auf See befindet, immer größer wird und sie eines Tages dem Engländer Alex begegnet..." Was sich auf dem Klappentext wie eine von zahlreicher Liebesgeschichte liest ist in Wirklichkeit ein beeindruckendes Portrait. Nicht nur das Portrait einer jüdischen Amerikanerin, die sich Hals über Kopf verliebt und dem exotischen Mann in seine fremde Heimat folgt, dessen Sprache sie nicht einmal versteht. Es ist vielmehr das Portrait eines Landes. Das Portrait eines Griechenlandes, das nicht klischeebehaftet und idyllisch-romantisch erscheint. Helen Benedict beschreibt schonungslos den Überlebenskampf der armen Bauern in den kargen Gegenden der kleinen Insel – und sie schildert das harte Leben einer griechischen Frau in den 1970er Jahren. Jeglicher Rechte beraubt, unter die Herrschaft der Schwiegermutter gestellt, die die Aufgabe hat, seine neue Frau aus Amerika „zu einer schwer arbeitenden, demütigen guten Ehefrau“ zu machen und verlassen von dem jungen Gatten, der als Matrose monatelang auf dem Meer unterwegs ist. Die Situation spitzt sich zu, als sich sowohl Nikos als auch Joyce verändern und Joyce sich gegen die Unterdrückung zu wehren beginnt … Was Helen Benedict hier geliefert hat ist eine beeindruckende Geschichte über den Alltag und die Stellung der griechischen Frau dieser Zeit. Sie hat wohl eine Liebesgeschichte als Aufhänger verwendet, dabei aber einen Roman hervorgebracht, der von Klugheit und Tiefe erzählt. Durch die realistischen Schilderungen des bäuerlichen Alltags, verflochten mit der Macht der Religion - besonders im ländlichen Raum – und nicht zuletzt auch durch die historischen Details der griechischen Vergangenheit, der Kriege und Freiheitskämpfe ist dieses Buch zu einer ganz besonderen Erzählung geworden. Die Geschichte wird aus der Sicht der Autorin erzählt und schon beim Einstieg wechselt Helen Benedict zwischen dem Amerika der 1970er Jahre, dem kennen lernen von Nikos und Joyce, und dem ernüchternden Alltag in Griechenland. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass die Autorin gründliche Recherchearbeit geleistet hat – das Einflechten vieler landesüblicher Details und die geschichtlichen Daten waren sehr beeindruckend. Da es sich hierbei um keinen Krimi oder Thriller handelt, ist der Spannungsfaktor nicht wirklich relevant. Man ist dennoch gefangen in der Geschichte und ich konnte es beim Lesen kaum erwarten zu erfahren, wie die Geschichte endet. Der fulminante Höhepunkt bleibt jedoch aus, ebenso wie ein „typisches Happyend“, das so viele Liebesgeschichten kennzeichnet. Es wäre meines Erachtens auch nicht authentisch gewesen, hätte die Autorin den Schluss anders gewählt. Genau so brillant, wie sie ihre Geschichte zu Papier brachte, endet sie auch. Großartige Leistung einer Autorin, die ich mir unbedingt merken sollte. Ihren Protagonisten hat Helen Benedict viel Aufmerksamkeit gewidmet. Die Charaktere sind gut gezeichnet, vielschichtig und durchwegs interessant. Sie durchleuchtet Beweggründe, Emotionen, Motive und Gedankengänge und erweckt dabei viel Sympathie für die handelnden Personen. Einziger Negativ-Punkt: Es handelt sich hierbei um ein Taschenbuch mit typisch-griechischer Idylle: eine blaue Tür, eine weiße Mauer und davor ein einladender brauner Holzsessel. Das Bild, das Touristen sich von Griechenland eingeprägt haben, mit dem die Protagonistin dieser Geschichte jedoch rein gar nichts zu tun hat. Schade. Fazit Ich kann diesen Roman von Helen Benedict vorbehaltlos empfehlen. Eine erfrischende Abwechslung im Bereich der Frauenromane, in der auf grandiose Weise die emotionale und auch finanzielle Zwangslage einer starken Frau beschrieben wird. Einer Jüdin, die letztendlich zu ihrer Religion steht, auch wenn sie dafür im griechisch-orthodoxen Bereich aus der Dorfgemeinschaft geächtet und ausgeschlossen wird. Einer Ehefrau, die sich bemüht, ihrem Mann und ihrer neuen Familie alles recht zu machen, die monatelang ausharrt, ohne ihren Gemahl zu sehen und die sich regelrecht versklaven lässt von einer Kultur, die der ihren völlig fremd ist. Doch es ist auch die Geschichte einer Frau, die Mut fasst, die sich entschließt, einen Neubeginn zu wagen und deren Lebensweg wir mithilfe der Autorin ein kleines Stück mitgehen dürfen.

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