Helen Callaghan Dear Amy

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Inhaltsangabe zu „Dear Amy“ von Helen Callaghan

Die Lehrerin Margot Lewis ist extrem beunruhigt, als ein 15-jähriges Mädchen aus ihrer Klasse verschwindet. Sie ist überzeugt, dass Katie entführt wurde, auch wenn die Polizei dafür noch keinerlei Beweise hat. Dann erhält Margot, die nebenbei die Ratgeber-Kolumne "Dear Amy" führt, einen unheimlichen Brief: Darin fleht ein Mädchen um Hilfe, das vor 15 Jahren spurlos verschwand. Ein Graphologe bestätigt die Echtheit des Briefes – und dass er nagelneu ist. Margot, deren Gemütszustand sich rapide verschlechtert, verbeißt sich regelrecht in die beiden Fälle, will unbedingt helfen. Doch was verschweigt sie selbst?Wer Christiane Marx in "Cry Baby" oder den Thrillern von Chevy Stevens gehört hat, weiß, wie eindringlich sie düstere Plots zu inszenieren vermag. Auch bei "Dear Amy" nimmt sie uns mit in tiefste Abgründe.

Und wieder eher ein Jugendbuch....

— voeglein
voeglein

Klare Leseempfehlung, ein eher leichter Thriller mit eher weniger gemetzel, dafür spricht er ganz klar die Psyche an.

— bookvamp
bookvamp

Eine beklemmende und psychologische Story. Diese hätte ich vielleicht eher selbst lesen, als hören sollen…

— Floh
Floh

Mal wieder ein Psychothriller, der seinem Namen erst kurz vor Schluss gerecht wird. Davor wirkt es eher wie ein Jugendthriller.

— nessisbookchoice
nessisbookchoice

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  • Und wieder eher ein Jugendbuch...

    Dear Amy
    voeglein

    voeglein

    30. June 2017 um 22:06

    Mal was anderes..... ...aber für meinen Geschmack nicht wirklich ein Psychothriller. Wieder mal ein Buch mit viel Wirbel und Tammtamm, bei dem aber zumindest meine Erwartungen nicht erfüllt wurden. Irgendwie kam mir die Story um Bethan Avery und ihr Verschwinden zu konstruiert rüber und war mir auch wenig glaubhaft. Auch die weiteren vermissten Mädels konnten die Story nicht spannender machen. Mir fehlte leider die Spannung, die einen richtig guten Psychothriller ausmachen sollte. Insgesamt ein Buch, das man in 2 Tagen runterlesen kann und auch ganz nett unterhalten wird, aber leider auch nicht mehr. Für mich schon eher ein Buch für die Jugendsparte (aufgrund der Harmlosigkeit) ein echter Thriller Fan wird wohl nicht auf seine Kosten kommen.

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  • Spannende Entführungsgeschichte mit etwas andere Auflösung

    Dear Amy
    bookvamp

    bookvamp

    28. June 2017 um 18:29

    Inhalt: Die Opfer: 15 Jahre jung und verschwunden, für immerDer Täter: zu allem fähig und niemals zufriedenDie Erzählerin: psychisch labil und höchst unzuverlässig ...Die Lehrerin Margot Lewis ist extrem beunruhigt, als ein 15-jähriges Mädchen aus ihrer Klasse verschwindet. Sie ist überzeugt, dass Katie entführt wurde, auch wenn die Polizei dafür noch keinerlei Beweise hat. Dann erhält Margot, die nebenbei die Ratgeber-Kolumne „Dear Amy“ führt, einen unheimlichen Brief: Darin fleht ein Mädchen um Hilfe, das vor 15 Jahren spurlos verschwand. Ein Graphologe bestätigt die Echtheit des Briefes – und dass er nagelneu ist.Margot, deren Gemütszustand sich rapide verschlechtert, verbeißt sich regelrecht in die Fälle, will unbedingt helfen. Doch was verschweigt sie selbst? (Klappentext)Meine Meinung:Ich habe hier das Hörbuch gehört, sehr angenehme Lesestimme, der ich gut folgen konnte. Dieses Buch hat mich sehr interessiert, da es mir vom Cover schon optisch gut gefallen hat (bin ein typischer Coverkäufer). Auch der Klappentext lässt schonmal eine Richtung erkennen in die sich die Geschichtete wendet. Aber irgendwie kam dann doch alles anders. Gut gefallen hat mir der Erzählstil und auch die Art wie der Leser immer tiefer in die Geschichte hineingezogen wird. Zu Beginn denkt man eigentlich man wüsste was passieren wird, aber dann übernimmt man zunhemend die Unsicherheit und Verwirrtheit von Margot. Ist vielleicht doch alles anders...Zum Schluss habe ich zwar erahnt in welche Richtung sich die Geschichte wenden wird, trotzdem fand ich die Geschichte bis zum Schluss spannend. Für mich hat das Buch gehalten was ich mir davon versprochen hatte. Definitiv lesenswert und gut geschrieben.Fazit: Klare Leseempfehlung, ein eher leichter Thriller mit eher weniger gemetzel, dafür spricht er ganz klar die Psyche an.

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  • Eine beklemmende und psychologische Story.

    Dear Amy
    Floh

    Floh

    19. February 2017 um 04:22

    „Dear Amy“ dieser ansprechende Titel deutet schon sehr darauf hin, dass es um einen Briefwechsel oder um ein Gesuch geht. Das Buch und das gleichnamige Hörbuch erobern derzeit die Bestsellerlisten, bei diesem vielversprechenden und nagenden Klapptext ist das auch kein Wunder. Die englische Autorin Helen Callaghan schafft mit „Dear Amy“ einen spannenden Psychothriller, der mit wechselnden Erzählperspektiven jeden leser anspricht, auch wenn er nicht auf den Namen Amy hören sollte. Spannen, nagend und eindringlich tief verwurzelt liest Synchronsprecherin Christiane Marx diesen Psychothriller und baut für den Hörer die benötigte und gewünschte Spannung auf. Erschienen im Argon Verlag (http://www.argon-verlag.de/) Zum Inhalt: „Die Lehrerin Margot Lewis ist extrem beunruhigt, als ein 15-jähriges Mädchen aus ihrer Klasse verschwindet. Sie ist überzeugt, dass Katie entführt wurde, auch wenn die Polizei dafür noch keinerlei Beweise hat. Dann erhält Margot, die nebenbei die Ratgeber-Kolumne Dear Amy führt, einen unheimlichen Brief: Darin fleht ein Mädchen um Hilfe, das vor 15 Jahren spurlos verschwand. Ein Graphologe bestätigt die Echtheit des Briefes – und dass er nagelneu ist. Margot, deren Gemütszustand sich rapide verschlechtert, verbeißt sich regelrecht in die beiden Fälle, will unbedingt helfen. Doch was verschweigt sie selbst?“ Zur Handlung / Umsetzung: Die Hauptprotagonistin und kinderlose Lehrerin Margot Lewis steckt in einer Lebenskrise: Sie flüchtet sich in die Arbeit, weil ihr Ehemann Eddy sie betrogen hat. Die Scheidung steht kurz bevor und dann verschwindet auch noch eine ihrer Schülerinnen. Als dann noch der Brief der entführten Bethan Avery eingeht, wird sie noch mehr aus der Bahn geworfen. Durch die Ereignisse kommen zudem Geheimnisse und Probleme aus der Vergangenheit ans Licht, die sie nur zu gerne vergessen würde und sie selbst betroffen machen! Parallel und im Wechsel erzählt, verfolgt der Hörer des Hörbuches das Schicksal der spurlos vermissten 15-Jährigen Katie Brown, die nachts entführt wurde und nun in einem Keller eingesperrt ist. Ihr Entführer wirkt psychisch krank und gewaltbereit, doch wie weit wird er gehen? Die Spannung steigt, als dieser labile Kranke den Erzählpart übernimmt. Das Buch startet mit der Entführung und zieht den gebannten Hörer schnell in seinen Bann. Doch dieser Psychothriller entpuppt sich als ein ganz anderes Buch wie den typischen Entführungsfall. Leider flacht die anfängliche Spannung aber recht schnell ab, sodass sich das Hörbuch und die Lesung durch viele Dialoge, Wiederholungen und Erklärungen im Mittelteil etwas in die Länge zieht und fast monoton und eintönig gesprochen wird und die Konzentration auf das gesagte sehr schnell nachlässt. Zum Ende nimmt die Geschichte dann aber wieder deutlich an Fahrt auf und endet mit einer großen Überraschung im Showdown. Ohne später zu detailliert zu werden, transportiert die Autorin Bilder und Situationen, die dem Leser oder Hörer des Hörbuches das Blut in den Adern gefrieren lässt. Dauer: 6 CDs in der Multibox – 7 Stunden und 43 Minuten Art: Lesung Genre: Psychothriller/Spannung Cover / Umsetzung: Das Cover ist eine sehr gute und stimmige Wahl. Es folgt dem aktuellen Trend, den Schriftzug des Titels in einer leuchtenden Neonschrift abzubilden. Ich mag das eher weniger, aber es zieht Blicke an, wenn es nicht zu viel in den Regalen wird, da jeder ein Stück von dem Kuchen dieser Erfolgsidee als Eyecatcher abhaben will… Aber worauf es hier ankommt, ist das eigentliche Cover und nicht der signalisierende Schriftzug in Neongrün. Denn das Cover passt unheimlich gut zur Story und lässt schon nach wenigen Passagen erkennen, dass es Bezug zum Plot und zur nagenden Handlung aufnehmen wird und zum Thema und Moment gemacht wird. Perfekt. Sehr düster, einsam, nagend und von Gefahr und Anspannung durchzogen. Ein PKW in der Nacht mit offener Wagentür und keiner Menschenseele im Blick. Brrrr. Daraus sind Albträume gemacht. Thriller-typisch, ansprechend und macht definitiv sehr neugierig. Dieses Hörbuchcover gleicht dem gleichnamigen Psychothriller aus dem Hause Knaur Verlag und besitzt Wiedererkennungswert. Das Cover lädt zu Assoziationen ein. Die Kapitellängen und die Strukturierung finde ich sehr gut gelungen. Da kann man auch gerne mal den Stopp-Knopf drücken und jederzeit seine Stelle wiederfinden. Pluspunkt! Die sage und schreibe 6 CDs befinden sich in einer Multibox. Hier wird das Öffnen etwas knifflig, da man zunächst schauen muss, wo man an welcher CD am besten dran kommt und welches Fach man öffnen muss. Doch in dieser Box sind alle CDs wunderbar aufgehoben und vor Kratzern und Schäden geschützt. Passendes Format für jedes CD Regal. Zum Schreibstil der Autorin und Erzählstil und Wiedergabe der Sprecherin: Der Schreibstil von der derzeit sehr erfolgreichen englischen Autorin Helen Callaghan, die einige Jahre in den USA gelebt hat und dort aufgewachsen ist, nun jedoch wieder in England lebt, ist wirklich nicht ohne, und ich frage mich, wie man als, vor allem weibliche Autorin, auf so eine nagende und eindringliche Story kommen kann, mit diesem überraschenden Plot und dem sagenhaft unerwarteten Showdown. Denn dass, was die ambitionierte und talentierte Autorin hier in diesem psychologisch eindringlichen und spannenden Thriller bietet, ist wirklich nicht ohne und zerrt an den Nerven und beschert ganz klar Gänsehaut und Nervenkitzel mit Schweißfilm auf der kühlen Haut oder abgekauten Fingernägeln. Aber auch vielen ruhigeren und eher erzählenden Passagen, die man als Ruhe-Oase erkennen sollte, oder sich sonst wohl darüber ärgern wird, da der Verlauf dann eher weniger schnittig vorankommt und die Story auf der Stelle tritt… Helen Callaghans Feder und Ideenvielfalt für einen Spannungsroman bietet ungefilterten und unverblümten Nervenkitzel abgestimmt auf die Vorlieben begeisterter Thriller-Leser- und hier in diesem Fall Thriller-Hörbuchhörer, die psychologische Spannung, unausgesprochene Worte und sich zeichnende Abgründe und Bilder mögen. Tiefenpsychologisch, beklemmend, eher unblutig, aber dieser Thriller haut trotzdem rein, da man nicht nur mit den Opfern leiden, nicht nur mit den Mitwissern und Involvierten, sondern auch mit dem Psychopathen und seinen Gedankengängen selbst… Packend! Das mag an dem Erzählstil aus der Ich-Perspektive liegen, und an den gekonnten Wechseln der Einblicke aus Sicht von Lehrerin Margot, der vermissten Kathie Brown, dem Psychopathen und Racheengel und den Briefen an Amy. Man ist allen Beteiligten dadurch näher als ein manchmal lieb sein könnte. Aber genau das wünscht man sich bei einem guten Thriller. Das gelingt dieser überraschenden Autorin. Bis zum Schluss… Auch wenn der Mittelteil eine Herausforderung an den neugierigen Leser darstellt, da sich dieser Bereich der Handlung und Lesung doch eher zieht, als dass die Entwicklung nach vorn gebracht wird. Grrrrr. Kaum zu glauben, dass all diese Schändung, diese Panik, der Verlauf der Handlung, diese schiere Angst als lebenslanger Begleiter, diese Psychologie, dieser Nervenkitzel und Schweißfilm, diese innere Kälte, die Skrupellosigkeit und Ausweglosigkeit aus der Feder einer Frau entstammt. Die Autorin Helen Callaghan nimmt kein Blatt vor dem Mund und scheut sich auch nicht, bis in die letzten Windungen des Gehirns und des Bösen und Perfiden vorzudringen, ohne klare Worte zu benutzen und ihre Spannung allgegenwärtig und unterschwellig anzuführen. Das meiste klärt sich in der Vorstellung der Leser und Hörer. Man leidet, hofft und ängstigt mit den Protagonisten, man (über-)lebt beinahe an ihrer Seite und erfährt ihr zerstörtes Leben und das ihrer Peiniger. Diese großartige Autorin Callaghan nimmt die Leser und Hörer mit, sie bietet ein Schauspiel, welches packt, fesselt, schockiert, provoziert und dessen Wendung und Ziel den Atem stocken lässt. Die Dinge entwickeln sich mit einem Automatismus, wo der Leser oder Hörer kein Halten mehr findet und in einem Sog aus Plänen und Verkettungen und Faszination mitgerissen wird. Gibt es einen Ausweg? Gibt es je eine Zukunft? Ein normales Leben? Macht sich Margot Lewis bei der Polizei wirklich lächerlich? Nimmt sie die Briefe viel zu ernst? Und was hat ihre Vergangenheit mit all den Ereignissen und Befürchtungen zu tun? Ist sie der Schlüssel von allem? … Die vielseitige Sprecherin Christiane Marx ist mir für spannende Hörbuchumsetzungen nicht mehr unbekannt. Gern werden ihre feine Art und ihre Sorgfalt gerade bei psychologischen und eindringlichen Umsetzungen geschätzt. Ihre düsteren Inszenierungen, ihre tiefe und düstere Art den Plot zu schildern und in die einzelnen Rollen und Stimmungen zu schlüpfen, bringen auch in diesem Hörbuch all das, was die Autorin durch Wort und Schrift in ihrem Buch zu Verstehen bringt, durch diese Lesung an die Hörer dieses Hörbuchs. Über 7 Stunden Fesselung und Spannung. Überzeugend und klar bringt Ch. Marx in diesem Hörbuch all dass, was die Autorin Helen Callaghan in ihren über 400 Seiten starken Thriller übermitteln und darbieten will, durch ihren sehr gekonnt eindringlichen und fesselnden Erzählstil an die gebannten Hörer zurück. Ich erkenne ihre gute Arbeit und ihr Engagement in die unterschiedlichen Rollen zu schlüpfen. Doch mit der Wahl der Sprecherin bin ich persönlich auch hier nicht ganz glücklich. Mir ist dieses Manko (meine persönliche Geschmacksfrage und Vorliebe) schon bei anderen Umsetzungen aufgefallen, wo es wichtige männliche Parts zu sprechen gibt und die Synchronsprecherin Christiane Marx dort in den maskulinen Rollen sehr unecht, gekünstelt und aufgesetzt wirkt. Wenn die Sprecherin Marx in die Rolle von (Noch-)Ehemann Eddy schlüpft, oder die des PKW Fahrers oder später auch die des Entführers, dann klingt sie sehr gestelzt, manchmal Cassanova-Western-Macho“-artig, oder ihr Ton wirkt wie bei Rollenspielen einiger Kindergartenkinder ähnelnd, wenn sie Vater-Mutter-Kind spielen. Oft unangebracht gedehnt, langgezogen und teils dadurch sehr affig. Beim Profil des Psychopathen stört es mich dann soweit, dass ich ihn und seine labile Art gar nicht wirklich mitfühlen und akzeptieren konnte. So wirken das schreckliche Handeln und der perfide Plan dahinter, für mich leider etwas weniger dramatisch, und kochen erst wieder hoch, wenn ich einen der neuen Briefe lese oder aus Kathies Lage erfahre. Das nimmt dem Hörbuch natürlich viel von der Spannung und Eindringlichkeit, bzw. Akzeptanz und Sympathie, die ich empfinden könnte. Nein, so stelle ich mir einen männlichen Part oder die männlichen Rollen im Buch generell, gesprochen von einer Frau nicht vor. Das muss ja wirklich nicht sein. Wenn sie die Rolle nicht verkörpern kann, dann hätte ein weitere männlicher Erzähler oder Sprecher ausgewählt werden sollen, oder die Sprecherin Christiane Marx hätte in ihrer gleichen Tonlage bleiben sollen und durch seichtere Betonungen erkenntlich machen sollen, dass nun der Täter, Ehemann, Beamter, Polizist oder männlicher Angehöriger aus dem Umfeld spricht. Denn all die anderen Rollen, beherrscht die Sprecherin perfekt und glamourös. Wie sie die Briefe liest, wie sie die Angst und Panik, später die Erkenntnis schürt und nahelegt…Wow. So muss dann ein gutes Hörbuch sein. Das schafft Christiane Marx vorbildlich und löblich. Weder aufgesetzt, künstlich, noch gehetzt. In diesem Hörbuch geht ansonsten wirklich gar nichts von dieser Einzigartigkeit verloren, die es an Spannung und nagendem Nervenkitzel und Thrill überbringen soll. Der eindringliche, mahnende, provozierende und schockierende, aber auch unheimlich spannende Schreibstil der englischen Bestsellerautorin H. Callaghan wird mit vielen eigenen Noten gewürzt und verleiht diesem Thriller Einzigartigkeit und düsternden Flair, aber auch die menschlichen Versagens, Schuld, Not, Gewissen und kranken Bahnen einer gestörten und kranken Seele. Reiner unterschwelliger Nervenkitzel und im Hörbuch durch die Sprecherin Christiane Marx eine nagende Story, die nach einer Erlösung schreit, die es auch geben wird, wenn man den doch eher monotonen und gleichförmigen Mittelteil überwunden hat. Diese Längen im Verlauf der Handlung werden bei einer Hörbuchumsetzung leider noch intensiver als zäh und öde wahrgenommen, als vielleicht bei einem Buch was man selbst liest und das Tempo bestimmt. Generell höre ich Hörbücher eigentlich lieber gesprochen von einem Mann, auch hier wäre ein männlicher Part wirklich nicht schlecht gewesen, auch wenn Christiane Marx alle weiblichen Rollen absolut perfekt übernimmt. Aber in diesem Thriller ist es eine Frau, die all die Beklemmungen und Gefühle durch ihre Stimme zum Leben erwecken kann, daher wäre eine rein männliche Lesung hier auch nicht das komplett Richtige gewesen. Zwei Sprecher wären vielleicht die idealere Lösung zur Umsetzung gewesen?!? Ich weiß es nicht… Christiane Marx ist sich nicht zu schade, sich auf die unterschiedlichen Ebenen der Protagonisten aus der Erzählsicht jeweiliger Akteure zu verkörpern. Gerade die arrogante Stimmlage von Kollegin Wendy hat gezeigt, dass Chrristiane Marx ihre unterschiedlichen Rollen und Aufgaben im Buch verstanden hat und diese, bis auf die männlichen Passagen, umzusetzen weiß. Christiane Marx liest und vertont das Gelesene stets mit Fassungslosigkeit, Verzweiflung, Hoffnung, Ohnmacht, blanker Panik, Erschöpfung, Verstörtheit und erzeugt beim Hörer Schock, Entsetzen und Beklommenheit und provoziert ihn auch. Der Hörer möchte Handeln, denn er sieht das Offensichtliche, vor dem die Protagonisten oft noch blind sind. Ein gelungener Reiz und ein Spiel mit dem Romanleser oder Hörbuchhörer. Meine prägendste Metapher: Margot bittet ihren Noch-Ehemann Eddy in ihr Haus, was beider gehört, aber Margot mit in die gerade scheiternde Ehe gebracht hat, von dessen Besitz sich Eddy scheinbar aber noch nicht lossprechen will. Margot beschreibt Eddy als eine Art Vampir, der seinen Gegenüber aussaugt und auslaugt. Gierig und Besitzergreifend und immer auf der Suche nach einer neuen Eroberung. Daher kommt sich Margot selbst komisch vor und schallt sich, als sie Eddy über die Türschwelle bittet um ihn Einlass zu gewähren. Auch ein Vampir benötigt eine Einladung und Aufforderung zum Eintreten…. Die Autorin: "Helen Callaghan wurde als Tochter britischer Eltern in Kalifornien geboren und lebt heute in England. Sie betreute jahrelang das Belletristik-Sortiment für große Buchhandlungen – bis sie sich entschloss, ein Archäologiestudium in Cambridge anzuschließen, wo sie derzeit als Dozentin und leidenschaftliche Romanautorin tätig ist." Die Stimme / die Sprecherin: "Christiane Marx ist Synchron- und Hörbuchsprecherin mit einer enormen Bandbreite: Von Thriller bis Kinderbuch überzeugt sie mit ihrer jungen und kristallklaren Stimme. Subtile Charaktergestaltungen zeichnen ihre Lesungen aus." Fazit: Die Story ist absolut klasse, die Autorin Helen Callaghan hat mich sehr neugierig gemacht und von ihrem Sinn für Spannung, Nervenkitzel und Entsetzen, sowie Beklommenheit, Düsternis und Fassungslosigkeit mit ihrem Psychothriller „Dear Amy“ absolut schnell überzeugt. Ich denke hier ausnahmsweise mal, dass ich mit dem Buch besser bedient gewesen wäre als mit dem Hörbuch. Die Sprecherin Christiane Marx ist super, keine Frage. Sie nimmt ihre Rollen und Aufgaben ernst, hat eine angenehme Stimme und ein abgestimmtes Tempo. Die Rollen der Einziger, mir inzwischen schon bekanntes, Manko: Ihr männlicher Erzählpart und die männlichen Stimmen kann sie einfach nicht glaubwürdig rüberbringen. Ganz im Gegenteil, die männlichen Dialoge waren, um es ehrlich zu sagen, ganz grässlich. 3 Sterne vergebe ich für dieses Hörbuch. Ich denke, dass das Buch bei mir 5 Sterne erreicht hätte, hätte ich eher das gelesen, als das Hörbuch gehört. Das tut mir sehr leid, auch wenn es 3 sehr gute und wertschätzende Sterne sind und es für mich persönlich nicht für mehr Begeisterung und Akzeptanz gereicht hat.

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    • 7
  • Für mich das erste Buch von Helen Callaghan. Ein wenig Enttäuschung ist dabei

    Dear Amy
    nessisbookchoice

    nessisbookchoice

    24. January 2017 um 22:01

    Titel: "Dear Amy"Autorin: Helen CallaghanErscheinungsdatum: 10. Januar 2017Seitenanzahl: 400 SeitenGenre: PsychothrillerPreis: 14,99€Verlag: Droemer KnaurKlappentext:Die Lehrerin Margot Lewis ist extrem beunruhigt, als ein 15-jähriges Mädchen aus ihrer Klasse verschwindet. Sie ist überzeugt, dass Katie entführt wurde, auch wenn die Polizei dafür noch keinerlei Beweise hat. Dann erhält Margot, die nebenbei die Ratgeber-Kolumne „Dear Amy“ führt, einen unheimlichen Brief: Darin fleht ein Mädchen um Hilfe, das vor 15 Jahren spurlos verschwand. Ein Graphologe bestätigt die Echtheit des Briefes – und dass er nagelneu ist.Margot, deren Gemütszustand sich rapide verschlechtert, verbeißt sich regelrecht in die Fälle, will unbedingt helfen. Doch was verschweigt sie selbst? Ich musste dieses Buch haben, als ich die Neuerscheinung auf Facebook gesehen habe!Ich habe mich sehr darauf gefreut und es ist mein erstes Buch von Callaghan gewesen.Leider muss ich gestehen, dass ich enttäuscht von dem Buch war. Zu allererst möchte ich sagen, dass das Cover mich wirklich ansprach, obwohl es sehr an die Bücher von Gillian Flynn erinnert.Klappt man den Buchumschlag auf, zeigt der Inhalt den Brief von Bethan an Amy, welches ich wirklich gelungen finde, da man so schön in die Geschichte einfindet. Die Story nimmt allerdings nur sehr langsam Fahrt auf und lange passiert nichts außer dem, was dem Klappentext zu entnehmen ist.Zu Beginn gibt es zwei Handlungsstränge: den der Protagonistin Amy/Margot und den von Katie, dem verschwundenen Mädchen. Das Buch ist in mehrere lange Kapitel unterteilt, die jedoch Abtrennungen in Form von Absätzen durch Sternchen aufweisen. Die Handlung ist flüssig lesbar, was allerdings nicht zuletzt daran liegt, dass die Sprache sehr einfach erscheint und auch der Ausdruck auf nicht allzu hohem Niveau liegt.Dennoch muss ich gestehen, dass das Buch an sich gerade im letzten Drittel relativ wirr geschrieben erscheint und das Nachvollziehen wirklich schwer fällt.Nicht aufgrund des sprachlichen Verständnisses, sondern der Realitätsnähe.Zwischenzeitlich gibt es ebenfalls Facebook-Einträge, die gänzlich auf guten Ausdruck, Zeichensetzung und Rechtschreibung verzichten. Gerade diese empfand ich als sehr umgangssprachlich und in 'teenager-Sprache' verfasst. Natürlich gelingt der Autorin hier eine gewisse Authentizität, da es um einen vermissten Teenager geht. Trotzdem wirkt das Buch eher wie ein Jugendkrimi/-thriller, als ein Psychothriller.In den Briefen von Bethan herrscht ebenfalls eine eher kindliche Sprache vor.  Die Protagonistin jedoch empfand ich als sehr widersprüchlich, welches durch einen krassen Break hervorgerufen wurde, der nach ca. der Hälfte des Buches eintrat. Zumindest empfand ich persönlich es so.Zuvor finden wir eine liebevolle, leidenschaftliche Lehrerin, die gerade durch eine schwere Zeit geht und Briefe einer gewissen Bethan Avery vorfindet. Dieses Bild kippt schlagartig und ich konnte mich damit nicht gänzlich abfinden, da es abwegig erscheint. Die große Wende innerhalb der Story wird zur Hälfte schweigsam und unspektakulär in die Handlung eingeworfen. Es gibt keine Vorwarnungen, keine Anzeichen die man als 'einfacher' Leser hätte erkennen können. Erklärungen kommen erst danach in langsamen Schritten ans Tageslicht. Das Ende empfand ich ebenso als unglaubwürdig. Vermutlich lag dies hauptsächlich an der Tatsache, dass ich die Hintergrundinformationen zur Situation und die Erklärungen einfach unzureichend fand. Außerdem ist zu sagen, dass das gesamte Buch sehr seicht gestaltet ist, es zum Ende hin allerdings zunehmend gewalttätig und vulgär wird. Ich hätte mir hier einfach mehr Balance zwischen allen Aspekten gewünscht und mehr Spannung, Geheimnisse und mehr Zeit bei der Entwicklung von Figuren. Das Buch bekommt von mir leider nur 3/5 Sternchen.

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  • ein spannender Psychothriller mit überraschenden Wendungen

    Dear Amy
    robbylesegern

    robbylesegern

    07. January 2017 um 17:26

    Ein Debüt liegt uns mit dem Buch " Dear Amy " vor. Ich konnte es zuerst nicht glauben, denn dieses Buch hat alles um ein Kassenschlager zu werden. Helen Callaghan überzeugt mit diesem Buch auf ganzer Linie und ich hoffe ,noch oft von dieser Autorin zu hören.Katie Brown, eine 15 jährige Schülerin der St Hilda`s Schule ist verschwunden. Zuerst nahm man an, dass sie von zu Hause weggelaufen ist, weil sie sich mit dem Stiefvater nicht versteht, doch Katie taucht nicht wieder auf. Ihre Lehrerin Margot Lewis glaubt nicht an die Ausreißer- Geschichte und als sie , die auch eine Kolumne in einer kleinen Zeitung des Orts mit dem Namen Amy  führt , einen Leserbrief von einer Bethan Avery erhält, die schon seit Jahren vermisst wird und als tot gilt , weiß sie, dass Katie in den Fängen eines Psychopathen ist.Margot tut alles, um die Ermittlungen in diesem Fall zu unterstützen.Mit diesem Buch ist gleich zu Jahresanfang ein tolles Debüt  auf den Buchmarkt gekommen, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Die Spannung nimmt im Laufe der Geschichte immer mehr an Spannung zu und es kommt zu überraschenden Wendungen im Geschehen, die ich so nie erwartet hätte. Die Figuren sind gut beschrieben , vor allem Margot hat mir richtig gut gefallen. Ich hoffe, wir werden noch viel von dieser Autorin lesen können. 

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