Helen Cullen

 3,9 Sterne bei 20 Bewertungen

Lebenslauf

Eine der aufregendsten Jungstimmen des Landes: Hellen Cullen, geboren in Irland, ist eine Irische Schriftstellerin. Sie studierte Theaterwissenschaften und Englische Literaturwissenschaft in London. In dieser Zeit entschied sie sich dann Autorin zu werden. Ihr Debüt gab sie mit dem Roman „Die verlorenen Briefe des William Woolf“, der von Lesern und Presse gefeiert wurde. In der Irish Times wurde sie zu den aufregendsten jungen Stimmen des Landes ernannt.  Heute lebt die Autorin in Irland und England.

Alle Bücher von Helen Cullen

Cover des Buches Der Riss, durch den das Licht eindringt (ISBN: 9783442316533)

Der Riss, durch den das Licht eindringt

 (11)
Erschienen am 14.06.2022
Cover des Buches Die verlorenen Briefe des William Woolf (ISBN: 9783442490639)

Die verlorenen Briefe des William Woolf

 (9)
Erschienen am 15.03.2021

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Neue Rezensionen zu Helen Cullen

Cover des Buches Der Riss, durch den das Licht eindringt (ISBN: 9783442316533)
Chriseas avatar

Rezension zu "Der Riss, durch den das Licht eindringt" von Helen Cullen

Ich hatte mir bei diesem Thema mehr erhofft
Chriseavor 4 Monaten

Im ersten Teil des Buches hätte ich gern mehr über Meave‘s Innenleben erfahren. Ich weiß nicht genau, ob es am Schreibstil der Autorin lag, da sie zwar die inneren Konflikte von Meave dargestellt hat, mir aber nicht eindrücklich genug.
Was im zweiten Teil des Buches geschah, kam für mich sehr überraschend und hat nicht in die Geschichte gepasst. Es gab keinerlei Anzeichen dafür. Es war viel zu weit hergeholt und unrealistisch.

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Cover des Buches Der Riss, durch den das Licht eindringt (ISBN: 9783442316533)
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Rezension zu "Der Riss, durch den das Licht eindringt" von Helen Cullen

Herzensbuch
Blaxys_little_book_cornervor einem Jahr

Manchmal muss ich ein kleines Loblied auf die Buchblogger singen. Ohne sie wäre schon das eine oder andere wirklich gute Buch nicht auf meinem Radar erschienen. 

So auch "Der Riss, durch den das Licht eindringt". 


Hinter diesem Roman verbirgt sich eine Herzensgeschichte, die berührt, zum Nachdenken anregt, Melancholie heraufbeschwört und einen mit einem Lächeln auf den Lippen den Buchdeckel zuklappen lässt. 


Würde man bei diesem hellen, freundlichen - und meiner Meinung nach leider nicht gerade schönen - Cover erwarten, dass man hier eine Geschichte über Selbstmord und dessen Auswirkungen auf die Hinterbliebenen zu lesen bekommt? Eher nicht. Ich zumindest nicht. 

Und doch ist es gut gewählt; das sieht man ein, je mehr man in die Geschichte abtaucht. 


Als Leser beginnt man mit dem Weihnachtsmorgen 2005. Murtagh Moone erwacht in einem leeren Bett. Seine Frau Maeve ist nicht auffindbar. 

Auch nach der erfolglosen, gemeinsamen Suche mit den Kindern bleibt Maeve verschwunden, so dass sich sämtliche Bewohner der kleinen irischen Insel Inis Óg aufmachen.. und schließlich Maeve finden. Tod. Ihr Schicksal selbst gewählt. 

Darauf folgt der nächste Abschnitt des Buches und ein Zeitsprung: 

Irland in den späten 70er Jahren. Als Leser wird man Zeuge des Kennenlernens von Murtagh und Maeve. Zeuge einer hinreißenden Liebesgeschichte. Eines zueinander findens. Und das Erkennen von Maeves Erkrankung, den hellen und den dunklen Tagen. 

Sie bleiben. Sie bleiben, während die beiden Eins werden. Umziehen. Eine Familie gründen.


Und auch der Leser bleibt, denn der Schreibstil von Cullen ist nicht nur einnehmend, sondern auch wunderschön. 

Man verliebt sich in dieses junge Paar, das in das Leben hineinwächst und von dem man weiss, dass es scheitern wird. Man leidet mit. Leidet mit Maeve, die an ihrer Erkrankung zerbricht. Leidet mit Murt, mit den Kindern der beiden. Man leidet um dieses Schicksal. 

Bis zum Weihnachtsmorgen 2005. 


Von da an wird die Geschichte der verbliebenen Familie Moone weiter erzählt. 

Immernoch berührend. Traurig. Aber wie schon das ganze Buch auch schön. 

Vielleicht zu schön, denn das Ende war in meinen Augen over-the-top. Aber verzeihbar. 


"Der Riss, durch den das Licht eindringt" wächst einen mit seinen 380 Seiten ans Herz. 

Ein Buch, um immer mal wieder ein paar Kapitel zu lesen oder sogar die Nacht zum Tag zu machen. 


Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Cover des Buches Der Riss, durch den das Licht eindringt (ISBN: 9783442316533)
Giselas Lesehimmels avatar

Rezension zu "Der Riss, durch den das Licht eindringt" von Helen Cullen

Ein Herzensbuch für mich
Giselas Lesehimmelvor einem Jahr

Meine Meinung:


Ein Herzensbuch für mich. 


Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wann ich das letzte Mal derart von einem Buch überrascht wurde. Der Klappentext verspricht eine Geschichte, die auf einer irischen Insel spielt. Man weiß von Anfang an, etwas Dramatisches ist passiert. Die Familie Moone führt eigentlich ein idyllisches Leben auf der Insel Inis Óg. Der Vater Murtagh konnte sich auf der Insel seinen Berufswunsch erfüllen. Er hat eine eigene Töpferei. Nichts macht ihn glücklicher als den feuchten Ton zu bearbeiten und Kunststücke daraus zu formen.  Seine Frau Maeve verkauft seine Werke im eigenen Laden. Die vier gemeinsamen Kinder könnten sehr glücklich sein.  Wäre da nur nicht die Gemütskrankheit der Mutter.


Das Buch beginnt mit dem Selbstmord von Maeve.  Es ist Weihnachten. Das Haus duftet nach leckeren Braten. Maeve ist nicht da. Ihr Mann ist sich sicher, jeden Moment kommt sie. Er und die Kinder kennen Maeves dunkle Tage. Sie haben gelernt damit zu leben. Draußen ist es dunkel. Der Regen peitscht gegen das Fenster. Der Sturm singt ein trauriges Lied. Maeve hat mit einem Ruderboot ihre letzte Reise angetreten  ….


In der Vergangenheit erleben wir den Anfang von Maeves und Murtaghs großer Liebe. Der 70er Jahre Flair kommt voll zu tragen. Wir erleben eine schwer verliebte und fröhliche Maeve. Eine Künstlerin,  die ihr Leben in vollen Zügen genießt. Ihre große Liebe kennenlernt. Doch schon bald muss Maeve ihrem Murtagh von ihren dunklen Tagen erzählen. Sie ist ein aufrichtiger Mensch.  Sie liebt, lacht und fällt immer wieder in ein dunkles Loch.


Diese bittersüße Liebes- und Familiengeschichte hat mich stellenweise sehr traurig gestimmt. Obwohl ich von Anfang wusste, dass Maeve sich umbringt,  habe ich einen anderen Verlauf erhofft. Ich weiß. Das war nicht möglich.  Die vier Kinder sind längst erwachsen. Traumatisiert bewältigen sie ihren Alltag. Ein Ventil für richtige Trauer gab es nie. Bis an einem Abend, an dem die Familie zum ersten Mal wieder zusammen Weihnachten feiert.


Mir ist die Geschichte total unter die Haut gegangen.  Sie kommt unaufgeregt daher. Das ist in meinen Augen ein Kunststück. So viele unschöne Geschehnisse in über 4 Jahrzehnten und dennoch verspürte ich stets auch eine gewisse Harmonie. Eine Harmonie, die verschüttet wurde und wieder ausgegraben werden musste. Ein Hoffen und Bangen, für die Änderung eines Verlaufes,  der nun mal nicht mehr zu ändern ist. Der bildliche Schreibstil hat es mir sehr leicht gemacht in die Geschichte einzutauchen. Die Familie konnte ich tatsächlich lachen, streiten und zusammen spielen sehen. Murtagh war in dieser Geschichte mein Lieblingscharakter. Er trägt die Verantwortung dafür, dass mir beim Zuklappen des Buches der Mund offen stand.  Ich habe ja mit vielem gerechnet, jedoch nicht mit diesem Ende. Nur Maeve ahnte es  …..


Fazit:


Das Setting reflektiert das Leben auf der irischen Insel. Die Protagonisten kommen authentisch rüber. Die ruhige Geschichte weiß bestens zu unterhalten. Von mir eine absolute Empfehlung.


Danke Helen Cullen, für diese wunderbare Geschichte.

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