Helen Docherty

 4.8 Sterne bei 40 Bewertungen

Lebenslauf von Helen Docherty

Helen Docherty verbrachte den Großteil ihrer Kindheit lesend. Später studierte sie Spanisch und Französisch und verbrachte einige Jahre in Frankreich, Spanien, Kuba und Mexiko. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Wales.

Alle Bücher von Helen Docherty

Abrakazebra

Abrakazebra

 (23)
Erschienen am 20.01.2015
Der Ritter, der nicht kämpfen wollte

Der Ritter, der nicht kämpfen wollte

 (5)
Erschienen am 22.08.2016
The Snatchabook

The Snatchabook

 (2)
Erschienen am 03.10.2013
Do You Remember?

Do You Remember?

 (0)
Erschienen am 04.06.2015

Neue Rezensionen zu Helen Docherty

Neu
EmmyLs avatar

Rezension zu "Der Ritter, der nicht kämpfen wollte" von Helen Docherty

Mit den richtigen Worten können Kämpfe gewonnen werden
EmmyLvor 2 Jahren

Ritter Leo ist ruhig und sanft. Mit allen Tieren schließt er schnell Freundschaft, sogar mit kleinen Raupen oder Fliegen. Am liebsten verkriecht er sich in einem seiner unzähligen Bücher. Leider sind seine Eltern der Meinung, dass ein richtiger Ritter kämpfen muss. Mit Schwert und Schild bewaffnet schicken sie ihn in die Welt, um einen Drachen zu zähmen. Schon bald begegnet er einem wilden Greif. Statt mit ihm zu kämpfen, liest Leo eine Geschichte vor, in welcher der Greif die Hauptrolle spielt. Freundschaftlich trennen sich ihre Wege. Doch die nächste Gefahr lauert schon in Form eines gefräßigen Trolls unter einer Brücke. Auch hier gelingt es Leo die Aufmerksamkeit des Ungetüms auf ein Buch zu lenken. Natürlich muss er die Geschichte ein wenig verändern, aber das bemerkt der Troll gar nicht. Schließlich kommt Ritter Leo in eine kleine Stadt. In dieser hat ein schrecklicher Drache gewütet und die Bewohner verstecken sich ängstlich in ihren Häusern. Bevor der Drache seine Geschichte vorgelesen bekommt, muss er erst einmal das angerichtete Chaos wieder aufräumen. Seit diesem Tag ist Ritter Leo als Held bekannt und er kann endlich in Ruhe zu Hause lesen.

Und die Moral von der Geschicht´: Unterschätze die Macht der Bücher nicht.

Der Text ist in witzigen, kurzen, einfachen Paarreimen verfasst. Dadurch ist er sehr eingängig und lässt sich schnell merken. Mein kleiner Neffe konnte bereits nach dem dritten Vorlesen einige Passagen mitsprechen. Er liebt dieses Buch mit der mutigen Lesemaus und den nicht so gefährlichen Fabelwesen. Erweitert wird der Text durch die einzigartigen, liebevollen Illustrationen von Thomas Docherty. Er hat in seinen Zeichnungen die sympathische kleine Maus zum Leben erweckt. Es gibt doppelseitige sowie einseitig vollflächige Bilder und unter bzw. neben dem Text eingefügte Einzelszenen. Alle Zeichnungen erstrahlen durch die gezielte Verwendung von reinen und gebrochenen Farben. Zahlreiche Schraffuren und Modulationen durchsetzten die Bildfläche und verwandeln die Illustration zu einer großartigen Bühne für die winzige kleine Maus. Die Tiere sind nach dem Kindchenschema mit großen runden Augen verniedlicht aber auf keinen Fall kitschig dargestellt. Es ist eher so, dass sie dem Betrachter Seite für Seite ein lächeln auf die Lippen zaubern. Besonders schön ist das letzte Bild. Es zeigt Ritter Leo und die gefährlichen Fabelwesen einträchtig beim Lesen im Schein leuchtender Lampions.

Ich finde das Buch einfach wundervoll. Ein Kampf muss nicht mit Waffen, sondern kann auch mit Worten ausgetragen und gewonnen werden. Daher haben wir das Buch als Grundlage genommen, um in der ersten Klasse über Gewalt zu sprechen. Als Einleitung in die Thematik der Gewaltprävention eignet es sich perfekt. Wir haben sofort eine ergiebige Gesprächsbasis gefunden.

Das Buch ist fast quadratisch mit Hardcover. Für die Seiten wurde ein etwas stärkeres Papier verwendet. Vorschulkinder können selbständig blättern und die Geschichte für sich erschließen. Durch den einfachen Satzbau sowie die große Schrift eignet es sich für Leseanfänger in der ersten Klasse. Auf dem bunten Cover sieht Ritter Leo mit einem Stapel Bücher über die Nase des gefährlichen Drachen balancieren.

Die Geschichte ist niedlich und kann wegen der großen überschaubaren Illustrationen auch mit einer Kindergruppe gelesen werden. Es ist als Geschenk, für zu Hause oder die Kindertageseinrichtung sehr zu empfehlen.

Kommentare: 2
62
Teilen
LilStars avatar

Rezension zu "Abrakazebra" von Helen Docherty

Tolles Gesamtwerk: Macht Spaß und ist gleichzeitig lehrreich!
LilStarvor 3 Jahren

Im kleinen Dörfchen Nichtviellos ist es eher trist und öde als lustig und interessant. Die tierischen Bewohner machen tagein, tagaus immer das gleiche und am interessantesten ist immer noch Onkel Ziege, wenn er seinen Schiffsrumpf repariert. Eines Tages kommt dann ein neues Tier nach Nichtviellos und bringt Spaß und Abwechslung mit seiner Zauberschau! Alle Tiere sind begeistert von dem Spaß und feiern gemeinsam mit dem Abrakazebra. Nur Onkel Ziege nicht, der schmollt und überlegt, wie er das Zebra wieder loswerden kann …

Abrakazebra ist ein tolles Buch zum Vorlesen für Kinder. Mein Sohn hat es vom ersten Augenblick an geliebt und es sich erst einmal von vorne bis hinten genau angesehen, bevor ich überhaupt vorlesen durfte.
Die Illustrationen sind aber auch wirklich schön. Das fängt schon mit dem Cover an, denn dort war mein Sohn überwältigt von der goldenen Schrift und den goldenen Sternen die neben den Tieren das Cover zieren. Das Vorsatzpapier mit den lila Sternen auf helllila Untergrund war ebenfalls toll und – wie mein Sohn anmerkte – passend zur Zauberei.
Ansonsten wurde jede Seite mit passenden Illustrationen zur Geschichte versehen. Der Text fließt meist um die Bilder herum oder steht mittendrin, unten oder oben, wie es gerade passt.
Sehr schön finde ich, dass die Bilder tatsächlich auch total zur Geschichte passen, denn so kann mein Sohn die Geschichte auch selbst anhand der Bilder rekonstruieren und sie mir ‘vorlesen’, obwohl er natürlich noch nicht lesen kann, einfach weil er weiß, was gerade passiert.
Das hat natürlich auch sehr viel damit zu tun, dass die Illustrationen wirklich liebevoll gestaltet sind. Die Emotionen kann man von den Gesichtern ablesen, man erkennt genau, ob die Tiere gerade erfreut, überrascht oder – wie Onkel Ziege – einfach mürrisch sind. Sehr gelungen!

Die Texte sind wirklich toll, denn die Geschichte wird in Reimform erzählt. Das macht wirklich Spaß zu lesen und durch diese Reimform lernen die Kinder nicht nur viel über Wörter und Wortklang, sondern können sich auch alles viel schöner merken und teils die Sätze selbstständig vervollständigen, weil sie sich daran erinnern, wie es weiter geht. Dabei sind die Reime auch wirklich schön und passend, ich hatte nicht das Gefühl über irgendwelche Konstruktionen zu ‘stolpern’.

Thematisch geht es hier gleich um mehrere Themen, die für Kinder interessant sind. Zum einen ist es Toleranz, wie bereits in der Inhaltsbeschreibung angekündigt. Aber auch Neid, Missgunst und Lügen. Mein Sohn war sehr erstaunt über die Lügen, die Onkel Ziege in diesem Buch über das Zebra verbreitete – und das ohne Grund! Sehr empört nahm er zur Kenntnis, dass Onkel Ziege das nur sagt, damit das Zebra verschwindet, obwohl doch alle anderen das Zebra so mochten. Es folgten viele Gespräche mit ihm über Neid und Lügen. In diesem Alter versteht er das gesamte Ausmaß natürlich noch nicht, aber er verstand, dass Lügen nichts gutes sind und immer jemandem Schaden. Ich fand sehr schön, dass ihn diese Geschichte so aufgewühlt hat, dass er von selbst über diese Dinge reden und sich alles erklären lassen wollte.

Insgesamt ist dieses Buch wirklich toll um diese Themen mit seinem Kind zu besprechen. Auch, dass es Tiere gibt, bzw. Menschen, die anders sind, aber trotzdem okay ist ein wichtiges Lernziel, was durch dieses Buch gefördert wird.
Auf jeden Fall erhält man mit diesem tollen Buch ein Gesamtwerk, was seinesgleichen sucht: es macht Spaß und ist gleichzeitig auf unterschiedlichen Ebenen lehrreich!

Kommentieren0
2
Teilen
Rheinmaingirls avatar

Rezension zu "Abrakazebra" von Helen Docherty

Abrakazebra hat es nicht immer leicht
Rheinmaingirlvor 4 Jahren

Mir hat das Kinderbuch "Abrakazebra" von H. und T. Docherty gut gefallen. Der Schreibstil ist schön kindgerecht und das Cover mit den Tieren ansprechend. Besonders das Zebra sticht hervor.
Normalerweise ist in dem kleinen Ort wenig los und die Kinder schauen meist der Ziege dabei zu, wie diese etwas repariert. Dann taucht das Zebra mit Zirkuswagen auf und bezaubert alle mit seiner Show. Nur der Ziege gefällt die Show nicht und er verbreitete Gerüchte über das Zebra, so dass es das Dorf verlässt. Jetzt ist alles wie bisher und lässt sich das ändern?
Besonders ansprechend sind die vielen ansprechenden Bilder und der Text passt gut dazu, aber lässt sich durch das Schauen von Kinderaugen auch noch schön ergänzen. Dieser ist ansprechend in Reimform und lässt sich daher bestimmt auch von Erstlesern gut lesen. Gut finde ich auch, dass das Buch vermittelt, dass man dem Fremden offen gegenüber sein sollte und Fehler auch wieder behoben werden können, aber man hierfür über seinen Schatten springen muss.
Insgesamt ein schönes Kinderbuch, das ich durch die tollen Bilder und den gereimten Text gerne an Eltern mit kleinen Kindern weiter empfehlen kann.

Kommentieren0
6
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
katja78s avatar

Hokuspokus in NICHTVIELLOS

Wir laden zur Kinderbuch-Leserunde ein!

Lernt das neue Buch von Helen Docherty in der Leserunde kennen.

Ein echtes Vorlesevergnügen zu einem wichtigen Thema: Toleranz.

Empfohlenes Lesealter liegt bei 4 Jahren

In dem kleinen Dörfchen Nichtviellos ist es zwar wunderbar idyllisch, aber auch ganz schön langweilig. Nie geschieht etwas Unvorhersehbares - bis auf einmal Abrakazebra auftaucht. Mit seiner magischen Zaubershow haut er alle Tiere aus den Fellsocken, endlich passiert mal etwas Neue in Nichtviellos! Nur Onkel Ziege traut dem exotisch gestreiften Gast nicht über den Weg. Er ist sich sicher: Das Zebra führt doch etwas im Schilde! Oder?


Zur Autorin

Helen Docherty hat die meiste Zeit ihrer Kindheit damít verbracht, zu lesen oder ihre eigenen Bücher zu machen. Später studierte sie Spanisch und Französisch und verbrachte einige Jahre in Frankreich, Spanien, Kuba und Mexiko. Nun lebt sie mit ihrer Familie in Wales/Großbritannien und liebt es am Strand Muscheln und Steine zu sammeln.

Wir suchen nun 20 Leser ( gerne mit Kind),  die gerne das Buch gemeinsam in der Kinderbuch-Leserunde lesen möchten, Blogger dürfen sich gerne mit Blogadresse bewerben!

Bewerbungsfrage:

Welches Tier in "NICHTVIELLOS" darf auf keinen Fall fehlen?

Schaut auch gerne im aktuellen Frühjahrsprogramm von Ellermann rein, vielleicht haben wir noch weitere schöne Lesehäppchen für euch!

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

          Katja von Ka-Sas Buchfinder



  *** Wichtig ***
Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind.

Es werden nur Bewerber mit aussagekräftigen Rezensionen berücksichtigt, erwiesene Nichtleser werden nicht ausgewählt
Rheinmaingirls avatar
Letzter Beitrag von  Rheinmaingirlvor 4 Jahren
Zur Leserunde

Community-Statistik

in 42 Bibliotheken

auf 2 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks