Helen Endemann Operation Unsichtbar

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Inhaltsangabe zu „Operation Unsichtbar“ von Helen Endemann

Ein spannender, unterhaltsamer Roman, der ganz nebenbei eine in der Praxis erprobte Anti-Mobbing-Strategie vorstellt.
Auf dem Heimweg geschubst, von Mitschülern ausgelacht, in der Schule gemobbt - schlagartig ist der zwölfjährige Nikolas all diese Probleme los, denn er wird unsichtbar. Keiner kann ihn sehen oder hören, keiner sucht nach ihm. Ist er etwa ganz allein? In der Schule trifft er die freche Alice und andere Mädchen und Jungen - ebenfalls unsichtbar.
Eine abenteuerliche Zeit beginnt: Sie gehen umsonst ins Kino, spionieren im Lehrerzimmer und genießen ihre Freiheit. Aber das Unsichtbarsein hat nicht nur schöne Seiten. Einige Schüler drohen völlig zu verschwinden, als hätte es sie nie gegeben - Gibt es einen Weg, wieder gesehen zu werden?

Mobbing an der Schule, sehr trivial und einseitig und einfach dargestellt, zu abstrakt und oberflächlich.

— Bücherwurm

Anfänglich war ich etwas irritiert, aber nach einigen Kapiteln musste ich bis zum Schluss lesen - macht sehr nachdenklich

— DieBerta

Das Thema Mobbing wurde auf beeindruckende Weise aufgearbeitet. Gleichzeitig gibt es Anleitung, wie man es zurückdrängt.

— mabuerele

Das Thema Mobbing wurde auf beeindruckende Weise aufgearbeitet. Gleichzeitig gibt es Anleitung, wie man es zurückdrängt.

— mabuerele

Ein ernstzunehmendes und wichtiges Thema, dass mehr Aufmerksamkeit benötigt!

— mieken

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  • Mobbing an der Schule

    Operation Unsichtbar

    Bücherwurm

    Das Buch mit dem Titel "Operation Unsichtbar" der Autorin Helen Endemann greift ein sehr ernsthaftes Thema unserer Zeit auf: Mobbing unter Kindern, Schülern, Jugendlichen. Sie erzählt aus der Sicht eines Siebtklässlers namens Nikolas das "Unsichtbarwerden" von gemobbten, hilflosen Kindern und Jugendlichen. In ihrem Roman werden die Kinder tatsächlich unsichtbar und leben vergessen von Mitschülern und Eltern ein unsichtbares Leben weiter. Nikolas freundet sich mit anderen Unsichtbaren an, gemeinsam geniessen sie den Zustand jenseits des Schuldrucks und Mobbings, suchen aber auch nach Auswegen aus der unsichtbaren Situation. Der Roman ist sehr locker und flüssig zu lesen. Im Glossar im Anschluss der Geschichte erläutert die Autorin die Absicht, die sie mit dem Buch verfolgt. Sie wollte das Thema Mobbing an der Schule spannend, hoffnungsvoll und locker nahebringen. Bisherige Romane um dieses Thema waren ihr zu schwer, zu düster und gewaltig und schwer lesbar. Ich muss sagen, ich habe keine Bücher über dieses Thema gelesen, denke aber, dass Mobbing in der Schule, oder auch später im Berufsleben viele komplexe Ursachen hat. Es ist nicht einfach nur die falsche Körperhaltung und das fehlende Selbstbewusstsein des Gemobbten und der belasteten Situation des Mobbenden, so unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind die Gründe, warum jemand wie gemobbt wird. Ich kann die Intention der Autorin verstehen und nachvollziehen, aber ich glaube nicht, dass dieser Roman für Betroffene oder für Schüler generell einen wirklichen Ansatz enthält, wie man mit Mobbing im Einzelfall umgehen sollte. Ein Betroffener wird hier keinen Trost finden, keine Mut machende Stelle lesen, dazu ist die Lösung hier im Buch zu abstrakt. Mich hat das Buch nicht wirklich berührt, sondern eher erschreckt! Mit Allgemeinlösungen und Reduktion der Probleme auf wenige Aspekte, wird man NIE wirklich helfen können! Auch bei anderen Krisen im Leben gilt für mich: Der Mensch ist ein Individuum und jeder braucht seine individuelle Unterstützung, auch was das Mobbing in der Schule anbelangt! Meine Erfahrung mit Lehrern, die wenige Jahre studierten und einen einzigen Didaktikkurs besuchten, um ihr Germanistikstudium als Lehrer abzuschliessen, zeigt, das diese oft Probleme haben, sich überhaupt in Schüler hineinzuversetzen. Von Verhaltenspsychologie, Umgang mit Pubertierenden und Halbstarken haben diese Lehrkörper keine Ahnung, keine Ausbildung und selbst keine Unterstützung. Vor diesem Hintergrund mutet dieses Buch wirklich als schöne Happy End- Fantasiegeschichte an, die mit der harten Realität des Mobbings an Schulen wirklich nichts gemein hat. Schade.  

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  • Gemobbt und unsichtbar

    Operation Unsichtbar

    mabuerele

    22. April 2014 um 20:28

    „…Jeder Schüler hat das Recht, ohne Angst in die Schule zu gehen …“   Der 12jährige Nikolas ist auf dem Heimweg von der Schule. Unterwegs stellt er fest, dass er plötzlich unsichtbar ist. Das gilt nicht nur auf der Straße und in der Schule, sondern auch im Elternhaus. Nach dem anfänglichen Schock versucht Nikolas das Beste daraus zu machen. Er geht weiter in die Schule, sucht sich aber Fächer und Klassen aus. Dadurch trifft er auf weitere Unsichtbare.    Die Geschichte wird von Nikolas selbst erzählt. Schnell stellt sich heraus, dass Kinder, die gemobbt werden, unsichtbar werden. es besteht die Gefahr, dass sie ganz verschwinden. Die Autorin hat ein hochaktuelles Thema in eine spannende Geschichte verpackt. Dadurch gelingt es ihr, die Gefühle der Kinder ausgezeichnet wiederzugeben. Gleichzeitig sehen die Kinder als stille Beobachter, was in der Schule so abläuft und wie Mobbing funktioniert. Nikolas singt nun im Chor mit, was er sich vorher nicht getraut hat. Er hatte Angst vor den Hänseleien der Mitschüler. Die Autorin hat ihre Protagonisten gut charakterisiert. Der ruhige Nikolas trifft auf die lebhafte Alice, die ihre Wut gern rauslässt und unternehmenslustig ist. Michael ist egozentrisch, Karsten hochintelligent. Nikolas fühlt sich im Religionsunterricht von Frau Schmidtbauer wohl. Sie lässt nicht nur in der Bibel lesen, sondern fordert zu Diskussionen auf. Ihr Unterricht könnte mir auch gefallen. Es ist auch Frau Schmidtbauer, die Antimobbingstrategien in der Schule einführt. Damit wächst für Nikolas und seine Freunde die Chance, wieder sichtbar zu werden. Das Buch lässt sich zügig lesen. Es ist spannend und abwechslungsreich geschrieben. An vielen Stellen ist zu erkennen, dass die Autorin sich gut in die Gefühle und Gedanken ihrer Protagonisten hineinversetzen kann. Das zeigen die inhaltsreichen Gespräche und das alltägliche Leben der Kinder. Die Ausführungen im Anhang haben mir als Leser auf besonders eindringliche Art die Gedanken und das Ziel der Autorin klargemacht. Das dunkle Cover mit der Tür, die ins Licht führt, verdeutlicht das Thema gut. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Dazu beigetragen hat die geschickte Darstellung des Themas Mobbing in einer interessanten Geschichte, die behutsame Einbeziehung von Fragen des Glaubens und die authentische Beschreibung des jugendlichen Umfeldes in Schule, Freizeit und Elternhaus.

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  • Leserunde zu "Operation Unsichtbar" von Helen Endemann

    Operation Unsichtbar

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Brunnen-Verlag stellt drei Leseexemplare des Jugendromans „Operation Unsichtbar“ von Helen Endemann zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag für die Unterstützung der Leserunde: "Der zwölfjährige Nikolas ist plötzlich unsichtbar und weiß nicht warum. Aber eigentlich kommt ihm das gerade recht, denn er wurde häufig gehänselt und schikaniert. In der Schule trifft er die freche Alice und weitere unsichtbare Kinder. Eine abenteuerliche Zeit beginnt: Sie gehen umsonst ins Kino und genießen ihre Freiheit. Aber das Unsichtbarsein hat nicht nur schöne Seiten Ein spannender Jugendroman rund um das Thema Mobbing."                                                                                                      Bitte bewerbt euch bis zum 17. Januar 24 Uhr hier im Thread. Bitte beachtet, dass Arwen10 die Bücher selber verschickt. Deshalb müssen wir euch darum bitten, im Gewinnfall 1,60 Euro Portokosten zu überweisen. Bitte bewerbt euch nur, wenn ihr dazu bereit seid. Die Bücher werden erst nach der Überweisung des Geldes versendet. Wie immer sind zeitnahes Lesen, das Posten zu den Leseabschnitten und das abschließende Schreiben einer Rezension Voraussetzung. Bitte beachtet außerdem, dass es sich um eine christliche Leserunde handelt. Der Glaube an Gott spielt in diesem Buch eine Rolle. Ich freue mich sehr auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun.

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  • fantastisches Mobbing

    Operation Unsichtbar

    gusaca

    27. February 2014 um 20:05

    Der 12-jährige Nikolas wird auf einmal nicht mehr von seinen Mitmenschen gesehen. Für seine Eltern und MItschüler ist er einfach unsichtbar. Sie ignorieren ihn einfach vollkommen. Nikolas ist zunächst schockiert und irrt durch sein altes LEben. DAnn trifft er auf andere Unsichtbare und sie erkennen gemeinsam, dass sie alle eins gemeinsam haben. Sie waren alle Aussenseiter und hatten keine Freunde. Sie waren zu dick, zu klug, zu unscheinbar, zu freundlich und wurden von ihren Mitschülern gehänselt oder sogar verprügelt. Nikolas und die anderen Unsichtbaren haben Angst ganz zu verschwinden und beginnen um ihre Sichtbarkeit zu bangen. Bis eine LEhrerin sie doch wahrnimmt und einiges unternimmt , um sie wieder sichtbar zu machen. Helen Endemann hat in diesem Roman ein ernstes und aktuelles Thema in einer fantastischen Geschichte verarbeitet. Mobbing spielt in unserem heutigen Leben und besonders in der Schule eine große Rolle und kann einzelne Menschen im wahrsten Sinne des Wortes unsichtbar machen. Die BEtroffenen weden von ihren Mitschülern auf ihr Anderssein reduziert und ausgeschlossen. Sie vereinsamen und ziehen sich von den Anderen zurück, um nicht noch mehr Angriffsfläche zu bieten. IN diesem Buch werden Ansätze geboten wie man gegen Mobbing vorgehen kann. SOwohl als Opfer als auch als Zuschauer kann man etwas ändern. Die LEser werden für dieses Thema sensibilisiert. Auch in der eigenen Umgebung kann man bei genauerem HInsehen Mobbing feststellen und etwas dagegen unternehmen. Der Schreibstil  ist sehr flüssig und die Emotionen der unterschiedlichen PErsonen werden hervorragend eingefangen. Der LEser fühlt mit den Unsichtbaren. Er erkennt ihre Ängste und ihre wachsende BEziehungen zueinandner. Nikolas Glaube an Gott und seine Erklärungsversuche am Ende des Buches zeigen den christlichen Aspekt der GEschichte auf. Auch das die helfende LEhrerin am Ende gar nicht an der Schule arbeitet, läßt Glaubensschlüsse am Ende zu. Der Selbstmord eines der Unsichtbaren weckt die LEhrer - und Schülerschaft auf. Es muß erst etwas schlimmes passieren ehe das Problem erkannt wird und an einer Lösung gearbeitet werden kann. So wie eben auch oft im richtigen LEben. Es gibt zwar für die andern Unsichtbaren am Ende ein HAppy-End. Trotzdem läßt das BUch den LEser nachdenklich zurück. Und das sind häufig die besten Bücher.

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  • Ein Buch entpuppt sich als Überraschung

    Operation Unsichtbar

    Imoagnet

    16. February 2014 um 14:12

    Das Buch „Operation Unsichtbar“ von Helen Endemann ist für mich eine große Überraschung. Gelesen habe ich es ursprünglich, weil das Buch einen christlichen Hintergrund haben sollte. Herausgekommen ist ein sehr gelungenes Gesamtpaket. Nikolas Löw läuft von der Schule nach Hause und wird von zwei Jungen verfolgt. Doch als er schon damit rechnet, dass diese ihm irgendetwas antun, laufen sie an ihm vorbei, als wenn Nikolas gar nicht sichtbar wäre. Seltsam. Auch seine Mutter und sein Vater scheinen Nikolas nicht wahrzunehmen. Sie ignorieren ihn regelrecht und scheinen ihn vergessen zu haben. Was tut man als Siebtklässler in einer solchen Situation? Resignieren? Ist man wütend oder verzweifelt? Wer könnte einem helfen? Nikolas geht weiterhin zur Schule und versucht seinen Alltag aufrecht zu erhalten, obwohl er das Gefühl hat, tatsächlich unsichtbar zu sein. Nach einer Weile trifft er noch andere betroffene Kinder. Werden sie hinter das Geheimnis kommen, warum sie unsichtbar sind? Werden sie je wieder sichtbar werden? Alles scheint erst einmal seinen neuen gewohnten Gang zu gehen, bis ein Unglück die Schule überschattet. Der Roman enthält mit dem Thema Unsichtbarkeit viele Fantasyelemente. Jedoch geht es in dem Buch um weit mehr als eine tolle Geschichte. Es geht um ein Thema, welches mit Sicherheit jeden Schüler im Laufe seines Lebens einmal berührt: Mobbing. Ab wann ist Mobbing als solches zu bezeichnen? Zählen kleine Lästereien auch schon dazu? Wie können sich Betroffene gegenseitig helfen? Vor allem im Anhang von Helen Endemann werden diese Fragen beantwortet. Und ganz wichtig: Jesus ist immer an unserer Seite. Wie schon geschrieben, ist das Buch für mich eine wahre Überraschung gewesen, weil es viel tiefsinniger ist, als gedacht. Ich empfehle das Buch allen in der Unterstufe, allen Eltern, Lehrern und Erziehern. Denn manchmal ist Mobbing gar nicht leicht zu erkennen und die betroffenen Kinder/ Jugendlichen zählen auf die Hilfe der Erwachsenen.

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  • Operation Unsichtbar

    Operation Unsichtbar

    Blaustern

    12. February 2014 um 19:44

    Nikolas Löw ist 12 Jahre alt und fühlt sich in seiner Schule in seinem neuen Wohnort nicht mehr wohl. Er wird von seinen Mitschülern verspottet und immer mehr gemobbt. So fühlt er sich als Außenseiter, und immer mehr quält ihn diese Tatsache. Sein Vater ist ihm auch keine große Hilfe. Der nimmt die Sache nicht ernst genug und meint zu ihm, er solle sich endlich dagegen wehren. Doch anstatt sich gegen die Mobber zu behaupten, wird er unsichtbar. Aber mit diesem Problem steht er nicht allein da. Nach einer Weile trifft er auf Alice und auf weitere Kinder. Was anfangs abenteuerlich ist, wird bald zur großen Belastung und auch gefährlich. Denn mit jedem Tag entschwindet der Körper der Kinder ein Stück mehr. Zum Glück gibt es den Unterricht von Frau Schmidtbauer, die die unsichtbaren Kinder spürt und sich deren annimmt. Sie startet zusammen mit einigen Schülern eine Aktion, die ihnen den Weg zurück ebnen soll. Mobbing ist leider heute noch immer ein sehr aktuelles und trauriges Thema an Schulen und auch im Arbeitsleben. Hier wird dieses Thema in einen Roman mit Phantasieelementen verpackt und deren Folgen sehr deutlich gemacht. Die entsprechenden Personen leiden unendlich unter diesen Situationen, werden krank und hier eben unsichtbar. Jeder dieser Opfer braucht Hilfe, und deshalb fände ich es gut, wenn solch ein Werk als Schullektüre ausgegeben wird und an den Schulen auch dementsprechend diskutiert wird, sodass in Zukunft Mobbing erfolgreich verhindert werden kann. Das Buch macht sehr nachdenklich und macht klar, dass man jeden Menschen so akzeptieren sollte, wie er ist, egal, welche Mängel man an ihnen entdeckt, denn man selbst ist auch nicht fehlerfrei, was man hier auch an den Tätern größtenteils sehr gut erkennen kann. Trotz allem ist der Roman auch spannend, und am Ende erhält der Leser noch ein paar Erklärungen der Autorin zu dem Buch.

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  • Mobbe mich und ich werde unsichtbar!

    Operation Unsichtbar

    MelE

    08. February 2014 um 08:25

    Mit "Operation Unsichtbar" haben wir ein wirklich ganz besonderes Buch, denn täglich werden in Schule Schüler und Schülerinnen von ihren Mitschülern gehänselt, geärgert, regelrecht gemobbt. Vielleicht kennt ihr das Gefühl ein Außenseiter, eine Außenseiterin zu sein und in den Momenten der Qual wünscht ihr euch vielleicht unsichtbar zu werden oder euch zu verkriechen, damit es endlich aufhört. Es geht über Beschimpfungen, die direkt die Seele verletzten, über echten Schmerz hervorgerufen durch tätliche Angriffe. Ich selbst muss mich zutiefst schämen, denn auch ich habe schon über andere gelacht oder hinter ihrem Rücken geredet und dadurch sicherlich auch verletzt. Hier haben wir Kinder, die urplötzlich unsichtbar werden und noch nicht einmal von ihren Eltern vermisst werden. Es ist als wären sie komplett verschwunden. Es tut weh, wenn Eltern ihr Kind nicht vermissen und das Zimmer plötzlich für andere Zwecke nutzen wollen oder aufhören für dich den Tisch zu decken. Du bist komplett ausgelöscht und nur eine Lehrerin deiner Schule bemerkt dich, auch wenn sie dich nicht sehen kann. Sie spricht dich direkt an und ist letztendlich auch die einzige Hoffnung die du hast um wieder sichtbar zu werden. In Fantasyelementen nutzt die Autorin eine ganz besondere Form des Mobbings und zwar das Verschwinden der Kinder, die Scham und Schmach ausstehen mussten. Bist du vielleicht selbst zu klein, zu dick, deine Nase knollig oder deine Füße zu groß? Hast du Pickel oder Stress mit deinen Eltern, was deiner Klasse nicht verborgen geblieben ist? Bist du selbst Opfer? Vielleicht bist du auch Täter und bist dir nicht bewusst wie sehr dein Verhalten verletzt? "Operation Unsichtbar" ist zwar auf den ersten Blick für mich nicht ganz eindeutig gewesen, da es bis zum Nachwort gedauert hat, bis ich kapiert habe, was die Autorin mir sagen wollte. Es gab einen echten AHA-Effekt und ich gebe zu, das ich beim Lesen scheinbar ein klein wenig auf der Leitung stand. Natürlich litt ich mit den Jungen und Mädchen, die sich ihrer Unsichtbarkeit mehr als bewusst sind und sich nun zusammen schließen müssen um gegen die Unsichtbarkeit anzukämpfen, aber es packte mich nicht, da ich den Sinn nicht verstand. "Operation Unsichtbar" bietet viel Raum zum Diskutieren und Umdenken. Vielleicht einfach mal den Schnabel halten und andere akzeptieren lernen, die anders sind als Du? Letztendlich, nachdem der sogenannte AHA-Effekt eingesetzt hat, fand ich das Buch sinnig und gut. Geeignet ist es schon für die letzte Grundschulklasse in der Kinder schon selbstständig und flüssig lesen können, dennoch bin ich der Meinung die Kinder nicht alleine zu lassen mit den ganzen Eindrücken, die das Buch bietet um nicht zu überfordern. Einen gewissen Lerneffekt bietet es auch uns als Erwachsene. Augen auf, Aufwachen und Mobbern keine Chance geben sich an dir oder deinen Kindern auszulassen. Definitiv eine Leseempfehlung für ein ganz besonderes Buch. Vielen Dank, das ich es lesen durfte.

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  • Tolles Jugendbuch über Mobbing

    Operation Unsichtbar

    Arwen10

    08. November 2013 um 14:44

    Mobbing ist ein Thema, das leider heute weit verbreitet ist. Schon im Buch "Freihändig" von Nick Vujicic konnte ich vor kurzem lesen, dass die meisten Amokläufer in Amerika vorher Mobbingopfer waren. Längst nicht jedes Mobbingopfer wird zum Amokläufer, doch auch die, die still vor sich hinleiden brauchen unsere Hilfe. Mobbing geht alle an und darf nicht einfach unter den Tisch gekehrt werden. Die Folgen für die Opfer sind gravierend. In diesem Jugendbuch nimmt sich die Autorin des Themas an und verpackt es in eine spannende Geschichte. Der zwölfjährige Nikolas wird gemobbt, doch eines Tages ist er unsichtbar . Und er ist nicht alleine, er trifft noch andere unsichtbare Kinder. Nun beginnt eine abenteuerliche Zeit. Kino und Essen umsonst, Besuch im Lehrerzimmer. Doch das Unsichtbarsein ist gar nicht so ungefährlich, manche Kinder drohen völlig zu verschwinden. Gibt es noch einen Weg zurück ? Dieses Jugendbuch ist wirklich sehr interessant und spannend. Bis zum Schluß habe ich mich gefragt, wie die Autorin das Problem nun löst.  Dieses Buch bietet eine gute Gesprächsgrundlage. Es ist ein kleiner Einblick, wie man zum Mobbingopfer wird und auch wie man sich fühlt. Dabei kann es auch hilfreich sein, auf die Täter zu schauen. Manche sind selbst Opfer. Der ein oder andere Hinweis findet sich hier, wie man aus der Opferrolle herausfindet. Aber auch, was man an Schulen machen kann, um Mobbing zu verhindern. Fazit: Ein tolles Buch zum Thema. Sicher sehr interessant für Jugendliche und als Gesprächsgrundlage z.B. in der Schule sehr gut geeignet.

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  • Ein aktuelles Thema gut verpackt!

    Operation Unsichtbar

    booksandthemusic

    24. June 2013 um 16:26

    Ich hab nicht viel von diesem Buch erwartet und hatte auch somit nicht hohe Ansprüche ans dieses Buch. Doch ich wurde eines besseren belehrt. Nikolas Löw erzählt hier seine Geschichte, wie er es als Mobbingopfer gelebt hat. Er wird gemobbt und fertig gemacht. Doch dann kommt ein Punkt in seinem Leben, wo er unsichtbar wird und somit alles von „außen“ betrachten kann. Er trifft auf Alice und noch ein paar andere unsichtbare Kinder mit denen er dann immer mal wieder was unternimmt. Als unsichtbarer geht Nikolas gerne in den Unterricht von Frau Schmidtbauer, die ihn sogar spüren kann. Zusammen mit anderen Schülern gründet sie eine „Taskforce“ und will die unsichtbaren Schüler damit retten. Die Autorin spricht hier ein sehr aktuelles Thema an. Man kommt sich richtig in die Geschichte rein. Dieses Buch ist nicht so wie die meisten Bücher, die dieses Thema behandeln. Es wird ein ruhiger, aber doch bestimmter Ton angeschlagen. Am Ende geht die Autorin noch ein paar Sachen ein und gibt Erklärungen dafür. Unter anderem sagt sie z.B., warum sie so ein ernstes Thema in einer Fantasiegeschichte verpackt hat. Es war schön diese Geschichte zu lesen und es hat einen auch bereichert. Dieses Buch sollte in Schulen als Schullektüre gelesen werden.

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