Helen FitzGerald Ex

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Inhaltsangabe zu „Ex“ von Helen FitzGerald

Eine Serienmonogamistin auf Rachefeldzug? Von Lampenfieber vor der Hochzeit gepackt, will Catriona ein letztes Mal ihre Exfreunde treffen. Das Problem: Sie beschließt, mit jedem noch einmal zu vögeln. Und am Morgen darauf sind alle Männer tot. "Sie müssen nur sagen, ob er es ist" beim Anblick des Penis ihres Exfreundes Achmed auf dem Leichentisch muss sie tatsächlich auf lachen. Eindeutig kein guter Zeitpunkt. Catriona Marsden, erfolgreiche schottische Fernsehmoderatorin, landet im Gefängnis, angeklagt wegen Mordes an ihren drei Exfreunden. Dabei wollte sie doch nur ein letztes Mal mit ihnen schlafen, in einem nicht sehr wohlüberlegten Plan, eine Woche vor ihrer Hochzeit mit den Geschichten von damals endlich abschließen. Dass ihre Liebhaber kurz darauf tot sind und man ihnen mit einer Gartenschere die Genitalien abgeschnitten hat, bringt sie in Erklärungsnot.§§Mit Hilfe einer Journalistin versucht sie, ihr eigenes Vorleben noch einmal durchzugehen, um herauszufinden, wer der Mörder sein könnte. Doch der Versuch geht nach hinten los: Statt sich auf ihre Seite zu schlagen, macht ihre Biografin sie zur Psychopathin. Wer wird ihr jetzt noch glauben und was kann sie noch tun? Helen FitzGerald wechselt virtuos zwischen schwarzem Humor und psychologischer Einfühlung in ihre Charaktere. Am Ende bleibt kein Auge trocken und kein Schrecken§unerlebt. FitzGerald sche Angstlust vom Feinsten.

Schwarzer Humor und Spannung pur!

— Sumsi1990
Sumsi1990

Ein gutes Buch, das in keine Schublade passen will...

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein ungewöhnliches Buch mit viel schwarzem Humor und schottischem Flair!

— Nina2401
Nina2401

Erfrischend anders. Ein Krimi mit vielen überraschenden Wendungen!

— Bluely
Bluely

Witz und Humor treffen auf böse Geheimnisse und die Dunkelheit der Psyche

— Eternity
Eternity

Einblicke in eine verletzte Psyche und Spannung sind hier ganz hoch im Kurs!

— steffiZDF
steffiZDF

Solider Psychothriller, leider mit vorhersehbarem Ende.

— Baerbel82
Baerbel82

Gute Grundidee. Leider fehlte es an Spannung und straffem Handlungsstrang. Nichts für zartbesaitete Leser/innen.

— Esme--
Esme--

Krimi + Thriller + ??? = Roman.

— kvel
kvel

Smarte Ermittler, wahnsinnig Geschichte, verdrehte Charaktere. Kurvenreiche Geschichte, mit immer neuen Wendung, Spannung pur - herrlich.

— JulesBarrois
JulesBarrois

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sehr interessanter und rasanter Krimi an dessen Ende man unbedingt Band 2 anschließen muss

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vronika22

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Nadine_Teuber

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  • Ex - Helen Fitzgerald

    Ex
    Sumsi1990

    Sumsi1990

    12. May 2016 um 14:19

    Ich habe dieses Buch durch Zufall in einer Buchhandlung gesehen und gar nicht lang überlegt und es mitgenommen. Alleine der Klappentext war für mich faszinierend, da es wirklich einmal etwas ganz anderes ist! Kurz daruf habe ich angefangen zu lesen und ich liebe dieses Buch! Kurz zum Inhalt: Die Protagonistin Catriona wird in Kürze heiraten und trifft sich davor nochmals mit ihren Exfreunden. Im Zuge dieser Treffen entschließt sie sich nochmals mit diesen zu schlafen und am nächsten Morgen sind diese tot! Das Buch ist definitiv etwas krank, markaber sowie skurril und man muss schon auf schwarzen Humor stehen, um es zu mögen. Für mich war es genau das Richtige. Die Geschichte ist psychologisch gut aufgebaut, es gibt auch einige Wandlungen, die ich persönlich so nicht erwartet hätte. Die Spannung passte bis zum Schluss. Ich werde jedenfalls noch weitere Bücher dieser Autorin lesen, weil ich wirklich positiv überrascht über dieses Buch war!

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  • Ein Buch, das in keine Schublade passen will...

    Ex
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. September 2015 um 12:29

    Inhalt: Kurz vor ihrer Hochzeit beschließt Catriona sich dazu, noch einmal ihre Exfreunde aufzusuchen und mit ihnen zu schlafen. Ein endgültiger Abschluss sozusagen. Doch dann bricht das Chaos über sie herein, denn: Ihre Exfreunde sind kurz danach tot ' und sie kommt dafür ins Gefängnis. Sie kann sich an nichts erinnern. War sie es wirklich? Was ist passiert? Catriona durchleuchtet ihre ehemaligen Beziehungen und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit' Aufbau: Dieses Buch hat insgesamt 3 Teile und wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Meine Meinung: Als ich gesehen habe, dass dieses Buch als Roman ausgewiesen wird und den dazugehörigen Klappentext gelesen habe, war ich etwas verwirrt. Nanu? Klingt doch eigentlich wie ein Thriller! Nun, das tut es wirklich und in gewisser Weise ist es das auch ' und doch wieder nicht. Jetzt, wo ich dieses Buch beendet habe frage ich mich das irgendwie immer noch, denn so wirklich in eine Schublade will dieses Buch einfach nicht passen. Es hat im Grunde von jedem etwas. Es ist spannend, es ist tiefgründig und ja, es ist auch witzig! Der Humor dieses Buches hat mir sehr gut gefallen, denn er geht in die britische Richtung (ich liebe das!), war dabei nie übertrieben und immer an den richtigen Stellen. Auch die Beziehung zwischen den Charakteren hat mir sehr gut gefallen, denn auch da gibt es viele Überraschungsmomente. Helen FitzGerald versteht es, den Leser in eine bestimmte Richtung zu lenken, nur um anschließend Wendungen einzubauen, die einen umhauen. Sehr einfallsreich und gut gemacht ' schön! Fazit: Dieses Buch zu beschreiben ist schwierig. Denn es ist einfach anders. Wer eine übliche 0815 Story vermutet wird definitiv eines Besseren belehrt, denn es geht in eine Richtung die man so nicht erwartet. Fakt ist: Ich habe es sehr gerne gelesen, bin von der Geschichte sehr angetan und kann im Grunde nichts Negatives darüber sagen. Aus diesem Grund bewerte ich dieses Buch mit 4 Sternen. Der restliche Stern wird durch ein ziemlich großes Fragezeichen ersetzt ;)

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  • ein wirklich skurriler Krimi

    Ex
    robberta

    robberta

    03. September 2015 um 16:16

    Ex      von Helen Fitzgerald               GalianiBerlin_Verlag         »Sie müssen nur sagen, ob er es ist« – beim Anblick des Penis ihres Exfreundes Achmed auf dem Leichentisch muss sie tatsächlich auflachen. Eindeutig der falsche Zeitpunkt. Catriona Marsden, erfolgreiche schottische Fernsehmoderatorin, landet im Gefängnis, angeklagt wegen Mordes an ihren drei Exfreunden. Dabei wollte sie nur ein letztes Mal mit ihnen schlafen, als Teil eines nicht sehr wohlüberlegten Plans, kurz vor ihrer Hochzeit mit den Geschichten von damals endlich abzuschließen. Dass die Liebhaber kurz darauf tot sind und man ihnen mit einer Gartenschere die Genitalien abgeschnitten hat, bringt Catriona in Erklärungsnot. Mit Hilfe einer Journalistin versucht sie aus dem Gefängnis heraus, dem Mörder auf die Spur zu kommen. Doch das geht gründlich daneben: Statt sich auf Catrionas Seite zu schlagen, macht die Journalistin sie in einer unautorisierten Biografie zur Psychopathin. Wer wird ihr jetzt noch glauben – und wie kommt sie aus der Sache raus? Helen FitzGerald liebt dieses Katz-und-Maus-Spiel, und sie beherrscht es außerordentlich gut. Dies ist der fünfte ihrer Romane, der bei Galiani erscheint, und wieder gelingt ihr die ungewöhnliche Mischung aus psychologischer Einfühlung in ihre Figuren und einer vor rabenschwarzem Humor triefenden Story – bis zum bitterbösen Showdown. Am Ende bleibt kein Auge trocken und kein Schrecken unerlebt. Meine Meinung: Der Schreibstil ist in emotionslosen und sarkastischen Berichtstil verfasst und wirkt leicht unterkühlt aber genau das passt sehr gut zu diesem Krimi und gefällt mir daran. Der Plot ist perfide. Man rätselt mit und überlegt zwischendurch immer wieder ob sie es wirklich war. Sie ist zwar aggressiv und wirkt emotionslos aber deswegen ist sie doch nicht zwangsläufig eine Mörderin. Wer hatte Motiv und die Möglichkeit ? Wer sonst wäre dazu fähig ? Mögliche Täter gibt es eigentlich genug, aber sie wurde vor-verurteilt nur weil sie anders ist. Nach und nach wird alles klarer. Das Cover passt super zum Buch denn die besten Stücke der EX werden ex und hopp gefunden. Ein wirklich skurriler Krimi.

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  • Etwas verstörend, aber Spaß machts!!!

    Ex
    Judith1704

    Judith1704

    Mittlerweile sind schon ein paar Tage vergangen, seit ich das Buch "Ex" von Helen Fitzgerald gelesen habe und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es doch Recht gut fand. Es geht um die Protagonistin Catriona, eine nette Schottin mit eigener Fernsehsendung und einem guten Gespür fürs Dekorieren, die plötzlich vor einem großen Problem steht: sie wird des Mordes angeklagt!  Von Lampenfieber vor der Hochzeit mit ihrem italienischen Verlobten gepackt, für den sie ihr Leben in Schottland aufgeben will, möchte Catriona ein letztes Mal ihre Exfreunde treffen. Das Problem: Sie beschließt, mit jedem noch einmal zu vögeln. Und am Morgen darauf sind alle Männer tot. Aber noch viel besser: Jedem von ihm wurde der Penis abgeschnitten... Als ich das Cover des Buchs gesehen habe und dazu die fabelhafte Inhaltsangabe, musste ich das Buch unbedingt lesen. Allein die Verbindung aus Gartenschere und abgeschnittenen Penissen brachte mich gleich zum Schmunzeln und ich erwartete einen unterhaltsamen Krimi mit viel Schwarzem Humor. Und das war wohl mein Problem. Das Buch ist leider nicht so lustig wie ich gedacht hatte. Und ein Krimi ist es nunmal auch nicht. Es ist die Geschichte einer Frau, die zu Beginn des Buchs in Untersuchungshaft sitzt und nicht sicher ist, ob sie ihre Exfreunde ermordet hat. Sie überdenkt daher ihr eigenes Leben, geht zurück in die Vergangenheit, zu ihren früheren Beziehungen und sie fragt sich, was damals falsch gelaufen ist. Nur etwa 30 % der Story setzen sich wirklich mit dem Finden des Täters auseinander. Hätte ich das eher gewusst, hätte ich mich darauf eingestellt und vielleicht auch vier Sterne vergeben, aber so habe ich leider Seite für Seite auf spannende Ermittlungen und neue Charaktere mit Mordmotiven gewartet. Und das hat es für mich dann leider etwas zäh gemacht. Dabei kann ich wirklich nicht sagen, dass das Buch schlecht war. Die Erzählweise ist sehr besonders, man springt von Vergangenheit in Gegenwart, von wirren Gedankengängen in schnelle Dialoge, das ist manchmal verwirrend, macht am Ende aber Sinn. Ich kann das Buch daher wirklich weiterempfehlen, aber erwarten Sie bitte keinen Krimi und auch keine lustige Geschichte. Seien Sie bereit für etwas neues, anders kann ich es nicht beschreiben... Aber ich denke mit dieser Einstellung kann man sehr viel Spaß mit dem Buch haben!

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    • 2
  • Schottisch, makaber und spannend

    Ex
    Nina2401

    Nina2401

    14. July 2015 um 19:47

    Ich mag Humor ganz besonders, wenn er so schwarz ist wie hier. Und ich bin seit meinem Schottlandurlaub auf der Suche nach schottischer Lektüre. Da kam dieses Buch wie gerufen. Die Idee, auf diese spezielle Art Abschied von der Vergangenheit zu nehmen, ist für sich alleine schon ziemlich krass. Aber die Ex-Lover nach der Abschiedszeremonie auf diese makabere Art ins Jenseits zu befördern, ist schon sehr „schwarz“ Und genau darum dreht sich diese Geschichte: Licht in das rabenschwarze Dunkle zu bringen. Helen FitzGerald überrascht mich dabei mit immer wieder neuen Wendungen und gibt mir tiefe Einblicke in Catrionas verkorkste Psyche. Dabei erzählt sie aus verschiedenen Perspektiven und lässt auch Catriona in der Ich-Form zu Wort kommen. Einen großen Raum nimmt die „Biografie“ ein. Die Idee vom Buch im Buch ist nicht neu, aber hier empfinde ich es als besonders gelungen. Es stellt sehr gut dar, wie perfide Journalisten sein können und was sie aus ein paar harmlosen Details machen nur um die Verkaufszahlen zu steigern und erfolgreich zu sein. Gleichzeitig hat Catriona dadurch die Gelegenheit, ihre Version zu erzählen. Hatte ich mir anfangs sehr schnell ein Urteil über diese ungewöhnliche Frau gebildet, musste ich es nach einigen Kapiteln immer wieder revidieren. Auch was den Tathergang betrifft, hat Helen FitzGerald mich ein paar Mal ganz gehörig aufs Glatteis geführt. Und dieser geniale Humor! Helen FitzGerald sorgt immer wieder für Momente, in denen mir das Grinsen im Hals stecken bleibt. Momente, in denen ich vor lauter Überraschung die Augen weit aufreiße, weil ich nicht glauben kann, was ich da gerade lese. Und so ist am Ende nichts, wie es am Anfang schien!! Der Stil ist etwas ungewöhnlich, der Schreibstil sehr direkt. Das mag ich nicht immer, aber hier passt es sehr gut und deshalb stört mich die mitunter etwas gewöhnlich wirkende Sprache nicht. Sie macht das Buch rund und passt vor allem zu Catriona. Fazit: Ein ungewöhnliches Buch mit viel schwarzem Humor und schottischem Flair!

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  • Leserunde zu "Ex" von Helen FitzGerald

    Ex
    GalianiBerlin_Verlag

    GalianiBerlin_Verlag

    Liebe Krimifreunde, in diesen Tagen erscheint Helen FitzGeralds neuer Krimi Ex bei Galiani Berlin, und wir möchten euch zu einer Leserunde einladen – an der wir auch selbst teilnehmen und für Diskussionen zur Verfügung stehen werden. Zum Inhalt von Ex: »Sie müssen nur sagen, ob er es ist« – beim Anblick des Penis ihres Exfreundes Achmed auf dem Leichentisch muss sie tatsächlich auflachen. Eindeutig der falsche Zeitpunkt. Catriona Marsden, erfolgreiche schottische Fernsehmoderatorin, landet im Gefängnis, angeklagt wegen Mordes an ihren drei Exfreunden. Dabei wollte sie nur ein letztes Mal mit ihnen schlafen, als Teil eines nicht sehr wohlüberlegten Plans, kurz vor ihrer Hochzeit mit den Geschichten von damals endlich abzuschließen. Dass die Liebhaber kurz darauf tot sind und man ihnen mit einer Gartenschere die Genitalien abgeschnitten hat, bringt Catriona in Erklärungsnot. Mit Hilfe einer Journalistin versucht sie aus dem Gefängnis heraus, dem Mörder auf die Spur zu kommen. Doch das geht gründlich daneben: Statt sich auf Catrionas Seite zu schlagen, macht die Journalistin sie in einer unautorisierten Biografie zur Psychopathin. Wer wird ihr jetzt noch glauben – und wie kommt sie aus der Sache raus? Helen FitzGerald liebt dieses Katz-und-Maus-Spiel, und sie beherrscht es außerordentlich gut. Dies ist der fünfte ihrer Romane, der bei Galiani erscheint, und wieder gelingt ihr die ungewöhnliche Mischung aus psychologischer Einfühlung in ihre Figuren und einer vor rabenschwarzem Humor triefenden Story – bis zum bitterbösen Showdown. Am Ende bleibt kein Auge trocken und kein Schrecken unerlebt. Buchtipp vom hr1 (Hessischer Rundfunk): »›Ex‹ – das sind 239 Seiten voller Verdächtigungen und ungeahnten Wendungen eines Thrillers, der in Richtung schwarze Komödie geht. Und obwohl es um Mord und Gewalt geht, ist ›Ex‹ stellenweise urkomisch. Eine perfekte Wochenende-Lektüre für alle weiblichen Krimifans und alle mutigen Männern, die sich einer Urangst stellen können.« Wir suchen neugierige Leserinnen und Leser, die Ex gerne lesen und eine Rezension dazu schreiben möchten. Hierfür verlosen wir 10 Exemplare des Buches bzw. eBooks – je nachdem, wie ihr lieber lesen möchtet. Wir freuen uns auf die gemeinsame Lesezeit. Natürlich sind auch diejenigen herzlich eingeladen, die sich das Buch selbst beschaffen und mit uns mitlesen wollen. Die freundin schrieb zu FitzGeralds letzten Buch Die dunkle Treppe: »Wirkt wie The Beach meets Axolotl Raodkill und Das Schweigen der Lämmer plus einer Prise schwarzhumoriger Tarantino-Dialoge.«, und Deutschlandradio empfahl: »Es ist Junkfood à la crème, was FitzGerald serviert: ein scharfsinniger Thriller, der sich nicht vor dem Platten fürchtet, ein Horrorkrimi, der das Waten in Blut zur Kunstform erhebt und in dem immer mehrere Ebenen mitschwingen. (…) Lesevergnügen ist garantiert.« Die Cosmopolitan schrieb zu FitzGeralds Tod sei Dank: »›Ein bisschen Drama und ganz viel Schwarzer Humor - typisch FitzGerald eben.« Helen FitzGerald, 1966 als zwölftes von dreizehn Kindern in Australien geboren, lebt seit 1991 in Schottland. Sie war mehr als 10 Jahre Sozialarbeiterin im Strafvollzug und schrieb Drehbücher fürs Kinderfernsehen der BBC. Von ihr sind bereits auf Deutsch erschienen: Furchtbar lieb (2010), Letzte Beichte (2011), Tod sei Dank (2012) sowie Die dunkle Treppe (2013). Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. (Autorenfoto© The Scotsman)

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    • 177
  • Entmannte Exfreunde

    Ex
    Simi159

    Simi159

    19. June 2015 um 20:58

    Catriona, Cat, Marsden könnte eine glücklich verheiratete Frau sein, wäre sie nicht auf die aberwitzige Idee gekommen, sich, zwei Wochen vor der Hochzeit, mit ihren vier Exfreunden zu treffen und mit fast jedem Geschlechtsverkehr zu haben. Jetzt sitzt Catriona im Gefängnis, denn sie soll nach dem Akt getötet und mit einer Gartenschere entmannt haben. Seit ihrer Kindheit hat sie ein bipolare Störung und immer wieder Blackouts, die ihre Erinnerung trüben. Eine Autorin schriebt in Buch über Cat, ihren Fall sowie ihre Kindheit. Dafür befragt sie Catrionas Mutter, viele ihrer Freunde und Weggefährten. Als Cat Teile des Buches zum Lesen bekomm, ist sie geschockte, stellt die Autorin sie doch als Monster da und hält sie voll und ganz für die Mörderin. Hat sie wirklich ihre Exfreunde getötet? Wo ist die Tatwaffe? Ist Cat verrückt oder rächt sich jemand an ihr? Fazit: Dies ist kein gewöhnlicher Krimi, eher ein großes Puzzle, denn als Leser wird man von der Autorin, Helen FitzGerald, sehr lange im unklaren gelassen, ob Cat wirklich eine kaltblütige Mörderin ist oder ihr jemand, aus dem engsten Umfeld, böse mitspielt. Dabei ist es für den Leser sehr spannend, denn Erzählstücke von Catriona und teile des fiktiven Buches wechseln sich ab. man bekommt immer mehr Einblicke in Cats Charakter und ihr Leben. Und dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Cats Fantasien immer mehr. Auch wenn es mir etwas zu wenig Spannung war, denn mögliche Verdächtige werden so auffällig präsentiert, dass sie schon gar nicht als Täter in Frage kommen. Es geht wie so oft um Rache, Schuld und Vergeltung...und mich hat die Auflösung dann nicht mehr überraschen können. Es ist dennoch eine solide Story, die etwas anderes geschrieben ist,sprachlich sehr direkt, bisweilen brutal und vulgär. Ich gebe dem Buch 3 STERNE

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  • Witz und Humor treffen auf böse Geheimnisse und die Dunkelheit der Psyche

    Ex
    Eternity

    Eternity

    04. June 2015 um 14:50

    Schon wenn man den Klappentext liest, muss man grinsen. Man soll den toten Ex-Freund am abgeschnitten Penis erkennen!? Eine schlimme Situation, keine Frage, aber doch so abstrus, dass man ein Auflachen nicht verhindern kann, oder!? So geht es im Buch auch weiter. Man lacht bei Situationen, wo es sich eigentlich nicht zu lachen gehört, aber dagegen wehren kann man sich auch nicht. Es wird mit dem Leser gespielt. Auf welche Seite schlägst du dich? Hat Cat ihre Ex-Freunde umgebracht? Oder sitzt sie unschuldig im Gefängnis? Was weiß die Mutter? Oder ihr Verlobter? Hat ihre beste Freundin eine Ahnung? Immer mehr Details tauchen auf, die die eigene Leser-Theorie schön untermauern oder (mal wieder) zum Einsturz bringen. Erst im spannenden und Psychospielchen treibenden Finale wird das dunkle Geheimnis offenbart! Absolut unterhaltsam!

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  • Hier wurde das Potential nicht voll ausgeschöpft

    Ex
    Esme--

    Esme--

    Inhalt: Kurz vor der Ehe mit ihrem Verlobten Joe bekommt Catriona Lampenfieber. Ihre Mutter schlussfolgert mit wenigen Worten: „Du musst noch mit ein paar alten Sachen abschließen.“ Eine Weile später wird Catriona angeklagt mit ihren drei Ex-Männer geschlafen, sie verstümmelt und ermordet zu haben. Die junge Frau findet sich in der Vollzugsanstalt wieder und kann sich zwar an den Beischlaf erinnern, nicht jedoch an die Morde oder gar daran, deren Penisse mit der Gartenschere abgetrennt und versteckt zu haben. Zu allem Übel erschleicht sich eine Journalistin Catrionas Wohlwollen und verfasst letztendlich eine bitterböse Biografie, die Catriona als psychisch kranke Serienmörderin ausweist. Schreibstil: Helen FitzGerald führt ihren Roman mit einer derben Sprache. Bereits auf den ersten Seiten unterhält sich die Hauptcharakterin Catriona mit dem Leichenbeschauer über den ungewöhnlich langen Schlitz an dem Penis ihres Ex-Freundes. Auch auf den Folgeseiten nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Ihre Charaktere sind oft nicht moralisch gefestigt. So fällt es vielleicht schwer mit der Hauptcharakterin mitzufiebern, wenn diese doch ohne schlechtes Gewissen ihre Ex-Freunde zu einem mehr schlechten als rechten Beischlaf verführt, während der zukünftige Ehemann zwar mittels Telefon kontaktiert wird, um sie zurückzurufen, aber letztlich für sie sein „okay“ gibt, weil er ja nicht abgenommen hat. Für die Erzählperspektive entscheidet sich die Autorin dafür, aus Sicht von Catriona, die in der Vollzugsanstalt ihr Dasein fristet, zu schreiben. Diese Kapitel wechseln sich mit Leseabschnitten ab, in denen die Auszüge der Biografie von der Journalistin Janet Edgely abgedruckt werden. Durch die ergänzenden Gedanken der Hauptcharakterin kann sich der Leser eine Meinung bilden, welchen Worten er mehr glauben mag. Als Erzählform wählt Helen FitzGerald die Vergangenheit. Kritik: Die Idee zu dem Buch hat einige gute Ansätze. Bedauerlicherweise kommt beim Lesen jedoch nicht soviel Spannung auf, wie der Inhalt verspricht. Auch wenn die Figuren tiefe Abgründe mit sich tragen und Helen FitzGerald mit überraschenden Wendungen umzugehen weiß, fehlt dem Ganzen ein konsequenter Handlungsstrang. Seitenlang wird über das Kennenlernen von Catriona und ihren Ex-Freunden berichtet, welches jedoch keine bewegenden Höhen und Tiefen vorweist. Auch der Tag, an dem der Mord ausgeübt wurde, wird erläutert. Man sollte meinen, dass auch hier eine Menge Potential für Spannung gegeben ist, aber leider bleibt auch dieser Teil eher langatmig. Erst auf den letzten Seiten kommt Schwung in die Handlung. Hier kann der Leser auf alles hoffen, was die vorherigen Seiten zu spärlich präsentiert haben. Fazit: Derbe Wortwahl, bei der die Autorin kein Blatt vor den Mund nimmt, begleitet diese Geschichte, die vom Ansatz her eine Menge Potential in sich trägt. Bedauerlicherweise fehlt dem ganzen Stoff ein straffer Handlungsstrang und Spannung. Oftmals fragte ich mich: Wo will die Autorin hin? Möchte sie einen Krimi schreiben, bei dem die Aufklärung des Täters im Vordergrund steht oder möchte sie einen skurrilen Roman verfassen? Ex ist vermutlich eine Mischung von Beidem. Hat Potential, fällt aber gegenüber den wirklich guten Werken „Letzte Beichte“ und „Furchtbar lieb“ für mich im Lesegenuss hinten ab.

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    • 4
  • Gute und spannende Unterhaltung über dem Durchschnitt

    Ex
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    02. June 2015 um 10:49

    Sie hat eine bipolare Störung und auch ihre Kindheit war offenbar nicht die beste. Die Rede ist von der Hauptperson des hier vorliegenden Thrillers, die den größten Teil der Geschichte selbst erzählt. Catriona Marsden aus Schottland hat immer wieder Blackouts, die ihre Erinnerung trüben und verwischen. Zu Beginn des Buches findet sie sich im Gefängnis, weil sie im Verdacht steht, drei ihrer Ex-Freunde umgebracht und schrecklich verstümmelt zu haben. Zuvor war sie nach Lucca in der Toskana gefahren, wo sie zusammen mit ihrem Traummann, dem Arzt Joe, ihre Hochzeit vorbereitet hatte. In einer seltsamen Entscheidung geben die beiden sich in der Woche vor ihrer Hochzeit noch einmal völlige, vor allem sexuelle Freiheit. Cats Mutter ist der Überzeugung, man müsse seine Vergangenheit richtig abschließen. Catriona legt das so aus, dass sie mit allen ihren vier bisherigen Partnern noch einmal ins Bett geht. Sie schläft mit Johnny, Rory und mit Achmed und kann sich nicht erklären, wieso diese jeweils kurz danach mit abgeschnittenem Penis tot aufgefunden werden. Die Geschlechtsteile selbst findet man an anderen Orten, Orten, die für Catriona eine wichtige Bedeutung haben und die nur sie offenbar kennt.  Schwache Fetzen an eine Handtasche und deren Inhalt geistern im Gefängnis durch ihre Erinnerung und auch der Leser spürt die Ungereimtheiten, ohne ihnen allerdings auf die Spur kommen zu können. Eine Schriftstellerin, zunächst Cat sehr zugewandt, schreibt ein Buch darüber, über das Cat sehr schockiert ist, weil sie ganz anders dargestellt wird, als sie sich selbst sehen möchte. Nur Cats Mutter und ihre beste Freundin schon seit den gemeinsamen Schulzeiten, Anna (sie begehrt Cat seit langem) halten bedingungslos zu ihr. Eine sehr verzwickte Lage wird da von Helen Fitzgerald aufgebaut. Sie wird sich in immer wieder neuen überraschenden Wendungen ändern. Rückblicke auf Cats Vergangenheit und ihre Geschichte mit den Männern wechseln sich ab mit spannenden Geschehnissen und Aktionen in der Gegenwart und führen zu für den Leser lange undurchschaubaren Verwicklungen. Was ist mit Joes Großmutter, die er so verehrt. Wo ist die Tatwaffe, eine Gartenschere abgeblieben? Ist Cat verrückt, und gestört, oder sagt sie die Wahrheit? Lange Zeit gelingt es Helen Fitzgerald, den Leser im absoluten Dunkel zu lassen bis zu einem sehr überraschenden Ende. Er hat sich in der Zwischenzeit gut unterhalten und ein  spannendes Buch gelesen, das in Sprache und Aufbau über dem Durchschnitt liegt, von einem großen Buch aber doch etwas entfernt ist.

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  • Nichts ist wie es scheint (zumindest auf den ersten Blick)

    Ex
    steffiZDF

    steffiZDF

    30. May 2015 um 13:06

    Eine Woche noch dann heiratet Catriona, die auch Cat genannt wir ihren Verlobten Joe. Sie werden gemeinsam nach Italien auswandern und eine schöne gemeinsame Zukunft haben. Jedenfalls dachte sie das. Doch es kam alles anders. In dieser  besagten Woche, wollte Cat neben Hochzeitsvorbereitungen noch mit ihrer Vergangenheit abschließen. Sie trifft sich mit ihren Ex-Freunden um mit ihnen noch einmal eine heiße Nacht zu verbringen. Und plötzlich wird sie verhaftet und landet im Gefängnis. All ihre letzten Treffen endeten mit Mord und die Schuldige war schnell gefunden. Catriona macht eine schlimme Zeit durch, macht sich Gedanken und kommt dabei ihrem inneren Ich immer näher. Auch ihre Beziehungen mit Anna, ihrer Mama und ihrem Vater müssen neu aufgearbeitet werden. Wird sie sich finden oder  ihren Kampf mit sich selbst verlieren?   Die Autorin Helen FitzGerald beschreibt die Gefühlswelt der Protagonistin Catriona ausgesprochen gut. Dem Leser fällt es dadurch sehr leicht mitzufühlen und sich hinein zu versetzen. Auch der Schreibstil hat mir gefallen.   Ich finde dieses Buch auf jeden Fall lesenswert! Erst kam das Interesse an Cat und anschließend die Neugierde wie es nun enden wird. Spannung ist garantiert – aber Vorsicht: Nichts ist wie es scheint! Und das ist in diesem Fall und in diesem Buch auch gut so!

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  • Zwischen Wahn und Wirklichkeit

    Ex
    Baerbel82

    Baerbel82

    26. May 2015 um 18:09

    Um es gleich vorwegzunehmen, „Die dunkle Treppe“ von Helen FitzGerald hatte ich mit Begeisterung verschlungen. Doch „Ex“ konnte meine Erwartungen hinsichtlich eines fesselnden, psychologisch raffinierten Thrillers nicht erfüllen. Worum geht es? »Sie müssen mir nur sagen, ob er es ist«, so beginnt der 1. Satz des Buchs. Catriona Marsden soll ihren Exfreund Achmed anhand seines besten Stücks identifizieren. Ihre Reaktion fällt etwas merkwürdig aus und so wird sie kurz darauf wegen dreifachen Mordes verhaftet. Denn wie Achmed soll Cat auch Johnny und Rory getötet und ihrer Männlichkeit beraubt haben - mit einer Gartenschere. Dabei wollte sie doch nur ein letztes Mal mit ihren Exfreunden ins Bett gehen, bevor sie Joe heiratet, einen italienischen Arzt. Stewart, der vierte Ex, kommt davon, weil sein Flug nach Edinburgh gestrichen wurde. Eines Tages schleppt Cats Mutter Irene die Journalistin Janet an. Sie soll Cats Biografie schreiben, um sie zu entlasten. Doch ihre Biografin macht sie zur Psychopathin. Erst als Cats Jugendfreundin Anna sie im Gefängnis besucht, kommt so etwas wie Hoffnung auf. Helen FitzGerald erzählt die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Sicht von Cat. Aber es werden auch immer wieder Einträge aus der von Janet geschriebenen Biografie eingestreut. Was ist wahr und was ist nur das Ergebnis unserer Fantasie? Zum Schmunzeln finde ich es jedenfalls nicht, dazu ist die Sprache zu vulgär. Auch den vielgepriesenen rabenschwarzen Humor habe ich vermisst. Cat kommt ziemlich naiv und direkt rüber. Schon als Kind war sie wohl schwierig. Außerdem hat sie Blackouts und kann sich an vieles nicht erinnern. Auch nicht an die Morde. Aber irgendetwas ist da, ein Zweifel, „ein glänzendes Ding“, die Gartenschere? Die Erinnerung daran notdürftig geflickt mit Tesafilm. Zu guter Letzt leidet sie unter Stimmungsschwankungen, trinkt zu viel Alkohol und konsumiert Drogen. Aber ist sie deshalb eine Mörderin? „Ex“ erzählt eine Geschichte von Schuld und Sühne, Rache und Selbstjustiz und davon, wie man am Ende immer wieder von der eigenen Vergangenheit eingeholt wird. Eine Geschichte, die für meinen Geschmack etwas spannender hätte sein können. Und wie so oft stellt sich mir auch hier die Grundsatzfrage: Kann ein Verbrechen mit der schwierigen Biografie des Täters entschuldigt werden? Verdächtige werden so auffällig in den Vordergrund geschoben, dass sie von Natur aus schon nicht in Frage kommen. Erst im letzten Teil kommt so etwas wie Spannung auf, allerdings enttäuscht die Auflösung dann doch. Den Täter dürften routinierte Leser lange herausgefunden haben und so gibt es am Ende nur eine wirkliche Überraschung, den bitterbösen Showdown. Fazit: Solider Psychothriller, leider mit vorhersehbarem Ende.

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  • Krimi + Thriller + ??? = Roman.

    Ex
    kvel

    kvel

    24. May 2015 um 16:15

    Inhalt: Es sollte eine lustige Junggesellinnen-Abschiedstour werden; so jedenfalls war der Plan von Catriona; sie wollte mit ihren Ex-Partnern noch einmal intim werden, sozusagen im Gedenken an die "guten, alten Zeiten". Was sie allerdings nicht geplant hatte, war, dass alle ihre One-Night-Stands anschließend zu Tode kamen und deren abgetrennte Geschlechtsteile jeweils aufgefunden wurden. Aus diesem Grund saß Catriona plötzlich im Gefängnis, anstatt wie eigentlich geplant ihre große Liebe, den italienischen Arzt Joe, zu heiraten und dann mit ihm in die Toskana zu ziehen. Catriona versucht die Wahrheit herauszufinden: Sie geht in sich; geht gedanklich all ihre bisherigen Beziehungen durch, durchdenkt ihre Beziehungen zu ihrer Mutter, ihrem Vater, ihrer besten Freundin Anna und Joe. Meine Meinung: Die Erzählung ist wirklich kurzweilig. Aber ich muss gestehen, dass ich während des Lesens so einige Male dachte: Äh - Puh - Ehm (und auch phasenweise kurz davor war, das Lesen aufzugeben). Die lebendige Wortwahl der Autorin hat mir sehr gut gefallen: "Der Regen prasselte so stark, dass hinter den lautstark wedelnden Scheibenwischern kaum etwas zu sehen war. ... kam plötzlich die Sonne heraus und rief: "Überraschung!"" (S. 238) Und die Autorin kann sich hervorragend in die Psyche ihrer Protagonistin eindenken und dies dem Leser auch vermitteln: Sie zeigt die vielen Schichten der Psyche auf. Ganz tief unten in der Seele brodelt es. Nichts ist so, wie es (auf den ersten Blick) scheint. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, als ob ich von vorne auf eine Münze blicken würde und diese aber hinten ganz anderes aussieht. Fazit: Lesenswert. Begründung: Was auch immer man als Leser erwarten würde - dieser Roman liefert es jedenfalls nicht. Und dies macht den Roman so unerwartet und spannend.

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  • Schwarze Komödie mit Witz und Humor

    Ex
    JulesBarrois

    JulesBarrois

    21. May 2015 um 08:28

    Ex – Helen FitzGerald (Autor), Steffen Jacobs (Übersetzer) – 240 Seiten, Verlag: Galiani-Berlin (11. Mai 2015), 14,99 €, ISBN-13: 978-3869710815   Wir werden direkt in die Geschichte geworfen: Catriona 'Cat' Marsden soll den abgetrennten Penis ihres Ex-Freundes identifizieren. Das ist schockierend, aber der Humor kommt durch und Cat ist sehr sympathisch. Jetzt wollen wir natürlich wissen, was passiert ist. Cat steht vor der Heirat mit Joe. Sie nimmt Abschied von ihrem bisherigen Leben und schläft noch einmal mit ihren „Ehemaligen“. Dann sind drei ihrer Ex-Freunde sind tot, und Cat wird des Mordes beschuldigt. In der Untersuchungshaft im Gefängnis von Cambusvale in Schottland gibt sie der Journalistin Janet Edgely einige Interviews. Jetzt liegt deren Manuskript vor: Cat Marsden - Porträt einer Serienmonogamistin. Aber als sie es liest, merkt sie, dass Janet ihre Worte verdreht hat, dass es ihr nur auf sensationelle Schlagzeilen ankam. Sie muss selbst herausfinden, was wirklich passiert sein könnte. Wir erfahren abwechselnd aus dem Manuskript und aus Cats weiterführenden und ergänzenden Überlegungen die Vorgeschichten. Aber dann geht es erst richtig los. In diesem Buch gibt es ständig neue Offenbarung und Anhaltspunkte, die des Lesers eigenen Theorien über die Mörder immer wieder ändern. Wer ist schuldig und was können die Motive gewesen sein? Alle Charaktere sind sehr gut entwickelt und glaubwürdig. Neben Cat selbst, treffen wir ihre Mutter Irene „Cat, du brauchst Menschen, die dich lieben und auf dich aufpassen.“ (Seite 15), ihre Freundin Anna „sie wirkte selbst dann glücklich, wenn sie es nicht war.“ (Seite 29), ihren aktuellen Verlobten Joe „Er brachte sie zum Lachen. Er machte ihr Kaffee. Bei ihm fühlte sie sich geborgen.“ (Seite 100) und seine Familie in Italien. Wir erfahren auch mehr über ihre früheren Beziehungen mit den drei Männern, die getötet wurden. In wenigen eigenwilligen Details erfahren wir alles über eine Person. Das in drei Teile aufgeteilte Buch ist sehr intelligent geschrieben aber in einem Plauderton, der es sehr gut lesbar macht.  Dieser Roman ist alles in einem: Thriller, Drama, Krimi, Comedy, großartige Charaktere und gute Laune. Es gibt Sex und Gewalt, Eine Art schwarze Komödie und mit Witz und Humor geschrieben, obwohl sein Thema Mord und Gewalt ist. „Ex“ ist köstlich, genial, erfinderisch und beißend komisch. Helen FitzGerald hat eine echte Fähigkeit für völlig absurde und doofe Situationen, die aber durchaus logisch und vernünftig sind. Unerwartetes, aber logisches Ende. Smarte Ermittler, wahnsinnig Geschichte, verdrehte Charaktere. Eine kurvenreiche Geschichte, mit immer neuen Wendung, Spannung pur - herrliches Buch, schnell und leicht zu lesen, das amüsiert, unterhält und fesselt. Auf jeden Fall empfehlenswert, egal welches Genre Sie bevorzugen. Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Galiani Verlages http://www.galiani.de/buecher/helen-fitzgerald-ex.html Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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  • Klug und überraschend

    Ex
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    18. May 2015 um 12:03

    Klug und überraschend Bedauerlich, dass Catriona Marsden so unerklärliche Blackouts hat. Denn sonst könnte sie sich erklären, warum drei ihrer Ex-Freunde tot und verstümmelt aufgefunden worden sind. Und er vierte ihrer ehemaligen Lebensgefährten wohl nur deswegen noch am Leben ist, weil sein Flug ausgefallen ist. Eine Revival Tour der besonderen Art hatte Cat in einer Woche abgehalten. Kurz vor ihrer Hochzeit mit ihrem Traummann, dem italienischen Arzt Joe hatten beide sich noch eine Woche völlige Freiheit gegeben. Und da Cats Mutter der festen Überzeugung war, dass man seine Vergangenheit richtig beenden soll („Du musst noch mit ein paar Sachen abschließen“), hielt Cat das für eine gute Idee, noch einmal das Bett mit ihren „Ehemaligen“ zu teilen. War wohl keine gute Idee, denn nun findet sie sich im Gefängnis wieder unter Mordanklage in drei Fällen und kann sich einfach nicht erinnern, was genau da abgelaufen ist nach den mehr oder minder anregenden Aktivitäten mit Achmed, Johnny und Rory. Und da sich eine Autorin für den Fall sehr erwärmt und zunächst kooperativ behandelt wird (bis das Buch dann erscheint), weiß wohl auch die ganze Welt Bescheid über dieses Monster in Frauengestalt, das da auf seinen Prozess wartet. Nur ihre Mutter und ihre beste Freundin noch aus Schulzeiten, Anna (die gern mehr wäre als nur eine beste Freundin) halten bedingungslos zu Cat. Eine verfahrene Situation, die sich überraschend ganz anders wenden wird, als zu erwarten wäre und die in einer Mischung aus Rückblick auf die Männer in ihrem Leben und der Suche nach dem Glück (und dem Hintergrund des Geschehens) in der Gegenwart einen interessanten, intensiven Reigen an zunächst undurchschaubaren Verwicklungen ergeben, der den Leser ebenso intensiv in der Lektüre hält. Was es mit der „Nonna“ auf sich hat, wo die Gartenschere eigentlich war, wer alles an welchem Ort überraschend aufgetaucht war, all das, in trockener, temporeicher Sprache verfasst lässt den Leser lange Zeit im Unklaren, wer denn überhaupt tatsächlich der Täter oder die Täterin sein könnte. Stimmt das, was Cat sagt? „Inzwischen muss allen, die dies lesen, klar sein, dass ich total verrückt bin“. Oder etwa nicht? Mit ihrer Phobie vor dem Wasser und dem Schwimmen, ihren Kontrollverlusten in Punkto Erotik, ihrer leicht überdrehten Art, dem Bau einer Terrasse und dem gespaltenen Verhältnis zu ihrem Vater. Oder ist es ganz anders, als man denkt? Bis zuletzt spannend und mit einer sehr überraschenden Wendung zum Finale hin bietet „Ex“ in einem ungewöhnlichen Stil eine sehr gute Unterhaltung.

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