Helen Fitzgerald

 3.8 Sterne bei 151 Bewertungen
Autorin von Furchtbar lieb, Letzte Beichte und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Helen Fitzgerald

Helen FitzGerald wurde 1966 in Melbourne, Australien geboren. Sie wuchs als zwölftes von dreizehn Kindern in Kilmore, Victoria auf und zog 1991 nach Großbritannien. Mit dem Schreiben begann sie während ihrer Tätigkeit als Sozialarbeiterin im Barlinnie Gefängnis in Glasgow, während ihrer Arbeit mit schweren Sexualstraftätern. Ihren Debütroman »Furchtbar lieb« (Originaltitel »Dead Lovely«) veröffentlichte sie 2007 in Australien und 2010 in Deutschland. 2011 erscheint ihr zweiter von bisher vier im Original erschienenen Romanen »Letzte Beichte«. Nebenbei ist sie auch als Drehbuchautorin tätig und produziert Bildungssendungen für BBC Scotland.

Alle Bücher von Helen Fitzgerald

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Furchtbar lieb

Furchtbar lieb

 (97)
Erschienen am 19.05.2011
Letzte Beichte

Letzte Beichte

 (20)
Erschienen am 07.01.2013
Die dunkle Treppe

Die dunkle Treppe

 (10)
Erschienen am 14.02.2013
Tod sei Dank

Tod sei Dank

 (11)
Erschienen am 16.05.2013
Außer Kontrolle

Außer Kontrolle

 (4)
Erschienen am 13.01.2014
Letzte Beichte: Roman

Letzte Beichte: Roman

 (1)
Erschienen am 17.05.2011
Außer Kontrolle: Thriller

Außer Kontrolle: Thriller

 (1)
Erschienen am 13.01.2014
Furchtbar lieb

Furchtbar lieb

 (6)
Erschienen am 16.03.2010

Neue Rezensionen zu Helen Fitzgerald

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Unzertrennlichs avatar

Rezension zu "Letzte Beichte" von Helen Fitzgerald

Das Leben einer Bewährungshelferin ...
Unzertrennlichvor 2 Jahren

Schreibstil


Vor meiner Bloggerzeit habe ich natürlich auch schon viele, viele Bücher gelesen und eins davon ist mir besonders in Erinnerung geblieben. "Furchtbar lieb" von Helen FitzGerald hat mich damals mit einer irren Geschichte echt begeistern können und nach über fünf Jahren ist das Buch noch immer in meinem Kopf. Das muss was heißen, dachte und habe mir mal wieder ein Buch von Helen FitzGerald zugelegt.


"Letzte Beichte" ist indirekt eine Art Fortsetzung von "Furchtbar lieb", lässt sich aber auch ohne Vorwissen lesen. Die Autorin hat mich auch hier wieder mit ihrem schwarzen Humor überzeugen können und ich war froh, der durchgeknallten Krissie noch einmal begegnen zu dürfen!


Charaktere


- Krissie -


Krissie hat einen neuen Job, nachdem sie sich nur um ihren kleinen Sohn gekümmert hat. Sie fängt als Bewährungshelferin an und hier fängt der Spaß des Buches auch gleich an. Die Autorin, die selbst aus dieser Branche kommt, nimmt diese Arbeit auf die Schippe und lässt ihre Protagonistin erst mal leiden.


Hey? Krissie und Bewährungshelferin? Wie passt das zusammen? Ja, irgendwie so gar nicht, denn die Gute bekommt schon in ihren ersten Fällen einige Schwierigkeiten. Da ist zum Beispiel ein Pädophiler, der alles daran setzt, seine Kinder wiedersehen zu können und dann ist da noch unsere Hauptstory über Jeremy, der eigentlich gar nicht wie ein Mörder aussieht ...


Ich bin froh, Krissie wieder einmal in einem Buch getroffen zu haben. Zwar kann ich mich nicht mehr an die ganze Geschichte von "Furchtbar lieb" erinnern, doch Krissies Eigenarten kamen mir gleich bekannt vor. Es war, als würde ich einer alten Freundin begegnen.


- Jeremy -


In diesem Buch geht es hauptsächlich um Jeremy, der des Mordes an einer Frau angeklagt ist. Krissie ist sofort von seiner Unschuld überzeugt und beginnt, wie Clarice Starling in "Das Schweigen der Lämmer" zu ermitteln.


Die Geschichte von Jeremy und seiner Freundin/Verlobter/Braut ließt sich erst einmal wie ein normaler Krimi mit der Frage "Wer ist der Mörder", aber die Autorin holt aus dieser Geschichte weit mehr heraus. Ihre Charaktere sind einmalig, einfach nur durchgeknallt und für Normalos gar nicht einmal so leicht zu durchschauen!


Meine Meinung


Ich muss gestehen: Ich finde Helen FitzGeralds Schreibstil einfach nur cool und megagenial. Mein Humor geht schon extrem ins Sarkastische und deswegen lese ich ihre Bücher furchtbar gerne. Sie bringt mich jedes Mal wieder zum Lachen. Schade, dass Helen Fitzgerald in Deutschland weiterhin so unbekannt ist. (Ich würde mal behaupten, die meisten Leser hier haben nicht diese Art von Humor!)


"Letzte Beichte" hat mich von der ersten Seite zum Lachen gebracht. Es gibt viele kleine Anekdoten und dennoch ist die Geschichte unendlich spannend und gut konstruiert. Zwar muss ich sagen, dass ich von "Furchtbar lieb" damals noch eine Spur mehr begeistert war, aber dennoch kann ich dieses Buch weiterempfehlen. (Sofern man schwarzen Humor steht!)


Die Story prescht mit einem solche Tempo voran, dass mir als Leser oft die Puste ausging. Im Fokus steht zwar Krissie und der Fall rund um Jeremy, aber es gibt auch einige Nebensächlichkeiten, die für Abwechslung sorgen. Zum einen ist da Krissie und ihre Beziehung, die plötzlich auf wackligen Beinen steht und dann ist da noch Amanda, die Freundin/Verlobte/Frau von unserem Jeremy. Hinzu kommen einige Verbrecher, die ebenfalls für Abwechslung sorgen.


Da ich bereits wusste, dass Helen FitzGerald am Ende noch mindestens eine Wendung einbaut, habe ich versucht, mich vorzubereiten - und wurde dennoch eiskalt erwischt. Wieder einmal eine geniale Auflösung beziehungsweise Entwicklung und ich muss sagen, dass ich weiterhin begeistert von dieser Autorin bin. Das nächste Buch kann also kommen!


Fazit


Wer ein bitterbösen Roman sucht und auf schwarzen Humor steht, der wird hier nicht enttäuscht werden. Helen FitzGerald schreibt genial und fern des Mainstreams! Daher eine klare Empfehlung!




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schnaeppchenjaegerins avatar

Rezension zu "Furchtbar lieb" von Helen Fitzgerald

Konstruierte Geschichte ohne den für einen Psychothriller nötigen Nervenkitzel
schnaeppchenjaegerinvor 2 Jahren

Krissie und Sarah sind seit ihrer Kindheit eng miteinander befreundet. Krissie ist gerade Mutter eines Sohnes geworden, das Ergebnis eines One-Night-Stands. Sarah dagegen wünscht sich schon seit Jahren ein Baby, aber bei ihr und ihrem Mann Kyle will es mit Nachwuchs nicht klappen. Sarahs Enttäuschung wandelt sich zunehmend in Wut und stellt die Ehe der beiden auf eine harte Probe. Da Krissie mit ihrer ungewollten Mutterschaft völlig überfordert ist und unter Wochenbettdepressionen leidet, beschließen die drei, sich für ein paar Tage eine Auszeit zu nehmen und campen zu gehen.

Während Krissie und Kyle während der Wanderungen abschalten können und in Erinnerungen schwelgen, fühlt sich Sarah außen vor gelassen und zieht sich mehr und mehr zurück. Krissie fühlt sich immer mehr körperlich zu Kyle hingezogen und eines Abends landen sie gemeinsam im Bett und werden in flagranti von Sarah erwischt. Diese reagiert überraschend gelassen und macht Krissie das Angebot, dass diese ihren Ehemann haben kann, wenn sie im Gegenzug Söhnchen Robbie bekommt. Auch wenn Krissie ihrem Sohn noch nicht viel Liebe entgegengebracht hat, ist sie entsetzt und hält Sarah für verrückt. Die Situation eskaliert und Sarah fällt im Streit folgenschwer einen Abhang hinunter. Ein Unfall im Affekt mit tödlichen Folgen...

"Furchtbar lieb" suggeriert einen spannenden Psychothriller um das Ende einer langjährigen Freundschaft zweier Frauen. Kern des Romans ist aber ein ganz anderes Thema, das Krissie und Sarah seit ihrer Kindheit verbindet - ein Geheimnis, das beide über die Jahre hinweg erfolgreich verdrängt haben.

Der Einstieg in den Roman war schon zäh, weil ich für keinen der problembehafteten Protagonisten Sympathien entwickeln konnte. Zudem sagte mir der mitunter vulgäre Schreibstil nicht zu.
Als der Horrortrip während des Campingurlaubs an Fahrt aufnahm, wirkten die Handlungen der Beteiligten abstrus und waren völlig unnötig übertrieben dargestellt.
Auf den letzten Seiten überschlugen sich die Ereignisse, Perspektivenwechsel und Zeitsprünge gingen einher mit einer bemüht komplex konstruierten Geschichte, in welcher die Charaktere von ihrer Vergangenheit eingeholt werden.

Für einen guten Psychothriller fehlte mir bei "Furchtbar lieb" die Subtilität, die für den notwendigen Nervenkitzel gesorgt hätte. 

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Sumsi1990s avatar

Rezension zu "Furchtbar lieb" von Helen Fitzgerald

Furchtbar lieb
Sumsi1990vor 2 Jahren


Ich bin ein großer Helen Fitzgerald Fan und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Es handelt sich um einen skurrilen, perversen, abartigen aber brilliant inszinierten Roman!


Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Krissie, eine alleinerziehende Mutter, die beruflich als Sozialarbeiterin in Pflegschaftssachen arbeitet sowie ihre Kindheitsfreundin Sarah und deren Mann Kyle. Nachdem Krissie einige Probleme mit ihrer Mutterrolle hat beschließen die 3 einen Campingausflug zu machen, der sich in ein blutrünstiges Intermezzo verwandelt.


Ich mag den Stil der Autorin sehr gern. Der Roman ist in kurze Kapitel gegliedert, die teilweise aus Sicht von Krissie und teilweise in der dritten Person geschrieben sind.


Mir gefällt besonders, dass es die Autorin immer wieder schafft, sämtliche Erzählstränge am Ende zu verbinden, ohne dass man schon 30 Seiten vorher weiß was passieren wird. Ich bin immer wieder überrascht. 


Anzumerken ist jedoch, dass Fitzgeralds Bücher nichts für Zartbesaitete sind und die Geschichten schon extrem irre und pervers sind. Ich mag diesen Stil jedoch!

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Gespräche aus der Community

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GalianiBerlin_Verlags avatar

Liebe Krimifreunde,

in diesen Tagen erscheint Helen FitzGeralds neuer Krimi Ex bei Galiani Berlin, und wir möchten euch zu einer Leserunde einladen – an der wir auch selbst teilnehmen und für Diskussionen zur Verfügung stehen werden.

Zum Inhalt von Ex:

»Sie müssen nur sagen, ob er es ist« – beim Anblick des Penis ihres Exfreundes Achmed auf dem Leichentisch muss sie tatsächlich auflachen. Eindeutig der falsche Zeitpunkt. Catriona Marsden, erfolgreiche schottische Fernsehmoderatorin, landet im Gefängnis, angeklagt wegen Mordes an ihren drei Exfreunden.

Dabei wollte sie nur ein letztes Mal mit ihnen schlafen, als Teil eines nicht sehr wohlüberlegten Plans, kurz vor ihrer Hochzeit mit den Geschichten von damals endlich abzuschließen. Dass die Liebhaber kurz darauf tot sind und man ihnen mit einer Gartenschere die Genitalien abgeschnitten hat, bringt Catriona in Erklärungsnot.

Mit Hilfe einer Journalistin versucht sie aus dem Gefängnis heraus, dem Mörder auf die Spur zu kommen. Doch das geht gründlich daneben: Statt sich auf Catrionas Seite zu schlagen, macht die Journalistin sie in einer unautorisierten Biografie zur Psychopathin. Wer wird ihr jetzt noch glauben – und wie kommt sie aus der Sache raus?

Helen FitzGerald liebt dieses Katz-und-Maus-Spiel, und sie beherrscht es außerordentlich gut. Dies ist der fünfte ihrer Romane, der bei Galiani erscheint, und wieder gelingt ihr die ungewöhnliche Mischung aus psychologischer Einfühlung in ihre Figuren und einer vor rabenschwarzem Humor triefenden Story – bis zum bitterbösen Showdown. Am Ende bleibt kein Auge trocken und kein Schrecken unerlebt.

Buchtipp vom hr1 (Hessischer Rundfunk): »›Ex‹ – das sind 239 Seiten voller Verdächtigungen und ungeahnten Wendungen eines Thrillers, der in Richtung schwarze Komödie geht. Und obwohl es um Mord und Gewalt geht, ist ›Ex‹ stellenweise urkomisch. Eine perfekte Wochenende-Lektüre für alle weiblichen Krimifans und alle mutigen Männern, die sich einer Urangst stellen können.«

Wir suchen neugierige Leserinnen und Leser, die Ex gerne lesen und eine Rezension dazu schreiben möchten. Hierfür verlosen wir 10 Exemplare des Buches bzw. eBooks – je nachdem, wie ihr lieber lesen möchtet.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Lesezeit. Natürlich sind auch diejenigen herzlich eingeladen, die sich das Buch selbst beschaffen und mit uns mitlesen wollen.

Die freundin schrieb zu FitzGeralds letzten Buch Die dunkle Treppe: »Wirkt wie The Beach meets Axolotl Raodkill und Das Schweigen der Lämmer plus einer Prise schwarzhumoriger Tarantino-Dialoge.«, und Deutschlandradio empfahl: »Es ist Junkfood à la crème, was FitzGerald serviert: ein scharfsinniger Thriller, der sich nicht vor dem Platten fürchtet, ein Horrorkrimi, der das Waten in Blut zur Kunstform erhebt und in dem immer mehrere Ebenen mitschwingen. (…) Lesevergnügen ist garantiert.«

Die Cosmopolitan schrieb zu FitzGeralds Tod sei Dank: »›Ein bisschen Drama und ganz viel Schwarzer Humor - typisch FitzGerald eben.«

Helen FitzGerald, 1966 als zwölftes von dreizehn Kindern in Australien geboren, lebt seit 1991 in Schottland. Sie war mehr als 10 Jahre Sozialarbeiterin im Strafvollzug und schrieb Drehbücher fürs Kinderfernsehen der BBC. Von ihr sind bereits auf Deutsch erschienen: Furchtbar lieb (2010), Letzte Beichte (2011), Tod sei Dank (2012) sowie Die dunkle Treppe (2013). Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. (Autorenfoto© The Scotsman)

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