Helen Fitzgerald Außer Kontrolle

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Inhaltsangabe zu „Außer Kontrolle“ von Helen Fitzgerald

Wenn du niemandem mehr trauen kannst Die sechzehnjährige Abigail hat es noch nie leicht gehabt. Sie wuchs bei verschiedenen Pflegefamilien auf, nachdem ihre Eltern sich trennten. Der unerwartete Tod ihrer Mutter trifft Abigail dennoch ins Herz. Das letzte Vermächtnis der Mutter: Abigail soll von Schottland in die USA ziehen, zu ihrem Vater und ihrer älteren Schwester Becky, die sie noch nie zuvor gesehen hat. Wider Erwarten lebt Abigail sich schnell ein - doch dann stirbt Becky, offenbar an der Überdosis einer unbekannten Droge. Abigails Misstrauen ist geweckt, und sie beginnt Nachforschungen über das Leben ihrer Schwester anzustellen. Sie ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich begibt. Denn derjenige, der Becky auf dem Gewissen hat, steckt auch hinter dem Tod ihrer Mutter ...

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  • Tolle Ideen, gute Protagonistin, enttäuschendes Ende

    Außer Kontrolle

    MikkaG

    23. May 2014 um 17:27

    Anmerkung: Der Klappentext ist nicht ganz korrekt, was Abigails Leben betrifft. Abigails Mutter gab ihre Tochter schon im zarten Alter von 3 Wochen in die Obhut einer Freundin, bevor sie verschwand. Und so wuchs Abigail glücklich in einer Art Hippie-Kommune auf, in einem Wohnwagen mit der gutmütigen, liebevollen Nieve - bis Nieve schließlich an Krebs starb, als Abi 9 Jahre alt war. Danach wuchs das Mädchen in Heimen und Institutionen auf (nicht bei Pflegeeltern). Das lieblose Leben mit abgestumpften Betreuern und oft drogensüchtigen, schon des Lebens müden Jugendlichen hat Abigail hart gemacht. Hart und misstrauisch und sarkastisch. Sie würde gerne mehr aus ihrem Leben machen, sie träumt davon, zu studieren, sie kämpft in ihrer Schule darum, mehr Fächer belegen zu dürfen... Aber es ist ein Kampf gegen Windmühlen, denn sie ist nur ein Heimkind aus einer miesen Gegend, dem niemand zuhört - ein Ungeliebter Niemand, wie sie das nennt. Als ihre Mutter stirbt, ist das für Abigail eigentlich keine Veränderung - sie hat die Frau ja nicht einmal gekannt. Aber dass sie ab jetzt bei ihrem (wohlhabenden) Vater und ihrer Schwester wohnen soll, das ist für sie wie eine Fahrkarte in ein besseres Leben. Ich mochte Abigail trotz ihrer oft verschlossenen, ruppigen Art. Sie ist intelligent und einfallsreich, und ich bewundere ihren Hunger nach Bildung und ihre Entschlossenheit, sich nicht auf Drogen und Prostitution einzulassen wie so viele der anderen Heimkinder. Und so misstrauisch sie auch gegenüber anderen Menschen sein kann, so selbstlos und hilfsbereit ist sie auch. Ihr Schwester Becky ist wie ihr verzerrtes Spiegelbild: sie ist im Wohlstand aufgewachsen, mit Swimmingpool und teuren Markenklamotten und den besten Eliteschulen. Aber wo Abigail ruhig und entschlossen nach Bildung strebt, rebelliert Becky, wird von Schulen geschmissen und raucht Marihuana. Abigail ist manchmal fassungslos, wie naiv Becky doch ist - dieses verwöhnte reiche Töchterchen, das keine Ahnung hat, wie hart und schmutzig die Welt wirklich sein kann. Und dennoch mochte ich auch Becky. Sie hat Unmengen an Energie, sie stürzt sich kopfüber ins Leben... Und sie bringt Abigail schnell eine echte, schwesterliche Liebe entgegen. Für Beckys und Abigails Vater und Stiefmutter habe ich nur wenig Gefühl entwickeln können, und auch ein paar andere Charaktere blieben für mich eher blass, obwohl sie zum Teil wichtige Rollen in der Geschichte spielen. Stick zum Beispiel, der Sohn aus reichem Hause, der in Becky verliebt ist und wie sie nachts auf geheimer Mission um die Häuser zieht. Oder Bren, der junge Mann, den Abigail auf ihrem Flug in die USA kennenlernt und der sich im Laufe des Buches zu einem echten Freund in der Not entwickelt - gerade Bren war vom Ansatz her sehr interessant und liebenswert, und ich hätte gerne noch viel mehr über ihn erfahren! Es gibt nur eine kleine Prise Romantik, was ich an sich ja gar nicht schlimm finde - aber dann wird gegen Ende doch noch etwas nachgelegt, und das fand ich etwas erzwungen und nicht, als hätte es sich natürlich entwickelt. Die Handlung ist originell und hat ein paar Ideen zu bieten, die man nicht schon in einem Dutzend Jugendthrillern findet. In diesem Buch hat fast jeder ein Geheimnis, und von illegalen Experimenten über fehlgeleitete Liebe bis zu rasanten Verfolgungsjagden bekommt man alles geboten. Das war für mich durchaus spannend und unterhaltsam zu lesen! Allerdings hat das Buch ein merkwürdiges Tempo. Bis zu einem gewissen Punkt läuft die Geschichte recht gleichmäßig dahin, und gegen Schluss dachte ich mir: hmm, nur noch so wenige Seiten? Müsste jetzt nicht mal langsam alles aufgeklärt werden? Und schon ging alles auf einmal extrem schnell und wirkte auf mich völlig übereilt und irgendwie lieblos runtergeschrieben. Und das Ende hat mich überhaupt nicht überzeugt. Ich hatte das Gefühl, als müsste noch so viel mehr passieren und erklärt werden... Als würde das Buch an einem Punkt abbrechen, an dem die Geschichte doch eigentlich gerade erst richtig anfängt! Der Schreibstil ist meiner Meinung nach nichts Besonderes, aber auch nicht schlecht. Er lässt sich gut und flüssig runterlesen und bringt Abigails Gedanken und Gefühle gut rüber. Fazit: Die Ideen, die die Autorin einbringt, fand ich spannend und interessant, die Protagonistin fand ich sympathisch... Aber das Buch verschenkt meiner Meinung nach viel seines Potential und endet abrupt und vage enttäuschend. Dennoch habe ich es im Großen und Ganzen gerne gelesen!

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  • Tolle Ideen, gute Protagonistin, enttäuschendes Ende

    Außer Kontrolle

    MikkaG

    23. May 2014 um 17:27

    Anmerkung: Der Klappentext ist nicht ganz korrekt, was Abigails Leben betrifft. Abigails Mutter gab ihre Tochter schon im zarten Alter von 3 Wochen in die Obhut einer Freundin, bevor sie verschwand. Und so wuchs Abigail glücklich in einer Art Hippie-Kommune auf, in einem Wohnwagen mit der gutmütigen, liebevollen Nieve - bis Nieve schließlich an Krebs starb, als Abi 9 Jahre alt war. Danach wuchs das Mädchen in Heimen und Institutionen auf (nicht bei Pflegeeltern). Das lieblose Leben mit abgestumpften Betreuern und oft drogensüchtigen, schon des Lebens müden Jugendlichen hat Abigail hart gemacht. Hart und misstrauisch und sarkastisch. Sie würde gerne mehr aus ihrem Leben machen, sie träumt davon, zu studieren, sie kämpft in ihrer Schule darum, mehr Fächer belegen zu dürfen... Aber es ist ein Kampf gegen Windmühlen, denn sie ist nur ein Heimkind aus einer miesen Gegend, dem niemand zuhört - ein Ungeliebter Niemand, wie sie das nennt. Als ihre Mutter stirbt, ist das für Abigail eigentlich keine Veränderung - sie hat die Frau ja nicht einmal gekannt. Aber dass sie ab jetzt bei ihrem (wohlhabenden) Vater und ihrer Schwester wohnen soll, das ist für sie wie eine Fahrkarte in ein besseres Leben. Ich mochte Abigail trotz ihrer oft verschlossenen, ruppigen Art. Sie ist intelligent und einfallsreich, und ich bewundere ihren Hunger nach Bildung und ihre Entschlossenheit, sich nicht auf Drogen und Prostitution einzulassen wie so viele der anderen Heimkinder. Und so misstrauisch sie auch gegenüber anderen Menschen sein kann, so selbstlos und hilfsbereit ist sie auch. Ihr Schwester Becky ist wie ihr verzerrtes Spiegelbild: sie ist im Wohlstand aufgewachsen, mit Swimmingpool und teuren Markenklamotten und den besten Eliteschulen. Aber wo Abigail ruhig und entschlossen nach Bildung strebt, rebelliert Becky, wird von Schulen geschmissen und raucht Marihuana. Abigail ist manchmal fassungslos, wie naiv Becky doch ist - dieses verwöhnte reiche Töchterchen, das keine Ahnung hat, wie hart und schmutzig die Welt wirklich sein kann. Und dennoch mochte ich auch Becky. Sie hat Unmengen an Energie, sie stürzt sich kopfüber ins Leben... Und sie bringt Abigail schnell eine echte, schwesterliche Liebe entgegen. Für Beckys und Abigails Vater und Stiefmutter habe ich nur wenig Gefühl entwickeln können, und auch ein paar andere Charaktere blieben für mich eher blass, obwohl sie zum Teil wichtige Rollen in der Geschichte spielen. Stick zum Beispiel, der Sohn aus reichem Hause, der in Becky verliebt ist und wie sie nachts auf geheimer Mission um die Häuser zieht. Oder Bren, der junge Mann, den Abigail auf ihrem Flug in die USA kennenlernt und der sich im Laufe des Buches zu einem echten Freund in der Not entwickelt - gerade Bren war vom Ansatz her sehr interessant und liebenswert, und ich hätte gerne noch viel mehr über ihn erfahren! Es gibt nur eine kleine Prise Romantik, was ich an sich ja gar nicht schlimm finde - aber dann wird gegen Ende doch noch etwas nachgelegt, und das fand ich etwas erzwungen und nicht, als hätte es sich natürlich entwickelt. Die Handlung ist originell und hat ein paar Ideen zu bieten, die man nicht schon in einem Dutzend Jugendthrillern findet. In diesem Buch hat fast jeder ein Geheimnis, und von illegalen Experimenten über fehlgeleitete Liebe bis zu rasanten Verfolgungsjagden bekommt man alles geboten. Das war für mich durchaus spannend und unterhaltsam zu lesen! Allerdings hat das Buch ein merkwürdiges Tempo. Bis zu einem gewissen Punkt läuft die Geschichte recht gleichmäßig dahin, und gegen Schluss dachte ich mir: hmm, nur noch so wenige Seiten? Müsste jetzt nicht mal langsam alles aufgeklärt werden? Und schon ging alles auf einmal extrem schnell und wirkte auf mich völlig übereilt und irgendwie lieblos runtergeschrieben. Und das Ende hat mich überhaupt nicht überzeugt. Ich hatte das Gefühl, als müsste noch so viel mehr passieren und erklärt werden... Als würde das Buch an einem Punkt abbrechen, an dem die Geschichte doch eigentlich gerade erst richtig anfängt! Der Schreibstil ist meiner Meinung nach nichts Besonderes, aber auch nicht schlecht. Er lässt sich gut und flüssig runterlesen und bringt Abigails Gedanken und Gefühle gut rüber. Fazit: Die Ideen, die die Autorin einbringt, fand ich spannend und interessant, die Protagonistin fand ich sympathisch... Aber das Buch verschenkt meiner Meinung nach viel seines Potential und endet abrupt und vage enttäuschend. Dennoch habe ich es im Großen und Ganzen gerne gelesen!

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