Helen Garner Das Zimmer

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Inhaltsangabe zu „Das Zimmer“ von Helen Garner

Für drei Wochen will Nicola bei ihrer Freundin in Melbourne wohnen, um sich einer alternativen Krebstherapie zu unterziehen; das Zimmer steht bereit. Doch Helen trifft es völlig unvorbereitet - wie desolat Nicolas Zustand ist, wie kräftezehrend ihre Pflege, wie barbarisch die Bedingungen jener obskuren Therapie, wie wundergläubig ihre todkranke Freundin und vor allem, mit welch hilflosem, unbändigem Zorn sie selbst auf all dies reagiert. Mit entwaffnender Wahrhaftigkeit beschreibt Helen Garner diese unerträgliche Situation, in der Freundschaft, Verantwortung, ja ein Leben auf dem Spiel stehen. Doch sie setzt der Verzweiflung ein Maß an kluger Menschlichkeit und beherztem Witz entgegen, die Das Zimmer zu einer bewegenden und tröstlichen, auf wunderbare Weise heilsamen Lektüre machen.

Ein sehr menschlich berührendes Buch im Handtaschenformat

— Marjuvin

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  • "Das Zimmer" von Helen Garner

    Das Zimmer

    Jacynthe

    07. January 2015 um 21:59

    Inhalt Nur drei Wochen soll Helen ihre todkranke Freundin Nicole bei sich in Melbourne beherbergen. Solange dauert die spezielle alternative Behandlung, zu der sich Nicole entschlossen hat. Doch der Gast zehrt an Helens Nerven. Es ist weniger die körperliche Arbeit, die ihr zu schaffen macht. Es ist Nicoles Weigerung, sich dem Offensichtlichen zu stellen, ihre ständig zur Schau gestellte Fröhlichkeit und Hoffnung und ihr Festhalten an offensichtlicher Scharlatanerei. Doch wie sagt man einer Sterbenden, dass sie los lassen muss? Steht einem das überhaupt zu? Meine Meinung Dieser autobiografische Kurzroman stellte sich als überraschend tiefgründig heraus, voller unverblümter Wahrheiten über Freundschaft und Familie, über das Leben und den Tod. Wann ist es Zeit, sich einzugestehen, dass es vorbei ist? Wann und vor allem wie sollte man dies einem Kranken mitteilen? Oder sollte man, im Gegenteil, alles dafür tun, die Wahrheit unter Hoffnungen zu begraben? Ehrlich und ohne zu beschönigen stellt Garner die kurze Zeit dar, die sie mit ihrer todkranken Freundin Nicole verbringt. Und obwohl man meinen könnte, dass es vor allem die Kranke selbst ist, die leidet, so verdeutlicht einem das Buch auf fesselnde Art und Weise, dass das Umfeld genau so unter der Situation zusammenbrechen kann. Vor allem, wenn der oder die Kranke sich seinen Zustand nicht eingestehen will. Nicole hängt am Leben und greift verzweifelt nach jedem Strohhalm, den sie in die Finger bekommen kann. Dass sie dabei auch mal auf Scharlatane herein fällt, bemerkt sie selbst gar nicht. Andererseits - wem steht es zu, darüber zu urteilen, ob eine Behandlung erfolgsversprechend ist oder nicht? Vielleicht hilft es, das viele Vitamin C, oder die Ozon-Sauna. Und vielleicht hilft es auch, ständig mit einem selbstironischen Lächeln durch die Welt zu gehen und Pflegepersonal und Schmerzmittel abzulehnen. Doch bei allem Mitleid für Nicole und Verständnis für ihre Situation - ihr Verhalten sich selbst und vor allem ihren Freunden gegenüber konnte ich absolut nicht nachvollziehen. Am meisten hat mich geärgert, dass sie ihren Aufenthalt bei Freunden stets so darstellte, als sei ihre Gegenwart ein Segen für die Gastgeber.  Helens Unvermögen, mit dieser Situation umzugehen, die alles andere als ein Segen ist, kann wohl jeder Leser gut nachvollziehen, und ich bewundere ihre Ehrlichkeit und Offenheit, die wohl ihr Weg waren, das Erlebte zu verarbeiten. Ihr Buch ist mit Sicherheit eine große Hilfe für alle, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, oder gerne philosophische Fragen über Leben und Tod aus verschiedenen Sichtweisen beleuchten Trotz des schwierigen Themas ist das Buch kurzweilig und drückt nicht so sehr aufs Gemüt, wie man vermuten könnte. Im Gegenteil - auf jeder Seite schwingt Hoffnung mit und die stumme Aufforderung, das Leben so zu nehmen, wie es kommt, und das beste daraus zu machen. Zum Schauplatz habe ich eine ganz besondere Verbindung, denn Melbourne zählt mit zu meinen Lieblingsstädten und ich habe einige der im Buch erwähnten Orte und Straßennamen wiedererkannt. Zum Titel möchte ich allerdings noch sagen, dass ich den übersetzten Titel nicht so gelungen finde wie das Original. Er suggeriert irgendwie einen beliebigen Raum und Gefühllosigkeit, während "spare room" freundlicher klingt und auch den Inhalt besser widerspiegelt. Nämlich, dass ein Gast, eine Freundin, willkommen geheißen wird, wenn auch nur vorübergehend. Ich vergebe 4 von 5 Wolken für dieses letzte Buch aus 2014.

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  • Das Zimmer - Helen Garner

    Das Zimmer

    milasun

    08. April 2013 um 19:41

    "Ich hätte ihr so gerne die Schuhe ausgezogen, ihr eine Baumwolldecke übergebreitet. Aber ich hatte Angst, sie anzufassen. Ich hatte Angst vor ihrer Schwäche, Angst vor ihrer Willensstärke. Deshalb verließ ich das Zimmer und zog die Tür hinter mir zu."
    Ein berührendes, mutiges Buch über das Sterben, die Angst und die Hilflosigkeit der Angehörigen.

  • Rezension zu "Das Zimmer" von Helen Garner

    Das Zimmer

    Thaila

    25. May 2011 um 09:38

    Als Helen von ihrer krebskranken Freundin Nicola gebeten wird, sie für drei Wochen aufzunehmen, damit sie sich einer neuen Krebstherapie unterziehen kann, ist das für Helen selbstverständlich. Und so treffen wir sie am Anfang des Romans [B]Das Zimmer[/B] Helen wie sie liebevoll das Gästezimmer für ihre schwerkranke Freundin vorbereitet. Aber schnell kommt Helen sowohl physisch als auch psychisch an ihre Grenzen. Nicolas Krebstherapie stellt sich schnell als Scharlatanerie heraus, die Nicola eher schadet als nutzt. Jede Nacht leidet sie unter unerträglichen Schmerzen, verweigert aber schwere Schmerzmittel und hält auch mit eisener Kraft an der Therapie fest. Es ist die letzte Chance den Krebs zu besiegen, und diese aufzugeben und dem Tod ins Auge zu blicken ist Nicola unmöglich. Helen Garners Buch beschreibt eine Krebserkrankung aus einer ungewöhnlichen Perspektive, nicht aus Sicht der Betroffenen, sondern mit dem Blickwinkel einer Angehörigen. Dabei ist das Buch schonungslos offen und beschreibt auch Gefühle wie Wut und Agressionen, die sich abwechseln mit wunderbaren Momenten der Zärtlichkeit und der Nähe. Trotz der schweren Thematik ist das Buch im Grunde optmistisch und unglaublich lebensbejahend.

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  • Rezension zu "Das Zimmer" von Helen Garner

    Das Zimmer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. March 2011 um 19:43

    Ein kurzes aber intensives Büchlein. Ohne grosse Vorgeschichte geht es ab der ersten Seite um das Wesentliche. Die Geschichte unterscheidet sich enorm von den üblichen Büchern mit Todkranken. Diesmal wird aus der Sicht einer pflegenden Freundin das Leid erzählt. Sehr eindringlich und gefühlvoll, eine schwere Aufgabe hat die Freundin zu bewältigen.

  • Rezension zu "Das Zimmer" von Helen Garner

    Das Zimmer

    ninchen1809

    30. December 2010 um 21:04

    Es geht um zwei Frauen, Helen und Nicola, beide Mitte sechzig und seit 15 Jahren befreundet. Nicola reist für drei Wochen nach Melbourne um bei Helen zu wohnen. Nicola hat Krebs in sehr fortgeschrittenem Stadium und will in diesen drei Wochen an einer offensichtlich suspekten Therapie teilnehmen. Nicola hat sich einem Arzt anvertraut, der ihr für viel Geld verspricht, durch seine spezielle Therapie würde der Krebs innerhalb dieser Zeit verschwinden. Helen merkt recht bald, dass sich Nicola etwas vormacht. Nach jeder Behandlung innerhalb dieser Therapie geht es Nicola immer schlechter. Helen beginnt einen erbitterten Kampf, Nicola davon zu überzeugen, dass sie sich in die Hand von Scharlatanen gegeben hat. Das Buch gibt einen unverblümten Einblick darüber, wie es Angehörigen oder Pflegenden bei der Pflege von Krebskranken ergeht. Wie viel emotionale und körperliche Kraft und Ausdauer benötigt wird. In dieser Hinsicht war das Buch sehr beeindruckend. Ich habe mich oft gefragt, ob die Protagonistin mit der Schriftstellerin gleichzusetzen ist und gelesen, dass es sich zwar um Fiktion handelt, aber Helen Garner hat aufgrund des Verlustes vier nahe stehender Personen Emotionen und Erfahrungen in das Buch einfließen lassen. Ein sehr berührendes Buch.

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  • Rezension zu "Das Zimmer" von Helen Garner

    Das Zimmer

    Sabrina D

    18. September 2010 um 09:51

    Helen nimmt ihre krebskranke Freundin Nicola auf. Die Krankheit ist sehr weit fortgeschritten, doch Nicola setzt auf alternative Heilmethoden und nervt damit ihr ganzes Umfeld.

  • Rezension zu "Das Zimmer" von Helen Garner

    Das Zimmer

    Duffy

    16. July 2010 um 08:20

    Es gibt sehr viele Bücher von Krebskranken, die sich mit ihrer Krankheit auseinandersetzen, viele Erfahrungsberichte und Versuche darzustellen, wie mit der Diagnose umgegangen wird. Es gibt jedoch weniger Lektüre über das Los der pflegenden Beteiligten und wie diese mit der Situation umgehen. Helen Garner hat ein solches Buch geschrieben. Ihre Freundin wohnt während einer dreiwöchigen alternativen Krebstherapie bei ihr und wird von ihr betreut. Obwohl der Krebs schon in einem hoffnungslosen Stadium angekommen ist, besteht die Freundin auf einer alternativen Therapie in einer Klinik, die wegen ihrer sinnlosen Methoden schon bekannt ist. Der Kampf der Freundin gegen diese Therapie, gegen die Machtlosigkeit und die eigene Leistungsfähigkeit zeichnen eine Situation, die allen Beteiligten fremd ist. Mit einer Eindringlichkeit und Sensibilität nimmt uns die Autorin in eine Welt von bisher unbekannten Gefühlen und an die Grenzen betreuender Leistungsfähigkeit mit. Der Kampf gegen die Krankheit und die Verleumdung ihrer Endgültigkeit ist das zentrale Thema dieses Buches. Am Ende bleibt zwar nur eine Traurigkeit, die aber durch die Erfahrung bereichert wurde, dass im Tod die Antwort auf alle Fragen steckt, dass der Weg dorthin nur mit Kraft und Vertrauen gegangen werden kann. So gibt hier es neben dem großartigen erzählerischen Element den versöhnlichen Aspekt, dass Hoffnung in die richtigen Wege gelenkt, eine Unmenge von Energie freisetzen kann. Ein wichtiges Buch für alle, die sich einmal gedanklich mit einer Situation beschäftigen wollen, in die sie jederzeit geraten können. Und auch ein positives Buch am Ende für alle Beteilitigten, wenn sie die Bereitschaft zur Ehrlichkeit mitbringen. Ja, Helen Garner hat ein nachdenkliches und sehr wichtiges Buch geschrieben.

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  • Rezension zu "Das Zimmer" von Helen Garner

    Das Zimmer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. May 2010 um 20:35

    Ein tolles Buch über den Kampf für das Leben und gegen den Tod. Traurig und doch beeindruckend, wie sich Helen um ihre totkranke Freundin Nikola kümmert.

  • Rezension zu "Das Zimmer" von Helen Garner

    Das Zimmer

    yoko

    11. May 2010 um 13:39

    Es gibt Dinge im Leben über die lässt es sich schwer schreiben, weil sie an für sich schon schwer genug sind und einem das Gefühl geben, davon erdrückt zu werden. Manchen Menschen gelingt es dennoch von dem Gewicht eine große Scheibe abzuschneiden, sie in den Wind zu streuen, so dass man ganz bald wieder an den Morgen und die Hoffnung glaubt. Helen Garner hat das geschafft, auf eine wunderbare Weise, die bewegt und einen lebendig hält. Trotz allem. Die Journalistin erzählt in ihrem Buch Das Zimmer von einer krebskranken Freundin Nicola, die sie bei sich aufnimmt. Nicola hat Krebs im fortgeschrittenen Stadium. Mit einer speziellen Therapie will sie nun die Krankheit besiegen. Für die zahlt sie viel. Mehr als beide Freundinnen tragen können. Als Helen sich zu diesen Schritt entscheidet, ahnt sie nicht im Ansatz, was es bedeuten wird. Es gibt keine Nacht, in der sie durchschläft. Sie wechselt die durchschwitzte Bettwäsche ihrer Freundin. Schlimmer noch sind für sie allerdings die Fahrten zu der Klinik, die Nicola verspricht, mit einer hohen Vitamin C Dosis und einer Ozonsauna, den Krebs zu besiegen. Diese Form von Medizin schwächt ihre Freundin mehr als dass sie ihr gut tut. Helen Garner erzählt sehr offen. Sie bewegt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite, weil sie genau beschreibt, was sie fühlt. Oft glaubt man mitten in ihrem Kopf und neben ihrem Herzen zu hocken. Sie geht dabei enorm feinfühlig und direkt vor, dass man ihre Wut und Verzweiflung regelrecht spürt. Die Augen flattern, das Herz stockt, die Haut kräuselt sich und man selbst schaut auf, sucht sich einen festen Punkt an den man sich festhalten kann. Dieses Buch berührt und hält einen vor Augen, wie kostbar das Leben ist. Es zeigt, dass man manchmal Dinge, so sehr es auch weh tut, annehmen und sie irgendwann loslassen sollte. Dabei streut die Autorin weise Sätze hinein, die einen aufatmen und kurz darauf innehalten lassen, dass man für einige Sekunden die Sonne vergisst, sie aber im nächsten Atemzug noch mehr genießen kann. Tod und Krankheit sind Themen über die wir lieber schweigen, weil uns manchmal selbst die Worte fehlen, wir fast ohnmächtig sind, doch Helen Garner hat es geschafft, darüber so zu schreiben, dass trotz allem ein kleiner Schimmer Hoffnung zurückbleibt und man leise lächelt.

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  • Rezension zu "Das Zimmer" von Helen Garner

    Das Zimmer

    LEXI

    20. December 2009 um 20:32

    Für mich eine lange überfällige Konfrontation mit einem der wichtigsten Themen - wie kann man Sterbenden helfen, ohne sich selber aufzugeben, sein Leben, seine Hoffnung, seinen Glauben .... ein Buch wie ein Orkan, der über den Leser hinweg weht und ihn erstmals völlig sprachlos und "leer" zurücklässt.

  • Rezension zu "Das Zimmer" von Helen Garner

    Das Zimmer

    lokoschade

    13. October 2009 um 15:08

    Ein ganz großes Buch.
    Völlig unsentimental erzählt die Ich-Erzählerin wie ihre Freundin während einer alternativen Krebstherapie bei ihr wohnt und wie beide an ihre Grenzen stoßen.

  • Rezension zu "Das Zimmer" von Helen Garner

    Das Zimmer

    Gruenente

    08. August 2009 um 19:40

    Helen bekommt Besuch von einer Freundin. Sie will sich für drei Wochen einquartieren, um in der Stadt eine alternative Krebstherapie zu beginnen. es ist Nicolas letzte Hoffnung. Helen geht bei der Pflege ihrer Freundin bis ans Ende ihrer Kräfte. Unpathetisch wird hier eine ultimative Leidensgeschichte aus der Sicht der Freundin erzählt. Ohne auf die Tränendrüsen zu drücken wird sehr realistisch beschreiben, das auch der Sterbende an die Gesunden denken muss, um bis zum Schluss Ihren Beistand zu bekommen. Mit einer klaren, ruhigen Sprache wird ein trauriges, schwieriges Thema angesprochen. Der Leser kann sich in beide Teile hineinversetzen und mal überlegen, wie er sich verhalten würde. Als Todkranke und als Freundin. Trotz des unvermeidlichen Endes gibt das Buch auch Grund zur Hoffnung auf Beistand in der Not. Eine Freundin wie Helen würde ich mir auch wünschen. Eine die viel gibt, aber auch ehrlich sagt, wenn es bei ihr nicht mehr weiter geht.

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  • Rezension zu "Das Zimmer" von Helen Garner

    Das Zimmer

    Malibu

    05. August 2009 um 15:49

    Das Buch berührt einen tief. Nicola, die an Krebs erkrank ist, reist von Sydney für drei Wochen nach Melbourne zu ihrer Freundin Helen, um dort eine Krebstherapie zu beginnen. Helene fühlt sich der ganzen Situation irgendwann nicht mehr so gewachsen. Man begleitet Helene und Nicola auf dem Weg des Krebses und fühlt mit beiden jeweils mit, was sie denken, fühlen etc. Auf jeden Fall ist es ein kurzes lesenswertes Buch, das einen auch zum Nachdenken anregt!

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  • Rezension zu "Das Zimmer" von Helen Garner

    Das Zimmer

    Binea_Literatwo

    28. June 2009 um 17:31

    Hand in Hand gegen den Krebs Helen ist eine fröhliche und sorglose Witwe in der Stadt Melbourne. In ihrer Nachbarschaft wohnen ihre Kinder, unter anderem ihre Enkelin Bessie. Bessie unternimmt allerhand mit ihr, so holt sie auch Nicola mit vom Flughafen ab, denn diese kommt für drei Wochen zu Besuch. Nicola aus Sydney kommt aber nicht, um Urlaub zu machen, sondern sie will in Helens Nähe weiter gegen den Krebs ankämpfen. Ein letzter Strohalm ist eine alternative Krebstherapie. Nicola ist mager, ihre Knochen schimmern durch die dünne Haut und sie friert. Am Telefon klang Nicola noch kräftig und voller Energie, doch nun hält Helen einen todkranken Körper in den Armen und ihr wird bewusst, auf was sie sich eingelassen hat. Um ihrer Freundin den Aufenthalt so unbeschwert wie möglich zu machen, hat Helen sämtliche Vorbereitungen getroffen. Das Bett ist nach dem positiven Energiefluss ausgerichtet, die Bettwäsche sorgsam gewählt, stärkende Suppe gekocht und auch der Teppich ist ausgetauscht, denn an dem bisherigen hätte Nicola an den Fußangeln hängen bleiben können. Doch jetzt ist sich Helen plötzlich unsicher. Tut sie das Richtige? Nach der heutigen Therapie geht es ihrer Freundin noch schlechter, sogar Bessie musste sie heute abweisen. Nicola ist für Besuch einfach zu schwach. Nachdem nun eine Woche vergangen ist, Helen Tag und Nacht schmutzige Bettwäsche gewechselt, ihre Freundin gewärmt, unterhalten und umpflegt hat, kann sie Nicolas aufgesetztes Lächeln nicht mehr sehen und Wut staut sich in ihr auf. Hilft Nicola diese umstrittene Therapie wirklich? Wer ist dieser ominöse Arzt, welcher auf die Vitamin C, die Schröpf- und Ozonkur schwört? Wieso sind in den Behandlungsräumen keine seriösen Fachkräfte und warum will niemand Nicolas Schmerzen wahrhaben? Helen findet heraus, dass die Möchte-Gern-Ärzte Scharlatane sind und versucht, Nicola die Augen zu öffnen. Ihre Freundin überspielt aber jegliche Überzeugungsversuche und startet unbeirrt in den nächsten Tag, denn diese Behandlung ist vielleicht ihre letzte Chance, den Krebs zu bekämpfen. Dieser auf Tatsachen basierende Roman ist eine tieftraurige Geschichte. Helen Garner berührt mit ihren glasklaren Worten den Leser an einem empfindlichen Punkt. Sie schildert den Verlauf der Krankheit im Endstadium für Betroffene und Nichtbetroffene sehr nachvollziehbar und lässt die beiden Protagonistinnen zwischen Zweifel und Hoffnung, Angst und Mut agieren. Ein sehr sensibles, emotionales Thema wird mit etwas beherztem Witz zu einer wundervollen sogar ab und an heiteren Lektüre.

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  • Rezension zu "Das Zimmer" von Helen Garner

    Das Zimmer

    ameise

    29. May 2009 um 23:35

    über dieses buch kann ich mir wirklich schwer eine meinung bilden. einerseits wurde wirklich einfühlsam mit diesem heiklen thema umgegangen, andererseits hatte man nach einer weile das gefühl, dass sich die handlung im kreis dreht, es passierte einfach nichts neues, aufregendes mehr.

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