Helen Hodgman Jack und Jill

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Inhaltsangabe zu „Jack und Jill“ von Helen Hodgman

Ein Roman wie ein Film von David Lynch – abgründig, gefährlich, anziehend

Nach dem Tod der Mutter lebt Jill mit ihrem Vater allein auf einer Farm im australischen Outback. Die beiden führen ein einfaches, aber zufriedenes Leben. Bis eines Tages Jack vor der Tür steht. Misstrauisch beobachtet der Vater, wie die heranwachsende Jill die Nähe des jungen Wanderarbeiters sucht. Doch weder Jack noch Jill haben gelernt, über ihre Gefühle zu sprechen. Langsam, aber stetig verwandelt sich ihre Liebe in Hass.

Die Geschichte zweier Menschen, die weder zueinander finden noch voneinander lassen können, besticht durch einen unverwechselbaren Ton und eigenwillig exzentrische Figuren. Der Roman wurde bei seinem Erscheinen mit dem Somerset Maugham Award ausgezeichnet.

Leider war dieses Buch eines der schlechteren in diesem Jahr. Ich blieb nach dem Lesen verwirrt und mit vielen Fragen zurück.

— BonnieParker

Die Sprache ist nüchtern und irgendwie pur. Es ist ein schlimm-schönes Buch. Fesselnd, aber zermürbend.

— Tree_Trunks

Nagend, erschreckend, erzählend und intensiv. Mit einer klaren 4 Sterne Leseempfehlung!

— Floh

Ein temporeicher Schreibstil, der nicht viel Raum für eine Geschichte lies. Und doch ist es ein wunderbares Buch!

— MsBookpassion

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    Euphoria

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        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Helen Hodgman - Jack und Jill

    Jack und Jill

    miss_mesmerized

    13. January 2016 um 18:13

    Im australischen Outback wächst die kleine Jill nach dem Tod ihrer Mutter allein beim Vater auf. Als dieser den Wanderarbeiter Jack einstellt, ist sie zugleich fasziniert und verschreckt, doch zwischen den beiden entsteht ein Band, trotz des Altersunterschiedes. Ihre Lehrerin öffnet ihren geistigen Horizont und Jill lernt fleißig, was sie unweigerlich von den beiden Männern entfernt und irgendwann in die weite Welt führt. Auch Jack verlässt den 5. Kontinent, um im Krieg zu dienen, aus dem er verwundet zurückkehrt. Wieder in der Heimat führt sie ihr Weg wieder auf Jills elterlichen Hof, wo sie ihre weiteren Jahre mal besser mal schlechter miteinander verbringen. Eine seltsame Liebesgeschichte, die nicht wirklich eine ist, zu viele bittere Momente gibt es zwischen Jack und Jill und dennoch führt sie das Leben immer wieder zueinander. Zuneigung ist schwer zu erkennen, Zweckgemeinschaft im besten Falle und dennoch scheint sie irgendetwas zu verbinden und beieinander zu halten. Ein schwer einzuordnender Roman, der einem etwas ratlos und verwirrt zurücklässt.

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  • Ich blieb verwirrt und ratlos zurück

    Jack und Jill

    BonnieParker

    18. November 2015 um 17:40

    Dieses Buch sprang mir durch sein, wie ich finde, wirklich edles Cover ins Auge und ich war gespannt, welche Geschichte sich dahinter verbirgt. Der Klappentext klang für mich nach einer Lektüre, die genau meinen Geschmack treffen sollte. Nun muss ich aber auch zugeben, dass ich nachdem ich dieses zarte Büchlein von 192 Seiten an einem Abend gelesen hatte, erstmal eine Nacht drüber schlafen musste. Ich ließ mir die Geschichte nochmal im Ganzen durch den Kopf gehen und las mir auch die Rezensionen anderer Leser durch. Und ich muss sagen, ich bin immer noch ein wenig ratlos. Aber da ich ein Mensch bin, der immer ehrlich ist und zu seiner Meinung steht, werde ich hier in meiner Rezension nichts beschönigen. Das Buch erhielt ja 1978 den Somerset Maugham Award und man sollte sicher bei der Beurteilung das Jahr der Vergabe des Preises berücksichtigen. Der Award ist ein britischer Literaturpreis, der an junge Autoren unter 35 vergeben wird. Natürlich hatte ich aufgrund dieses Wissens über den Preis eine gewisse Erwartungshaltung an das Buch. Nun aber genug der Vorrede, ich möchte nun zu meiner Beurteilung kommen. Den Einstieg in dieses Buch fiel mir nicht ganz so leicht. Die Autorin hat eine relativ verwirrende Art die Dinge zu schildern und oft entstand für mich ein gehetzter Eindruck. Die Beschreibung der Protagonisten ist relativ distanziert und geht wenig in die Tiefe. Ich habe immer auf die große Offenbarung gewartet und mich am Ende gefragt, was mir die Autorin mit diesem Buch mitteilen wollte. Ich fühlte mich ein wenig seltsam beim Lesen dieses Buches, einerseits wurde ich von der Handlung mitgezogen, anderseits wirkte alles ein wenig gehetzt und emotionslos. Für mich waren die Hauptcharaktere Jack und Jill wirklich keine Personen mit denen ich mich identifzieren konnte. Jill wirkt unnahbar, aggressiv und für mich gefühlskalt. Jack ist ein Typ, der zwar Gefühle hegt, aber irgendwie auch völlig gegen jede Logik handelt. Wie schon zuvor erwähnt, waren diese Figuren für mich emotionslos und oberflächlich geschildert. Auch die Erzählerperspektive ließ keine Annährung zu. Also große Gefühle stehen hier sicher nicht im Zentrum des Romans. Es war für mich eher wie eine kühle Aufzählung von Ereignissen. Sicherlich hat Jill einige dramatische Erfahrungen gemacht, die gewisse Handlungen von ihr nachvollziehbar machen. Aber so im Großen und Ganzen war sie für mich eine unheimliche Person. Dieser Roman beinhaltet eine gewisse Tragik und reißt auch ein wenig die politischen Wandlungen jener Zeit an. Aber ich will nun garnicht so weit ausholen und die Geschichte in ihre Einzelheiten zerpflücken jeder sollte sich wie immer sein eigenes Urteil bilden, für mich jedoch war es einer der nicht so guten Bücher dieses Jahr. 

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  • Das Leben im Outback mit einer jungen Liebe erfüllt von Hass und Demut!

    Jack und Jill

    Floh

    Wenn es einer Autorin gelingt, den Grat zwischen idyllischer Atmosphäre, Vergangenheit und finsterer Erlebnisse und die nagende Situation der Gegenwart in einem Roman zu vereinen, dann ist es die gefühlvolle und ambitionierte Autorin Helen Hodgman, die Ernsthaftigkeit und Beklemmung mit einer stimmigen Brise Humor und bestimmten schwarzen Noten versehen kann. Ihr Roman „Jack und Jill“ entführt auf eine Reise, die sich wie ein Kinofilm vor dem inneren Auge abspielt. Erschienen im Knaus Verlag (http://www.randomhouse.de/knaus/) Inhalt: „Ein Roman wie ein Film von David Lynch – abgründig, gefährlich, anziehend Nach dem Tod der Mutter lebt Jill mit ihrem Vater allein auf einer Farm im australischen Outback. Die beiden führen ein einfaches, aber zufriedenes Leben. Bis eines Tages Jack vor der Tür steht. Misstrauisch beobachtet der Vater, wie die heranwachsende Jill die Nähe des jungen Wanderarbeiters sucht. Doch weder Jack noch Jill haben gelernt, über ihre Gefühle zu sprechen. Langsam, aber stetig verwandelt sich ihre Liebe in Hass. Die Geschichte zweier Menschen, die weder zueinander finden noch voneinander lassen können, besticht durch einen unverwechselbaren Ton und eigenwillig exzentrische Figuren. Der Roman wurde bei seinem Erscheinen mit dem Somerset Maugham Award ausgezeichnet.“ Schreibstil: Der Autorin ist ein Roman der düsteren, aber auch sehr emotionalen Töne gelungen, der nicht nur aufgrund der authentischen Geschichte und der bewegenden Begebenheiten intensiv erscheint. Besonders der geschickte Aufbau des Romans, bei dem zwischen Vergangenheit und dem gegenwärtigem Zeitpunkt ein schmaler Grat bewältigt wird. Eine junge und unbeholfene Liebe hinter sagenhaften Kulissen, die in bitteren Hass und Verletzung umschlägt. Hilflos, rabenschwarz und so tiefgründig… Durch Gedanken, Erzählungen, Protokolle und Sinnbilder wird diese Geschichte aus einer dritten Sicht erzählt. Abwechselnd wird Jills Gefühlswelt und auch Jacks Leben durchleuchtet und erzählend zusammengefügt. Hier wird man als Leser durch die dritte Person als Zuschauer und Betrachter der Situationen. Ein gekonnter und aber auch üblicher Schachzug mit einer vorsichtigen und zurückhaltenden Herangehensweise. Dieser Schachzug der Autorin Helen Hodgman erzeugt aber leider wenig Nähe und Verbundenheit. Diese Erzählperspektive hält den Leser hier etwas auf Distanz und man kann sich nur wenig einfühlen, was ich sehr schade finde. Die Beschreibungen des harten Lebens, des Verlustes, das Leben mit dem Vater im Outback, das Erscheinen von Jack, die neue Gefühlswelle und die Rebellion, das Erwachsenwerden, mit all seinen Entbehrungen und Traditionen sind von der Autorin voller Verbundenheit und Herzblut niedergeschrieben und werden so enorm nachempfindbar für den Leser. All diese Facetten der Schriftstellerei versetzten mich während des Lesens wahrlich an die Kulissen des weiten Australiens und des harten Lebens dort. Meinung / Eindrücke: Das Buch ist definitiv kein reißerischer oder lebhafter Roman, es ist ein Werk der ruhigeren Töne, der großen Emotionen und der beschatteten Ereignisse. Auflockerung bringt hier gewiss der besondere Sinn für Humor, zynischen Dialogen und Weltansichten. Die Ängste und Hoffnungen von Jack und Jill wirken still und somit umso eindrücklicher, schwermütiger. Dann jedoch braust diese Liebe enorm auf und verwandelt sich in etwas ganz anderes. Ist es Hass? Kann Liebe zu solchen Hass anschwellen? Dieses Buch gut, richtig gut. Es stellt den Leser vor einer Zerreißprobe zwischen mit Herz und Schwermut zu verschlingen und mit Ärgernis zu verdauen. Ein Buch voller Facette und Leben. Wenn es noch etwas mehr Tiefe und Halt besessen hätte, wäre ich ganz und gar zufrieden. Man merkt jedoch sofort, dass die Autorin weiß wovon sie erzählt, da sie ein sehr beeinflusstes und besonderes Leben führt. Sie hat schon viele Orte gesehen und konnte somit viele Eindrücke und Einflüsse mitnehmen, die sie nun in ihre Worte und Geschichten verpackt. Bisher war mir diese Autorin unbekannt, doch gerne möchte ich mir ihre bisherigen Titel ansehen und kennenlernen. Meiner Meinung nach stellt dieser Roman ein berührendes und zugleich erschreckendes Portrait einer verurteilten Seele dar, das mich dank der vielen Einblicke und Nuancen überzeugen konnte. Klare Leseempfehlung für all diejenigen, die sich auf einen leisen und dennoch eindringlichen Gesellschaftsroman samt hoher Gefühlswelle und Wendung einer Liebe einlassen wollen. Ein Buch, welches für Beklemmungen aber auch großartige Vielfalt und atmosphärischer Schauplätze und Kulissen sorgt. Kritikpunkt: Da die Thematik doch sehr erdrückend und emotionsgeladen ist, hätte ich mir hier gern einen anderen Erzählstil gewünscht. Hier sorgt die dritte Person leider für etwas Distanz und wenig Tiefe, die jedoch nötig wäre, um all die ganzen Gefühle ganz aufnehmen und miterleben zu können. Das finde ich sehr schade, da dieses Buch sonst so bezaubernd schön und rund wäre. Aber ohne wirkliche Tiefe und Nähe gibt es zu wenig Intensität um ganz intensiv im Gedächtnis zu bleiben. Die Charaktere: Beide Hauptprotagonisten mochte ich sehr gern. Ihre Vergangenheit und ihre Traumata sorgen für Schock und Mitgefühl. Zunächst wird uns die Geschichte von Jill erzählt. Wir erleben wie sie im Outback mit ihrem unterkühlten Vater aufwuchs, was sie erlebt und was das Ganze aus ihr macht. Bereits als Kleinkind hat sie ein schweres Trauma zu ertragen. Der Wanderarbeiter Jack sucht Tätigkeit auf der Farm von Jills Vater. Jill fühlt sich auf besondere Weise zu Jack hingezogen. Diese Anziehungskraft beruht auf ein ganz tragisches Erlebnis, welches Jill nie wirklich für sich verarbeitet hat. Jack ist von ganz spezieller Natur, er wirkt eigen und von sich überzeugt, ihm ist es egal, was andere von ihm halten und wie er ihnen begegnet. Zwischen Jack und Jill baut sich eine ganz besondere Beziehung auf. Will man es Liebe nennen? Hass? Demut? Aber auch in die Situation des unterkühlten hart arbeitenden Vaters konnte ich mich gut versetzen. Ob ich ihre Aktionen und Beweggründe verstehe steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Sehr gut gelungen ist es der Autorin Helen Hodgman, aufzuzeigen, wie unterschiedlich sich Jack und Jill im Laufe der Geschichte entwickeln, wie die Rollen sich umdrehen, sie beide füreinander sorgen und sich brauchen und zerstören. Bewundernswert finde ich sowieso, wie beide ihr Leben meistern, sich arrangieren, annähern, abstoßen und beeinflussen. Auch die anderen Charaktere, denen Jack und Jill auf ihrer Reise begegnen, sind lebhaft skizziert. Gesamt fehlt es hier jedoch an Tiefe und Nähe, da der Erzählstil wenig Raum für intensivere Gefühle zulässt. Die Autorin: „Helen Hodgman, 1945 in Schottland geboren, zog als Jugendliche mit ihrer Familie nach Tasmanien. 1976 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, der von der Kritik begeistert aufgenommen wurde. Mit ihrem zweiten Roman gewann sie 1978 den Somerset Maugham Award, mit ihrem dritten den Christina Stead Prize. 1983 erkrankte Helen Hodgman an Morbus Parkinson. Sie lebt heute, nach längeren Aufenthalten in England und Kanada, wieder in Australien.“ Das Cover: Eine düstere Leichtigkeit versprüht dieses Bild trotz der hellen Blumen. Gedeckten Farben, wie ein Stillleben. Einladend und gut gewählt. TOP. Fazit: Ein sehr emotionales, leises und bestimmtes Buch. Die Autorin hat Wiedererkennungswert und setzt sich auch mit „Jack und Jill“ ein Mal. Eine glatte 4 Sterne Leseempfehlung.

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    • 6

    Cridilla

    12. October 2015 um 23:50
    Avirem schreibt Die Thematik klingt interessant, doch bin ich mir nicht sicher ob es etwas für mich ist.

    Geht mir gerade ähnlich, aber ansonsten: wieder eine Ausnahmerezi!

  • Ein etwas anderer Roman, der vor allem durch Düsterheit und Schmerz besticht

    Jack und Jill

    aly53

    Hier wird uns die Geschichte von Jill erzählt. Wir erleben wie sie aufwuchs, was sie erlebt und was das Ganze aus ihr macht. Bereits als Kleinkind hat sie ein schweres Trauma zu ertragen. Ich denke, dieses Erlebnis hat sie geprägt und das aus ihr gemacht , was sie letztendlich wurde. Ihr Vater hat immer gearbeitet und eigentlich nie wirklich zeit für Jill. Dann lernt sie Jack kennen und auch mit ihm verbindet sie ein Erlebnis, daß sie nie wirklich verarbeitet hat. Jack ist seltsam, das war mein erster Eindruck. Ihm ist egal was andere von ihm denken und was er Ihnen antut. Bei dem was zwischen Jill und Jack passierte, war ich wirklich geschockt. Es hätte mich wohl auch ziemlich mitgenommen. Aber diese Geschichte ist so düster, trocken und emtotionslos verfasst. Das man keinen richtigen Draht zu den Protagonisten entwickeln kann, trotzdem fühlt man sich wie in einem Sog. Es ist so beklemmend und voller Dramatik gezeichnet, daß es eine eigenartige Faszination auslöst. Man liest das ganze quasi als Zuschauer. Aber dennoch ist der Verlauf ziemlich erschreckend und vielschichtig gestaltet. Auf ihrem Weg haben Jack und Jill viel an Leid und Schmerz zu ertragen. Aufgrunddessen das sie sich miteinander in eine ziemliche Abhängigkeit begeben, sind sie immer aneinander gefesselt. Sie lieben und sie hassen sich gleichzeitig. Sie können nicht ohne einander, aber auch nicht miteinander. Es ist ein Teufelskreis, aus dem es kein entrinnen gibt. Zwischendurch bekommen wir auch einen kurzen Einblick auf die Kriegszeit geboten und was es für Folgen für die beiden hat. Jill ist im späterem Leben Schriftstellerin geworden. Aber ist es das was sie wirklich will? Oftmals machte sie auf mich einen ziemlich verlorenen und verbissenen Eindruck, sie wirkte aber auch gleichzeitig stark und voller Kraft. Die Handlungsstränge sind sehr vielschichtig und unvorhersehbar gestaltet. Es ist quasi eine Reise in die Welt von Jack und Jill. Die vor allem durch Demütigungen und Verbitterung, sowie Aggression und Abhängigkeit bestimmt wird. Oftmals hat es bei mir Mitleid erzeugt, richtigen Schmerz oder Zugehörigkeit konnte ich nicht empfinden. Die Spannung ist die ganze Zeit unterschwellig spürbar. Der Abschluss erschien mir etwas abrupt. Aber ich denke, ich habe es trotzdem verstanden, warum es so endete. Die Charaktere wirken allesamt etwas düster, aber durchaus authentisch. Sie alle haben Ecken und Kanten, die sie menschlicher erscheinen lassen. Hierbei erfahren wir alles aus der Sicht der dritten Person. Wir bekommen Einblicke in das Leben von Jack und Jill, auch in ihre Gedanken. Mal geht es um Jill, ein anderes Mal um Jack. Fand ich mal ganz schön, denn das erschafft mal ganz andere Blickwinkel. Die einzelnen Kapitel haben eine normale Länge. Der Schreibstil der Autorin ist trocken und recht düster. Aber er reißt auch ziemlich mit, irgendwie kann man sich einfach nicht von dieser Geschichte lösen. Das Cover und auch der Titel sind gut gewählt. Denn es ist ein Buch voller Tragik und Schmerz. Fazit: Ein etwas anderer Roman, der vor allem durch Düsterheit und Schmerz besticht. Auf seine ganz eigene Art und Weise übt er einen Sog aus, dem man sich nicht entziehen kann. Jack und Jill sind anders und gerade das macht sie so besonders. Eine klare Leseempfehlung. Ich vergebe 4 von 5 Sternen, weil mir doch die Zeitangabe gefehlt hat, als es passiert ist. Es tauchte leider nur einmal eine Jahreszahl auf. Aber man wusste eigentlich nie, wie alt Jack und Jill wirklich sind und das fand ich doch etwas schade.

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