Helen Macdonald

 3.9 Sterne bei 105 Bewertungen
Autorin von H wie Habicht, Falke und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Helen Macdonald

Die britische Autorin, Lyrikerin und Historikerin Helen Macdonald, geboren 1970, arbeitet für die Fakultäten Geschichte und Philosophie der Wissenschaften an der University of Cambridge. Ihr herausragendes Sachbuch "H wie Habicht" (erschienen im August 2015 bei Allegria) erhielt den renommierten Samuel Johnson Prize sowie den hochdotierten Costa Award.

Alle Bücher von Helen Macdonald

Cover des Buches H wie Habicht (ISBN:9783548377353)

H wie Habicht

 (82)
Erschienen am 17.11.2017
Cover des Buches Falke (ISBN:9783406705748)

Falke

 (10)
Erschienen am 31.03.2017
Cover des Buches H wie Habicht (ISBN:9783957130129)

H wie Habicht

 (4)
Erschienen am 10.08.2015
Cover des Buches H is for Hawk (ISBN:9780099575450)

H is for Hawk

 (8)
Erschienen am 26.02.2015
Cover des Buches Wozu Vögel, Bücher, Jazz? (ISBN:9783884232354)

Wozu Vögel, Bücher, Jazz?

 (1)
Erschienen am 01.03.2005
Cover des Buches Jane Birkin 159 Success Facts (ISBN:9781488878909)

Jane Birkin 159 Success Facts

 (0)
Erschienen am 12.01.2015

Neue Rezensionen zu Helen Macdonald

Neu

Rezension zu "H wie Habicht" von Helen Macdonald

Die Freiheit im Flug
kassandra1010vor 4 Monaten

Für einen großen Vogelbewunderer wie mich kam „H wie Habicht“ gerade recht. Doch Helens Geschichte ist nicht einfach erzählt.


Nachdem ihr Vater unerwartet an einem Herzinfarkt stirbt, fühlt sie sich verlassen, einsam und von der Welt nicht mehr verstanden.


Ihre Zweifel sind so groß, dass sie sich im Gegenzug dazu beschließt, mit einem neuen Jagdvogel zu beglücken.


Schon als Kind war sie der Falknerei und den Greifvögeln erlegen und hat, unterstützt von ihrem Vater, dieses Hobby mit aller Leidenschaft verfolgt.


Bücher über Bücher häufen sich in Helens Wohnung. Von den Grundzügen der Falknerei bis hin zu historischen Werken über die Greifvögelabrichtung ist alles was an Literatur existiert, vorhanden.


Um gehen ihren großen Verlust anzukämpfen, beschließt sie, sich ausgerechnet einen Habicht zuzulegen. Entgegen aller Empfehlungen tritt Mabel in ihr Leben. Dieser Vogel jedoch zwingt ihr einen Willen auf, der sich nur schwer beherrschen lässt.


Die Welt um Helen herum verschwindet merklich. Es gibt nur noch den Vogel, den es abzurichten gilt und das mit aller Kunst und allen Feinheiten.


Begleitet wird Helen von T. H. White, der ebenfalls dem Willen eines Habichts erlag. Seine Geschichte, die bis auf den Schmerz keinerlei Übereinstimmungen mit Helen aufweist, geht tief ins Mark.


T. H. White, von Geburt an schon mit Neid, Missgunst und Überforderung belegt, versucht sich hoffnungsvoll überfordert an seinem Terzel.


Whites Schmerz und Verrohung überträgt sich immer mehr auf Helen, die in sich verfällt.


Mit der Arthursage begibt sich White in ferne und fremde magische Welten. Sein Erfolg als Schriftsteller und Falkner ist mäßig, was Helen nur noch mehr anstachelt, den perfekt abgerichteten Habicht zu erzielen.


Mit Helen Macdonald begeben wir uns tief hinein in die Geschichte der Falknerei. Das scheinbare Sachbuch verschwindet leicht in der Geschichte Helens. Helens Trauer hingegen schwindet leicht in der Detailtreue über Atzung und derlei Fachbegriffen.


Man hofft auf jedem Flug Mabels, dass er zurückkommt. Die Faust von Helen muss stets der unumkehrbare Hafen für ihren Habicht sein. Noch mehr Trauer würde man kaum ertragen.

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "H wie Habicht" von Helen Macdonald

So gar nicht meins
Buchgespenstvor 9 Monaten

Es war schon als Kind ihr Traum einen Habicht abzurichten. Als Erwachsene ist sie ausgebildete Falknerin und erfüllt sich den Wunsch. Zwischen erfülltem Lebenstraum und tiefer Zerrissenheit durch den Tod ihres Vaters, der sie immer unterstützt sind hat, gerät Helen in eine gefährliche Spirale zwischen überbordender Freude an ihrem Habicht und tiefer Depression, die sie langsam zerreibt.

Selten ist mir eine Inhaltsangabe so schwer gefallen. Bis zum Schluss habe ich mich gefragt, worum es hier eigentlich geht. Nicht einmal sprachlich konnte mich dieses Buch mitnehmen. Neben sehr interessanten Informationen zur Falknerei gibt es hier nicht viel Erwähnenswertes. Über allem liegt eine düstere Stimmung, immer wieder aufgeladen mit der Brutalität der Natur. Angereichert wird die Geschichte mit biografischen Versatzstücken zum Leben und Werk von T.H. White – beschränkt auf seine düstere, brutale Seite. Sein Werk wird ausschließlich auf die Aspekte der Falknerei und Fehler sowie Grausamkeiten hin interpretiert.

Das Buch mag viele Ansätze bieten, die zur Interpretation geeignet sind, aber mich hat es nicht gereizt. Keine Geschichte, die für mich irgendeinen Unterhaltungswert hatte, keine Sprache, die mich mitgenommen hätte – es bleibt der Eindruck eines inhaltsleeren und düsteren Buches zurück. Schade, denn ich hatte mir mehr erhofft.

Kommentare: 1
25
Teilen

Rezension zu "H wie Habicht" von Helen Macdonald

H wie Habicht
Wuestentraumvor einem Jahr

Helen Macdonald's Traum als kleines Mädchen ist es, Falknerin zu werden. Ihr Vater bringt ihr viele Dinge bei, vor allem Geduld und Selbstvertrauen. Er ist eine wichtige Bezugsperson in ihrem Leben. Als ihr Vater stirbt, beginnt eine lange Trauerphase für Helen. Dann entschließt sie sich, ihren eigenen Habicht abzurichten. Alle ihr bekannten Falkner raten ihr von einem Habicht ab, da sie launisch und nicht zu zähmen seien. Doch sie ersteht ein beeindruckendes Habichtweibchen, welches sie auf den Namen Mabel tauft. Eine lange und abenteuerliche Reise beginnt, dieses tolle Tier zu zähmen.

Helen hat viele Bücher über Falkner, aber auf eines kommt sie immer wieder zu sprechen, nämlich ein Buch von T.H. White "The Goshawk". Er lebte vor Hunderten vor Jahren, war Homosexuell und einsam und hatte sich in den Kopf gesetzt, einen Habicht abzurichten. Doch er machte viele Fehler, schrieb seine Erfahrungen aber alle in dem Buch auf, und Helen war wie hypnotisiert von diesem Buch und es kamen immer wieder Ausschnitte daraus zur Sprache.

Besonders eindrücklich in "H wie Habicht" ist, dass viele Dinge, die mit der Zähmung des Habichts zu tun haben, Parallelen aus dem menschlichen Leben sind und damit verbundenen Weisheiten, die einem sehr zu Herzen gehen.

Helen beschreibt ihren Weg der Zähmung von Mabel, der sehr detailliert und interessant beschrieben ist. Gleichzeitig geht es um die Trauer um ihren Vater und ihre Erinnerungen an ihn.

Der Schreibstil war für mich etwas gewöhnungsbedürftig, aber Helen hat durch die Geschichte selbst mich gefangen genommen, so dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Wissbegierig und interessiert las ich alles, was es über Habichte zu wissen gab. Gefühlvoll und sensibel würde ich die Erzählweise benennen.

Obwohl es schon eher an eine Art Sachbuch erinnerte, hatte ich nicht eine Minute das Gefühl, dass es sich hierbei um ein Sachbuch für Habichte handelte. Im Gegenteil, es war für mich die Lebensgeschichte von Helen und ihrem Habicht Mabel, wie sie ihn erwarb, sich ihr annäherte, die beiden sich vertrauten und eins wurden.

Fazit:
Eine beeindruckende und interessante Geschichte von Helen Macdonald und ihrem Habicht Mabel, gefühlvoll, sensibel und wunderschön erzählt, die mich sehr ergriffen und berührt hat.

Kommentare: 5
133
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Helen Macdonald im Netz:

Community-Statistik

in 216 Bibliotheken

auf 40 Wunschlisten

von 9 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks