Helen Oyeyemi

 3,9 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Das Ikarus Mädchen, White Is for Witching und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Helen Oyeyemi

Helen Oyeyemi hat bisher fünf Romane veröffentlicht. 2010 gewann sie den Sommerset Maugham Award, 2012 den Hurston/Wright Legacy Award, und 2017 wurde sie mit dem PEN Open Book Award für »Was du nicht hast, das brauchst du nicht« ausgezeichnet. Helen Oyeyemi steht auf Grantas Liste der »Best Young British Novelists«.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Helen Oyeyemi

Cover des Buches Das Ikarus Mädchen (ISBN: 9783833303883)

Das Ikarus Mädchen

 (7)
Erschienen am 01.09.2006
Cover des Buches Was du nicht hast, das brauchst du nicht (ISBN: 9783959881036)

Was du nicht hast, das brauchst du nicht

 (3)
Erschienen am 08.10.2018
Cover des Buches White Is for Witching (ISBN: 9781594633072)

White Is for Witching

 (4)
Erschienen am 04.02.2014
Cover des Buches Boy, Snow, Bird (ISBN: 9781447237143)

Boy, Snow, Bird

 (2)
Erschienen am 12.03.2015
Cover des Buches Mr. Fox (ISBN: 9781594486180)

Mr. Fox

 (2)
Erschienen am 06.11.2012
Cover des Buches Gingerbread (ISBN: 9781447299431)

Gingerbread

 (1)
Erschienen am 07.03.2019
Cover des Buches The Icarus Girl (ISBN: 140007875X)

The Icarus Girl

 (1)
Erschienen am 25.04.2006
Cover des Buches Peaces (ISBN: 9780593192337)

Peaces

 (1)
Erschienen am 06.04.2021

Neue Rezensionen zu Helen Oyeyemi

Cover des Buches Gingerbread (ISBN: 9781447299431)
L

Rezension zu "Gingerbread" von Helen Oyeyemi

einfach nur crazy, aber im besten Sinne
LadyMayvor einem Jahr

Das Buch war einfach nur crazy. Ich kann noch nicht mal eine vernünftige Zusammenfassung dessen geben um was es geht, also direkt zu meiner Meinung. 

Ich hatte ein paar Startschwierigkeiten und musste mich erstmal an den Stil gewöhnen, aber als ich drin war mochte ich es sehr gern. Die Story ist sehr crazy (und ja ich wiederhole mich), aber genau das mochte ich daran. Es war so undurchschaubar, ich war stets gespannt, was die Autorin als nächstes aus dem Hut zaubert. 

Empfehlung, wenn man eine Märchenadaption möchte, die seeeehr anders ist.

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Cover des Buches What Is Not Yours Is Not Yours (ISBN: 9781447299363)
zeilenrauschens avatar

Rezension zu "What Is Not Yours Is Not Yours" von Helen Oyeyemi

Von geheimnissvollen Rosengärten und lebenden Puppen
zeilenrauschenvor 2 Jahren

Ich habe bisher nur komplette Romane oder Reihen gelesen, aber keine Kurzgeschichten. Aber ich wollte es gerne mal austesten, insbesondere wenn diese Geschichten aufeinander Bezug nehmen und so trotzdem über das Buch hinweg einen Zusammenhang schaffen.

Leider hat mich diese Sammlung mystischer, magischer Geschichten nicht komplett begeistern können. Einige Erzählungen haben mir gefallen, insbesondere wenn märchenhafte Elemente mit eingeflochten wurden. Zum Beispiel Oyeyemis Neuinterpretation von Rotkäppchen, ihre allererste Geschichte über einen versteckten Rosengarten oder die letzte Geschichte, die sie sich kritisch mit Mobbing auseinandergesetzt. Sie spielt zudem in einer unaufgeregten Art mit Stereotypen und Gender-Klischees.

Die Hälfte der Erzählungen wiederum waren mir aber zu vage, zu konfus, schlicht zu langweilig oder haben in mir einfach zu viel Verwirrung ausgelöst. Sie arbeitet bewusst mit dem Element des Grotesken und Absurden - doch für mich war es zu oft einfach zu viel des Guten. Ich hatte bei der Hälfte des Buches das Gefühl, ohne erkennbaren Abschluss aus den Geschichten geworfen zu werden. Ich schätze, ihre Art der Erzählung war in Konsequenz einfach nicht mein Fall. Auch wenn ich schätze, wie kreativ und vielfältig sie schreibt.

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Cover des Buches Was du nicht hast, das brauchst du nicht (ISBN: 9783959881036)
L

Rezension zu "Was du nicht hast, das brauchst du nicht" von Helen Oyeyemi

Über Aus- und Eingänge im Leben
Lesefreund6203vor 4 Jahren

Über Aus- und Eingänge im Leben

„An der Rezeption des Glissando können Gäste alles verlangen und bekommen, ganz egal, was“.

Und da Frederick Barrandov Senior, nach einer Haftstrafe, die mit dem Reparieren von Uhren zu tun hatte (was mit dem speziellen Hintergrund der Zerstörung dieser Uhren mehr zu tun hat, als mit den Uhren selbst) als Hausmeister und Faktotum in diesem Hotel arbeitet; und da seine Frau, im herrschenden System durchaus einflussreich, unter beruflichen Druck gerät (was in jenem System kein besonders optimistisches Zeichen für die Zukunft ist), steigt der mütterliche Drang, ihren Sohn, Frederick Barrandov Junior, zu einer sinnvollen und sicheren Tätigkeit als Nachfolger seines Vaters zu führen.

Freddy allerdings hat damit wenig im Sinn. Zunächst. Und spürt doch den Druck der Enttäuschung seiner Mutter, mit Folgen.

Denn neben seiner Wohngemeinschaft (mit Pierre, der eine ganz besondere Fähigkeit besitzen soll, wie Aisha, von Freddy umschwärmte Frau, bedauerlicherweise persönlich zu wissen scheint) und seiner Arbeit (Konzentration ist gefordert, eine Ahnung von dieser Arbeit zu bekommen, was sich allerdings recht bald bei fortschreitender Lektüre als überflüssig erweisen könnte) und seinem Drang hin zu Aischa wird auch Freddy eher unverhofft eines Tages um etwas gebeten.

Und wie bekannt, im Glissando bekommt jeder Gast, was er begehrt (außer einer Sache, die nebulös Grenzen setzt, wo keine sein sollten. Während Begrenzungen dort fehlen, wo sie nicht unwichtig wären, was das Wohlergehen eines Promi-Paares angeht).

So macht Freddy sich auf den Weg, den Wunsch des Mannes zu erfüllen. Und zieht den Leser mit in eine Melange von Realitätserweiterungen, DNA Tests und im Lauf der Zeit fast zwanghafter Versessenheit des jungen Mannes, einen Keil zwischen das Paar zu treiben.

Warum? Wozu? Und was geht es ihn an? Das benötigt Fantasie und Vertiefung in den teils assoziativen Text, den Oyeymemi mit vielen Anspielungen, mythischen Wendungen und einem herrlichen Sinn für den Unsinn von Realitäten sprachlich intensiv auf den Weg bringt.

Und obwohl die einzelnen Geschichten im Buch thematisch in sich abgeschlossen vorliegen, liegt einer der Schlüssel zum Verständnis der bildreichen Blicke auf „Schlüssel“ im wortwörtlichen und hoch übertragenen Sinne (für Freddy ist seine Aufgabe natürlich auch eine Art „Schlüssel“ zur Anerkennung seiner Mutter und zum Eintritt in die Welt seiner Eltern und seiner Schwester. Wenn das wirklich erstrebenswert sein sollte) im Buch vielleicht einige Seiten zuvor und wäre dort unter dem Stichwort „Präsenz“ zu finden.

Dort, wo „J“ Jill dem Gespräch mit „J“ Jacob, ihrem Mann, lieber tagelang ausweicht. Fantasien sind eben realer als die eigentlichen Fakten, zumindest, wenn man die Fakten lieber nicht hören möchte.

Ein Ausweichen, innerhalb dessen Oyeyemi die gesamte innere Geschichte dieser Ehe und der Person Jills vor den Augen des Lesers in markanter und bildreicher, fantastischer und weggleitender, Sprache ausrollt. Während Jacob ein Programm der „Präsenz“ entwickelt, eine „Implosion der Erinnerungen“. Bei denen man hier und da nicht alleine sein könnte, auch wenn die Türen verschlossen bleiben. Vielleicht ist es tatsächlich so, dass alles, was (nicht nur) in dieser Geschichte erzählt wird, nur eine Schilderung dessen ist, was das Programm eigentlich anbieten sollte. Was eine gewisse Kälte erklären würde, die im Experiment dann massiv eintritt. Was viewlleicht nicht ohne Grund an „The Sixth Sense“ erinnert.

Doch klare Auflösungen, einfache Handlungen mit verständlichem Ende, dem sperrt sich Oyeyemi durchweg und ermöglicht dem Leser so ein ungewohntes, mehr und mehr aber faszinierendes Verbleiben in der eigenen Fantasie und den eigenen Realitäten, für die Oyeyemi dennoch Anstöße zum tieferen Verständnis und gedanklichen Erweitern auch der eigenen Möglichkeiten durchaus liefert.

Wenn man sich auf diesen außerordentlichen, fantasie- und bildreichen Stil einlässt. Um damit eine ganz eigene Welt zu betreten, die auf jeder Seite anregt und andere Blickwinkel auf (eigentlich) vertraute Dinge ermöglicht.

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