Neuer Beitrag

TanjaMaFi

vor 1 Jahr

Bewerbungen

England zwischen Krieg und Frieden

1914 herrscht ein typischer Sommer in der idyllischen Kleinstadt Rye in Sussex. Agatha, deren Mann ein hoher Beamter ist, glaubt nicht so recht an einen drohenden Krieg. Viel interessanter ist, dass ihre Neffen Hugh und Daniel zu Besuch kommen und die Schule mit Beatrice Nash eine weibliche Lehrkraft für das Fach Latein eingestellt hat. Doch während Beatrice in der Kleinstadt Fuß fasst und den Cousins Hugh und Daniel näher kommt, bricht der Erste Weltkrieg aus.

In „Der letzte Sommer“ nimmt uns Helen Simonson mit auf eine Reise ins England der Edwardischen Epoche, in eine Zeit des prekären Friedens, in der Liebe und Leidenschaft ebenso möglich sind wie Angst und Tod, in der Frauen nach Unabhängigkeit streben und Männer in den Krieg ziehen. Möchtet ihr diese ebenso aufregende wie unsichere Zeit mit den Bewohnern von Rye erleben? Dann bewerbt euch gleich für unsere Leserunde.

Mehr zum Inhalt
Im Sommer 1914 besucht der Medizinstudent Hugh seine geliebte Tante Agatha, deren Ehemann ein hoher Beamter in der Regierung ist. Er wird begleitet von seinem Cousin Daniel, der von einem Leben als Poet und englischer Gentleman träumt. Agatha besteht darauf, dass das Säbelrasseln auf dem Balkan unbeachtet verklingen wird und dass König, Kaiser und Zar wie immer in ihren Sommerurlaub gehen werden. Zudem ist sie mit weitaus Wichtigerem beschäftigt: Seit kurzem ist sie Mitglied des örtlichen Schulbeirates und befürwortet die Einstellung einer weiblichen Lehrkraft. Als Beatrice Nash mit einem Schrankkoffer und riesigen Bücherkisten in der Kleinstadt ankommt, ist schnell klar, dass sie deutlich freidenkender – und attraktiver – ist, als eine Lateinlehrerin es sein sollte. Beatrice, die kürzlich ihren Vater verloren hat, will vor allem in Ruhe gelassen werden. Ihre ganze Energie fließt in ihre Schriftstellerei und in das Entmutigen möglicher Heiratskandidaten. Nichts ist Beatrice wichtiger als ihre Unabhängigkeit. Doch Daniels Charme und Hughs scharfer Verstand wie auch sein nobler Charakter lassen sie in ihrer Haltung schwanken. Mit Ausbruch des Krieges findet der idyllische Sommer ein jähes Ende. Als die Bewohner von den ersten Soldaten Abschied nehmen müssen, ahnen alle, dass sich ihr Leben grundlegend ändern wird.

Mehr zur Autorin
Helen Simonson ist gebürtige Engländerin und wuchs in East Sussex auf. Nachdem sie jahrelang auf dem Land gelebt hatte, zog es Helen in die Großstadt. Sie studierte an der London School of Economics und machte dort auch ihren Abschluss. Danach machte sich die Autorin auf den Weg nach Amerika, wo sie nun schon seit über 30 Jahren lebt. Zunächst arbeitete sie in der Werbung, doch als sie Mutter wurde und mit ihren zwei Kindern zuhause blieb, begann Helen zu schreiben. Im Alter von 45 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Roman "Mrs Alis unpassende Leidenschaft", der unter anderem ein New York Times-Bestseller wurde. Mittlerweile ist ihr zweites Buch "Der letzte Sommer" erschienen, das, wie bereits ihr Debüt, ihre englischen Wurzeln erraten lässt. Helen Simonson lebt mit ihrem Mann und den beiden Söhnen in New York und bewohnt zusammen mit ihrer Familie ein altes Holzhaus in Brooklyn. 

Gemeinsam mit DuMont verlosen wir 25 Exemplare von Helen Simonsons bewegendem Roman „Der letzte Sommer“. Wenn ihr die Bewohner von Rye kennen möchtet, klickt einfach auf den „Jetzt bewerben“-Button* und löst folgende Aufgabe:

In „Der letzte Sommer“ lernen wir viele Figuren aus verschiedenen sozialen Schichten und mit unterschiedlichen Berufen kennen. Stellt euch vor, ihr würdet Anfang des 20. Jahrhunderts in einer englischen Kleinstadt leben. Welche Rolle würdet ihr gerne einnehmen und warum?

Ich bin gespannt auf eure Antworten und drücke euch die Daumen!


*Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

Bitte beachte, dass Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken können.

Autor: Helen Simonson
Buch: Der letzte Sommer

TanjaMaFi

vor 1 Jahr

Wie gefällt euch die Epoche, in der "Der letzte Sommer" spielt?

"Der letzte Sommer" spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in einer Zeit, in der sich Großbritannien, wie auch viele andere Länder, im Wandel befand. Strukturen, die über Jahrzehnte unverändert geblieben waren, werden nun in Frage gestellt. Frauen kämpfen für ihr Wahlrecht, die Oberschicht verliert an Status und nicht zu letzt stellt der Erste Weltkrieg alles in Frage, woran geglaubt wurde.
Diese spannende Zeit des Umbruchs erfreut sich großer Beliebtheit, wie Serien wie Downton Abbey und Mr. Selfridge sowie Bücher wie Ken Folletts "Sturz der Titanen" und Judith Kinghorns "Die Sommertänzerin" zeigen. Was gefällt euch besonders an dieser Epoche?

Janglemaus

vor 1 Jahr

Bewerbungen

Das Buch klingt ja mal sehr interessant. Ich mag historische Bücher und wie sich die Lage vorm 1. Weltkrieg gewandelt hat finde ich sehr spannend.

Welche Rolle ich zu dieser Zeit gerne einnehmen würde ist ne gute Frage! Ich denke damals war es viel einfacher wenn man gut betucht war und in Geld baden konnte. Was nicht heißen soll, dass ich gerne ein Adel gewesen wäre. Ein Ball schöne Kleider klingt alles sehr verlockend und davon träumte bestimmt jeder aber ich glaube ich wäre gerne eine einfache Person gewesen, die in einer Bibliothek gearbeitet hätte. Ich finde das klingt sehr interessant - Bibliothekarin, damals wurden wenigstens noch Bücher gelesen und der Geruch von Bücher würde mich sehr erfreuen!

Beiträge danach
571 weitere Beiträge (Klassische Ansicht)
Beiträge davor

dreadwolfdreams

vor 11 Monaten

7. Leseabschnitt: Kapitel 28 - Epilog
Beitrag einblenden

Mir ging es ähnlich wie euch, ich habe den letzten Abschnitt in einem Rutsch durchgelesen, obwohl mir die Tränen manchmal ziemlich die Sicht verschleiert haben.
Daniel... oh Daniel. Kein Protagonist hat mich in diesem Jahr so bewegt wie du. Ich mochte ihn schon bei seinem ersten Auftritt, mit seiner exzentrischen, aber absolut loyalen Art hat er dieses Buch ungemein bereichert. Und nun geht es für ihn mit einer qualvollen Kopfverletzung zu Ende... Ich bin sprachlos. Ja, ich hatte geahnt, dass er nicht zurückkehrt. Aber ich hatte so sehr gehofft, dass ich mich irre. Er steht für mich für die zahlreichen Soldaten, deren Geschichte von Loyalität und Aufopferungsbereitschaft bis heute nicht erzählt wurden. Ich musste an ein Lied denken, "Nachts weinen die Soldaten" von Saltatio Mortis, das mir beim ersten Hören auch die Tränen in die Augen gejagt hat, genau wie dieses Buch.
Und Snout, er steht für die vielen Kinder, die dem Krieg zum Opfer fallen, sei es durch den Verlust ihrer Familie, ihrer Häuser oder, wie bei Snout, ihrer Unschuld, indem sie als Kanonenfutter missbraucht werden.
Auch Hugh und Beatrice haben endlich zueinander gefunden und sind über sich hinausgewachsen. Hugh als Landarzt, der lieber seiner Stadt dient als einem alten, verwöhnten Professor mit renommierter Praxis in der Stadt. Und Beatrice als Frau, die weiß, worauf es ankommt im Leben: auf Snouts Beerdigung hat sie erkannt, welche Menschen nur zur Förderung ihres Ansehens erscheinen sind und wer sich am nächsten Tag über Snouts Familie amüsieren wird. Außerdem hat sie erkannt, dass neben Celeste auch Craigmore einen Platz in Daniels Herzen hatte. Ich bin froh, dass sie am Krieg gewachsen sind und ihnen nichts zugestoßen ist. Agatha zum Beispiel ist, verglichen mit dem Beginn des Buches, nur noch ein Schatten ihrer Selbst. Eine gebrochene Frau, die in Celeste zwar eine Tochter gewonnen, aber mit Daniel auch einen Sohn verloren hat.

Ich möchte der Autorin einfach nur danken. Danke, dass sie es geschafft hat, mir die Tränen in die Augen zu treiben, und das über den gesamten letzten Abschnitt hinweg. Danke, dass sie an die jungen Männer gedacht hat, die ihre Träume begraben, um ihre Familien und Freunde zu beschützen. Danke, dass sie Snout und seinem Volk endlich eine Stimme gegeben hat. Danke, dass sie auch die Frauen bedenkt, die als Mütter, Schwestern, Töchter, Ehefrauen auf die Heimkehr ihrer Männer warten. Ein aufrüttelndes Buch, das die Schrecken der Vergangenheit nicht verunglimpft, sondern mit gerade dieser körperlichen und seelischen Grausamkeit ein Mahnmal statuiert.

dreadwolfdreams

vor 11 Monaten

Fazit/Rezensionen

Mit einiger Verspätung ist nun auch meine Rezension endlich fertiggestellt:

http://www.lovelybooks.de/autor/Helen-Simonson/Der-letzte-Sommer-1211168264-w/rezension/1318872411/1318871792/

Vielen Dank für ein wirklich außergewöhnliches Buch und eine sehr interessante Leserunde, die mich oft zum Nachdenken angeregt hat. Mir hat es viel Spaß gemacht und vielleicht sieht man ich noch einmal in einer anderen Leserunde!

Hoartje

vor 11 Monaten

4. Leseabschnitt: Kapitel 15 - 19

Ich hänge leider etwas hinterher, sorry!
Zur Entschuldigung kann ich nur sagen, dass ich nach einem Bandscheiben Vorfall ständig zur Reha und Physio muss....

Aber nun zum Buch:
Das Hopfenfest ist etwas für die jüngeren Bewohner des Dorfes, die ältere und vor allem die vornehmere Gesellschaft ist etwas entsetzt über das Verhalten, dass sie zu sehen bekommt.

Beatrice hat ihre eigene Klasse, lauter pubertäre Jugendliche, die sie als "Frau Lehrerin" noch nicht ernst nimmt.

Aber ich denke, dass wird noch alles zusammen wachsen.
Auch Snout ist in ihrer Klasse und ein paar Kinder der etwas besseren Gesellschaft.

Hoartje

vor 11 Monaten

5. Leseabschnitt: Kapitel 20 - 22

Das Stadtfest ist das gesellschaftliche Ereignis des Dorfes.
Auch in Kriegszeiten sollte für die Menschen etwas Freudiges stattfinden.
Die Nachrichten von der Front und der Weggang vieler junger Männer ist schon
traurig genug in dieser Zeit.

Die Art und Weise einiger " Showeinlagen" finde ich allerdings sehr unpassend!

Die Reaktion von Celeste zeigt deutlich wie tief solche Traumas sitzen.

Gefreut hat mich allerdings, dass sich Hugh und Beatrice näher kommen und Spaß beim Tanzen haben....bis dieses Püppchen Lucy auftaucht!

....und der Heiratsantrag....oh oh....Ich mag ihn nicht!

Hoartje

vor 11 Monaten

6. Leseabschnitt: Kapitel 23 - 27

Auf diese Verbindung wäre ich nie gekommen, aber in der damaligen Zeit waren Zweckehen völlig normal.
Aus heutiger Sicht betrachtet undenkbar, auch wenn es bestimmt immer noch genügend solcher Verbindungen gibt.
Ein Kind zu bekommen ohne verheiratet zu sein, eine Schande für die Familie und anscheinend auch für das ganze Dorf!
Von Tillingham war ich positiv überrascht, hätte ich nicht erwartet.
Von einigen Damen hingegen konnte man nichts anderes erwarten.

Hoartje

vor 11 Monaten

7. Leseabschnitt: Kapitel 28 - Epilog

Dieser Abschnitt des Buches hat mich am stärksten berührt.
Angefangen vom Wiedersehen Hugh und Daniel, über die Begegnung mit Snout und dem Vater-Sohn Gespann Wheaton.
Als der Hund von Snout erschossen wird musste ich kurz schlucken, um meine Tränen zu unterdrücken....
Ich war erleichtert, dass die Überfährt nach England geklappt hat und traurig, dass Daniel diese nicht überlebt hat.
Und als dann auch Snout noch verstirbt, war ich doch etwas erschüttert.
Agatha begann ihre Rolle als sebstbewusste und moderne Frau.
Sie hat davon immer mehr verloren und ist am Ende sogar zu einer gebrochenen Frau geworden. Einzig Celeste und das Baby werden sie wohl noch am Leben erhalten.
Beatrice ist als glückliche Frau aus der Geschichte gegangen.
Verliebt und glücklich verheiratet mit ihrem Hugh.

Hoartje

vor 11 Monaten

Fazit/Rezensionen

Ein keines Dorf in England 1914, Beatrice eine junge moderne Frau trifft dort auf eine ganz unterschiedliche Bevölkerung.
Sie soll in Rey an der Schule Latein unterrichten, als Frau zu dieser Zeit eine besondere Herausforderung.
Auch die Männerwelt ist angetan von der hübschen neuen Lehrerin.
Aber Beatrice lässt sich auf Niemanden ein. Lediglich Hugh Grant, der Neffe von Agatha Kent ihrer Befürworterin, weckt Gefühle in ihr.
Es kommen Flüchtlinge ins Dorf, die vor dem Krieg fliehen.
Ein Professor mit seiner Tochter, die geschändet wurde und selbst zur Schande für die Dörfler wird.
Ein typisches Verhalten zu dieser Zeit, ebenso wie schnell geschlossene Ehen kurz vor dem Einberufungsbefehl.
Das Buch und die Handlung sind anfangs etwas zäh und langweilig, weshalb ich auch schwer reingefunden habe in die Geschichte.
Es wurde aber zunehmend interessanter und auch flüssiger.
Ich bin immer besser in die Geschichte reingekommen, ob es am Schreibstil lag oder daran, dass die Personen mir vertrauter wurden, kann ich gar nicht so genau sagen.
Am Schluss war ich doch ziemlich traurig, dass das Buch zuende war.
Die letzten Kapitel waren die emotionalsten und bedrückendsten der Geschichte rund um Rye und ihre Bewohner während des Krieges, aber auch am besten geschrieben.

Vielen Dank für dieses Buch und das ich dabei sein durfte!

Neuer Beitrag