Helen Simonson Mrs. Alis unpassende Leidenschaft

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Inhaltsangabe zu „Mrs. Alis unpassende Leidenschaft“ von Helen Simonson

Eine zauberhafte Liebesgeschichte in bester englischer Tradition!

Major a.D. Ernest Pettigrew führt das beschauliche Leben eines echten englischen Gentleman. Ehre, Pflicht, Wohlanständigkeit, Golfclub und Nachmittagstee sind die Anker seines Witwerlebens. In einem Moment völlig unpassender Schwäche, er hat soeben eine schlimme Nachricht erhalten, lernt er die ebenfalls verwitwete Ladenbesitzerin Mrs. Jasmina Ali kennen, und aus der gemeinsamen Liebe zur Literatur erwächst eine Freundschaft und Nähe, die nicht nur die Familien der beiden, sondern das gesamte Städtchen Edgecombe St. Mary in Aufruhr versetzt.

Für Major Pettigrews Geschichte trifft Reinhard Kuhnert den perfekten Tonfall.

Etwas langatmige Geschichte mit britischem Humor und mehr Tiefgang als erwartet. Toller Sprecher!!! Etwas vollgepackte Handlung.

— Isaopera

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    Mrs. Alis unpassende Leidenschaft

    Isaopera

    17. March 2017 um 11:07

    "Mrs Alis..." ist ein gutes Beispiel für ein häufiges Problem bei Büchern und Hörbüchern: der Klappentext verrät entweder zu viel oder eigentlich gar nichts über die Geschichte. In diesem Fall war für mich Letzteres gegeben: Als Leser des Klappentextes erwartet man eine unterhaltsame und kurzweilige Geschichte mit britischem Humor. Eigentlich hat die Geschichte aber deutlich mehr Tiefgang, Irrungen & Wendungen und einige ernste Themen. Dies war für mich unerwartet, obwohl ich den ersten Unterton der Geschichte in jedem Fall mochte. Major Pettigrew ist eine sehr sympathische und authentische Figur, in die ich mich wirklich hineinversetzen konnte. Man merkt, wie seine Werte und Erziehung seine Persönlichkeit geprägt haben und dass er häufig hart mit sich selbst ins Gericht geht. Leider tut er dies kaum mit seinem wirklich unmöglichen Sohn, was mich zunehmend gestört hat.Eine zentrale Figur in diesem Buch ist Mrs. Ali, eine Ladenbesitzerin im Dorf, mit der sich eine leichte Romanze entspinnt. Hierbei ergeben sich jedoch eine Menge Hindernisse, vor allem durch die Religion und Familie von Mrs. Ali.Zudem gibt es noch die eine oder andere Nebenhandlung, die ich jetzt nicht einzeln aufzählen möchte.Man muss sagen, dass die Geschichte mir schon irgendwie gut gefallen hat und sowohl teilweise berührt als auch unterhält. Gerade der britische Einschlag zeichnet die Geschichte aus und das Hörbuch ist durch den tollen!!! Sprecher wirklich sehr empfehlenswert.Leider hatte die Handlung für mich dann doch die eine oder andere Länge und es wurde mir gerade im Mittelteil und zum Ende etwas viel. Ein bisschen weniger Wendungen oder Figuren wären für die Geschichte vielleicht nicht schlecht gewesen. Ich hatte das Gefühl, die Autorin wollte einfach zu viel hineinpacken. Nicht schlecht, aber auch kein Knaller, daher von mir 3,5 Sterne!

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  • Rezension zu "Mrs. Alis unpassende Leidenschaft" von Helen Simonson

    Mrs. Alis unpassende Leidenschaft

    Fantasie_und_Träumerei

    02. November 2012 um 19:38

    KLAPPENTEXT: Seit dem Tod seiner Frau sucht Ernest Pettigrew die Ruhe und hält sich an das, was ihm im Leben immer weitergeholfen hat: Höflichkeit, Pflichterfüllung und eine richtig zubereitete Tasse Tee. Seinem aufgeblasenen Sohn, der ihm fremd geworden ist und für dessen Verhalten er sich ständig schämt, geht er, wo er nur kann, aus dem Weg. Und auch von der aufgeregten Fürsorge seiner Nachbarinnen hält er sich fern. Früher war alles besser, seufzt Ernest sich daher in den Bart. Jeder kannte seinen Platz und stellte die Ordnung nicht in Frage. Ausgerechnet die begerzte Jasmina, Besitzerin eines Lebensmittelladens, bringt die starren Ansichten des Eigenbrötlers ins Wanken. Als die beiden sich näherkommen, löst diese ungewöhnliche Leidenschaft großes Unverständnis in ihrer Umgebung aus. AUTORIN: (Quelle: Droemer Knaur) Helen Simonson ist in East Sussex / England geboren und aufgewachsen. Nach dem Abschluss an der London School of Economics hat sie lange in der Werbung gearbeitet. "Mrs. Alis unpassende Leidenschaft ist ihr erster Roman, den sie in den wenigen Stunden, die ihr als Hausfrau und Mutter blieben, schrieb. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Washington D.C. EIGENE MEINUNG: "Mrs. Alis unpassende Leidenschaft" ist eine der schönsten und vor allem charmantesten Liebesgeschichten, die ich jemals gelesen habe. Dafür verantwortlich ist vor allem der Protagonist des Romans: Major Pettigrew. Als Gentleman und Vertreter der alten Schule,- eingeschlossen all ihrer Höflichkeiten und Konventionen-, passt er hervorragend in das Setting des Romans: ein kleines Dorf in England, das scheinbar unberührt von neumodischen Dingen, verträumt und harmonisch vor sich hin lebt. Doch der Schein trügt, denn weder die Moderne, noch der allgemeine Drang, den eigenen Willen durch zu setzen, machen vor Edgecomb St. Mary halt. Ein Wirbelsturm von Umbrüchen, in Form eines Amerikaners und eines traditionellen Balls, der jedoch eher zu einer Maskerade auf allen Linien wird, bricht über das kleine Örtchen herein. Schnell gerät auch der Major in Angelegenheiten, von denen er sich eigentlich lieber fern gehalten hätte. Doch manchmal muss ein Mann eben tun, was ein Mann tun muss ... Major Pettigrew habe ich sofort in mein Herz geschlossen, auch wenn ich mir fast sicher bin, dass ich in der Realität Schwierigkeiten mit seinen eher spiesigen Ansichten hätte. Immer wieder lässt ihn Autorin Helen Simonson Erfahrungen mit der modernen Welt machen, die sie in sarkastische Geschichten und wundervoll, warmherzige Aussagen verpackt. Major Pettigrew hat einen Blick auf verschiedene Dinge, die von wunderbarer Klarheit sind und den Leser dazu bringen vielleicht selbst die Augen ein Stück weiter zu öffnen, oder sie aus einer anderen Persepktive auf Dinge oder Menschen zu richten. "Das ersparte ihnen nicht nur ein Übermaß an Sahnesauce, sondern auch den muffigen Charme der Kellnerinnen, die allesamt aus dem Reservoir unmotivierter ortsansässiger Schulabgängerinnen stammten und sich eine aus unterdrückter Wut bestehende Grundstimmung zum Markenzeichen gemacht hatten. Viele von ihnen schienen an einer Krankheit zu leiden, die Löcher im Gesicht hinterließ. Erst nach einiger Zeit hatte der Major heruasgefunden, dass die jungen Frauen laut Clubstatuten sämtlichen Schmuck abzulegen hatten und die Löcher ihrer Zierde beraubte Piercings waren." Ohne es zu wissen und eigentlich mit ganz ernsten Absichten, sprüht seine Figur vor Witz, weswegen er von Mitmenschen oft wegen seines trockenen Humors gelobt wird. "`Hör zu, Dad, ich wollte dir nur schnell eine aufregende Neuigkeit erzählen. Sandy und ich haben im Internet ein Cottage gefunden, das für uns in Frage kommt.´`Im Internet? Sei bloß vorsichtig, Roger. Ich höre ständig, dass es da nur Betrug und Pornographie gibt.´" Des Majors ewige dunkle Wolke vor dem Sonnenschein seines ruhigen Lebens ist sein Sohn Roger. Arrogant, egozentrisch und völlig ungeniert, wenn es darum geht sich im Sinne seiner Karriere irgendwo anzubiedern, geht er nun auch noch eine Beziehung zu einer Amerikanerin ein, zu der er noch nicht mal den gebührenden Abstand einhält, der in der ersten Zeit des Kennenlernens angebracht ist. Die Leben und Eigenschaften der beiden Männer sind so unterschiedlich, dass es kaum zu glauben ist, dass sie zu einer Familie gehören. Doch nicht nur der Major fragt sich, wie es dazu kommen konnte. Es gefällt mir ausgesprochen gut, dass die Autorin dem Leser dort Freiraum gibt, slebst ein Urteil zu fällen, oder sich Gedanken zu machen, wie Roger wohl zu seinen Charaktereigenschaften gelangt ist. Auch mit dieser scheinbar amerikanischen Lebensweise, die Roger für sich gewählt hat, kann Pettigrew so gar nichts anfangen. " `Roger hat ein Auge für gutes Design´, sagte Sandy. `Er könnte glatt als Innenarchitekt durchgehen.´ Roger lief rot an. ` Wirklich?´ , fragte der Major. ` Das ist aber eine schwere Anschuldigung.´" Und obwohl der Major auch so seine eigenen und sehr strengen Ansichten zur Liebe hat, kann er nicht anders, als die sehr sympathische Nachbarin Mrs. Ali, Besitzerin eines kleinen Ladens, zu hofieren. Gemeinsame Lesestunden, das Interesse an Kipling und ihre guten Umgangsformen lassen sein Herz in ihrer Nähe höher schlagen. Selbst dann noch, als ihre pakistanische Familie in größte Aufruhr gerät. " ` In Liebesdingen sind alle Menschen gleich ´, wandte der Major ein. ` Ein kompletter Mangel an Impulskontrolle verbunden mit kompletter Kurzsichtigkeit.´" FAZIT: "Mrs. Alis unpassende Leidenschaft" ist ein wundervoller Roman, der nicht nur mit einer zarten Liebesgeschichte, sondern auch fantastisch kreierten Charakteren zu begeistern weiß. Eine Geschichte, in der es nur so von Vorurteilen und verstockten Konventionen wimmelt, die auf sehr sarkastische Art und Weise und mit Hilfe eines niveauvollen und wunderbaren Humors aufs Korn genommen werden und den Leser nicht nur zum Mitdenken anhält, sondern auch ausgesprochen vergnügliche Lesestunden bescheren.

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  • Rezension zu "Mrs. Alis unpassende Leidenschaft" von Helen Simonson

    Mrs. Alis unpassende Leidenschaft

    parden

    14. September 2012 um 16:33

    KULTUREN UND TRADITIONEN... Major Ernest Pettigrew, 68 und seit einigen Jahren Witwer, lebt zurückgezogen in einem kleinen Dorf in England. Die Nachricht vom Tod seines Bruders wirft ihn kurzzeitig aus der Bahn - und ausgerechnet da macht er die Bekanntschaft mit der Besitzerin des hiesigen Dorfladens: Mrs. Ali. Auch sie ist verwitwet, und über die Liebe zur Literatur - v.a. zu Büchern von Kipling - lernen sie sich allmählich näher kennen. Die zunehmende Freundschaft zwischen den beiden stößt nicht nur die jeweiligen Familien und die Dorfgemeinschaft vor den Kopf, sondern stellt auch eigene Lebensansichten und -erfahrungen in Frage, die bislang als unumstößlich galten. Hat die sich anbahnende Liebe zwischen dem britischen Gentleman alter Schule und der gebürtigen Pakistani überhaupt eine Chance? Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des Major Pettigrews, der zunächst recht steif und in alten Konventionen gefangen daher kommt, über die Bekanntschaft zu der verständnisvollen, klugen und gewitzten Mrs. Ali aber lernt, Vorurteile und Traditionen zu hinterfragen. Köstlich fand ich dabei den trockenen, britischen Humor, der sich oft auch im letzten Satz eines Abschnittes einfand, so dass ich mehrfach dachte: "Moment mal, was hat der jetzt gesagt?" und dabei lachen musste. Es ist ein Buch der leisen Töne, unaufdringlich und doch eindrücklich, ohne erhobenen Zeigefinger und doch zum Nachdenken anregend. Wie könnte eine Welt ohne Vorurteile aussehen? Sehr liebenswerte Charaktere, die im Laufe der Erzählung an Konturen gewinnen, und ein überaus lebensbejahendes Buch. Die Höchstpunktzahl vergebe ich allerdings trotzdem nicht, weil es sich bei dem Hörbuch um eine überarbeitete Fassung handelt. Obgleich der Sprecher Reinhard Kuhnert eine sehr gute Lesung präsentiert, hatte ich zwischenzeitlich einfach zu deutlich das Gefühl, dass da aufgrund von Kürzungen einfach ein Detail fehlt, das ich aber gerne gekannt hätte. Insofern könnte ich mir durchaus vorstellen, demnächst auch noch das Buch zu lesen. In jedem Fall aber unbedingt empfehlenswert!

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