Helen Simpson

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Nächste Station

Nächste Station

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Erschienen am 12.03.2018
Gleich, Schätzchen

Gleich, Schätzchen

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Erschienen am 28.04.2010
The Ritz London Book of Afternoon Tea

The Ritz London Book of Afternoon Tea

 (1)
Erschienen am 30.01.2006
Four Bare Legs in a Bed

Four Bare Legs in a Bed

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Erschienen am 01.02.1992
In-Flight Entertainment

In-Flight Entertainment

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Erschienen am 13.11.2012
Constitutional

Constitutional

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Erschienen am 05.10.2006
A Bunch of Fives

A Bunch of Fives

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Erschienen am 03.05.2012
In the Driver's Seat

In the Driver's Seat

 (0)
Erschienen am 06.05.2008

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M

Rezension zu "Nächste Station" von Helen Simpson

„Wendepunkte“ im Altern des Lebens
michael_lehmann-papevor 7 Monaten

„Wendepunkte“ im Altern des Lebens

„Im letzten Urlaub ist mir das ganze Ausmaß überhaupt erst klar geworden. Ich wollte etwas auf der Landkarte nachsehen und es regnete. Ich wurstle mit der Brille herum, sie fällt mir aus der Hand, und ich stehe da und schaffe es nicht, die Karte auszubreiten, die ich sowieso nicht hätte lesen können“.

Und da kommen sie ins Spiel. Die Jahre. Die Jugend gelebt, die erwachsenen Jahre, Ehen, Kinder, Zitronenkuchen, absolviert. Die 50 plus minus im Raum. Gleitsichtbrillen, die den Alltag plötzlich begleiten, graue Haare, eine gewisse Melancholie, ein Ahnen der eigenen Vergänglichkeit, all das bricht in verschiedenen Formen über die Protagonisten der neun Kurzgeschichten dieses Bandes herein.

„Ende der Woche bin ich einfach zu müde zum Kochen. Anfang der Woche, ehrlich gesagt, auch“.

Diese Erschlaffung von Energie ist aber nur das eine, nur die Folge anderer Veränderungen im Leben. Wenn die Liebe langsam zerfließt, wenn die Lust an den Kindern, das Mutter-Sein, eher zur Erinnerung an alte Zeiten und wunderbare Kuchen zum Geburtstag des Nachwuchses werden („Du warst ein wundervolles, ruhiges, aufgewecktes kleines Mädchen“).

Wenn man merkt, dass die technischen Entwicklungen, aber auch die gesellschaftlichen Haltungen und Ausrichtungen sich mehr und mehr von alldem entfernen, durch das man selbst geprägt worden ist.

Wobei es Helen Simpson durch ihren frischen und aufgeweckten Stil, keine Schwermut in den Vordergrund der Atmosphäre der Lektüre zu legen. Sondern mit Humor, leichter Verzweiflung, Selbstironie und schönen Gefühlen bei schönen Erinnerungen den Leser auch unterhaltsam „bei der Stange hält“. Im Hintergrund aber, das ist deutlich zu spüren, steht sie schon, diese Melancholie, dieser Rückblick auf Gelungenes, Haltendes und Misslungenes, niederziehendes.

Bis hin zur „Kommentierung“ des eigenen, gelebten Lebens auf der Blaupause von Richard Wagner in „Berlin“, der letzten Geschichte im Buch, in der Analogien sich verweben und Brüche zu Tage treten, die einen wegtreiben würden. Aber angesichts all des Kittes im Leben, der einen fest verfugt hat, wird auch dieses „Weg und anders wollen“ sich relativeren müssen.

Eine Betrachtung über das Altern, die nicht mit dem moralischen Zeigefinger kommt und nicht trübsinnig-schwer verdaulich vorliegt, in der Helen Simpson aber all die wesentlichen Dinge von Erfahrungen, Gewinn und Verlust zur Sprache bringt.

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