Helen Walsh Millie

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Inhaltsangabe zu „Millie“ von Helen Walsh

»Bitte glauben Sie mir: So besessen von Sex bin ich wirklich nicht.« Helen WalshHelen Walsh nahm mit 13 zum ersten Mal Ecstasy. Mit 16 ist sie nach Barcelona abgehauen, wo sie sich mit Barjobs durchschlug. Abgebrannt kam sie zurück nach Liverpool und studierte. Mit 26 schrieb sie ihren ersten Roman – über Sex und Drogen, Selbstzerstörung, die runtergekommenen Ecken von Liverpool. Neuer Feminismus oder Pornographie, fragten sich die Kritiker in England.Millie ist gerade mal 19 und frech wie Dreck. Sie ist ein ganz hübsches Ding, auf das die Männer stehen. Was recht aussichtslos ist, mag Millie doch eher Frauen. Gelegentlich kommt aber auch mal ein Kerl dazwischen. Am meisten jedoch liebt Millie das Rotlichtviertel im Schatten der mächtigen Kathedrale, dort wo sich die einfachen Leute rumtreiben, sie Nutten und Drogen findet. Eine Gegend genau richtig für schnellen, harten Sex, der perfekte Platz für Nächte, die nicht enden sollen.Es ist Millie, die von ihren Streif- und Beutezügen erzählt, doch von Zeit zu Zeit schaltet sich ihr bester Freund Jamie ein. Er ist mehr eine Art großer Bruder, beschützt Millie, wo er nur kann. Doch jetzt denkt er, es ist an der Zeit erwachsen zu werden und ein geregeltes Leben zu führen, aber Millie will nicht wahrhaben, dass die gemeinsame Jugend, die Freundschaft und die ewige Party sich ihrem Ende zuneigen.

Sehr schmutzig und böse: nichts für schwache Gemüter oder prüde Menschen.

— Saari
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  • Rezension zu "Millie" von Helen Walsh

    Millie
    Vivi-Chin

    Vivi-Chin

    04. July 2012 um 19:59

    Millie "Millie" (original: "Brass") ist der Debütroman der 1977 geborenen Britin Helen Walsh, welcher 2005 in der englischen Erstausgabe im Cannongate-Verlag erschienen ist. Er beschreibt den Alltag der 19 Jährigen Millie, die ihre Vergangenheit vergessen und ihre Zukunft nicht wahr haben will. Millie ist eigentlich noch ein Kind, als sie beginnt in die Welt der Drogen und des Sex´zu fliehen. Wie in Trance, so scheint es versucht sie ihre Sucht nach einem immer neuen Kick zu befriedigen. Im Rotlichtviertel Liverpools bewegt sie sich als sei die Straße ihr zu Hause, ständig begleitet von ihrem besten Freund Jamie, der wie ein Bruder immer eine schützende Hand über sie hält. Direkt auf den ersten Seiten macht Helen Walsh deutlich, dass es sich hierbei nicht um ein oberflächliches Teenie-Drama handelt, sondern um ein Buch, welches die Abgründe einer jungen Engländerin beschreibt, die mit dem letzten Funken Hoffnung in ihrer kaputten Psyche kämpft. Mit einem außergewöhnlich brutalen Detailreichtum, der es dem Leser dennoch erlaubt sich in die Protagonistin hinein zu versetzen, beschreibt die Autorin wie Millie sich immer wieder in Drogen- und Sexexzessen verliert. Dabei greift sie auf ein sehr derbes und vulgäres Vokabular zurück, mit welchem sie dem Leser die uneingeschränkte, beinahe zynische Gedankenwelt ihrer Hauptfigur greifbar macht. Ebenso offen wie sie die Gefühlswelt von Millie darlegt steht Helen Walsh dazu, dass sie zum Teil auch die Abgründe ihrer eigenen Vergangenheit beschreibt. So bewegt sie sich auf einem schmalen Grad zwischen der ersichtlichen Realität einer beinahe gescheiterten Existenz und einer schleierhaften Welt der Sucht und des Rausches, auf die man sich nur schwerlich einlassen kann. Dies mag ein Grund dafür sein, dass das Buch bereits häufiger, vor allem in der britischen Presse, wo es starkes Aufsehen erregte, als unglaubwürdig und übertrieben betitelt wurde und in weiten Kreisen polarisierte. Letztendlich bietet der Roman jedoch auf jeden Fall, sofern man sich wenigstens zu Teilen darauf einlassen kann, einige Gedankenanstöße, die es wert sind, diskutiert zu werden. Viola Makowski

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  • Rezension zu "Millie" von Helen Walsh

    Millie
    kuubi

    kuubi

    04. December 2008 um 14:52

    grandioses buch - für das man bereit sein muss: tiefe gefühle, vulgäre sprache, sehr genaue beschreibung teilweise abstoßend-schöner szenen.

  • Rezension zu "Millie" von Helen Walsh

    Millie
    MonaMayfair

    MonaMayfair

    27. May 2008 um 21:55

    irgendwo habe ich eine leserstimme gelesen, die meinte, dass all diese sexszenen bei diesem roman nicht störend seien, da sie zur story gehören und somit ehrlich daher kämen..
    für meinen geschmack ist es aber zuviel des guten!! etwas mehr diskretion wäre wünschenswert.. ich frage mich sogar, ob frau walsh absichtlich derart pornographisch geschrieben hat, nur um aufzufallen...

  • Rezension zu "Millie" von Helen Walsh

    Millie
    datjulchen

    datjulchen

    18. May 2008 um 20:40

    Die Qualitätssteigerung zu "Feuchtgebiete".
    Erschreckend ehrlich und psychologisch nachvollziehbar

  • Rezension zu "Millie" von Helen Walsh

    Millie
    yofresh

    yofresh

    06. March 2007 um 23:04

    Das außergewöhnliche Erstlingswerk von Helen Walsh hätte ich beinah nach den ersten 30 Seiten aus der Hand gelegt, zu sehr störte mich die direkte Sprache und die pornographischen Darstellungen. Doch dann hat sich ein Wandel vollzogen. Das Buch kommt daher wie ein gelungenes Road-Movie und stellt seine Charaktere brutal und ungeschönt in die Mitte. Der Leser merkt, dass zwischen Millie und Jamie eine besondere Verbindung besteht und wird tiefer und tiefer in einen pornografischen Sumpf voller Exzesse gezogen. Trotzdem und auch trotz der direkten Sprache, die einer Aufzeichnung der Gedanken (fast wie die Erzählung der Protagonisten gegenüber einem Interviewer) gleicht, wird die Geschichte nicht platt. Eine Geschichte aus dem Liverpool der heutigen Tage. Ungewöhnlich, hart, lesenswert.

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