Helena Marten Die Kaffeemeisterin

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Inhaltsangabe zu „Die Kaffeemeisterin“ von Helena Marten

Eine couragierte junge Frau, eine kunstvolle Tradition, eine verbotene Liebe Sinnlich, mitreißend, geheimnisvoll: eine Reise in die Heimat der Kaffeehäuser.

ein tolles Buch,ich konnte nicht wieder aufhören!

— Goldammer

War leider nicht meins. Die Sprache und die Charakterisierung der Personen war für mich zu oberflächlich; ausufernd und nichtssagend!

— schokoloko29

Schöner Historienroman über die Welt des Kaffees

— jutscha

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  • Rezension zu "Die Kaffeemeisterin" von Helena Marten

    Die Kaffeemeisterin

    LiesaB

    Johanna ist die Besitzerin der Coffeemühle in Frankfurt. Sie hat diese von ihrem verstorbenen Mann geerbt. Sie liebt die Zubereitung des Kaffees und ihr kleines Kaffeehaus. Ihr Widersacher ist der Apfelweinwirt Gottfried Hoffmann, der alles daran setzt, Johanna in den Ruin zu treiben. Lange Zeit sieht es so aus, als hätte er Erfolg, da bricht Johanna nach Venedig auf... Viel hatte ich über das Buch gehört, die Rezessionen versprachen ein wahres Lesevergnügen. Wie wurde ich enttäuscht! Die Figur der Johanna hat mich gar nicht überzeugt. Ich wurde nicht warm mit ihr. Einmal wird Johanna als starke Frau skizziert, dann wieder kommt sie unglaublich naiv daher. Niemals hatte ich ein Bild von ihr in meinem Kopf, sie blieb seltsam blutarm. Das gleiche gilt für die Handlung. Außer ein paar interessante Sätze über die Zubereitung und Entstehung des Kaffes, war die Handlung mehr als kalter Kaffee. In einem historischen Roman darf ein gewisser geschichtlicher Hintergrund erwartet werden. Fehlanzeige! Mir stellte sich beim Lesen die Frage: Warum wurde dieses Buch geschrieben? Welche Aussage, welcher roter Faden zieht sich durch diesen Roman? Die Handlung ist unglaubwürdig und gähnend langweilig. Ich habe mich regelrecht durch die Seiten gekämpft. Selbst die Liebesbeziehung zum Juden Gabriel ist hölzern. Ebenfalls langweilte mich das ewige aus kneten der Gefühle. Dem Leser bleibt kein Freiraum für eigene Gedanken. Alles wird bis ins kleinste beschrieben. Jedes Gefühl bis ins Detail aus gewalzt. Fazit: Die Kaffeemeisterin bleibt der einzige Roman, den ich von Helena Martens gelesen habe.

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  • Leserunde zu "Die Kaffeemeisterin" von Helena Marten

    Die Kaffeemeisterin

    Diana_Verlag

    „Die Kaffeemeisterin“ ist ein großer historischer Roman über die Kunst der Kaffeezubereitung. Im Frankfurt des Jahres 1729 schafft es Johanna Berger ihr Kaffeehaus zu einem der ersten Häuser der Stadt zu machen. Allerdings ist der „Türkentrank“ nicht wenigen Frankfurtern ein Dorn im Auge. Besonders der Apfelweinwirt Gottfried Hoffmann hat es auf Johanna abgesehen. Als er und seine Schergen die Coffeemühle stürmen und alles in Schutt und Asche legen, entgeht Gabriel Stern, der jüdische Musiker, den Johanna heimlich liebt, nur knapp dem Tod. Johanna flieht nach Venedig, zu Freunden ins berühmte Caffè Florian, um von dort aus weiter nach Konstantinopel zu ziehen. In der faszinierend fremdartigen Metropole lernt sie alles über die Kunst der Kaffeezubereitung. Doch obwohl man ihr anbietet, die Kaffeemeisterin des Sultans zu werden, reift in ihr ein Entschluss: Sie will sich ihr Frankfurter Kaffeehaus – und Gabriel, den Mann, den sie liebt – zurückerobern. Wir wünschen allen viel Spaß bei der Leserunde und freuen uns, dass auch die Autorinnen ab und an mal in der Leserundevorbeischauen werden.

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  • Rezension zu "Die Kaffeemeisterin" von Helena Marten

    Die Kaffeemeisterin

    Leela

    11. August 2011 um 05:46

    Nach dem Tode ihres Mannes muss Johanna, eine ehamlige Leibeigene vom Lande, sich allein um das Kaffeehaus ihres Mannes kümmern, hat jedoch mit einigen Problemen zu kämpfen. Als sie jedoch ihre Zulassung verliert, macht sie sich auf nach Italien, um dann weiter in den Osten zu reisen, denn sie will lernen, ihren Kaffee noch besser zuzubereiten und sucht natürlich auch nach einem Weg, ihre Zulassung wiederzubekommen. Und dann ist da auch noch ihre heimliche Liebe Gabriel, ein Mann, der unglücklicherweise Jude ist, für eine christliche Frau also nicht infrage kommt... Nachdem ich während der detailreichen Einleitung auf den ersten Seiten ein paar Schwierigkeiten hatte, mich ins Buch einzulesen, fühlte ich mich letztendlich doch sehr gut unterhalten. Helena Marten erzählt eine spannende Geschichte um eine starke Frau, die an ihren Herausforderungen wächst und auch Johannas Reisen werden sehr ansprechend beschrieben. Die Autorinnen verstehen sich darauf, ruhigere Szenen mit gelegentlicher Action (jedoch keineswegs übertrieben) zu mischen, wodurch das Buch an keiner Stelle langweilig wird. Lieder werden die unterschiedlichen Reisestationen Johannas und deren Erlebnisse dort nur sehr kurz beschrieben, was etwas schade ist, denn darüber hätte ich gerne mehr erfahren. Auch das Ende des Buches ist etwas offen - möglicherweise, um Platz für einen zweiten Band zu lassen? Die Charaktere des Buches werden allesamt überzeugend beschrieben, leiden jedoch, wie viele Charaktere in anderen Büchern dieses Genres auch, unter einem Problem: Die Helden des Buches sind absolut gut und tugendhaft, die Antagonisten schlichtweg böse. Daraus hätte man sicher noch etwas mehr machen können. Davon ab kann ich dieses Buch jedoch jedem empfehlen, der etwas über das Frankfurt des 18. Jahrhunderts, die Situation der Juden damals und Kaffeezubereitung erfahren wollen - oder einfach nur nach einem spannenden, gut geschriebenen Buch suchen.

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  • Rezension zu "Die Kaffeemeisterin" von Helena Marten

    Die Kaffeemeisterin

    AnjaKoenig

    05. August 2011 um 18:44

    ein tolles buch! sehr gut geschrieben und zu lesen. hat alles, was ein gutes buch braucht. spannung, dramatik, liebe, abenteuer, informationen. empfehle dieses buch auf jeden fall weiter! ich fand es sehr interessant.

  • Rezension zu "Die Kaffeemeisterin" von Helena Marten

    Die Kaffeemeisterin

    Solifera

    02. August 2011 um 19:27

    Wir schreiben das 18.Jahrhundert in Frankfurt. Die junge Johanna führt zusammen mit ihrem Mann die Coffeemühle, ein sehr gut gehendes Kaffeehaus. Doch dann stirbt er und sie ist ganz auf sich gestellt. Soweit ganz gut, würde nicht ein immer wieder aufflackernde alter Streit aufkeimen und durch dumme Umstände dazu führen, dass Johanna ihre "Zulassung" verliert. Hilfe versucht sie in Italien zu finden, bei einem alten Freund ihres Mannes. Schließlich landet sie im Harem des Sultans und wird zur professionellen Kaffemeisterin ausgebildet. Sie könnte bleiben. Doch wer kümmert sich um die Kinder ihres Mannes, die sie mit großgezogen hat? Wer um die Coffeemühle? Und da ist noch der jüdische Geiger Gabriel Stern, in den sie sich unsterblich verliebt hat, der aber eine andere heiraten soll. Was tun? Wird alles gut ausgehen für Johanna? Die beiden Autorinnen, die sich hinter Helena Marten verbergen, haben hier ein kleines Wunderwerk vollbracht. Von Anfang an steht man in Bann des Kaffees, der derzeit noch als "Droge" und gar Rauschmittel galt. Die Figuren wirken sympathisch und absolut glaubhaft. Einzige Manko, aber für mich typisch für historische Romane: Es hat so seine Längen. Manche Passagen ziehen sie einfach und plätschern so dahin. Aber ansonsten war die Lektüre wahrlich ein Genuss und ich konnte mit jeder Seit den Kaffee förmlich riechen. Daumen hoch von jemand, der sonst nicht ein so großes Faible für Histo-Schmöcker hat, dieser hat es mir angetan!

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  • Rezension zu "Die Kaffeemeisterin" von Helena Marten

    Die Kaffeemeisterin

    Buecherwurm1973

    25. July 2011 um 22:37

    Nach dem Tod ihres Mannes betreibt Johanna Berger das Kaffeehaus "Coffeemühle" weiter. Ausserdem leben bei ihr die Töchter ihres Mannes, ihr Neffe und die zwei Mägde. Johanna hat viele Neider. Aber einer will Johanna mit aller Gewalt in die Knie zwingen: Gottfried Hoffmann. Er ist mit ihrer ehemals besten Freundin verheiratet. Er misshandelt seine Frau aufs Gröbste. Als Johanna zur Eröffnung des Damensalons ein Fest gibt, wird sie von Ännchen, der Nachbarin von Elisabeth, gerufen. Sie glaube, es Elisabeth etwas schlimmes zugestossen sei. Als sie mit Elisabeth zurückkehrt, brennt die "Coffemühle". Da ihr die Gerechtigkeit entzogen wird, flüchtet Johanna nach Venedig. In Venedig findet Sie Zuflucht bei einem Freund ihres Ehemanns. Er betreibt ebenfalls ein Kaffeehaus. Sie arbeitet ein Jahr dort. Sie ist beliebt bei den Gästen. Vorallem bei einem Conte. Sie wird seine Mätresse. Als sie seinen Heiratsantrag ablehnt, verschwindet dieser spurlos. Johanna reist weiter nach Konstantinopel. In Konstantinopel findet sie im Harem des Sultan Unterschlupf. Sie lernt bei der Kaffeemeisterin die orientalische Kaffeezubereitung. Als sie glaubt, dass sie endlich glücklich ist und alles gut wird, bekommt sie ein Brief aus der Heimat. Sie muss unbedingt nach Hause. Eine neue Katastrophe ist dort geschehen. Ich habe sehr schwer in die Geschichte gefunden. Häppchenweise wird einem die Umgebung und die Personen beschrieben. Für mich war das nicht ideal. Ich mag es, wenn ich zum Einstieg die Umgebung und die Personen kennenlerne. Ich hätte mir gewünscht, das weniger passiert. Dafür viel mehr in die Beschreibung investiert worden wäre.

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  • Rezension zu "Die Kaffeemeisterin" von Helena Marten

    Die Kaffeemeisterin

    Ayanea

    24. July 2011 um 17:32

    Der Siegeszug des Kaffees Die Kaffeemeisterin ist ein richtig gelungener historischer Roman der sich, wie es der Titel schon vermuten lässt, um das schwarze Gold- den Kaffee handelt. Johanna, die Hauptprotagonistin kümmert sich nach dem Tod ihres Mannes um die "Coffeemühle"- ein Kaffeehaus in Frankfurt um 1729. Nachdem sie aufgrund einer Intrige ihre Lizenz verliert, flüchtet sie aus Deutschland und begibt sich über Venedig nach Konstantinopel. Dort steigt sie zur Kaffeemeisterin des Sultans aus, verzehrt sich aber nach ihrer Heimat und Gabriel- dem jungen, jüdischen Musiker, an dem sie in Deutschland ihr Herz verlor. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir ausgesprochen gut, ganz ungekünstelt und unverkitscht skizziert sie das Leben von Johanna und ihren Sorgen. Als Leser kann man sich sehr schnell in das damalige Zeitalter versetzen und fiebert ab der ersten Seite mit der Hauptprotagonistin und ihrer Coffeemühle mit. Johanna ist eine starke und eigenwillige Frau, die sich zu keiner Zeit unter kriegen lässt. Während des Romans kann man noch so einiges über den Siegeszug des Kaffees lernen- so war mir doch vorher gar nicht klar, dass er schon so früh seinen Weg bis nach Deutschland gefunden hat. Dadurch das Johanna sich auf Reisen begibt, erfährt man auch, dass der Kaffee in anderen Ländern auch anders schmeckt, je nach Zubereitungsweise. Ich habe mich mehrmals dabei ertappt, wie ich auf einmal einen unwiderstehlichen Drang verspürte, mir eine Tasse Kaffee zu machen, obwohl es schon Abends gegen 23.00Uhr war. Allein das zeugt von dem Können der Autorin, dem Leser in einer bildhaften Sprache das Getränk zu beschreiben. Ich hatte förmlich den Kaffeeduft in der Nase, während ich den Roman las. Einzig negativer Punkt an der Geschichte ist, wie kurz manche Begebenheiten angerissen waren. So waren mir doch die Reise von Johanna nach Konstantinopel und ihr dortiges Leben mit gefühlten 20 Seiten einfach viel zu kurz. Gerne hätte man hier noch einiges aufpolstern können. So blieb doch gerade das fremdländische Land rund um den Sultan und dem Harem doch etwas blass. Auch die Liebesgeschichte zwischen Johanna und Gabriel war viel zu kurz angerissen, dadurch aber nicht verkitscht. Ich vergeben daher an Frau Marten und ihrer Kaffeemeisterin 4 solide Sterne für ihre Kaffeezubereitungskunst. Ich denke, ich werde mir auch weitere Romane dieser Autorin zu Gemüte führen, so verspreche ich mir doch erstklassige historische Unterhaltung, bei der ich noch etwas lernen kann. Und nun, werde ich mir erst mal einen Kaffee brauen.

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  • Rezension zu "Die Kaffeemeisterin" von Helena Marten

    Die Kaffeemeisterin

    walli007

    23. July 2011 um 18:32

    Welch ein Duft Von ihrem leider viel zu früh gestorbenen Mann erbt Johanna ein Café-Haus und zwei Stieftöchter. Doch leider gibt es Missgünstige In Frankfurt, die ihr den Erfolg neiden. Ein besonders schlimmer ist Gottfried Hoffmann. Er ist mit Elisabeth verheiratet und Johanna hatte ihre Freundin vor der Hochzeit gewarnt. Das scheint Gottfried ihr dermaßen nachzutragen, dass er alles versucht, sie zu ruinieren. Lange kann Johanna sich mit Glück gegen seine Intrigen wehren. Doch dann geschieht eine Katastrophe. Dieses Buch ist eine wahre Lesefreude. Es spielt zu der Zeit als der Kaffee gerade in Deutschland und Europa eingeführt worden war. Und als etwas Neues und Unbekanntes wird das Getränk als gefährlich bekämpft. Gerade dieser Konflikt macht das Buch sehr spannend und interessant zu lesen. Johanna ist eine für ihre Zeit sehr ungewöhnliche und fortschrittliche Frau, die um ihr Glück kämpft. Sie hat einen starken Charakter, ist durchsetzungsfähig aber auch gefühlvoll. Damit wird sie dem Leser ausgesprochen sympathisch. Ihre Abenteuer sind spannend und ihre Erlebnisse als Kaffeemeisterin lehrreich und informativ. Eine warmherzig geschilderte Protagonistin, die ihren Weg geht. Für mich kam lediglich die Beziehung zu ihrem Liebsten etwas zu kurz.

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  • Rezension zu "Die Kaffeemeisterin" von Helena Marten

    Die Kaffeemeisterin

    ginnykatze

    Man riecht ihn, man schmeckt ihn und man genießt ihn….den Kaffee !!!! Zum Inhalt: Als die niedere Johanna im Jahre 1729 in Frankfurt den gutbetuchten Kaffeemeister Adam ehelicht, ist ihre Welt in eine Dimension gerückt, die für sie überhaupt nicht vorgeplant scheint. Sie lernt bei ihm das Kaffeerösten. Adam hat zwei Töchter und Johanna ist Mutter, Eheweib und Kaffeehausbesitzerin und sie ist glücklich. Dann aber wird Adam krank und stirbt. Von nun an führt Johanna die Coffeemühle allein, sie schlägt sich eigentlich recht gut, aber die Geschäfte laufen eben nicht so, wie gewünscht. Als dann in einem Gespräch mit einem Nachbarn klar wird, dass ja nur Männer in ihrem Kaffee sind, entspinnt sich in ihr der Plan, eine Kaffeestube nur für Damen zu eröffnen. Sie leiht sich Geld und tatsächlich der Traum wird Wirklichkeit. Aber nicht alle Nachbarn sind ihr gut gesinnt. Die Apfelwirte schreien gegen den Türkentrank. Die Ärzte sagen, es sei Gift und gehört einfach nicht nach Frankfurt. Bei der Einweihungsfeier ihrer Kaffeestube für die Damen passiert dann Schlimmes. Gottfried Hoffmann, der Mann ihrer Freundin Elisabeth, kommt mit seinen Schergen und schlägt den Laden kurz und klein. Es gibt Tote und Verletzte und Johanna bleibt nur die Flucht, denn Gottfried droht auch ihr mit dem Tod, wenn er sie das nächste Mal wiedersieht. Dann ist da noch der Geiger Gabriel. Als Johanna ihm begegnet, weiß sie, dass sich ihr Leben durch ihn verändern wird. Aber Gabriel ist Jude und das kann nicht gutgehen, ist es doch verboten auch nur ein Wort mit ihnen zu sprechen, geschweige denn mehr noch. Nach dem Überfall verlässt Johanna Frankfurt und reist nach Venedig zu einem Freund ihres verstorbenen Mannes. Auch er hat ein Kaffeehaus und hier erlernt sie die italienische Rösterei der Kaffeebohne. Weiter führt sie ihr Weg nach Konstantinopel und auch dort erfährt sie Vieles über die Kunst des Kaffeebrauens. Als dann Nachricht aus Frankfurt kommt und sie überstürzt abreisen muss, passieren viele unvorhersehbare Dinge. Wer nun wissen möchte, wie es weitergeht, sollte dieses Buch lesen, denn mehr verrate ich nicht. Fazit: Die Geschichte der Kaffeebohne ist hoch interessant erzählt hier. In diesem Buch ist alles enthalten, was ein Leser sich wünscht. Ob nun Spannung, Liebe, Tod, Freude, Kampf, es ist alles dabei. Man kann lachen, weinen und mitfühlen und den Kaffee förmlich riechen und schmecken. Mit viel Liebe zum Detail hauchen die Autorinnen den Personen Leben ein. Ich konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen und mit ihnen durch das Buch gleiten. Der historische Hintergrund ist sehr gut herausgearbeitet. Die vielen verschiedenen Schauplätze wunderbar beschrieben. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so flüssig ließ es sich lesen. Auch die Aufteilung ist gut gelungen. In drei große Kapitel eingeteilt, wurden diese auch hervorragend beschreiben. Im zweiten Teil allerdings hätte ich mir ein wenig mehr Aufklärung über die Schifffahrt gewünscht, vor allem, der Überfall von den Piraten hätte hier ausführlicher sein können. Auch die Veränderung Gül `s hätte sicher geholfen zu verstehen, warum sie Johanna so hintergangen hat. Am besten gefallen aber haben mir die ausführlichen Beschreibungen der Zubereitung des Kaffees. Sie waren allgegenwärtig. Ich konnte ihn förmlich riechen und schmecken. Es hat Spaß gemacht, darüber so viel zu erfahren. Sicher werde ich meinen Kaffee jetzt noch intensiver genießen. Alles in Allem ein wunderbares historisches Buch, das ich mit vollen fünf Sternen versehen kann. Eine Empfehlung kommt aus tiefstem Herzen hier von mir. Nicht nur für Fan´s dieses Genres ist es geeignet, nein auch Jeder, der zu den Kaffeesüchtigen gehört, sollte hier nachlesen, wie explizit die Entstehung des Kaffees hier beschrieben wird. Bedanken möchte ich mich hier auch noch bei dem Diana Verlag, der es durch die Gewinnauslosung möglich machte, das Buch in einer Leserunde hier bei Lovelybooks in Begleitung der Autorinnen zu lesen. Es hat wirklich Spaß gemacht mit den anderen Teilnehmern und den Autorinnen über das Buch zu diskutieren.

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  • Rezension zu "Die Kaffeemeisterin" von Helena Marten

    Die Kaffeemeisterin

    Elisabeth87

    21. July 2011 um 18:40

    Kaffee, wer liebt dieses Getränk, das als einzige legale Droge gilt, nicht? Frankfurt im Jahr 1729. Auch Johanna Berger, die Hauptperson in „Die Kaffeemeisterin“ liebt dieses Getränk und verdient sich und ihren beiden Stieftöchtern damit in der Coffeemühle, dem Kaffeehaus ihres verstorbenen Mannes Adam, ihren Lebensunterhalt. Leider hat sie jedoch mächtige Feinde in der Stadt, einer von ihnen ist der Apfelweinwirt Gottfried Hermann, der in der jungen Witwe nicht nur eine erbitterte Konkurrentin sieht, sondern der auch einen persönlichen Groll gegen sie hegt. Er macht ihr mit seinen Gehilfen das Leben schwer, wo es nur geht und als Johanna schließlich ihren neuen Damensalon eröffnet geschieht ein schrecklicher Anschlag. Mit Gewalt will Gottfried die Coffeemühle und damit Johannas Lebensgrundlage zerstören. Zusätzlich zur Verletzung Gabriels, ein jüdischer Musiker, verliert Johanna auch noch ihre Lizenz. Johanna flieht aus Frankfurt um sich Hilfe bei einem Freund ihres verstorbenen Mannes zu suchen. Ihr Weg führt sie nach Venedig zu dem berühmten Caffè Florian, wo sie Zuflucht bei Floriano und dessen Familie findet. Sie lernt dort alles über die Kaffeezubereitung was sie kann und schöpft neue Kraft. Aber dort findet sie auch keine Ruhe, deswegen reist sie schließlich nach Konstantinopel weiter, um bei der Kaffeemeisterin des Sultans zu lernen. Ihre Gedanken kehren jedoch immer wieder in die Heimat zu ihren Töchtern und ihrer heimlichen Liebe Gabriel zurück… Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, nicht nur weil man viel über die Kaffeezubereitung erfährt, sondern auch, weil die Atmosphäre des Kaffeehauses wirklich schön vermittelt wird. Mir war es während des Lesens als könne ich den Kaffee, der dort aufgebraut wird riechen. Johanna ist ein sehr interessanter Charakter, eine junge Frau, die schon viel Unglück erlebt hat in ihrem Leben und trotzdem nicht aufgibt. Auch Elisabeth, ihre beste Freundin und Gabriel schließt man sehr schnell ins Herz, da sie sehr sympathisch und lebensnah dargestellt werden. Geschockt war ich allerdings davon, dass die sogenannten Ordnungshüter nicht wirklich für Ordnung sorgen, sonst wäre es meiner Ansicht nach nicht möglich für Gottfried so lange Probleme zu stiften, ohne dafür bestraft zu werden. Auch die Weiterreise nach Venedig und die Geschehnisse dabei, werden gut beschrieben. Besonders sympathisch ist auch ihr Mitreisender, der sie davor warnt, dass die Freunde ihres Mannes sie ausnutzen könnten. Sie lernt in Venedig den Conte kennen und wird seine Begleiterin, bis er ihr schließlich sogar einen Heiratsantrag macht. Aber soll sie den überhaupt annehmen? Die nächste Station Konstantinopel und die Chance bei der Kaffeemeisterin des Sultans zu lernen hat mich so ziemlich am meisten gefesselt. Die Freude am Kaffeegenuss kommt erneut sehr schön zur Geltung, man bekommt sogar noch Ideen, wie man den eigenen Kaffee daheim exotischer gestalten könnte, indem man zum Beispiel Zimt oder Ingwer hinzufügt. Fans der italienischen Sprache werden ebenfalls auf ihre Kosten kommen, da in Venedig immer wieder mal italienische Phrasen eingestreut wurden. Im dritten Teil sieht man die Wandlung von Johanna besonders deutlich, sie setzt alle Waffen, die ihr einfallen, ein um erstens ihre Töchter zurückzuerhalten und zweitens ihr Kaffeehaus erneut zum Erfolg zu führen… Ich kann als Fazit nur sagen, dass ich dieses Buch wahnsinnig gerne gelesen habe, es jedem Kaffeefan nur ans Herz legen kann. Selbst wenn man selber nicht so begeistert ist vom Kaffee und aber gerne etwas über die früheren Zeiten und die Lebensweise hören möchte, ist dieses Buch definitiv der richtige Griff. Ich habe dieses Buch mit doch über 500 Seiten innerhalb von drei Tagen durchgelesen und konnte nicht einmal in der Nacht aufhören, es wurde sehr oft halb 2 in der Früh, bevor mich die Müdigkeit gezwungen hat, eine Pause einzulegen. Dieses Buch ist einer der besten historischen Romane, die ich bisher gelesen habe und ich freue mich jetzt schon auf eine mögliche Fortsetzung. Zum Schluss noch einmal ein herzliches Danke an den Diana Verlag für die Bereitstellung des Buches und an Helena Marten für eine wahnsinnig nette Betreuung während der Leserunde und den bereitwilligen und ausführlichen Antworten auf all unsere Fragen. Danke!

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  • Rezension zu "Die Kaffeemeisterin" von Helena Marten

    Die Kaffeemeisterin

    Blackie

    19. July 2011 um 20:42

    Inhalt: Wir schreiben das Jahr 1729 - Johanna betreibt mit ihrem Mann Adam die Coffeemühle in Frankfurt. Die Arbeit macht ihr Freude, doch die Verantwortung und die täglichen Schwierigkeiten lasten scher auf ihr, als ihr Mann überraschend stirbt und Johanna die Gaststube allein weiterführt. Als ihr die Eingebung kommt, im Haus einen Salon nur für Damen zu eröffnen, packt sie den Plan entschlossen an und blickt zuversichtlich in die Zukunft. Ein italienischer Gaukler und ein jüdischer Musiker bringen ihr Leben dann noch ein wenig mehr durcheinander, als sie gewahr ist. Die Eröffnung des Damensalons wird ein voller Erfolg - doch Johanna hat mächtige Widersacher in Frankfurt, die danach trachten, ihre Existenz zu zerstören. Hals über Kopf entscheidet sie sich nach einem Anschlag auf die Coffeeemühle dafür, nach Italien zu reisen, um dort Freunde ihres Mannes zu besuchen. Dass die Reise ein Wendepunkt für ihr Leben wird und Italien nicht die letzte Etappe bleibt, ahnt Johanna noch nicht.... Meine Meinung: "Die Kaffeemeisterin" war für mich ein solides, historisches Lesevergnügen. Es kommen viele interessante Charaktere im Buch vor, die auch genug Ecken und Kanten haben, um dem Leser sympathisch zu werden und ihn ihren Werdegang gespannt verfolgen lassen. Johanna selbst ist recht eigenwillig und manchmal etwas störrisch, jedoch wohltuend gerade aus und nie zögerlich, eine Sache tatkräftig anzupacken. Das machte sie für mich sehr glaubhaft und lebendig. Der Leser wird inmitten der vielen Figuren bestimmt Menschen finden, mit denen er liebäugelt oder die er nicht ausstehen kann - somit ist das Buch immer recht kurzweilig, da man ständig Neues erfährt, was um die Charaktere herum und mit ihnen geschieht. Die Handlung ist durchgehend schlüssig und der Spannungsbogen gut gemacht. Über alles wissenswerte rund um die wertvolle grüne Bohne und Gepflogenheiten in recht fernen Ländern bis hin zum angespannten Verhältnis zwischen Juden und Christen in Frankfurt sind immer wieder sehr interessante historische Details eingearbeitet, die unterhalten und die Lesezeit schnell vergehen lassen. Ein wenig klischeehaft fand ich das Buch an einzelnen Stellen, da der Werdegang einiger Personen für mich schon bei deren Auftauchen glasklar war und deren Geschichte sich eben so schnurgerade entwickelt hat. Eine unerwartete Handlung oder ein kleiner Skandal extra hätte mir da noch besser gefallen. :) Aber der Schreibstil der Autorinnen ist sehr schön schnörkellos und doch voller lebendiger Szenen und Facetten. Vor allem die Verbindung zum Kaffe und dessen Geschichte, sowie dem Leben in der damaligen Zeit sind sehr gut zu lesen und sehr greifbar für den Leser. Man ist quasi mitten im Geschehen und erlebt die Geschichte aus nächster Nähe mit. Für Kaffeeliebhaber, Historienfreunde und Leser, die gerne willensstarke und mutige Frauen mögen, ist das Buch meiner Meinung nach auf jeden Fall eine Empfehlung und es lohnt sich, einfach mal hineinzulesen.

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  • Rezension zu "Die Kaffeemeisterin" von Helena Marten

    Die Kaffeemeisterin

    Moosbeere

    19. July 2011 um 11:09

    “Die alte Kaffeemeisterin prüfte immer alle Bohnen einzeln mit der Hand. Vor und nach dem Rösten. Alles, was ihr nicht in Ordnung schien, wurde rigoros aussortiert. Sie gab eine Prise Ingwer und eine Prise Kardamom an den Kaffee. Gerade so viel, dass man es nicht bewusst wahrnahm, die Gewürze den Kaffee aber intensiver schmecken ließen. Und dann goss sie den fertig gebrühten Kaffee so lange hin und her, bis der ganze Satz herausgefiltert war.“ Inhalt Die junge Johanna muss nach dem Tod ihres Mannes nicht nur dessen Töchter großziehen, sondern auch gleichzeitig das Kaffeehaus weiterführen. Die „Coffeemühle“ ist ein beliebter Treffpunkt in Frankfurt am Main, bis eines Tages ein persönlicher alter Streit und eine angezettelte Schlägerei dazu führen, dass sie ihre Konzession verliert. Daraufhin reist sie zu einem Freund ihres Mannes nach Italien um dort die Kaffeezubereitung so richtig zu lernen. Verschiedene Begegnungen führen dazu, dass sie schließlich im Harem des Sultans von der alten Kaffeemeisterin persönlich die Zubereitung des „Türkentranks“ lernen darf. Doch auch diese Reise ist irgendwann mal vorbei und sie kehrt nach Frankfurt zurück, in der Hoffnung die Coffeemühle wieder aufzubauen und auch ihre große Liebe, den jüdischen Geiger Gabriel Stern, wiederzusehen. Doch hat diese Liebe überhaupt jemals eine Chance? Meine Meinung Das Autorinnen-Duo, das sich hinter dem Pseudonym Helena Marten versteckt, hat es geschafft ein farbenfrohes Bild von Frankfurt im 18. Jahrhundert zu zeichnen. Die Geschichte entwickelt sich in einem rasanten Tempo, die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Gleichzeitig erfährt der Leser viel Wissenswertes über die Anfänge des Kaffees, die Zubereitung und vor allen Dingen auch über das alltägliche Leben der einzelnen Protagonisten. Obwohl auch bei diesem Roman eine starke Frau im Vordergrund steht, ist dieser Roman nicht zuletzt auch durch den Kaffeeduft, den man auf jeder Seite zu riechen vermeint, etwas besonderes und hat mir vergnügliche Lesestunden beschert. Fazit Volle 5 Sterne für diesen tollen Roman und eine Leseempfehlung für Fans von historischen Romanen um starke Frauen. Wer zudem noch Kaffeejunkie ist, wird dieses Buch lieben. Aber Achtung: Der Kaffeekonsum steigt während des Schmökerns gewaltig! ;-)

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  • Rezension zu "Die Kaffeemeisterin" von Helena Marten

    Die Kaffeemeisterin

    Chrissie007

    19. July 2011 um 09:55

    Schon lange konnte mich ein historischer Roman nicht mehr so gut unterhalten und mich lesetechnisch "bei der Stange halten". Was mir bei dem Buch am besten gefallen hat: Endlich war mal kein junges Mädchen, das von ihrer Familie verstoßen oder verlassen worden ist, im Mittelpunkt, sondern eine gestande, im Leben stehene Frau. Als ich anfing zu lesen und mitbekommen habe, dass Johanna "schon" Mitte 20 am Anfang des Buches ist, war ich echt erleichert, denn in letzter Zeit hatte ich nur historische Romane in der Hand, in denen es um junge Frauen ging, die sich durch Deutschland kämpfen müssen etc. Außerdem liebe ich Kaffee und es war sehr schön zu lesen, wie damals Kaffee hergestellt und ausgeschenkt worden ist. Ich konnte teilweise beim Lesen die Kaffeebohnen in meiner Hand spüren und auch den Duft hatte ich desöfteren in der Nase, da die Autorin es mit ihrem sinnlichen Schreibstil geschafft hat, dem Leser die Düfte nicht nur des Kaffees, sondern auch des Orients und Italiens, in die Nase "zu zaubern". Das Buch teilt sich in 3 große Bereiche: Der Damensalon, Unterwegs und Die Rückkehr, wobei der Mittelteil etwas schwächer ist als die anderen beiden. Die Geschichte ist durchweg spannend und wenn der Leser denkt, dass der Schwung rausgenommen wird, geht es sogleich nahtlos weiter mit einem anderen zu bewältigenden Problem oder ähnlichem. Mir fiel es wirklich sehr sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen und das ist für mich eines der wichtigsten Punkte für ein Buch. Dieses Buch ist viel spannender als die meisten Thriller, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Nochmals vielen Dank an den Diana-Verlag für das glückliche Händchen, mich als Gewinner auszulosen sowie einen Dank an das Autorenduo, das unsere Leserunde begleitet hat.

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  • Rezension zu "Die Kaffeemeisterin" von Helena Marten

    Die Kaffeemeisterin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. July 2011 um 18:42

    Johanna hat nach dem Tod ihres Mannes Adam die Coffeemühle übernommen, ein gut florierendes Kaffeehaus in Frankfurt. In der ersten Zeit lief das Geschäft, sie hatte ihre Zukunft und auch die ihrer Ziehtöchter gesichert, bis ihre Feinde in Aktion traten, mächtige Feinde, die nicht nur den Kaffee aus Frankfurt vertreiben wollen sondern auch Johanna. Zu allem Überfluss verliebt sie sich auch noch in einen Mann mit dem sie keine Zukunft haben kann. Um dem Tohuwabohu zu entkommen flieht sie nach Venedig und später nach Konstantinopel. Aber Johanna wäre nicht Johanna, wenn sie ihre Heimat und ihr Kaffeehaus einfach aufgeben würde. Zu Anfang plätschert die Geschichte eher dahin, was aber dem Lesefluss keinen Abbruch tut, man erfährt so einiges über Johanna, die Coffeemühle und auch über ihren verstorbenen Mann Adam. Spätestens als Johanna Gabriel trifft und dem Fluch der “Liebe auf den ersten Blick” erliegt schlägt das romantische Herz höher. Man spürt richtig das Knistern, dass die beiden umgibt. Der Umstand, dass Johanna sich immer stärker zu Gabriel hingezogen fühlt, je mehr Kilometer zwischen den beiden liegen, wird sehr schön dargestellt. Ich habe Johanna so gerne auf ihren rasanten und spannenden Reisen begleitet, mit ihr gefühlt, ihre Angst gespürt, wenn sie in Gefahr schwebte und ihre Freude miterlebt. Besonders schön fand ich die detaillierten Erläuterungen der Kaffeezubereitung, heute bekommt man einen Schuss Vanillesirup in den Thai Latte Cappuccino Grande aus dem Monstrum von Kaffeeautomat und damals würde der Kaffee mit Gewürzen verfeinert und als Geheimrezept Liebe eingesetzt, die man schon fast greifen kann. Spoiler Für mich ist es allerdings ein Wahnsinn und auch ein bisschen unbegreiflich, dass Gottfried und seine Schergen so lange unentdeckt und ungestört ihrem grausamen Hobby nachgehen können. Es ist wie es ist, korrupte Polizei gibt es noch heute zu Hauf und auch Männern, die nicht viel auf das Wort von Frauen geben, begegnet man leider heute immer noch. Spoiler off Die Geschichte unserer Kaffeemeisterin Johanna ist ein Vergnügen, dass man mit allen Sinnen genießen kann. Während ich mit den Gästen zusammen die Coffemühle betrat, konnte ich die frisch gerösteten Kaffeebohnen riechen, ihr Geruch umfing mich und ließ mich vollkommen in das Buch eintauchen. Ich spürte das warme Getränk meinen Rachen hinunter fließen und konnte die schönen Stoffe fühlen, die im zauberhaften Osten für die Kleidung verwendet wurde. Obwohl es sich ganz offensichtlich um einen historischen Roman handelt ist der Schreibstil nicht bedrückend. Während manche Dialoge etwas gestelzt wirken, so wie man sich die Sprache in dieser Zeit vorstellt, wird das Drumherum erfrischend einfach und modern erzählt. Johanna, die Protagonistin, ist ein außergewöhnlicher Charakter. Sie hält sich selbst für nicht stark genug um in der Welt alleine zu überstehen. Der Leser bekommt aber schnell mit, dass Johanna ein völlig verzerrtes und falsches Bild von sich hat. Sie wird offensichtlich bedroht und bringt doch die Kraft auf um einen Damensalon zu eröffnen, obwohl sie weiß, dass dies nicht nur auf Freude und Akzeptanz trifft. Immer wieder wächst sie über sich hinaus, trotzt Gefahren und überwindet ihre Ängste. Das sie nicht die verschreckte kleine Witwe ist muss Johanna während ihrer Reise erst einmal selbst herausfinden. Gottfried, der größte und übelste Widersacher von Johanna ist für mich das schlechte Paradebeispiel eines herrschsüchtigen, rachsüchtige und besitzergreifenden Mannes, der nichts anderes kann als zu Unterdrücken und das auch nur mit Gewalt. In einer Zeit, in der die Männer dominierten fühlt er sich groß, es ist nicht schwer zu erraten, dass Gottfried ohne seine kleine Meute, die alles machen was er sagt und will nur ein kleines Häufchen elend ist. Gottfried ist der Böse, für den man einfach keine Sympathie entwickeln kann, sein Standpunkt und seine Situation lassen höchstens ein mitleidiges Kopfschütteln zu. Fazit Die Kaffeemeisterin hat alles was ein fesselnder Roman mitbringen muss, Intrigen, Abenteuer, starke und faszinierende Charaktere, Freundschaft und vor allem Liebe. Mir hat das Lesen unglaublich viel Vergnügen bereitet und ich kann es somit uneingeschränkt weiter empfehlen. Am besten mit einer heißen Tasse Kaffee genießen.

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  • Rezension zu "Die Kaffeemeisterin" von Helena Marten

    Die Kaffeemeisterin

    catangeleyez

    17. July 2011 um 20:41

    Mit dem historischen Roman Die Kaffeemeisterin legt das Duo Helena Marten den zweiten Roman vor, der die Leser in den Bann ziehen wird. * Der Leser / die Leserin wird nach Frankfurt geführt, in die Coffeemühle, die vom Ehemann Johannas aufgebaut und betrieben wird. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit Johanna, denn Adam stirbt und hinterlässt nicht nur die junge Witwe sondern auch zwei Töchter, für die sich Johanna nun zuständig fühlt. Unerfahren und jung versucht Johanna, die Coffeemühle am Leben zu erhalten und den Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Sie ist jedoch einigen ein Dorn im Auge, insbesondere dem gewalttätigen Eheman ihrer Freundin Elisabeth. Gottfried setzt alles daran, ihr Geschäft in den Ruin zu treiben. Johanna bezieht ihren Kaffee von einem Juden, dort lernt sie den jungen Musiker Gabriel kennen und lieben. Ihr ist jedoch bewusst, dass diese Liebe keine Chance haben kann, denn es gibt bereits zur damaligen Zeit eine strenge Trennung zwischen Christen und Juden. Mithilfe einiger ihr treuen Gäste und Nachbarn setzt Johanna eine Idee in der Coffeemühle um, sie möchte einen Damensalon eröffnen. Mithilfe Jehudas setzt sie diese Idee um, jedoch kommt es am Tag der Eröffnung zu einer schweren Schlägerei und dies während der Momente, in denen Johanna sich nach Sachenhausen begibt, um ihre Freundin Elisabeth zu retten, deren Ehemann sie in ein dunkles Kellerverlies gesperrt hat. Somit endet ihre Eröffnung im Chaos, ihr wird die Erlaubnis zum Betreiben der Coffeemühle entzogen und Gabriel, der zusammen mit zwei Musikerkollegen für die Unterhaltung zuständig war, wird von Gottfried schwer verletzt. Johanna flüchtet aus Frankfurt und begibt sich auf die Reise nach Florenz, zu einem Freund ihres verstorbenen Ehemannes. Dort wird sie herzlich aufgenommen und erfährt immer mehr über die Kaffeezubereitung. Auch scheint sich eine neue Liebe anzubahnen, jedoch stellt sich am Ende heraus, dass sie dafür nicht bereit ist. Da sie in Florenz nichts weiter lernen kann und auch Geld für die Reise zurück nach Frankfurt erwirtschaften muss, schließt sie sich dem Zauberer Marcello an, der sie mit nach Konstantinopel nimmt. Dort lernt Johanna Fatma und Ablaia kennen und wird bei der Sultana Zehra vorgestellt, um dort ihre Kenntnisse in der Kaffeekunst zu vollenden. Intrigen und Mißgunst sind dort ebenso vertreten wie Interesse und Zuneigung. Als Johanna jedoch erfährt, dass die Kinder Adams in ein Waisenhaus sollen, beschließt sie ihre Rückkehr nach Frankfurt. Mithilfe der Unterstützung der Sultana beginnt eine aufregende und auch gefährliche Heimreise, letztendlich jedoch kommt Johanna in Frankfurt an und schaft es, sich aufgrund ihrer Entwicklung die Mädchen wieder in ihren Haushalt zu holen, sich gegen den ärgsten Feind zur Wehr zu setzen und die Coffeemühle in neuem Glanz erscheinen zu lassen. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz. * Der historische Roman, den man, einmal begonnen , nicht mehr aus der Hand legen möchte, vermittelt dank des hervorrangenden Schreibstils ein Gefühl für die damalige Zeit. Ebenso erhält der Leser / die Leserin einen Einblick in die Strukturen der damaligen Zeit, der Intrigen und Machenschaften. Die Herrschaft des Mannes steht im Vordergrund und man erlebt die Entwicklung der Protagonisten von einer jungen, abhängigen Frau in eine starke Persönlichkeit mit eigenen Zielen und Ideen, die mithilfe einiger Freunde ihren Lebenstraum verwirklichen kann. Daneben erhält man als Leser noch eine Menge Ideen und Informationen zum Kaffee, seiner Zubereitung und den damaligen Schwierigkeiten, eine neue Wirtschaft zu entwickeln. Gelegentlich jedoch würde ich gerne mehr lesen zu den Umständen, dies ist jedoch nur ein minimaler Kritikpunkt Den Autorinnen ist es mit diesem Roman gelungen, ein wunderbares Bild einer Frau zu zeichnen, die sich gegen alle Beschränkungen und Auflagen zur Wehr zu setzen und einen Blick in die damalige Welt zu gewähren. Das wirklich ansprechende Cover passt hervorrangend zum Titel und der Geschichte. Alles in allem ein wirklich lesenswertes Buch, das trotz einiger kleiner Lücken, das aufgrund des Endes auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Volle 5 Sterne :-)

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