Helena P. Hanrath Als unsere Welt die Farbe verlor

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Inhaltsangabe zu „Als unsere Welt die Farbe verlor“ von Helena P. Hanrath

Emma Petters hat mit angesehen, wie Deutschland im Bürgerkrieg versank. Die wimmernden Rufe der Waisenkinder und die Schreie sterbender hallten über Monate durch den Staat. Wenige Wochen nach dem Ende des Krieges und dem Sieg der Deutschen über die Flüchtlingsströme erhebt sie das Wort – und klagt an. Mahatma Gandhi sagte: Gewalt ist die Waffe der Schwachen. In welcher Welt willst du leben? Sei nicht schwach. Ich bitte dich.

Aufrichtig und aufrüttelnd

— biancaneve66
biancaneve66

Emma Petterson, rüttelt einen mit ihrer Rede auf! Sie spricht die Ängste die wir heute haben offen aus, wie sieht unsere Welt bald aus!

— Nini77
Nini77

Eine fiktive Geschichte, die zum nachdenken anregt!

— Diana182
Diana182

Erschreckend realistisch!!

— Tigerbaer
Tigerbaer

Was wäre wenn ein Krieg in Deutschland die Flüchtlinge vertreibt... ein erschreckendes Szenario, das aufrüttelt!

— Jungenmama
Jungenmama

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  • Leserunde zu "Als unsere Welt die Farbe verlor" von Helena P. Hanrath

    Als unsere Welt die Farbe verlor
    HelenaHanrath

    HelenaHanrath

    Mein Name ist Helena und dies mein Debüt. Ich mach es kurz, so wie meine Geschichte auch ist. Doch lasst euch nicht davon abschrecken ;) Hinweis: Die Kurzgeschichte gibt es nur als E-Book. Die Gewinner erhalten ein Exemplar in ihrem Wunschformat. KLAPPENTEXT "Emma Petters hat mit angesehen, wie Deutschland im Bürgerkrieg versank. Die wimmernden Rufe der Waisenkinder und die Schreie sterbender hallten über Monate durch den Staat. Wenige Wochen nach dem Ende des Krieges und dem Sieg der Deutschen über die Flüchtlingsströme erhebt sie das Wort – und klagt an.  Mahatma Gandhi sagte: Gewalt ist die Waffe der Schwachen. In welcher Welt willst du leben? Sei nicht schwach. Ich bitte dich."

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    • 125
  • Sehr empfehlenswert

    Als unsere Welt die Farbe verlor
    Serenity482

    Serenity482

    26. April 2016 um 14:04

    Eine junge Frau betritt das Podium. Niemand ahnt was nun kommt. Denn nach dem Sieg Deutschland im Bürgerkrieg sind die Menschen krank, erschöpft und wollen Zuspruch. Aber genau dies erhalten sie nicht. Stattdessen wird ihnen klar und deutlich gezeigt das jeder Schuld hatte an diesem Krieg und wie auch nur ein Bischen fremdenhass eine Welt zerstören kann.... Es ist zwar nur eine Kurzgeschichte aber dafür umso spannender. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und war schockiert und traurig zugleich. Denn in Deutschland ist die Stimmung genauso. Warum auch selber was an dich ändern wenn man die Schuld auch auf Immigranten schieben kann. Immigranten nehmen uns keine Arbeit weg. Wenn du nichtmal eine putz stelle bekommst, dann bist du vielleicht einfach zu schlecht!! Parteien die versuchen aus diesem Trend stimmen zu bekommen sind im Aufschwung. Armes Deutschland.....

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  • Ein Plädoyer gegen Fremdenhass

    Als unsere Welt die Farbe verlor
    mistellor

    mistellor

    26. April 2016 um 02:16

    Emma, eine Frau, die in einem fiktiven Bürgerkrieg ihre ganze Familie verloren hat, hält in einer Arena vor unzähligen Zuhörern eine Rede, in der sie die Hörer beschuldigt an diesem Bürgerkrieg schuld zu sein.Grund seien der Fremdenhass unzähliger Deutscher, der auf Angst und Dummheit beruhe.Helena Hanrath hat ein flammendes Plädoyer gegen Fremdenhass geschrieben.Sie beschreibt die Situation in Deutschland im Jahr 2015. Sie formuliert in ihrer Erzählung die Ängste vieler Menschen vor fremden Religionen, fremder Kultur und fremd aussehenden Menschen. In ihrer Erzählung zeigt sie uns die möglichen Folgen.Es hat mich, um es einmal flapsig auszudrücken, voll er wischt. Zeitweise standen mir sogar die Tränen in den Augen, manchmal musste ich mich zwingen weiter zu lesen. Das bedeutet auch, dass sie nicht nur die Angst der Fremdenhasser beschrieben hat, sondern auch die Angst der Menschen, die mit großer Sorge die politische Situation betrachten. Mit dieser Erzählung wurde mir bewusst, welche Gefahren auf uns lauern. Nicht nur die Gefahr eines Bürgerkrieges, das halte ich für zu weit hergeholt. Aber die Gefahr von unkontrollierter Gewalt, die Gefahr von Rechtsänderungen, die Gefahr des Verlustes demokratischer Werte. Und das geht weit über das Einzelschicksal hinaus.Werden wir wirklich einmal eine Gesellschaft haben, in der es Internierungslager geben wird? Wird der Rechtsruck in Deutschland zu weiteren rechten Parteien führen. Ich möchte mein "altes" Deutschland wieder. Das Deutschland, dass so viel Neues und Gutes durch andere Kulturen erfahren hat. das Deutschland, dass bereit war und oft noch ist, Menschen in Not aufzunehmen und zu helfen. Aber auch das Deutschland, dass sich angemessen gegen Missbrauch wehren kann.

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  • Als unsere Welt die Farbe verlor

    Als unsere Welt die Farbe verlor
    Tigerbaer

    Tigerbaer

    Die Flüchtlingskrise war 2015 DAS beherrschende Thema und auch im Jahr 2016 vergeht kaum ein Tag, wo einem dieses Thema nicht irgendwo in den Medien begegnet. Man schwankt zwischen Anteilnahme, Fassungslosigkeit, Erschrecken, Angst und manches Mal auch Wut. Man stellt sich zahllose Fragen und sucht verzweifelt nach einfachen Antworten & Lösungen, die es aber nicht geben kann und wird.Wo soll das alles hinführen? Wie wird es enden?In „Als unsere Welt die Farbe verlor“ hat die Autorin Helena P. Hanrath sich wohl ganz ähnliche Fragen gestellt und dann ein mögliches Szenario aufgezeichnet.Irgendwann und irgendwo in Deutschland in naher oder ferner Zukunft…das Land liegt in Trümmern, zerstört durch einen Bürgerkrieg und doch liegt Jubel in der Luft. Wir haben gewonnen! Doch wer war der Feind und welchen Preis hat das Ganze gekostet?Emma Petters hat in diesem Krieg alles verloren, ihre Familie & ihre Zukunft. Nun erhebt sie vor den Überlebenden ihre Stimme.„Als unsere Welt die Farbe verlor“ ist eine Kurzgeschichte, die es nicht nur thematisch in sich hat. Mir liefen beim Lesen Tränen übers Gesicht und eine Gänsehaut ließ mich schaudern. Das gezeichnete Szenario ist realistisch, absolut vorstellbar und gerade deshalb so erschreckend.Was wäre wenn? Diese Frage muss sich eigentlich jeder von uns stellen und wir müssen uns bewusst machen, unsere Zukunft ist hier & heute und unsere Entscheidung, die von jedem einzelnen, zählt, wenn es um unsere Welt von morgen geht!!!Vielen Dank, liebe Helena, für deine Worte und hoffentlich lesen viele, viele Menschen diese Geschichte!

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    • 9
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    20. April 2016 um 17:43
    parden schreibt Die Rezension macht neugierig!

    Finde ich auch.

  • Plädoyer gegen die Angst vor dem Fremden

    Als unsere Welt die Farbe verlor
    biancaneve66

    biancaneve66

    20. April 2016 um 08:35

    Helena P.Hanrath zeigt in ihrer Kurzgeschichte ein bedrückendes Zukunftsszenario voraus. Nach Ende eines fiktiven Bürgerkriegs hält die Protagonistin Emma eine ergreifende Rede. Der Stil ist direkt und manche Stellen wirken überzogen, aber die Autorin will mit ihrem Werk ja auch aufrütteln, zum Nachdenken anregen und überzeugen. Die Geschichte ist ein Plädoyer gegen die Angst vor dem Unbekannten. Hoffen wir, dass sie beim richtigen Empfänger ankommt!

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  • Wie sieht unsere Welt in ein paar Jahren aus?

    Als unsere Welt die Farbe verlor
    Nini77

    Nini77

    15. April 2016 um 16:15

    Ich habe mir die Geschichte anders vorgestellt, trotzdem hat sie mir sehr gut gefallen! Die Autorin Helena P. Hanrath hat mit ihrer Geschichte ein uns immer näher kommendes Ausmaß an Angst und Unwissenheit vor der Zukunft aufgezeigt. Emma Petterson spricht in ihrer Rede offen ihre Ängste aus ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen! Wie sieht unsere Welt in einigen Jahren aus? Dieses Buch stößt zum Nachdenken an!  

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  • Als unsere Welt die Farbe verlor

    Als unsere Welt die Farbe verlor
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. April 2016 um 12:02

    Dieses Buch wollte ich ebenfalls unbedingt lesen.Nicht nur das Cover fand ich sehr gelungen, sondern auch den Titel. Ich habe mich gefragt, was es mit dem Titel auf sich hat. Der Titel hat nachdenklich gemacht und zum denken angeregt. Worum es geht: "Emma Petters hat mit angesehen, wie Deutschland im Bürgerkrieg versank. Die wimmernden Rufe der Waisenkinder und die Schreie sterbender hallten über Monate durch den Staat. Wenige Wochen nach dem Ende des Krieges und dem Sieg der Deutschen über die Flüchtlingsströme erhebt sie das Wort – und klagt an. Mahatma Gandhi sagte: Gewalt ist die Waffe der Schwachen. In welcher Welt willst du leben? Sei nicht schwach. Ich bitte dich." Meine Meinung:Das Buch hat mir gut gefallen, es hat nachdenklich gemacht, durchaus. Jedenfalls hat mich das Buch verzaubern können. Der Schreibstil, die Geschichte, einfach alles hat mir gut gefallen.Dementsprechend kann ich eine Empfehlung aussprechen und vergebe 5 Sterne.

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  • Aktuelle Kurzgeschichte zu einem schwierigen Thema

    Als unsere Welt die Farbe verlor
    mari-87

    mari-87

    02. April 2016 um 22:00

    „Als die Welt unsere Farbe verlor“ ist eine Kurzgeschichte von Helena P. Hanrath.Inhalt:Die Geschichte handelt von der Zeit nach dem Bürgerkrieg in Deutschland. Eine Frau – Emma- hält eine emotionale Rede über die schlimme Situation. Der Bürgerkrieg entstand aus Hass gegen die Flüchtlinge mit furchtbaren Konsequenzen, wo nur das blanke Überleben zählte. Meine Meinung:Die Geschichte bringt einem zum Nachdenken über die derzeitige Situation durch die Flüchtlingskrise in Deutschland. Emmas Rede ist provokativ, aufrüttelnd und gut geschrieben. Es beschreibt ein Szenario die wir hoffentlich nie erleben müssen. Hass und Wut gegen Flüchtlinge gerät aus den Fugen und wird zu einem brutalen Bürgerkrieg. Leider gibt es jetzt in der Situation auch nur schwarz oder weiß, aber wenig grau. Beim Lesen denkt man nach über die schwere Situation der Flüchtlinge, der Sturheit der Bevölkerung, die Integration und welche Folgen alles haben wird. Zwischendurch war mir die Geschichte etwas zu übertrieben, deswegen habe ich einen Stern abgezogen, aber 4 von 5 verdiente Sterne zu einer sehr schwierigen und aktuellen Thematik.

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  • Eine fiktive Geschichte, die zum nachdenken anregt!

    Als unsere Welt die Farbe verlor
    Diana182

    Diana182

    30. March 2016 um 13:52

    Das Cover zeigt eine Person, die auf dem Boden sitzt und ihrem Kopf auf den Knien stützt. Sie wirkt verzweifelt und mit den Kräften am  Ende. Der Titel macht neugierig und man möchte wissen, was sich dahinter verbergen könnte.  Somit ist das Gesamtbild sehr passend gewählt und macht neugierig auf die enthaltene Geschichte! Kurz zum Inhalt – die Buchbeschreibung:Emma Petters hat mit angesehen, wie Deutschland im Bürgerkrieg versank. Die wimmernden Rufe der Waisenkinder und die Schreie sterbender hallten über Monate durch den Staat. Wenige Wochen nach dem Ende des Krieges und dem Sieg der Deutschen über die Flüchtlingsströme erhebt sie das Wort – und klagt an. Mahatma Gandhi sagte: Gewalt ist die Waffe der Schwachen. In welcher Welt willst du leben? Sei nicht schwach. Ich bitte dich. Nun zu meiner Meinung:Die Autorin beschreit in einer gelungenen Kurzgeschichte ein erschreckendes Szenario. Die aufkommenden Gefühle werden authentisch dargestellt und dürften für jeden nachvollziehbar sein. Diese kurze Geschichte hat mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Denn wie weit sind wir von dieser hier noch fiktiven Geschichte entfernt?! Man kann nur hoffen, dass diese kurzen Sätze von einer Vielzahl von Personen gelesen, verstanden und überdacht werden. Manche Situationen wirken zwar etwas überspitzt und der Schreibstil noch etwas holprig, aber dennoch steckt ein wahrere Kern dahinter, der nicht aus den Augen gelassen werden sollte! Meine Meinung:Eine sehr gelungene Kurzgeschichte, die zum Nachdenken anregt.

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  • eine Zukunftsgeschichte?

    Als unsere Welt die Farbe verlor
    Frenx51

    Frenx51

    26. March 2016 um 22:05

    Die Autorin beschreibt in einer kurzen aber prägnanten Geschichte eine mögliche Zukunftssituation von Deutschland, die eintreffen könnte, es hoffentlich aber nie wird. Die Protagonistin ist Emma, die nach dem Bürgerkrieg gegen die Flüchtlinge eine Rede hält, vor Menschen, die diesen Kampf irgendwie ganz richtig fanden. Ausgewählt wurde sie dazu vom Militärgeneral selbst, der zwar als ein "Held" aus dem Krieg geht aber trotzdem kritisch denkt, es nur nicht äußern darf oder will, um seine Position nicht zu gefährden, deshalb tut dies Emma. Und Emma ist wütend auf die Menschen, die einen Kampf gegen andere Menschen führen, die aus ihren Länder fliehen mussten und sie ist traurig, dass sie scheinbar gewonnen haben, weil sie es nicht verstehen wollen, aber vor allem weil sie einige unschuldige Menschen getötet haben und selbst vor ihrem Ehemann nicht Halt gemacht haben. Die Kurzgeschichte hat mich auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt. Ich finde dieses Hass und die Attacken auf Unterkünfte, Flüchtlinge und Helfer grausam und ich mache mir darüber Sorgen wie sich das weiter entwickelt. Ich glaube aber auch nicht, dass alle Menschen aus Hass gegen Flüchtlinge zu Demonstrationen gehen oder die AfD wählen, sondern häufig ist es auch Angst und Unwissenheit und vielleicht kann die Geschichte diese Menschen dazu bringen, doch noch einmal genauer darüber nachzudenken.

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  • Kurzgeschichte zum Nachdenken

    Als unsere Welt die Farbe verlor
    Alex1309

    Alex1309

    Mir hat die Kurzgeschichte gut gefallen. Sie regt an vielen Stellen zum Nachdenken an. Der Schreibstil ist flüssig und es macht Spaß, trotz des ernsten Themas, die Geschichte zu lesen. Ich hoffe, dass es wirklich nur Zukunftsvisionen sind, die niemals eintreffen, so ganz sicher bin ich mir in der momentanen Lage darüber jedoch leider nicht. Ich hätte mir gut vorstellen können, dass diese Kurzgeschichte nur der Prolog zu einem langen Roman ist, in dem die Thematik noch vertieft wird und ggf. Einzelschicksale genauer beschrieben werden. Respekt an die Autorin für diese Leistung und ich hoffe noch mehr von ihr zu lesen.

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    • 2
    Jungenmama

    Jungenmama

    25. March 2016 um 15:00
    Alex1309 schreibt Ich hätte mir gut vorstellen können, dass diese Kurzgeschichte nur der Prolog zu einem langen Roman ist, in dem die Thematik noch vertieft wird und ggf. Einzelschicksale genauer beschrieben werden.

    Das stimmt, als Prolog zu einem Endzeitroman würde die Geschichte sehr gut passen!

  • Was wäre wenn ein Krieg in Deutschland die Flüchtlinge vertreibt... ein erschreckendes Szenario!

    Als unsere Welt die Farbe verlor
    Jungenmama

    Jungenmama

    Was wäre wenn die aktuellen Proteste der Bürger gegen Flüchtlinge und der Fremdenhass in einen Bürgerkrieg umschlagen? In der Kurzgeschichte "Als unsere Welt die Farbe verlor" hat Helena P. Hanrath (Pseudonym) genau diesen Gedanken weitergesponnen und ein extremes Szenario entworfen. Die Fremden sind vertrieben, aber zu welchem Preis? Zerstörte Häuser und Fabriken, eine brachliegende Infrastruktur, tausende Tote und Verletzte... Als Deutschland am Boden liegt treffen sich die Überlebenden. Emma, eine junge deutsche Mutter und Ehefrau hält eine Rede und klagt die versammelten Menschen an: " »Ihr alle habt euch von den schlimmsten Krankheiten anstecken lassen. Übertriebener Stolz – und Angst.« ... »Angst vor den Fremden, deren Sprache ihr nicht versteht, vor deren Kultur, vor dem großen, bösen Unbekannten. Und über all dem die Angst, dass sie den Krieg in unser Land bringen. Dass sie uns alles nehmen. Arbeit. Wohnraum. Geld. Sicherheit.« ...  »Ihr seid gedankenverloren den Unkenrufen von Idealisten gefolgt, die händereibend eure Sorgen nährten. Dabei wolltet ihr nicht mit ihnen über einen Kamm geschert werden und seid dennoch mit ihnen auf die Straßen marschiert. Weil in Euren Augen Tausende der Fremden Verbrecher, Vergewaltiger und Terroristen waren.«" Das Szenario mag plakativ und überzogen wirken, aber genau dies ist die Intension der Geschichte. Der Schreibstil ist noch nicht hundertprozent ausgereift, aber direkt und offen, was sehr gut in die Handlung passt. Sie rüttelt auf und öffnet die Augen ob der Gefahr, die von Ablehnung, Hass ausgehen kann und häufig in Gewalt und Krieg endet. Meine Befürchtung ist, dass leider nur Menschen die Geschichte lesen werden, die kritisch die Aktuellen Geschehnisse in Deutschland, Europa und der Welt verfolgen. Es kann und wird weiter eskalieren und ich kann nur hoffen, dass wir und unsere Kinder nie in dem Szenario der Geschichte enden!      

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    • 3
  • Eine Rede für die Menschlichkeit

    Als unsere Welt die Farbe verlor
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    17. February 2016 um 14:17

    Klappentext: «Emma Petters hat mit angesehen, wie Deutschland im Bürgerkrieg versank. Die wimmernden Rufe der Waisenkinder und die Schreie sterbender hallten über Monate durch den Staat. Wenige Wochen nach dem Ende des Krieges und dem Sieg der Deutschen über die Flüchtlingsströme erhebt sie das Wort – und klagt an. Mahatma Gandhi sagte: Gewalt ist die Waffe der Schwachen. In welcher Welt willst du leben? Sei nicht schwach. Ich bitte dich.» Diese Kurzgeschichte von 22 Papierseiten mag auf den ersten Blick pathetisch klingen. Aber es ist eine Rede. Eine Rede muss aufrütteln und kann sich der Emotionen bedienen. Wir befinden uns in Deutschland im Jahre … In fünf Jahren, in 20 Jahren, man weiss es nicht genau. Das Land liegt in Trümmern, die Menschen wohnen in Zelten, es wird Winter. Ein Bürgerkrieg hatte sich entwickelt: Die eine Seite, die für die Aufnahme von Flüchtlingen kämpfte und die andere Seite, die alle Ausländer aus dem Land scheuchen wollte. Emma Petters steht in einer Turnhalle und hält eine flammende Rede. Nun sitzen die Bürger in genau dem gleichen Dilemma, wie ihre sogenannten Feinde: Häuser sind zerstört, Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten, es herrscht Not, Kälte und Hunger. Und Emma fragt, ob dies das Ziel war, ob das ganze Leid und Elend es wert war, die Frage so zu lösen. Sie appelliert an Menschlichkeit und Brüderlichkeit. Ein groteskes Szenario, das man sich nicht vorstellen mag. Helena P. Hanrath lässt ihre Protagonistin mit Absicht nur aus ihrem Blickwinkel reden, sämtliche Zwischenrufe werden seitens des anwesenden Militärs mit Gewalt unterdrückt. Eine flammende Rede, ein guter Diskussionsbeitrag zur heutigen Politik. Auf der einen Seite bittet Emma darum, miteinander zu reden, Lösungen zu finden, zuzuhören, den anderen lernen zu verstehen. Auf der anderen Seite hat aber auch niemand die Chance, Emma zu unterbrechen, eben zu diskutieren, seinen Standpunkt darzulegen. Wer sich auflehnt, wird massiv von den anwesenden Soldaten attackiert. Das Rad rollt weiter. 

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