Das war eines der Bücher, die ich als nicht gut bewerte.
Nicht nur, dass das immer mal wieder einfließende Schwäbisch sehr gekünstelt wirkt, das Buch vor product placements nur so wimmelt und sehr viel absolut unnötige Füllattribute benutzt werden, die geradezu lächerlich erscheinen, auch stimmen manche der Lokalitäten nicht mit der Wirklichkeit überein, obwohl sich die Autorin die größte Mühe gibt, dies so erscheinen zu lassen. Die im Roman auftretenden Personen sind hölzern und ihre Handlungen fast nie nachvollziehbar.
Auch die parallel laufende Lovestory ist sehr bei den Haaren herbeigezogen, genauso wie die immer wieder anklingende Anspielung auf Sherlock Holmes und Watson. Nahezu gefährlich empfinde ich jedoch, dass eine der Protagonistinnen durch "Urbexen" querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt, und mit fast keiner Silbe erwähnt wird, dass diese Art der Erkundung von Lost Places nicht nur größtenteils verboten ist (Hausfriedensbruch!), sondern auch extrem gefährlich sein kann. Im Gegenteil, mit Hingabe und sehr ausführlich beschreibt die Autorin auch noch, wie man sich durch ein kaputtes Fenster in einen Lost Place hinein begibt und gibt dadurch nicht nur eine konkrete Anleitung dazu, sondern "feiert" diesen Einbruch auch noch mit vielen begeisterten Worten.
Mein Fazit: Der ganze Kriminalroman wirkt auf mich mehr als gekünstelt und aufgesetzt, angefangen von der Sprache über den Plot bis zum (nahezu vorhersehbaren) Ende.





