Helene Düperthal Abschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit - Dorffriedhof oder Weltraum?

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Inhaltsangabe zu „Abschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit - Dorffriedhof oder Weltraum?“ von Helene Düperthal

Unter diesem Titel blickt die Autorin nach vorn und zurück in gleicher Weise und lädt ein, sich mit dem Thema Sterben, Tod und Trauer einmal ganz praktisch auseinanderzusetzen. Eingestimmt, durch kleine Erzählungen zu Beginn jedes Kapitels, geht sie u.a. der zentralen Frage nach: Wie möchten Sie einmal bestattet werden? Dabei schildert sie anschaulich, wie bunt und vielfältig heute die Möglichkeiten zur Bestattung geworden sind, versäumt aber auch nicht auf Gefahren hinzuweisen. Mal sachlich klar, mal erzählerisch nähert sie sich diesem, oft so unbeliebten Thema, streckenweise fast schon heiter und wünscht sich auf diesem Weg, vor allem eines: Das vermehrt miteinander gesprochen wird. Gesprochen, über die letzten Dinge des Lebens, damit einst nicht nur für den Sterbenden, Wunsch und Wirklichkeit zusammentreffen…

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  • Rezension zu "Abschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit - Dorffriedhof oder Weltraum?" von Helene Düperthal

    Abschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit - Dorffriedhof oder Weltraum?
    Vinschen

    Vinschen

    15. November 2011 um 15:50

    Das Buch „Abschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit“, erschienen im Lebensweichen Verlag, ist in diesen Wochen erschienen. Die Verlegerin und Autorin Helene Düperthal lädt ein, sich mit dem Thema Sterben, Tod und Trauer zu beschäftigen. Ein schwieriges Thema. Ihr Anliegen ist es, Menschen zu informieren, die auf irgendeine Weise mit dem Tod zu tun haben, sich dafür interessieren oder aber sich selbst über den eigenen Tod Gedanken machen wollen. Helene Düperthal wollte bewusst kein reines Sachbuch schreiben und so geht den einzelnen Kapiteln immer eine kleine Erzählung voraus. Dadurch wird das Buch lebendig und regt zum Nachdenken an. Ein gelungener Ansatz. Das Buch informiert und gibt Anregungen. Neben den formalen Ratschlägen macht Helene Düperthal deutlich, was in der heutigen Bestattungskultur alles möglich ist. Behutsam führt sie den Leser in Gedankenwelten ein, die Lösungen bieten. Sie greift traditionelle Werte wie die Totenwache auf und fragt, warum es so wichtig ist, von einem geliebten Menschen bewusst Abschied zu nehmen. Dabei muss es nicht unbedingt eine festgelegte Totenwache sein, die in unserer Gesellschaft jahrhundertelang eigentlich üblich war. So regt sie an, sich von dem geliebten Verstorbenen zu Hause zu verabschieden, wobei immer nur die Möglichkeit in Betracht gezogen wird und keine Dogmen aufgestellt werden. Keine Tabus fordert die Autorin beim Umgang mit dem Tod, wenn es darum geht, Kinder mit einzubeziehen. Helene Düperthal, selbst Mutter von sieben Kindern, warnt davor, in einem Trauerfall Kinder oder Jugendliche auszuschließen, um sie zu schützen. Vielmehr ermutigt sie dazu, diese an der Trauerfeier teilnehmen zu lassen oder gar die Abschiedsfeier mit ihnen gemeinsam zu gestallten. Düperthal ist es wichtig, Denkanstöße zu geben. Wenn jemand eine Reise tut, packt er seinen Koffer und verabschiedet sich – dies ist ein von ihr gebrauchtes Bild, das darauf hinweist, wie hilfreich und wichtig es sein kann, sich seiner eigenen Sterblichkeit bewusst zu sein und entsprechende Vorkehrungen zu treffen. „Abschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ zeigt eine Fülle von Möglichkeiten auf, die es heutzutage gibt. Ob es nun um die Vorsorge geht, die Trauerfeier an sich oder die Bestattungsart, wobei auch die etwas „spezielleren“ Wünsche nicht unbeachtet bleiben, bis hin zur richtigen Traueranzeige und schließlich dem Grabmal. Dabei geht es gar nicht um richtig oder falsch, sondern vielmehr darum, dem Leser Anregungen und Ideen zu geben. Die diplomierte Religionspädagogin, Trauerbegleiterin und -rednerin weiß, worum es geht. Sie hat sich intensiv mit der Thematik beschäftigt und ist sicher eine Fachfrau, die jedoch einen anderen Ansatz wählt. Information und der Mut, sich mit dem eigenen Tod auseinanderzusetzen – das ist ihr Credo. Seien es nun Bestatter, Priester, Trauerredner oder Floristen, Düperthal will Türen öffnen, damit die Menschen ihre Wünsche richtig äußern, wenn es um den Tod eines Angehörigen oder um den eigenen geht. Nie verlässt das Buch seine inhaltliche Ebene, wird zu träumerisch oder gar polemisch. Vielmehr stärkt die Autorin den ganzen Wirkungskreis, der an einer Bestattung beteiligt ist, und schätzt die Professionalität derjenigen, die dabei helfen, diesen letzten Dienst zu leisten. Ein überaus informativer Anhang rundet das Buch „Abschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ ab und macht es zu einem durchaus gelungenem Nachschlagewerk, wenn es um das Sterben, den Tod und die Trauer geht.

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