Helene Flood

 3,5 Sterne bei 77 Bewertungen
Autor*in von Die Psychologin, Die Affäre und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Helene Flood ist Psychologin und lebt mit ihrer Familie in Oslo. Ihr erster Roman »Die Psychologin«wurde bereits vor Erscheinen in Norwegen in achtundzwanzig Länder verkauft. Er stand monatelang auf der Bestsellerliste, eine Verfilmung ist geplant. Auch »Die Affäre« und »Die Witwe« wurden von Publikum und Presse begeistert aufgenommen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Helene Flood

Cover des Buches Die Psychologin (ISBN: 9783442773671)

Die Psychologin

(58)
Erschienen am 11.10.2023
Cover des Buches Die Affäre (ISBN: 9783442775637)

Die Affäre

(11)
Erschienen am 10.12.2025
Cover des Buches Die Witwe (ISBN: 9783442758999)

Die Witwe

(7)
Erschienen am 26.03.2025
Cover des Buches Die Psychologin (ISBN: 9783844547528)

Die Psychologin

(1)
Erschienen am 18.04.2022
Cover des Buches Die Affäre (ISBN: 9783844548877)

Die Affäre

(0)
Erschienen am 03.07.2023
Cover des Buches Die Affäre (ISBN: B0C85VNZVQ)

Die Affäre

(0)
Erschienen am 23.06.2023

Neue Rezensionen zu Helene Flood

Cover des Buches Die Witwe (ISBN: 9783442758999)
Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Die Witwe" von Helene Flood

Gwhynwhyfar
Hier fehlt die Spannung

Der Anfang: «Kurz bevor sie kommen, zünde ich alle Kerzen an. Die auf dem Esstisch, die auf der Anrichte, die im Regal. Ich mache mir Mühe. Mit all diesen offenen Flammen an einem so hellen Juniabend möchte ich ihnen wohl etwas beweisen. Vielleicht, dass ich keine Angst habe.»


Eine gutbürgerliche Nachbarschaft in Oslo, Evy ruft ihrem Mann nach: «Fahr vorsichtig!» Wenige Minuten später erleidet Erling wieder einen Fahrradunfall und stirbt im Krankenhaus. Ein Herzinfarkt? Zurück bleiben Evy, mit der er seit fünfundvierzig Jahren verheiratet war und seine drei Kinder. Der Unfall lässt Fragen offen, denn wo sind die Herzmedikamente, sein Terminkalender, und wo ist sein Fahrrad? Die Polizei ermittelt, da Erling ohne diese Dinge aufgefunden wurde. Ein Testament schockiert die Familie: Erling hat kurz vor seinem Tod fast sämtliches Bargeld in Immobilien investiert. Eine Familientradition – wie besprochen, sollte weitergeführt werden, doch sie ist gebrochen: Der älteste Sohn erbt nicht das Haus, das seit langer Zeit im Familienbesitz von Erlings Familie ist, an den ältesten Sohn weitergegeben wird. Sämtliche Immobilien gehen an Evy – die Kinder erhalten so gut wie nichts. Die Kinder können es nicht fassen, war der Vater nicht mehr Herr seiner Sinne?


«Die Bremsen funktionierten nicht, er konnte nicht anhalten und landete im Straßengraben. Er verletzte sich nicht schwer, hatte nur ein paar Schürfwunden. Es war ja ein Glück, dass er dort anhalten wollte. Wären ihm die Unterlagen nicht in den Sinn gekommen, hätte er vermutlich erst im Husebybakken gebremst, und dort wäre es viel schlimmer ausgegangen.› 

‹Ja, da hatte er Glück. Hat er herausgefunden, was passiert ist?›

‹Nicht, dass ich wüsste. Es lag wohl bloß an den Bremsen. Es ist ein altes Fahrrad, wissen Sie. Erling repariert viel selbst. Manchmal macht er dabei Fehler.›

‹Und gab es noch andere Unfälle?›

‹Nein.›»


Irgendetwas – das wird Evy immer klarer – stimmt nicht mit dem Tod ihres Mannes. Gegenstände verschwinden aus dem Haus, die drei erwachsenen Kinder verbergen Dinge vor ihr, und die Kellertür, die immer verschlossen ist, steht plötzlich offen. Nach vielen Jahren taucht ein alter Freund aus Erlings Jugend auf, und berichtet Evy, dass sie sich regelmäßig trafen und Erling der Meinung war, jemand wolle ihn umbringen – wahrscheinlich eins seiner geldgierigen Kinder. Und darum sei auch Evy in Gefahr. Der Tod von Erling ist möglicherweise auch ein gut inszenierter Mord gewesen, den man nicht beweisen kann. Der Sohn habe Erling um Geld gebeten, weil seine Firma auf die Pleite zusteuere, und die mittlere Tochter ebenso, sie wolle ein Haus kaufen. Die Jüngste, eine Künstlerin, leide chronisch unter Geldmangel. All das hat Evy nicht gewusst. Und da war dieser merkwürdige Fahrradunfall, bei dem die Bremsen an Erlings Fahrrad nicht funktionierten, nur durch Zufall ist er dem Tod von der Schippe gesprungen. Damit hat es angefangen! Was soll sie jetzt tun – die beiden Älteren bedrängen sie bereits. Kann das möglich sein?


«Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, wie mein Sohn sich sein Leben wünschen würde, wenn er sich noch mal entscheiden könnte, aber wenn ich darüber nachdenke, habe ich den Eindruck, dass er immer etwas unpässlich wirkt, als hätte er einen Pullover an, der nur beinahe passt, und als würde er unablässig an dessen Seiten herumzupfen, den Bund herunterziehen, versuchen, ihn dazu zu bringen, so zu sitzen, wie er ihn haben will.»


Auch auf Evy werden Mordanschläge inszeniert. Haben sich die Kinder zusammengetan oder ist es nur einer aus ihren Reihen? Wenn ja, wer versucht die Eltern zu töten? Evy muss eine Lösung finden, denn sie ist in Gefahr!  –  So genau weiß ich nicht, wie ich den Kriminalroman bewerten soll. Langweilig wäre falsch, aber spannend ist er bei weitem nicht. Er plätschert dahin, es dreht sich viel um die Ehejahre mit Erling im Rückblick. Evy hat ein Alkoholproblem, denn sie war nicht wirklich glücklich in ihrem Leben, aber auch nicht unzufrieden. Das Leben plätscherte so vor sich hin, wie auch dieser Roman. Ich dachte die ganze Zeit, irgendwann fällt der Hammer, die Erkenntnis, die Wendung, irgendwann gibt Helene Flood Gas – und dann war das Buch zu Ende. Glücklicherweise gibt es mit den letzten Sätzen eine Aufklärung, aber das war mir dann auch egal. Begeisterung klingt anders. Immer wieder lässt die Autorin die ausgelegte Angelschnur zappeln – um darauf wieder Ruhe einkehren zu lassen und sich den Ehejahren zu widmen oder der Betrachtung ihrer Kinder. Die anfangs depressiv wirkende Evy, die in dem großen dunklen Haus wohnt, das sie nie mochte, fängt an zu wachsen, sich zu befreien, auch vom Alkohol. Letztendlich passiert hier nicht viel, es ist das Gedankenspiel einer Frau, die resümiert und sich entscheiden muss, wie es im Leben weitergeht, das in einer sehr distanzierten Icherzählung. Für wen eignet sich dieses Buch? Auf keinen Fall für jemanden der Action oder Spannung sucht. Ein Thriller für Lesende, die eigentlich mit dem Genre nichts am Hut haben, die in eine gut erzählte Lebensgeschichte eintauchen möchten. Die Stimme von Cornelia Tillmanns hat es mir auch nicht leichter gemacht, knazig in depressivem Grundton, als finge sie jeden Augenblick an zu weinen. Das hat am Anfang gepasst, mich nachher geher genervt.



Helene Flood ist Psychologin und lebt mit ihrer Familie in Oslo. Ihr erster Roman »Die Psychologin«wurde bereits vor Erscheinen in Norwegen in achtundzwanzig Länder verkauft. Er stand monatelang auf der Bestsellerliste, eine Verfilmung ist geplant. Auch »Die Affäre« und »Die Witwe« wurden von Publikum und Presse begeistert aufgenommen.


Cover des Buches Die Witwe (ISBN: 9783442758999)
K

Rezension zu "Die Witwe" von Helene Flood

katha84
Plötzlich allein

Für Evy ändert sich mit einem Schlag alles. Denn von jetzt auf gleich stirbt Erling, ihr Mann. Und auch wenn alles wie ein Unfall aussieht, steht plötzlich die Polizei vor ihrer Tür und stellt Fragen. Und Evy beginnt selbst festzustellen, dass merkwürdige Dinge passieren. Der Terminkalender ihres Mannes verschwindet plötzlich und auch Erlings Medikamente sind nicht mehr da, wo sie vorher waren. Hatte Erling Geheimnisse vor ihr? Und was ist mit ihren Kindern los, die sich ebenfalls merkwürdig benehmen. Erst nach und nach kommt die Wahrheit ans Licht.


Mir hat der Schreibstil von Helen Flood zwar gut gefallen, aber ich bin ziemlich schwer in das Buch reingekommen. Ich fand den Anfang ziemlich verwirrend und kam auch mit Evy so gar nicht klar. Ich fand ihr Verhalten irgendwie merkwürdig und trotz Trauer, die ja verständlich ist, irgendwie unnormal. Man bekommt im Laufe des Buchs zwar eine Erklärung - die auch Sinn macht - aber ich fand das trotzdem unglücklich gelöst. Und irgendwie gilt das auch für weite Teile des restlichen Buches. Es gab immer mal wieder gute Kapitel und spannende Stellen, aber davon gab es zu wenig. Und anhand der Beschreibung hatte ich mir auch deutlich mehr unheimliche, mysteriöse Stellen erhofft. Und davon gab es so gar nichts. Was mir aber überraschenderweise gut gefallen hat, ist das Ende des Buches. Ich kann gar nicht genau sagen warum, weil es zum Teil sogar ein ziemlich offenes Ende ist, aber ich hab es verstanden und nachvollziehen können. Und fand auch die Beweggründe von Evy total verständlich. Alles in allem weiß ich aber nicht, ob ich noch ein Buch von Helen Flood lesen würde. 

Cover des Buches Die Witwe (ISBN: 9783442758999)
rosee_la_bookss avatar

Rezension zu "Die Witwe" von Helene Flood

rosee_la_books
Leider sehr enttäuschend

Eine gutbürgerliche Nachbarschaft in Oslo: Auf offener Straße bricht Erling zusammen und stirbt. Allein im großen gemeinsamen Haus sitzt Evy, seine Frau, mit der er seit fünfundvierzig Jahren verheiratet war. Irgendetwas – das wird ihr immer klarer – stimmt nicht mit dem Tod ihres Mannes. Gegenstände verschwinden aus dem Haus, die drei erwachsenen Kinder verbergen Dinge vor ihr, und die Kellertür, die immer verschlossen ist, steht plötzlich offen. Nach vielen Jahren taucht ein alter Freund aus Erlings Jugend auf, und teilt Evy Unglaubliches mit. Wer wollte Erling schaden? Und verfolgt derjenige, der ihm nach dem Leben trachtete, nun auch Evy?

. 📚

Das Buch ist in angenehm lange Kapitel eingeteilt. Es wird meist in der Ich-Perspektive erzählt. Immer wieder gibt es verschiedene Zeitsprünge in die Vergangenheit. Die Zeitsprünge sind komplett unterschiedlich lange und haben mich die meiste Zeit eher verwirrt, anstatt bereichert. Ich hab sehr lange gebrauch um den sogenannten roten Faden zu entdecken.

Evy ist hier unser Hauptcharakter. An sich eine recht authentische Protagonistin. Aber wahnsinnig flach. Mir fiel es zu keinem Zeitpunkt leicht ein Beziehung zu ihr aufzubauen. Eher ganz im Gegenteil. Durch diese ständigen Zeitsprünge, war es unmöglich diesen Charakter zu durch schauen und Sympathie zu empfinden. Auch hat hier jede Menge Tiefgang gefehlt.

Der Schreibstil ist hier wieder ganz typisch für die Autorin. Das Buch liest sich flüssig und gut. Allerdings eher wie ein guter Roman anstatt ein spannender Thriller.

Ich habe hier eigentlich erwartet gut unterhalten zu werden, weil man das so von der Autorin gewohnt ist. Leider wurde ich hier enttäuscht. Für mich kam zu keinem Zeitpunkt auch nur irgendeine Art von Spannung auf. Ich hab immer auf den richtigen Zeitpunkt gewartet. Leider kam er bis zum Ende nicht.

Das Ende war gut konstruiert und passend zur Geschichte. Leider hat auch dies wenig mit einem Thriller zu tun gehabt.

Das Cover wiederum gefiel mir sehr gut. Es wirkt spannend und mysteriös. Eigentlich perfekt für einen tollen Thriller. Eben aber nur eigentlich.


. 📚

Fazit: Leider konnte dieses Buch nicht meine Erwartungen erfüllen.  Ich vergebe 2 von 5 Sternen ⭐⭐

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