Nˋs Leben verläuft recht ereignislos, die meiste Zeit verbringt sie im Kampfsportstudio von Jürgen, ihrem Trainer, bei dem sie sich auf ihren nächsten Kampf vorbereitet und auch selber Kurse anbietet, vom Fenster ihrer Wohnung aus beobachtet sie die Obdachlosen vorm Haus, manche Abende verbringt sie bei ihrer Geliebten, einer Politikerin. Eines Morgens entdeckt sie ein Graffiti an der gegenüberliegenden Brandmauer und plötzlich sind die Bilder unter dem Synonym Striker überall in der Stadt für sie sichtbar. Als plötzlich Ivy mit ihren Habseligkeiten im Flur vor Nˋs Wohnung auftaucht und erzählt, sie würde demnächst im Dachgeschoss einziehen, gerät Nˋs Leben etwas aus den Fugen.
Vom Klappentext des Buches war ich sofort angetan, ohne, dass ich direkt gewusst hätte in welche Richtung die Geschichte genau geht. Ich war gespannt. Die ersten Seiten hat diese erwartungsvolle Spannung auch angehalten, allerdings wurde mir die Lektüre recht schnell etwas schwer. Der Schreibstil der Autorin ist sehr direkt, roh, klar und mit einem unverklärten Blick auf das alltägliche Leben mit all seinen Facetten, da wird nichts schöngeredet. Zugegebenermaßen hatte ich das so nicht erwartet, aber ich fand es jetzt auch nicht so schlimm. Was mir das Lesen erschwert hat ist die Art der Autorin die Geschichte zu erzählen, es wirkt manchmal recht wirr, sprunghaft, willkürlich. Als Leser hat man einzig Nˋs sportliche Ambitionen als roten Faden, sonst würde man wohl so manches Mal vom Weg abkommen.
Als Hauptfigur bleibt N für mich leider ebenso wenig greifbar wie Ivy, die aus mir unersichtlichen Gründen Panik und Angst in N auslöst, auch Nˋs Obsession für ihren Kampfsport kann ich nur bedingt nachvollziehen. Generell bleibt N mir bis zum Ende hin eher fremd und ich schaffe es nicht, eine Beziehung zu ihr aufzubauen. Die Grundstimmung des Buches ist für mich fast düster, irgendwie hoffnungslos, perspektivlos, melancholisch, das Buch hätte wahrscheinlich gut zu einem verregneten Nachmittag gepasst. Leider hat das Buch es mir zunehmend schwerer gemacht mich zu fesseln, ich habe schon während der Lektüre angefangen mich zu fragen, was mir die Autorin eigentlich sagen will. Letztlich bleibe ich etwas ratlos zurück.




















