Helene Hegemann

 2,5 Sterne bei 300 Bewertungen
Autorin von Axolotl Roadkill, Bungalow und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Autorin, Regisseurin und Schauspielerin: Helene Hegemann wurde 1992 in Freiburg geboren, wuchs aber in Bochum auf. Mit 14 Jahren zog sie nach dem Tod ihrer Mutter zu ihrem Vater Carl Hegemann nach Berlin. Seit ihrem 14. Lebensjahr schreibt Hegemann – und zwar Theaterstücke, Filme und Bücher, um ihren Alltag und Geschehnisse zu bewältigen. Für Ihren ersten Film „Torpedo“ bekam sie im Sommer 2009 den Max-Ophüls-Preis. Am 22. Januar 2010 erschien ihr Debütroman „Axolotl Roadkill“, der für Furore sorgte. Hegemann wird vom Feuilleton als neues Wunderkind der Literatur gefeiert. Gleichzeitig stehen Plagiatsvorwürfe im Raum, denen zufolge Helene Hegemann Teile von „Axolotl Roadkill“ nahezu unverändert von anderen Quellen übernommen haben soll, insbesondere der Roman „Strobo“ des Berliner Bloggers Airen soll von Hegemann stellenweise kopiert worden sein. Helene Hegemann bestätigte, dass sie einige der Textpassagen kopiert habe und entschuldigte sich in einer Stellungnahme öffentlich dafür, dass sie es "aus Egoismus und Gedankenlosigkeit" versäumt habe, diesbezüglich im Vorfeld mit Airen Kontakt aufzunehmen. 2018 sorgt Hegemann erneut für großes Aufsehen, als ihr Roman „Bungalow“ auf die Longlist des Deutschen Buchpreises gewählt wird.

Alle Bücher von Helene Hegemann

Cover des Buches Axolotl Roadkill (ISBN: 9783548288062)

Axolotl Roadkill

(251)
Erschienen am 16.06.2017
Cover des Buches Bungalow (ISBN: 9783446253179)

Bungalow

(17)
Erschienen am 20.08.2018
Cover des Buches Striker (ISBN: 9783462005950)

Striker

(11)
Erschienen am 13.03.2025
Cover des Buches Jage zwei Tiger (ISBN: 9783596198252)

Jage zwei Tiger

(8)
Erschienen am 25.06.2015
Cover des Buches Schlachtensee (ISBN: 9783462005141)

Schlachtensee

(5)
Erschienen am 17.08.2023
Cover des Buches Axolotl Roadkill (ISBN: 9783442719600)

Axolotl Roadkill

(0)
Erschienen am 13.04.2020
Cover des Buches Axolotl Roadkill: Roman (ISBN: B084JKKZ3T)

Axolotl Roadkill: Roman

(0)
Erschienen am 13.04.2020

Neue Rezensionen zu Helene Hegemann

Cover des Buches Striker (ISBN: 9783462005950)
Doreen_Klauss avatar

Rezension zu "Striker" von Helene Hegemann

Doreen_Klaus
Hoffnungslos

Nˋs Leben verläuft recht ereignislos, die meiste Zeit verbringt sie im Kampfsportstudio von Jürgen, ihrem Trainer, bei dem sie sich auf ihren nächsten Kampf vorbereitet und auch selber Kurse anbietet, vom Fenster ihrer Wohnung aus beobachtet sie die Obdachlosen vorm Haus, manche Abende verbringt sie bei ihrer Geliebten, einer Politikerin. Eines Morgens entdeckt sie ein Graffiti an der gegenüberliegenden Brandmauer und plötzlich sind die Bilder unter dem Synonym Striker überall in der Stadt für sie sichtbar. Als plötzlich Ivy mit ihren Habseligkeiten im Flur vor Nˋs Wohnung auftaucht und erzählt, sie würde demnächst im Dachgeschoss einziehen, gerät Nˋs Leben etwas aus den Fugen.

Vom Klappentext des Buches war ich sofort angetan, ohne, dass ich direkt gewusst hätte in welche Richtung die Geschichte genau geht. Ich war gespannt. Die ersten Seiten hat diese erwartungsvolle Spannung auch angehalten, allerdings wurde mir die Lektüre recht schnell etwas schwer. Der Schreibstil der Autorin ist sehr direkt, roh, klar und mit einem unverklärten Blick auf das alltägliche Leben mit all seinen Facetten, da wird nichts schöngeredet. Zugegebenermaßen hatte ich das so nicht erwartet, aber ich fand es jetzt auch nicht so schlimm. Was mir das Lesen erschwert hat ist die Art der Autorin die Geschichte zu erzählen, es wirkt manchmal recht wirr, sprunghaft, willkürlich. Als Leser hat man einzig Nˋs sportliche Ambitionen als roten Faden, sonst würde man wohl so manches Mal vom Weg abkommen. 

Als Hauptfigur bleibt N für mich leider ebenso wenig greifbar wie Ivy, die aus mir unersichtlichen Gründen Panik und Angst in N auslöst, auch Nˋs Obsession für ihren Kampfsport kann ich nur bedingt nachvollziehen. Generell bleibt N mir bis zum Ende hin eher fremd und ich schaffe es nicht, eine Beziehung zu ihr aufzubauen. Die Grundstimmung des Buches ist für mich fast düster, irgendwie hoffnungslos, perspektivlos, melancholisch, das Buch hätte wahrscheinlich gut zu einem verregneten Nachmittag gepasst. Leider hat das Buch es mir zunehmend schwerer gemacht mich zu fesseln, ich habe schon während der Lektüre angefangen mich zu fragen, was mir die Autorin eigentlich sagen will. Letztlich bleibe ich etwas ratlos zurück.

Cover des Buches Striker (ISBN: 9783462005950)
Svenjas_BookChallengess avatar

Rezension zu "Striker" von Helene Hegemann

Svenjas_BookChallenges
Ein kryptischer Roman mit tollen Momenten - der mir aber auch unzugänglich blieb

Helene Hegemanns „Striker“ hat es mir anfangs nicht leicht gemacht – zu wenig greifbar war mir die Handlung nach den ersten 50 Seiten, zu unnahbar die recht anonyme Protagonistin N, zu kryptisch ihr Aufeinandertreffen mit der Obdachlosen Ivy. Gleichzeitig aber mochte ich Helene Hegemanns raue, kompromisslose und präzise Sprache und irgendwie auch das Hin- und Herspringen zwischen verschiedenen Situationen und Emotionen, das die Verlorenheit und innere Zerrissenheit von N sehr eindrucksvoll auf den Punkt bringt.

Nachdem ich das Buch erst einmal zur Seite gelegt und ein paar Tage später wieder zur Hand genommen hatte, lief es plötzlich. Auch wenn das Gefühl der Unzugänglichkeit bis zum Ende unterschwellig bestehen blieb, konnte ich N’s Sichtweise und der etwas chaotischen, dabei jedoch sehr realistisch geschilderten Handlung doch einiges abgewinnen. N’s Leben zwischen zwei Welten, das sich in ihrer Wohnsituation zwischen Problemviertel und Villen-Stadtteil, ihrer Arbeit in einem Kampfsportstudio und ihrem Zusammentreffen mit Ivy manifestiert, öffnet beim Lesen den Blick auf die realen Probleme unserer heutigen Gesellschaft: auf Klassenkampf und Ignoranz, auf Gleichgültigkeit und Ungerechtigkeit.

Ich mochte vor allem das Bild, das die Begegnung zwischen N und Ivy transportiert – dass Unterschiede nämlich rein subjektiv sind und dass Menschen, egal woher sie kommen und wo sie leben, doch im Kern eigentlich alle gleich sind. Teile der Handlung, vor allem der Part mit dem Street-Art-Künstler Striker, haben sich mir aber wiederum auch entzogen und mir stellenweise das Gefühl gegeben, dass ich nicht alles an der Geschichte verstehe.

Und so bleibt „Striker“ für mich am Ende ein doch eher kryptischer Roman, der sich für meinen Geschmack das ein oder andere Mal zu sehr in unzusammenhängenden Schilderungen verliert und es in Sachen Unnahbarkeit hier und da auf die Spitze treibt. Auf der anderen Seite aber hat mich doch auch einiges an der Handlung fasziniert und meinen Horizont erweitert; hat mich die raue Sprache, das graue Porträt einer Großstadt auch irgendwie gefesselt. So lässt mich „Striker“ mit gemischten Gefühlen zurück, war aber auf jeden Fall eine interessante Lektüre.

Cover des Buches Striker (ISBN: 9783462005950)
marielle_liests avatar

Rezension zu "Striker" von Helene Hegemann

marielle_liest
Insomnia

I can’t get no sleep

Je länger sie in der U-Bahn sitzt, desto mehr verändern sich Ns Mitfahrende - von reich zu arm oder umgekehrt innerhalb von fünf Stadtteilen, je nachdem, in welche Richtung sie fährt.

N ist Kampfsportlerin und Trainerin, knapp unter 30 und bereitet sich auf einen Kampf gegen ihre Angstgegnerin vor. 

Erst verwaschen, dann immer klarer kritzelt sich Striker mit gigantischen Zeichen an der Hausfassade in ihr Leben - gefolgt von Ivy, die mit ihrem Hab und Gut beinahe Ns Tür einrennt. Wie und ob das alles zusammenhängt, erfahren wir in Helene Hegemanns neuem Roman.

💤

But there′s no release, no peace

Eine so große Angst im Inneren zu fühlen, dass die Welt mitten in der Nacht in Berlins Problembezirk sicherer erscheint. Das klingt zunächst absurd, doch wenn wir ganz tief in uns hineinhorchen, in die dunkelsten Nischen lauschen, dann ging es uns vielleicht selbst schon einmal so. 

Auf eine drängende und umklammernde Weise können wir spüren, wie es N ergeht, wenn sie die Schritte vom Dachboden hört, wenn sie das Geheimnis der Zeichen lüftet, wenn sie sich davor fürchtet, dass Ivy in ihre Wohnung eindringt, wenn sie den Schrecken im Flur zurücklässt und stattdessen in ihr eigenes Spiegelbild blickt und wenn sie ihren Schlaf gegen die kalte Nacht auf der Straße eintauscht.

Insomnia

„Striker“ ist auf eine sehr körperliche Weise emotional geschrieben und spielt ganz bewusst mit Ekel, Grenzerfahrungen und deren Überschreitung. Während der Lektüre fühlt man sich selbst irgendwie gehetzt und verfolgt. Zwischen den Zeilen lichtet sich mit der Zeit das ein oder andere Geheimnis, aber manches bleibt verborgen.

Für mich war es eine geniale und außergewöhnliche Leseerfahrung, die mit Tabus bricht, vorschnelle Rückschlüsse ausräumt und Klassenunterschiede deplatziert. Große Empfehlung!

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Zusätzliche Informationen

Helene Hegemann wurde am 19. Februar 1992 in Freiburg (Deutschland) geboren.

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von 7 Leser*innen aktuell gelesen

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