Menschenfischer

von Helene Henke 
3,9 Sterne bei22 Bewertungen
Menschenfischer
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Gelungene Fortsetzung des ersten Bandes: menschliche Abgründe im beschaulichen Hunsrück, spannend und mit ungewöhnlicher Besetzungsliste...

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Interessant, spannend und erfrischend! Ein tolles 'Ermittlungsteam', interessante Einblicke in das Berufsbild einer Bestatterin. Top!

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Inhaltsangabe zu "Menschenfischer"

Zoe Lenz ist Deutschlands jüngste Bestatterin. Die 20-Jährige versteht es meisterhaft, Verstorbene für das Begräbnis herzurichten. Auch in der kunstvollen Herstellung von Totenmasken hat sie sich inzwischen einen Namen gemacht. Die Leichen zweier Kinder, die in einem unzugänglichen Waldgebiet im Hunsrück gefunden wurden, beschäftigen Zoe. Die Kinder sind gebrandmarkt und unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Dann verschwinden die Leichen plötzlich spurlos aus Zoes Kühlhaus, und Zoe wird erneut in einen Fall ungeahnten Ausmaßes verwickelt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426304051
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Droemer Taschenbuch
Erscheinungsdatum:14.01.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    pardens avatar
    pardenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Gelungene Fortsetzung des ersten Bandes: menschliche Abgründe im beschaulichen Hunsrück, spannend und mit ungewöhnlicher Besetzungsliste...
    Lichterkinder...

    LICHTERKINDER...

    Trotz der aufsehenerregenden Geschehnisse im vorherigen Band (Totenmaske) ist die Bestatterin Zoe Lenz in Birkheim geblieben, einem verschlafenen Dorf im Hunsrück, das vor etwa einem Jahr durch einen Dreifachmord plötzlich in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerissen worden war. Doch die inzwischen wieder eingekehrte Ruhe währt nicht lange. Im Wald werden bei Forstarbeiten die verwesenden Leichen von zwei Mädchen gefunden. Dank ihrer Kunstfertigkeit bei der Herstellung von Totenmasken wird Zoe zu dem Fall hinzugezogen, denn sie soll den Mädchen ihr Gesicht wiedergeben, damit es möglich wird, sie zu identifizieren. Doch obwohl rasch feststeht, dass die Mädchen ermordet wurden, scheint die Polizei kein allzu großes Interesse an der Auflösung des Falls an den Tag zu legen.

    Als die Leichen der beiden Mädchen aus dem Begräbnisinstitut von Zoe gestohlen werden, dazu auch noch ihre Praktikantin Alina spurlos verschwindet, erwacht erneut Zoes Ermittlerinstinkt. Ihr Freund Leon, der als Kriminalbeamter in Mainz arbeitet, hört ihr bei ihren Erkenntnissen und Theorien nur mit halbem Ohr zu, da er selbst in wichtigen Ermittlungen steckt. Doch Zoe wäre nicht Zoe, wenn sie das von ihren Nachforschungen abhalten würde...


    Ihr Vorhaben war unvernünftig, irrational und möglicherweise gefährlich, doch im Moment erschien ihr jede Aktion besser, als verschreckt den Kopf in den Sand zu stecken. Einen Plan gab es nicht. Dazu gab es keine Grundlage. Die gesamte Situation, in der sie sich befanden, entzog sich ohnehin jeglichem gesunden Menschenverstand (...) Aber Zoe musste sich nun einfach Klarheit verschaffen.


    Die Anknüpfung zum ersten Band sowie die Weiterführung und Vertiefung einzelner Handlungsstränge daraus ist Helene Henke in meinen Augen sehr gut gelungen. Zwar war ich zwischenzeitlich irritiert darüber, dass dem verwickelten Geschehen hier ein ähnliches Thema zugrunde liegt wie in dem vorherigen Band, doch beim Weiterlesen wurde deutlich weshalb - und im Grunde bekamen dadurch die Geschehnisse um den Dreifachmord im vergangenen Jahr noch einmal einen subtiler durchleuchteten Hintergrund. Wirklich geschickt konstruiert. Daraus ergibt sich aber schon zwangsläufig, dass die Bände unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden sollten, da dies nicht nur zum besseren Verständnis beiträgt, sondern weil in 'Menschenfischer' auch viel von dem Fall davor die Rede ist (Spoiler).


    Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser? - Zehn Meter tief... - Wie kommen wir hinüber?


    Helene Henke entführt den Leser tief in den Hunsrücker Wald und damit in menschliche Abgründe, die so gar nicht zu der so heilen Welt dieser Gegend passen wollen. Dabei arbeitet sie mit der Vorstellungskraft des Lesers: oftmals formuliert sie die Schrecken nicht im Detail aus, sondern deutet sie nur an. Dies reicht allerdings auch aus, um Abscheu und Grauen vor den Perversionen hervorzurufen, denen der Leser hier begegnet.

    Es war schön, den bereits bekannten Charakteren wiederzubegegnen. Doch während in 'Totenmaske' noch die Personen und ihre Beziehungen zueinander im Vordergrund standen, ebenso wie einige detailliert beleuchtete Aspekte des Bestatterwesens, liegt in diesem Band der Fokus auf der Geschichte selbst. Die Mischung empfand ich insgesamt aber als gelungen.
    Das Verhalten der Charaktere, hier vor allem Zoe und Leon, war für mich nicht an jedem Punkt nachvollziehbar, was aber keinen Abzug in der Sympathienote gibt. Einzig die Alleingänge (jaja, ich weiß, alles im Sinne der Dramaturgie) nervten mich zuweilen.

    Alles in allem eine gelungene Fortsetzung der Reihe um die jüngste Bestatterin Deutschlands, und gerne lese ich weiter, wenn es eine neue Folge gibt. Ich freue mich auf ein Wiederlesen mit Zoe!


    © Parden

    Kommentare: 9
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    Bokmasks avatar
    Bokmaskvor 3 Jahren
    Wieder sehr rasant

    Nachdem mir der erste Band dieser Reihe, „Totenmaske“, so gut gefallen hat, musste ich dieses Buch auch unbedingt lesen.
    In meinen Augen hat Helene Henke hier noch einen daraufgesetzt. Die Spannung war am Anfang sachte da und wurde immer weiter ausgebaut und gehalten. Dieses Werk aus der Hand zu legen fiel mir mehr als schwer.

    Zoe Lenz hat den ersten Fall für sich abgeschlossen und ging ruhig und professionell ihrer Arbeit als jüngste Bestatterin Deutschland nach. Alina, ein junges Mädchen, die schon im ersten Band eine Rolle spielte, war als Praktikantin in das Unternehmen aufgenommen worden. Als eine männliche Leiche zu versorgen war, die etwas ungewöhnlich aussah, drehte Alina fast durch und ergriff ohne ein Wort zu sagen die Flucht.
    Zoe konnte sich dieses Verhalten nicht erklären. Alina äußerte sich dazu auch nur wage.

    Wenig später wurden in einem abgelegenen Waldgebiet bei Rodungsarbeiten zwei weibliche Kinderleichen gefunden. Da diese Leichen schon länger dort lagen waren die Körper teils zersetzt. Zoe wurde von der Polizei gebeten Totenmasken zu erstellen, um daraus eine Gesichtsrekonstruktion machen zu können. Damit begann eine Story die es in sich hatte. Ein weiterer Protagonist aus dem ersten Teil erschien wieder auf der Bildfläche, der mit Zoe in teils Lebensgefährliche Situationen geriet.

    Wie diese spannende Geschichte ausgeht, dass solltet ihr wirklich selber lesen. Helene Henke hat wieder mal ein Werk geschaffen, welches man unbedingt weiterlesen will. Ihr sehr flüssiger und schöner Schreibstil hat mir wieder ausgezeichnet gefallen. Ich hoffe sehr auf einen dritten Teil mit Zoe Lenz.

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    worteundweltens avatar
    worteundweltenvor 3 Jahren
    Menschenfischer

    Die jüngste Bestatterin Deutschlands ist wieder da. Nach „Totenmaske“ geht Zoe Lenz mit „Menschenfischer“ in eine neue Runde. Diesmal beschäftigen sie die Leichen zweier Kinder, die in einem unzugänglichen Waldgebiet im Hunsrück gefunden wurden. Die Kinder sind gebrandmarkt, unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen und können mit einer religiösen Sekte in Verbindung gebracht werden. Dann verschwinden die Leichen plötzlich spurlos aus Zoes Kühlhaus, und Zoe wird erneut in einen Fall ungeahnten Ausmaßes verwickelt.
    Nachdem mir der erste Band so gut gefallen hat, hab ich nicht lange gewartet und direkt im Anschluss mit dem zweiten Band angefangen. Was die Handlung angeht, ist inzwischen ein Jahr vergangen und Zoe hat sich einigermaßen von den Vorfällen erholt.
    Zoe ist mir noch immer sehr sympathisch. Sie liebt ihre Arbeit und geht respektvoll mit den Toten um, damit deren Würde gewahrt wird. Darüber hinaus ist sie mutig und spontan, sodass sie auch manchmal leichtsinnig wird und sich selbst in Gefahr bringt. Die Arbeit mit den Leichen wird wieder recht detailliert beschrieben, sodass der Leser viele interessante Fakten über die Arbeit eines Bestatters erhält. Was Zoes Beziehung zu dem Kommissar Leon Strater angeht, gibt es einige Höhen und Tiefen. Dennoch ist er nach wie vor ein authentischer und liebenswürdiger Charakter. Auch mit Zoes Jugendfreund Josh gibt es ein Wiedersehen. Dieser hat sich sehr verändert und hilft Zoe bei einer ihr wichtigen Angelegenheit. Doch es gibt auch eine neue Figur, die wichtig für das Geschehen ist: Zoes Praktikantin Alina. Sie ist sehr launisch und voller Widersprüche, doch ihre Arbeit macht sie gut. Plötzlich verschwindet Alina spurlos, was die Sache noch komplizierter macht.
    Meiner Meinung nach gibt es viele spannende Passagen in diesem Buch. Die Informationen über die religiöse Sekte sowie über die Bestattungskunst machen die Geschichte zu etwas Besonderem und Interessantem. Dennoch gibt es auch ein paar Stellen, an denen ich die Handlungen der Figuren etwas zu unglaubwürdig bzw. nicht nachvollziehbar empfinde.
    Insgesamt handelt es sich hier wieder um einen gelungenen Kriminalroman. Über einen weiteren Teil über die Bestatterin Zoe Lenz würde ich mich sehr freuen.

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    buecher_liebe21s avatar
    buecher_liebe21vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Interessant, spannend und erfrischend! Ein tolles 'Ermittlungsteam', interessante Einblicke in das Berufsbild einer Bestatterin. Top!
    Eine wirkliche gelungene Fortsetzung mit einem anderem Ermittlungsteam :)

    Das Cover des Buches gefällt mir auch hier wieder sehr gut und es passt super zum Inhalt des Buches. Es wirkt auf mich etwas gruselig und geheimnisvoll, lässt mich also neugierig auf die Geschichte werden. Die grauen Farben auf dem Cover lassen es düster wirken.

    Ich konnte mich wieder gut in die Geschichte hineinfinden, da ich mich bereits an den niveauvollen und poetischen Schreibstil der Autorin gewöhnt habe. Dadurch konnte ich das Buch wieder recht schnell und flüssig lesen. Was mir jedoch auffiel, war, dass die Autorin sich zum Ende hin immer öfter wiederholte, das störte ein bisschen, legte sich aber zum Ende des Buches hin auch wieder.

    Die Geschichte ist von der ersten bis zur letzten Seite an interessant geschrieben und eine unterschwellige Spannung brachte mich immer zum Weiterlesen. Immer wieder wurde es auch spannend, wodurch mich das Buch richtig fesselte und ich gar nicht mehr aufhören wollte, zu lesen. Auch der Showdown hat mir sehr gut gefallen. Er hielt sich lange und war wirklich spannend.

    Auch in diesem Buch ermittelt kein richtiges Ermittlungsteam, sondern der Kriminalbeamte Leon und Bestatterin Zoe, die man ja schon aus dem ersten Teil 'Totenmaske' kennt. Das gefiel mir auch hier wieder sehr gut, vor allem, weil Zoe selbst auf Spurensuche geht.

    Die Protagonisten hatten alle wieder ihre eigene Persönlichkeit. Jeder war vom Charakter her anders. Da ich ja schon im ersten Teil von Zoe und Leon begeistert war, freute ich mich umso mehr darüber, dass ich in diesem Buch auch wieder von ihnen lesen durfte.

    Manche Handlungen der Protagonisten konnte man sich sehr gut vorstellen, wodurch es mich manchmal graute, so gut konnte die Autorin es beschreiben.
    Mir gefielen sehr die Szenen, in denen Zoe die Toten behandelte und pflegte. Diese waren besonders interessant für mich. Da jedoch oft ins Detail gegangen wird, könnte es für zartbesaitete vielleicht etwas zu viel sein.

    Die Kapitel sind auch hier wieder recht lang, doch ich konnte mich mittlerweile daran gewöhnen, wodurch es mir nichts mehr ausmachte. Die Seiten flogen trotzdem nur so dahin.

    Die Erzählperspektive, die auch hier immer wieder zwischen den beiden Hauptprotagonisten wechselte, gefiel mir sehr gut. Diese brachte Abwechslung und auch nochmal Spannung mit in die Geschichte rein.

    Ich fieberte mit den Hauptprotagonisten mit, rätselte, was wirklich passiert ist und was hinter allem steckte und wurde von der Geschichte geradezu mitgezogen, als wäre ich dabei.

    Alles in allem hat mir das Buch super gefallen! Ich kann es auf jeden Fall Krimifans weiterempfehlen, aber auch für Thriller-Leser ist es wirklich lesenswert.

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    Ikopikos avatar
    Ikopikovor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender, schonungsloser Krimi aus dem Bestattungswesen.
    Menschenfischer

    Zoe, jüngste Bestatterin Deutschlands, hat nach den Vorfällen im ersten Band der Reihe nun endlich wieder Ruhe in ihrem Leben. Auch ohne Unterstützung ihrer Mutter, hat sie ihre Firma im Griff; ihre Fernbeziehung zu Kommissar Leon läuft gut. Ihr bleibt sogar Zeit für ihre Passion, Totenmasken zu erstellen. Ihr Talent hierin hat sich bereits rumgesprochen, und sie erhält viele Aufträge. Eigentlich geht also alles seinen geregelten Gang …

    … eigentlich! Bei Waldarbeiten werden in Zoes Wohnort zwei Kinderleichen gefunden. Zoe ist beunruhigt, als sie von den Brandmarkungen der Kinder erfährt. Besonders berührt scheint jedoch ihre junge Mitarbeiterin Alina. Seit dem Fund benimmt sie sich noch merkwürdiger als ohnehin schon, bis sie letztlich ganz verschwindet.

    Zoe soll die beiden Leichen für ein Begräbnis herrichten. Doch diese werden über Nacht aus dem Bestattungshaus gestohlen. Wer klaut Leichen??? Hat Alina etwas mit der Sache zu tun? Zoe geht die Arbeit der Polizei nicht schnell genug. Sie fängt ebenfalls mit der Spurensuche an und geht dabei große Risiken ein.

     „Menschenfischer“ ist Helene Henkes Fortsetzung der mit „Totenmaske“ begonnenen Serie über die Bestatterin Zoe. Wieder passieren in ihrem Umfeld kriminelle Dinge, mit denen sie unmittelbar in Verbindung steht.

     Zoe ist sehr tough, aber auch ungeduldig und so mutig, dass man sie schon leichtsinnig nennen muss. Sie liebt ihre Arbeit und geht mit so einem Respekt mit den Toten um, wie man es sich nur wünschen kann. Gerade diese Achtung vor den Totenlässt einen die Beschreibungen der Arbeit mit Leichen als interessante Informationen verstehen, nicht als Ausschmückung ekliger Details. Ich glaube, jeder hat sich schon einmal gefragt, was genau mit den Körpern verstorbener Menschen passiert. Helene Henke beschreibt es schonungslos, aber pietätvoll.

    Die Kriminalgeschichte ist spannend. Stückchenweise kommt man des Rätsels Lösung näher. Man ahnt einiges, vorhersehbar ist nichts. Da mir das Ende ein wenig zu unglaublich erscheint, gebe ich hierfür einen Punkt Abzug.

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    krissyschs avatar
    krissyschvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein netter Krimi für zwoschendurch, bei dem die fehlende Spannung durch die sympathische Protagonistin wettgemacht wird.
    Etwas zu vorhersehbar

    Zoe ist nicht nur eine der jüngsten Bestatterinnen, sondern gehört auch zu den wenigen Herstellerinnen von Totenmasken, die sie leidenschaftlich gern anfertigt. Als ganz in ihrer Nähe plötzlich zwei Mädchenleichen gefunden werden, die in einem naheliegenden Wald vergraben wurden, ist Zoes Talent im Masken anfertigen gefragt. Denn die beiden kleinen Mädchen sind nicht so einfach zu identifizieren und Zoe darf mit ihren Masken bei der Gesichtsrekonstruktion helfen. Dabei gerät sie selbst auch immer tiefer in die Ermittlungen des Falls. Als die beiden toten Mädchen auch noch aus ihrem Kühlhaus verschwinden, beginnt Zoe eigenmächtig zu ermitteln und begibt sich große in Gefahr..

    Obwohl ich nicht der größte Krimifan bin, so hat mich Menschenfischer doch gleich angesprochen. Der Klappentext klang super spannend und auch das Cover hat Lust auf mehr gemacht, daher musste ich das Buch unbedingt lesen. Erst einmal angefangen, war ich auch schon direkt drin, denn der Erzählstil hat mir gut gefallen und mich direkt in Beschlag genommen.

    Ein bisschen schade fand ich allerdings, dass direkt zu Beginn des Buches der Inhalt aus "Totenmaske", dem Vorgängerbuch, zusammengefasst wird. Ich hatte angenommen, dass es sich zwar um die gleiche Protagonistin in dem beiden Büchern handelt, diese aber auch eigenständig gelesen werden können. Da aber in Menschenfischer schon ausgeplaudert wird, was in Totenmaske passiert und auch wie dieses Buch ausgeht, rate ich daher allen, die beide Bücher lesen möchten, unbedingt mit Totenmaske anzufangen.

    Die Protagonistin Zoe war mir recht sympathisch und ihre Arbeit als Bestatterin fand ich unglaublich interessant. Für ihr junges Alter ist sie ziemlich mutig und übernimmt auch sehr viel Verantwortung mit ihrem Job. An einigen Stellen wurde detaillierter ihre Arbeit beschrieben und auch auf die Anfertigung der Totenmasken wurde näher eingegangen, was vielleicht nicht für jeden etwas ist, mir aber wirklich gefallen hat. Denn hier hat man richtig gemerkt, dass die Autorin viel recherchiert hat und dadurch wurde die Story sowie Zoe als Bestatterin sehr realistisch dargestellt.

    Die Story an sich hat mir auch gut gefallen und ist wirklich mal etwas anderes, da sie sehr weitreichend ist und nichts verschönt dargestellt wird. Allerdings war vieles für mich schon vorhersehbar und das Ende leider nicht mehr so überraschend, wie ich es mir gewünscht hätte. Vielleicht ist mein detektivischer Spürsinn auch einfach zu sehr beim Lesen damit beschäftigt gewesen mit zu ermitteln, aber ich hatte leider schon recht bald eine Ahnung worauf alles hinausläuft und letztendlich haben sich all meine Vermutungen dann auch bestätigt. Trotzdem hat mir das Buch aber gut gefallen, denn trotz der Vorhersehbarkeit war die Idee wirklich klasse und die Hintergrundinfos für mich sehr spannend.

    Insgesamt war Menschenfischer daher ein nettes Buch für einen gemütlichen Abend, durchgehende Spannung und Mitfiebern waren für mich allerdings nicht gegeben, was aber auch kein Muss ist. Denn durch die sympathische Protagonistin und ihre Arbeit sowie den außergewöhnlichen Plot ist trotzdem ein lesenswertes Buch entstanden, das ich gerne weiterempfehlen kann.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Deutschlands jüngste Bestatterin ermittelt wieder

    Zoe Lenz, Deutschlands jüngste Bestatterin, hat die dramatischen Ereignisse aus "Totenmaske" recht gut überstanden. Beruflich ist sie mit ihren kunstvoll angefertigten Masken von den Gesichtern Verstorbener inzwischen recht erfolgreich und sie liebt ihren Beruf. Gemeinsam mit ihrer neuen Praktikantin Alina soll sie einen alten Mann für die Bestattung vorbereiten, als Alina plötzlich ganz unerwartet ausrastet. Zoe wundert sich, aber sie lässt der jungen Frau auch relativ viel Freiraum, fühlt sie doch gewisse Ähnlichkeiten zwischen ihnen beiden.

    Als in der Nähe im Wald zwei Kinderleichen gefunden werden, darf Zoe auf Betreiben ihres Freundes Leon Strater an der Obduktion teilnehmen. Was die Rechtsmedizinerin herausfindet, ist erschütternd. Zoe entwickelt eine Theorie, was den Mädchen zugestoßen sein könnte, doch Leon will nichts davon hören. Also macht sich Zoe allein daran, weiter nachzuforschen.

    Meiner Meinung nach sollte man den ersten Teil "Totenmaske" unbedingt vor "Menschenfischer" lesen. Zwar ist es sicher auch möglich, den zweiten Band ohne Vorkenntnisse zu verstehen, doch begreift man Zoes Verhalten sicher besser, wenn man ihre Vorgeschichte kennt. Auch wird hier recht früh verraten, was im ersten Teil passiert ist, so dass man diesen Teil dann wohl nicht mehr mit allzu viel Spannung lesen könnte.

    Mir hat das Wiedersehen mit Zoe und Leon sehr gefallen, ich fand das Buch sogar noch ein bisschen besser als den ersten Teil. Manche Dinge werde ich in Kriminalromanen nie nachvollziehen können, warum zum Beispiel die Protagonisten so oft offenen Auges mitten in eine gefährliche Situation hineinrennen, noch dazu ohne jemandem Bescheid zu geben. Das hat mich auch hier wieder einmal gestört.

    Leon hatte diesmal eine weniger tragende Rolle, was ich ein bisschen schade fand, denn ich mochte ihn schon im ersten Band sehr und hätte mir hier auch gewünscht, dass er einen größeren Auftritt bekommt. Aber vielleicht ja beim nächsten Mal wieder!

    Die Autorin hat sich in diesem Buch ein ziemlich scheußliches Thema ausgesucht und zartbesaitete Leser werden sicher das eine oder andere Mal heftig schlucken müssen. Auch ich als relativ hartgesottene Krimileserin habe mir manches lieber nicht zu genau vorgestellt! Glücklicherweise belässt es die Autorin meist bei Andeutungen, was bei dieser Thematik schon schlimm genug ist.

    Der Showdown ist ziemlich dramatisch, da hätte es für mich auch etwas weniger sein dürfen. Dafür gibt es aber dann noch einen recht versöhnlichen Ausklang, der mir gut gefallen hat und den ich als gelungenen Schlusspunkt für diese Geschichte empfunden habe.
    Ich hoffe, es gibt noch viele weitere Fälle mit und um Zoe Lenz!

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    gaby2707s avatar
    gaby2707vor 4 Jahren
    Gefangen in einer Sekte

    "Menschenfischer" ist der zweite Kriminalroman um die jüngste Bestatterin Deutschlands Zoe Lenz Birkheim im Hunsrück. Da mir das erste Buch sehr gut gefallen hat, war dieses jetzt ein Muss. Und ich bin von dem neuen Fall nicht enttäuscht worden.

    Nachdem Zoes Mutter Isobel nach den Vorkommnissen im ersten Band in einer psychiatrischen Klinik in Simmern untergebracht wurde, hat sie nun eine neue Praktikantin, die ihr bei der täglichen Arbeit mit den Toten hilft: Alina Berger, eine manchmal etwas unberechenbare, unkonventionelle und manchmal unzuverlässige junge Frau, die auf Zoes Grundstück in einem Wohnwagen lebt.

    Im Hunsrücker Wald werden zwei stark verweste Kinderleichen gefunden, zu denen Zoes Freund Leon Strater von der Kripo in Mainz die Ermittlungen leitet. Dann verschwindet Alina zusammen mit ihrem Wohnwagen spurlos. Nachdem Zoe bei einer Frau aus dem Ort ein Foto mit kleinen Mädchen gesehen hat, die den beiden Kinderleichen, die zwischenzeitlich durch eine Gesichtsweichteilrekonstruktion ihr Aussehen wieder bekommen haben, sehr ähnlich sehen und die Frau ihr von einer Sekte erzählt, die vor vielen Jahren im Wald ein Ferienlager hatten, macht sie sich selbst auf die Suche. Und gerät dabei selbst in größte Gefahr...

    Da der erste Fall aber auch in diesem Buch sehr viel Raum einnimmt, nicht nur anregend das Buch lesen zu wollen, sondern sehr ausführlich, nimmt es für mich, die ich das Buch schon kenne, im ersten Viertel des neuen Falles sehr die Spannung.

    Dann jedoch passieren so viele verschiedenen Kleinigkeiten, dass ich aufpassen muss, nichts zu überlesen. Denn alles zusammen fügt sich schlussendlich zu einem sehr komplexen Fall zusammen. Zoes Sturheit und Verbissenheit sind mir hier allerdings manchmal etwas zu viel, wirken auf mich etwas unrealistisch, obwohl es der Spannung sehr gut tut.

    Der leichte, flüssige, aber immer wieder aufwühlende Schreibstil hält mich beim Lesen gefangen. Die Autorin schafft es, die Spannung anzuheizen und der Geschichte eine totale Lebendigkeit zu geben. Das hektische Treiben bei der Kripo in Mainz z.B. ist für mich fast greifbar. Ich bin immer mittendrin und erfahre durch die, wie ich finde, sehr gute Recherchearbeit vieles, was mir sonst verborgen geblieben wäre. Auch das die Hintergründe der beschriebenen Sekte direkt mit Zoe zutun haben, ist, nachdem ich den ersten Band kenne, nachvollziehbar und verständlich rüber gebracht.

    Nach der Frage: Sollte man den ersten Ban zuerst gelesen haben, würde ich sagen: JA. Obwohl es sich bei "Menschenfischer" um einen eigenen Fall handelt, trägt das Wissen aus dem ersten Buch viel zum Verständnis bei.

    Alles in allem habe ich ein Buch gelesen, dass mich nachdenklich und teils aufgewühlt zurück lasst. Da mir aber am Anfang die Spannung gefehlt hat und mir manches etwas unrealistisch rüber gekommen ist, ziehe ich hier einen Stern ab. Trotzdem gibt es von mit eine Leseempfehlung für diesen sehr interessanten Fall.

     

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    Zabou1964s avatar
    Zabou1964vor 4 Jahren
    Spannend bis zur letzten Seite

    Als großer Fan der Autorin habe ich jedes ihrer Bücher gelesen und die Fortsetzung der Reihe um Deutschlands jüngste Bestatterin Zoe Lenz bereits sehnsüchtig erwartet. Auch mit ihrem neuesten Werk konnte Helene Henke mich wieder fesseln und begeistern.


    Als im Wald zwei verweste Kinderleichen gefunden werden, bekommt Zoe die Chance, bei der Obduktion und der Rekonstruktion der Gesichter mitzuhelfen. Schnell wird klar, dass die Mädchen vor ihrem Tod misshandelt wurden. Zoe beginnt, Nachforschungen anzustellen. Ihre Praktikantin Alina reagiert merkwürdig und verschwindet eines Tages spurlos. Aus Sorge um die junge Frau begibt sich Zoe auf die Suche nach ihr und sich selbst damit in große Gefahr.


    Dieser zweite Teil der Reihe ist stark mit dem ersten Band verknüpft. Zoe lebt mittlerweile allein, ihre Mutter ist in einer Psychiatrie untergebracht. Mit dem Mainzer Kommissar Leon führt sie eine Fernbeziehung. Die Leichenfunde weisen auf eine Sekte hin, die sich vor vielen Jahren in den Wäldern des Hunsrücks niedergelassen hatte. Zoes Begabung, Totenmasken herzustellen, wird wieder ausführlich beschrieben. Man merkt, dass die Autorin sich mit dem Thema beschäftigt hat.


    Die Vorkommnisse rund um die Sekte sowie die Beschreibung der Kinderleichen sind nicht zu detailliert dargestellt. Zoes Handeln war für mich nicht immer nachvollziehbar, hat den Roman jedoch sehr spannend gemacht. Die Figur Alina hat mir in diesem Buch besonders gefallen. Sie ist ein starker Charakter, deren Leben mich sehr bewegt hat.


    Durch geschickt eingesetzte Rückblenden ist die Lektüre des ersten Bandes nicht zwingend notwendig, um diesen zweiten Teil zu verstehen. Ich empfehle trotzdem, auch „Totenmaske“ zu lesen, denn es ist ein spannendes Buch. Die Reihenfolge sollte man allerdings unbedingt einhalten.


    Ich würde mich sehr über eine Fortsetzung dieser Reihe freuen. Zoe ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen und ich wüsste zu gerne, wie es mit ihr weitergeht.


    Fazit:

    Spannende Unterhaltung mit einer überaus interessanten Protagonisten.


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    weinlachgummis avatar
    weinlachgummivor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein schöner Thriller für zwischendurch mit einer sympathischen Besetzung
    Menschenfischer

    Menschenfischer ist der Nachfolge Band von „Totenmaske“. Man kann das Buch aber auch sehr gut lesen ohne das vorherige zu kennen. Ich habe es nicht gelesen und hatte nicht einmal das Gefühl, mir würde etwas fehlen.

    Zoe ist Deutschlands jüngste Bestatterin und hat in der Vergangenheit einiges durchmachen müssen ( Totenmaske ) gerade geht es ihr wieder besser und schon passiert das nächste Unheil in der kleinen Gemeinde, ein Leichenfund.....

    Zoe ist ein sympathischer Charakter, sie hat Ecken und Kanten und vor allem ihren eigenen Kopf. Da sie als Bestatterin arbeitet und wir sie den Roman über begleiten, erfahren wir auch etwas mehr über diesen Beruf. Ich fand diese Infos sehr interessant und habe mich etwas an die Serie Six Feet Under erinnert gefühlt.

    Auch "die bösen" fand ich interessant, es gibt zwar bestimmt viele Thriller mit Sekten Hintergrund, aber da ich nicht so oft in diesem Bereich lese, war dies mein erstes mit diesem Thema. Und naiv wie ich bin musste ich dann erst mal "Flirty Fishing" nachschlagen und entsetzt fest zustellen, dass dies keine Erfindung der Autorin ist, sondern wirklich so praktiziert wurde / wird.

    Für mich gab es trotzdem ein paar kleine Ungereimtheiten, weswegen es nur 4 Weingummis werden.

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