Helene Henke Totenmaske

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Inhaltsangabe zu „Totenmaske“ von Helene Henke

Die 21-jährige Zoe versteht es meisterhaft, Verstorbene für das Begräbnis herzurichten. Nach dem Tod ihres Großvaters übernimmt sie das traditionelle Familienunternehmen. Respektvoll bereitet sie die Verstorbenen für ihre 'letzte Reise' vor und macht sich schnell einen Namen als jüngste Bestatterin Deutschlands. Die Bewohner des kleinen Dorfs im Hunsrück stempeln die ungewöhnliche junge Frau jedoch schnell als Sonderling ab. Als eines Tages Boris und seine zwei Freunde auf ihrem Behandlungstisch landen, findet sich Zoe rasch im Kreis der Verdächtigen wieder – hatte doch einer der jungen Männer Zoe vor ein paar Jahren fast vergewaltigt. Das BKA ermittelt. Die Stimmung im Dorf gleicht einem Hexenkessel, als Zoe plötzlich spurlos verschwindet.

Eine Bestatterin als Ermittlerin - ein ungewöhnlicher Ansatz, der für mich aber sehr gelungen ist! Gerne mehr davon!

— LitteraeArtesque

Morbide, fesselnd und trotzdem sympathisch - ein ungewöhnlicher Krimi, der Lust macht auf mehr!

— parden

Ein gelungenes Buch mit einem etwas anderem Ermittlungsteam.

— buecher_liebe21

Mal ein ganz anderer Krimi - sehr spannend und gut recherchiert erzählt!

— heike_herrmann

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  • Morbide, fesselnd und trotzdem sympathisch...

    Totenmaske

    parden

    MORBIDE, FESSELND UND TROTZDEM SYMPATHISCH... Die 21-jährige Zoe versteht es meisterhaft, Verstorbene für das Begräbnis herzurichten. Nach dem Tod ihres Großvaters übernimmt sie das traditionelle Familienunternehmen. Respektvoll bereitet sie die Verstorbenen für ihre »letzte Reise« vor und macht sich schnell einen Namen als jüngste Bestatterin Deutschlands. Die Bewohner des kleinen Dorfs im Hunsrück stempeln die ungewöhnliche junge Frau jedoch schnell als Sonderling ab. Als eines Tages Boris und seine zwei Freunde auf ihrem Behandlungstisch landen, findet sich Zoe rasch im Kreis der Verdächtigen wieder – hatte doch einer der jungen Männer Zoe vor ein paar Jahren fast vergewaltigt. Das LKA ermittelt. Die Stimmung im Dorf gleicht einem Hexenkessel, als Zoe plötzlich spurlos verschwindet. Eine ungewöhnliche Perspektive nimmt dieser Kriminalroman ein. Meist werden die Geschehnisse nämlich aus der Sicht der Bestatterin Zoe Lenz geschildert, was einen eigenartigen Fokus auch auf Themen wie das Bestatterwesen, Thanatologie oder auch das Herstellen von Totenmasken lenkt. Durch recht ausführliche Schilderungen bekommt die Handlung dadurch teilweise einen etwas morbiden Anstrich, doch kommen im Veraluf auch die Ermittlungen nicht zu kurz - genau wie die Liste der Verdächtigen. Letztlich spielt aber die Beziehungsebene zwischen den einzelenen Charakteren die größte Rolle - sowohl gemünzt auf das sich anbahnende Knistern zwischen der Bestatterin Zoe und dem Ermittler Leon als auch auf die Beziehungen der verschiedenen Dorfbewohner untereinander. Genau dieser Aspekt gibt dem Roman einen entscheidenden Zusammenhalt und lässt die Charaktere mehr sein als die Helden ihrer Leidenschaften. "Der schwere Griff des Skalpells fühlte sich angenehm an, die stählerne beidseitig geschärfte Klinge wurde eins mit Zoes Hand und zeichnete eine schwarze Linie auf die bleiche Haut. Durchtrennte sauber alle drei Hautschichten wie ein Stück Butter: zunächst mit leichtem Druck die eigentlich widerstandsfähige Epidermis, dann die Bindegewebsfasern der Lederhaut, bis das Skalpell beinahe behäbig in das subkutane Fett der Unterhaut sackte, wo es Blutgefäße und Nerven durchschnitt." Mit Zoe Lenz hat Helene Henke einen interessanten Charakter geschaffen. Trotz ihrer Jugend tough und versiert in ihrem Beruf, intelligent und unerschrocken, gleichzeitig aber auch unglaublich verletzlich und im Grunde auch recht einsam. Sympathisch erscheint sie von Anfang an und in ihrer Zerrissenheit auch glaubwürdig. Auch die anderen Charaktere sind liebevoll gezeichnet, auch wenn sich bei ihnen teilweise nach und nach einige Überraschungen und unerwartete Züge herauskristallisieren. Das Verhalten der Figuren und deren Beziehungen untereinander machen einen Großteil der Spannung aus. Denn Spannung gibt es hier durchaus auch - angefangen beim Miträtseln darüber, wer denn nun der Mörder sein könnte und gehörigen Zweifeln bei der Interpretation der Indizien. Auch wenn ich ab einem bestimmten Punkt ahnte, worauf alles hinauslaufen würde, blieben die Ereignisse aufregend, zumal die gut ausgearbeitete Dynamik im Dorfgeschehen kaum einmal Ruhephasen zuließ. Intelligent konstruiert, konnte mich dieser Krimi gut unterhalten, und auch die ausführlichen Schilderungen aus dem Bestatterwesen waren letztlich nicht unerträglich. Ein ungewöhnlicher Ansatz, der Lust macht, auch den Folgeband 'Menschenfischer' bald zu lesen. © Parden

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    clary999

    08. April 2016 um 21:40
  • Ein etwas anderer Krimiroman, aber wirklich gut!

    Totenmaske

    buecher_liebe21

    15. July 2015 um 21:51

    Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Es ist mal ein ganz anderes Motiv, passt aber super zum Inhalt des Buches. Es lässt auf eine gruselige Geschichte deuten und die grauen Farben lassen es düster wirken. Ich konnte mich gut in die Geschichte einfinden, obwohl der Schreibstil der Autorin niveauvoll und auch etwas poetisch ist. Ich gewöhnte mich aber mit der Zeit an den Schreibstil, wodurch ich das Buch dann doch recht schnell und flüssig lesen konnte. Das Buch ist von der ersten Seite an interessant geschrieben und es kommt eine unterschwellige Spannung auf, wodurch ich immer weiter lesen wollte. Hin und wieder geschahen auch Ereignisse, die richtig spannend waren und einen geradezu fesselten. Der Showdown am Ende hat mir leider etwas gefehlt. Es war einer vorhanden, keine Frage, aber er war mir zu schwach. Obwohl das Buch als Kriminalroman betitelt wird, ist es kein normaler, wie ich finde. Nach meiner Erfahrung stehen immer Ermittlungsteams im Vordergrund, die Gewalttaten aufklären. In diesem Buch haben wir die Bestatterin Zoe als Hauptprotagonistin und den Kriminalbeamten Leon, der zusammen mit Zoe unerwartet auf Spurensuche geht und sozusagen das Ermittlerduo darstellt. Diese Aufstellung gefiel mir sehr gut, da es neu und erfrischend ist, mal nicht die typischen Ermittlungsteams zu haben und es für mich auch einfach interessanter war, die Geschichte zu lesen. Die Protagonisten hatten alle ihre eigene Persönlichkeit. Jeder war vom Charakter her anders. Die Hauptprotagonisten waren mir sympathisch, vor allem Zoe gefiel mir. Dadurch, dass sie in meinem Alter ist, konnte ich sie gut nachvollziehen und bewunderte sie des Öfteren für ihre Reife. Die Kapitel sind leider recht lang, wodurch ich manchmal damit zu kämpfen hatte, ein Kapitel zu beenden. Man bekommt deswegen das Gefühl, dass man nicht voran kommt mit dem Lesen. Die Erzählperspektive, die immer wieder zwischen den beiden Hauptprotagonisten wechselte, gefiel mir sehr gut. Diese brachte Abwechslung und auch nochmal Spannung mit in die Geschichte rein. Ich fieberte mit den Hauptprotagonisten mit, rätselte, was wirklich passiert ist und wurde von der Geschichte geradezu mitgezogen, als wäre ich dabei. Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen! Ich kann es auf jeden Fall Krimifans weiterempfehlen, aber auch für Thriller-Leser ist es wirklich lesenswert.

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  • Spannender Kriminalroman

    Totenmaske

    worteundwelten

    13. July 2015 um 15:34

    Sie ist die jüngste Bestatterin Deutschlands: Zoe Lenz. Zusammen mit ihrer Mutter leitet sie das traditionelle Familienunternehmen. Sie liebt ihre Arbeit und bereitet die Verstorbenen respektvoll für eine würdevolle Beerdigung vor. In dem kleinen Dorf im Hunsrück, in dem Zoe zuhause ist, wird sie jedoch schnell als Sonderling abgestempelt. Eines Tages liegen drei alte Bekannte von Zoe auf ihrem Behandlungstisch: Boris und seine zwei Freunde sind bei einem Verkehrsunglück ums Leben gekommen. Doch war es wirklich ein Unfall? Rasch befindet sich Zoe selbst im Kreis der Verdächtigen – einer der jungen Männer hatte Zoe vor ein paar Jahren fast vergewaltigt. Das BKA ermittelt… Ungewöhnlich – aber auf eine positive Art! Das Thema Bestattung und die Protagonistin als Bestatterin – das hat mir sehr gut gefallen, da dies einfach mal etwas Neues ist. Die Hauptfigur Zoe war mir von Anfang an recht sympathisch. Man merkt, dass ihr ihre Arbeit gefällt und sie alles mit größter Sorgfalt vorbereitet. Ganz nebenbei lernt der Leser auch noch Tätigkeiten eines Bestatters kennen und bekommt somit einen interessanten Einblick in den Beruf, da die Beschreibungen sehr präzise sind. Weitere wichtige Figuren für das Geschehen sind Zoes Mutter Isobel, die für die Trauerfeiern zuständig ist, sowie der Ermittler Leon Strater und Zoes guter Freund Josh. Nicht nur Zoe, sondern auch Leon war mir recht schnell sympathisch, da er einen kompetenten Eindruck als Ermittler macht, aber dennoch kein flacher Charakter ist. Ein Handlungsstrang, der mit dem Hauptgeschehen selbst nichts zu tun hat, in den jedoch Leon verwickelt ist, ist am Ende offen geblieben. Möglich, dass dieser in der Fortsetzung „Menschenfischer“ aufgelöst wird. Der Kriminalroman ist kontinuierlich spannend, was auch durch den flüssigen Schreibstil bedingt ist. Gegen Ende wird das Buch dann richtig fesselnd, sodass man quasi durch die Seiten fliegt. Der Schluss hat mir richtig gut gefallen und macht definitiv Lust auf mehr. Ich bin mir sicher, dass „Totenmaske“ nicht mein letztes Buch von Helene Henke sein wird. Das ausdrucksstarke Cover und die abgerundeten Ecken des Buches sind ein zusätzlicher Blickfang und Pluspunkt. Ich kann das Buch allen Krimi- und Thriller-Fans nur ans Herz legen. Es handelt sich um einen unterhaltsamen Kriminalroman, bei dem es weder an Spannung noch an Authentizität mangelt. Ein Hauch Romantik lockert die Handlung auf und sorgt für Abwechslung.

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  • Bücher gegen Rezensionen: Plündert das LovelyBooks Bücherregal!

    After passion

    TinaLiest

    Wir räumen unser Bücherregal! Ihr kennt das doch sicher: Das Regal quillt über, aber irgendwie möchten trotzdem immer mehr neue Bücher zwischen die Regalbretter gesteckt werden. Auch bei uns im Büro steht ein Bücherregal, das nur so überquillt vor tollem Lesestoff, der viel zu schade dafür ist, nicht gelesen zu werden. Deshalb haben wir unser Bücherregal ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die wir dort gefunden haben, glücklich machen! So funktioniert's: Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, schreibt uns im passenden Unterthema einen Beitrag mit dem Titel/den Titeln aus dem entsprechenden Genre und seid automatisch bei der Verlosung dabei. Ihr könnt euch selbstverständlich für mehrere Bücher in mehreren Genres bewerben - bitte schreibt dafür aber für jedes Genre einen extra Beitrag, in dem ihr dann auch mehrere Titel aus einem Genre auflisten dürft! Am Donnerstag, dem 18. Juni, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier in den jeweiligen Unterthemen mit. Solltet ihr gewinnen, verpflichtet ihr euch, bis zum 2. August 2015 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion! Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"! Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und uns unsere Bücher abnehmt & wünschen euch viel Spaß beim Stöbern! ;)

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    • 4789
  • Vergangenheitsbewältigung hinter der Maske

    Totenmaske

    gaby2707

    15. February 2015 um 18:44

    Zoe Lenz ist gerade mal 19 Jahre alt, eine der ganz wenigen und außerdem Deutschlands jüngste Thanatologin. Nach der Ausbildung bei ihrem Großvater bereitet sie die Toten sorgfältig und professionell für ihren letzten großen Auftritt in der Beerdigungshalle her. Bei einem Autounfall kommen die drei jungen Männer zu Tode, die sie vor Jahren versucht haben zu vergewaltigen und damals frei gesprochen wurden. Doch es stellt sich heraus, dass es kein Unfall war, sondern dass hier jemand nachgeholfen hat. Das ruft Kommissar Leon Strater von der Kripo Mainz auf den Plan. Zusammen mit Zoe, die auch noch ein geheimes Nachtleben führt, macht er sich auf die Suche nach dem Schuldigen. Helene Henke hat mich in ihrem ersten Thriller in die Welt der Toten und deren Bestattung mitgenommen. Als ich von Fäulnis und Verwesung las, dachte ich zuerst "na das wird ja was werden". Doch die Autorin schildert auch diese Sachen so interessant, dass ich nun einiges Neues über die Behandlung einer Leiche vor der Zurschaustellung in der Kirche am offenen Sarg erfahren habe. An manchen Stellen hätte ich mir das allerdings nicht ganz so ausführlich gewünscht. Da wurde es mir etwas langatmig. Interessante Figuren mit ihren kleinen und größeren Macken, Ecken und Kanten, wie Zoe, die als Loretta des Nachts eine Discothek unsicher macht oder ihre Mutter, die sich für einen weiteren Apostel hält, sind lebensecht gezeichnet und ich kann sie mir gut vorstellen. Als Kommissar Leon Strater mit den Ermittlungen beginnt, kann ich das Knistern zwischen ihm und Zoe richtig spüren. Ganz langsam holt er die junge Frau aus ihrer Verklemmtheit heraus und es bahnt sich eine kleine Liebesgeschichte an, deren Ausgang offen bleibt. Auch die Spannung steigt mit dem neuen Ermittler weiter an. Immer wieder habe ich einen Verdacht, der dann im Nichts verläuft, bis endlich der wahre Täter, den ich so absolut nicht vermutet hätte, gefunden wird. Ich habe eine spannende, gut recherchierte Geschichte aus einem mal ganz anderen Milieu gelesen, die ich gerne weiter empfehle. Und ich freue mich schon auf den neuen Fall von Helene Henke.

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  • Da ist noch Luft nach oben, aber der Auftakt war schon mal durchaus gelungen!

    Totenmaske

    Gueldenstern

    07. December 2014 um 21:51

    Bestatter in einem Krimi/Thriller sind zur Zeit eines meiner Lieblingsthemen und das war auch der Grund warum ich bereits bei der Inhaltsangabe hellhörig wurde und Feuer und Flamme war. *g*  Die große Stärke des Romans liegt dann auch gerade in den Beschreibungen von Zoes Arbeit, als Thanatologin macht sie mehr als nur einfache Bestatterarbeiten und man erfährt nebenbei einiges über diesen Besonderen Zweig des Bestattungswesens. Auch die Einbindung des Mordfalles in Zoes Privatleben hat mich überzeugen können. Das war glaubwürdig und auch logisch eingebunden.  Zoe selbst ist eine Hauptfigur die man trotz ihres eher schwierigen Charakters mögen kann. Sicher auch weil man ganz dicht bei ihr ist und sie so recht gut kennen lernt ohne zu viel zu erfahren. So bleibt sie als Figur spannend und man wird neugierig wie es ihr weiter ergehen könnte. Vor allem auch ihre Außenseiterrolle innerhalb der Dorfgemeinschaft war dabei gut getroffen und auch ihre besondere Freundschaft mit Josh, einem Jungen aus dem Dorf, hat einige interessante Nebenschauplätze ergeben.   Leon, als Ermittler der Polizei bildet dabei einen netten Gegenpart. Auch wenn ich sein Privatleben etwas übertrieben eingebunden fand mochte ich ihn insgesamt ganz gerne. Ich gebe aber zu das ich Zoes Part im Vergleich mehr mochte und der Roman genau dann seine Stärken hat, wenn es um sie geht. Der Mordfall wurde mir dann aber für meinen Geschmack etwas zu dramatisch gelöst. Zu dem war mir recht schnell klar wer eventuell seine Finger im Spiel haben könnte. Dennoch behalte ich Zoe definitiv im Auge und hoffe das auch der nächste Mordfall mit ihr, mit viel Bestattungsarbeit verknüpft sein wird.

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  • Ungewöhnlicher Kriminalroman

    Totenmaske

    Spatzi79

    07. December 2014 um 12:27

    Zoe ist erst 21 und damit die jüngste Bestatterin Deutschlands. Sie hat den Familienbetrieb übernommen, von kleinauf hat sie ihrem Großvater dabei zugesehen, wie er Verstorbene für ihren letzten Weg vorbereitet hat. Mit großer Fachkenntnis und Hingabe widmet sich die junge Frau ihrem ungewöhnlichen Beruf. In einem kleinen Ort im Hunsrück wird sie misstrauisch als Sonderling beäugt, Freunde hat sie außer dem einige Jahre jüngeren Josh keine. Vor ein paar Jahren haben eine Gruppe junger Männer sogar versucht, sie zu vergewaltigen. Glücklicherweise wurden sie damals davon abgehalten und die Sache scheint vergessen. Doch als nun ausgerechnet dieser Boris und seine Freunde von damals bei einem scheinbaren Unfall ums Leben kommen, kocht die Geschichte wieder hoch und Zoe steht im Kreis der Verdächtigen. Zum Glück werden die Ermittlungen von einem jungen Kripobeamten von außerhalb geführt. Leon hat keine Vorbehalte gegenüber Zoe, im Gegenteil, er fühlt sich zu ihr hingezogen. Natürlich darf er diesen Gefühlen während der Ermittlungen nicht nachgeben, aber die beiden freunden sich dennoch schnell an. Ein ungewöhnlicher Kriminalroman mit einer ungewöhnlichen Protagonistin. Sehr detailliert und geradezu liebevoll schildert die Autorin Zoes Berufsalltag und weckt damit bei mir als Leserin große Bewunderung für die junge Frau. Der Mordfall gab mir ziemliche Rätsel auf. Da ein zweites Buch mit Zoe als Protagonistin bereits angekündigt ist, konnte ich eine Theorie schnell wieder verwerfen. Leon als Ermittler hat mir sehr gut gefallen. Er ist ehrgeizig und sieht in diesem Fall seine große Chance, sich seinen Vorgesetzten zu beweisen. Als Außenstehender in einer kleinen, ländlichen Gemeinde hat er es anfangs nicht leicht, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und Antworten auf seine Fragen zu erhalten, denn wie üblich in solchen Orten hält man gegen alles, was von außen kommt, zusammen, egal worum es geht. Dennoch bleibt Leon hartnäckig und deckt so nach und nach Spuren auf. Die Auflösung am Ende blieb für mich dennoch überraschend und das Buch somit bis zum Ende äußerst spannend!

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  • Zwiegespalten ...

    Totenmaske

    engineerwife

    29. October 2014 um 09:21

    Dieses Buch durfte ich in einer Leserunde mitlesen, in der ausführlich und detailliert diskutiert wurde. Das hat das Buch definitiv für mich aufgewertet. Die sympathische Autorin hat tolle Gedanken und Erklärungen mit in die Runde gebracht und hat für den Roman zudem super recherchiert. Dass es heutzutage noch Brauch ist, Totenmasken anzufertigen, war mir bis dahin z.B. nicht bekannt. Dennoch tue ich mich ein bisschen schwer mit dieser Rezension. Das Buch, das ursprünglich als Jugendbuch geschrieben wurde und später dann in Erwachsenenliteratur umgemodelt wurde, erinnert mich immer noch stark an Bücher wie z.B. Der Erdbeerpflücker, was jetzt aber an sich nicht abwertend sein soll. Ich hatte mich einfach auf einen soliden Krimi für Erwachsene gefreut. Die Geschichte um die junge Frau namens Zoe, mit dem außergewöhnlichen Beruf, wird sehr flüssig erzählt und lässt durchaus Spannung aufkommen. Die drei Morde, ursprünglich als Unfall getarnt, bringen viel Aufregung in das kleine Dorf im Hunsrück und lassen alte Geschichten mit viel Hass und Missgunst wieder an die Oberfläche treten. Die für mich dann doch überraschende Aufklärung hat mir gut gefallen und der Schluss lässt Raum für einen zweiten Teil, der ja auch schon in Arbeit ist. Ich bin gespannt, würde in der nächsten Runde auch gerne wieder mitlesen.

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  • Was verbirgt sich hinter der Maske?

    Totenmaske

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. October 2014 um 17:20

    Zum Inhalt: Zoe Lenz hat von ihrem Großvater das Bestattungshandwerk gelernt und ist Deutschlands jüngste Bestatterin. Eines Tages hat sie die drei Tote in ihrem Bestattungsinstitut liegen, mit denen sie schlimme Erinnerungen verbindet und was anfangs wie ein Unfall ausschaut, entpuppt sich nach und nach als ein Mord, mit dessen Aufklärung Leon Strater beauftragt wird. Meine Meinung: Die Beschreibungen der Arbeit Zoes fand ich sehr interessant, auch ist mir positiv aufgefallen, wie respektvoll sie mit den Toten umgeht. Man könnte meinen, sie umsorgt einen geliebten Menschen während einer schweren Krankheit, anstatt einem Verstorbenen. Die Totenmasken waren auch mir weitgehend unbekannt, glaube aber, vor längerer Zeit schon mal etwas darüber aufgeschnappt zu haben. So selbstsicher sie bei der Arbeit ist, ist Zoe doch innerlich sehr zerissen, denn einerseits verbinden sie mit den Toten schlimme Erinnerung, andererseits ist das Verhältnis zu ihrer Mutter, die auch im Institut arbeit, mehr als angespannt. Unterstützt wird sie von ihrem Kumpel Josh, der ihr in den schweren Zeiten beisteht. Mir hat auch gut gefallen, wie sich Zoe und Leon langsam annähern und auch, wie sie versuche, den Mörder zu finden. Denn Motive gibt es in Birkheim genügend, somit ist auch die Zahl der Verdächtigen groß, aber der Kreis der potentiellen Täter wird von Kapitel zu Kapitel kleiner, so seltsam sich die eine oder andere Person verhält.

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  • Mord im Hunsrück und eine junge Bestatterin

    Totenmaske

    odenwaldcollies

    11. October 2014 um 14:38

    Die 19-jährige Zoe Lenz übt einen außergewöhnlichen Beruf aus: sie ist als Leichenbestatterin in der kleinen Gemeinde Birkheim im Hunsrück tätig. Zusammen mit ihrer Mutter Isobel leitet sie das Bestattungsinstitut, das sie von ihrem Großvater übernommen hat. Eines Tages liegen die Leichen von drei jungen Männern auf ihren Tischen, mit denen sie eine unschöne Vergangenheit verbindet. Was zuerst nach einem Verkehrsunfall aussieht, stellt sich bei genauerem Hinsehen als Mord heraus. Die Kripo Mainz schickt Leon Strater in den Hunsrück, um die Todesfälle zu untersuchen; gemeinsam mit Zoe nimmt er die Suche auf. Der Roman Totenmaske ist der Auftakt für eine Krimireihe um die junge Bestatterin Zoe. Ich war gespannt, was eine junge Frau dazu bewegt, diesen außergewöhnlichen Beruf auszuüben. Dabei ist sie nicht nur einfach Bestatterin, sondern eine der wenigen Thanatologen Deutschlands, die neben der hygienischen Totenversorgung auch für eine ästhetische Aufbahrung eines Verstorbenen sorgen. Die Beschreibungen der Wiederherstellung von Toten sind sehr detailliert, ich habe sie eher nüchtern als abstoßend gefunden, dennoch war ich froh, davon nur zu lesen und nicht Zoe über die Schultern sehen zu müssen. Zoe ist bei ihrer Arbeit ein Profi und es fällt positiv auf, wie respektvoll sie mit ihren Toten umgeht. Neben der Bestattungsarbeit geht sie ihrem Hobby, der Herstellung von Totenmasken nach, einem alten Ritual, das in der Neuzeit immer mehr in Vergessenheit geraten ist – auch mir waren Totenmasken in unserem Kulturkreis bis dahin unbekannt. Zoe ist eine spannende Figur: macht sie anfangs einen sehr abgeklärten und erwachsenen Eindruck für ihre Alter, stellt sich bald heraus, daß sie innerlich gespalten ist. Durch ihre Arbeit mit Toten kann sie sich von ihrer lebenden Umwelt zurückziehen, aber an manchen Abenden taucht sie als Loretta verkleidet ins Partyleben und genießt die Anonymität hinter ihrer Maskierung. Ihre innere Zerrissenheit hängt mit einem der Toten, Boris Nauen, zusammen. Obwohl sie mit ihrer Mutter unter einem Dach lebt und arbeitet, ist das Verhältnis zwischen den Beiden nicht einfach. Einzig mit dem 17-jährigen Josh Ziller verbindet sie eine tiefe Freundschaft. Der junge Kripobeamte Leon Strater ist froh, als er die Ermittlungen im Hunsrück übernehmen und eigenständig ermitteln kann. Er ist ein sehr guter Beobachter, der die Dinge hinterfragt und manchmal etwas ungeduldig reagiert, wenn Fälle seiner Meinung nach zu schnell zu den Akten gelegt werden, was ihm nicht immer die Sympathien der Kollegen einbringt. In Zoe findet er eine kluge Partnerin, mit der er auf Augenhöhe kommunizieren kann. Totenmaske ist größtenteils ein ruhiger Krimi, der von den Details und Gefühlen seiner Protagonisten lebt. Teilweise waren es mir zu viele Zufälle, die zur Auflösung führten, aber dem Gesamteindruck hat das nicht großartig geschadet. Auch wenn ich einen Verdacht hatte, um wen es sich bei dem Täter handeln könnte, hat mich die Entwicklung, die das Buch genommen hat, überrascht, geschickt hat die Autorin den Fokus verschoben, ohne den roten Faden zu verlieren. Ich freue mich in jedem Fall nun auf den zweiten Band mit Zoe.

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  • Totenmaske

    Totenmaske

    Manu2106

    23. June 2014 um 11:25

    Ich habe das Buch verschlungen, es gelang nicht immer das Buch bei Seite zu legen... Zoe übernimmt nach dem Tod ihres Opas den Familienbetrieb, und is somit Deutschlands jüngste Bestatterin, sie liebt ihren Job, und geht richtig darin auf. Ihr Hobby ist das herstellen von Totenmasken. Privat lebt sie sehr zurückgezogen, wird im Dorf belächelt, und hat eigentlich nur einen wirklichen Freund ,Josh, mit ihrer Mutter versteht sie sich auch nicht sehr gut... Eines Tages begegnet Zoe Boris Nauen und seine zwei Kumpels, die sie vor einigen Jahren versucht haben zu vergewaltigen.... ein paar Tage später landen die Drei bei Zoe auf dem Behandlungstisch, ein Unfall, oder nicht? Das BKA nimmt Ermittlungen auf, und schickt Leon Strater zum ermitteln ins Dorf... Die beiden hegen sympathien für einander, doch muss Leon einen klaren Kopf bewahren, denn durch ihre unschöne Vorgeschichte mit den Opfern, wird Zoe schnell zur Tatverdächtigen... Zu Beginn lernen wir Zoe, und ihre Arbeit kennen, wie sie Verstorbenen für ihren letzten Weg vorbereitet wurde hier sehr detailliert geschildert, das hat mich nicht gestört, ich fand es recht interessant und faszinierend zu lesen, auch wenn's nicht immer ein tolles Kopfkino gewesen ist. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, nur hat mir das Krimifeeling etwas gefehlt, das kam erst relativ spät auf, trotzdem wurde ich bis dorthin sehr gut unterhalten, langeweile kam definitiv nicht auf. Das Berufsfeld des Bestatters liegt sehr lange im Vordergrund, der Kriminalfall tritt später erst weiter in den Vordergrund Der Kriminalfall ist interessant, und kommt im Laufe des lesens immer mehr in Fahrt, über Täter und Motiv kann man sich die ganze Zeit über gut den Kopf zerbrechen, denn es gibt von beiden reichlich... Die Auflösung aber gibt es erst zum Schluss, da kommt es zu einem spannenden Showdown, ich fand ihn sehr gelungen. Die Charaktere wurden sehr gut beschrieben und haben mir gefallen, vorallem Zoe und Leon waren mir auf anhieb sympathisch, auch von Josh und Zoes Mutter konnte man sich ein gute Bild machen. Die Schauplätze wurden auch sehr schön beschrieben, man konnte sich die Umgebungen sehr gut vorstellen, bei der Wanderung durch den Wald hatte ich das Gefühl dabei zu sein... Der Schreib- und Erzählstil ist angenehm, einmal angefangen, kann man das Buch kaum mehr aus den Händen legen... Erzählt wird abwechselnd aus Zoes und Leons Pespektive, das steigert die Spannung. Die 428 Seiten, wurden unterteilt in 20 Kapitel, die unterschiedlich lang sind. Die Geschichte ist zwar abgeschlossen, alle Fragen die aufkamen wurden beantwortet, dennoch würde ich mich über ein wiedersehen mit Zoe und Leon freuen  :)

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  • Totenmaske

    Totenmaske

    manu1983

    25. May 2014 um 14:45

    Nachdem ich schon die Vampirromane von Helene Henke verschlungen habe, war ich neugierig auf diesen Thriller. Das Cover, auf dem ein Mädchen zu sehen ist, welches sich eine Maske vor das Gesicht hält, hat mich angesprochen. Der Klappentext war vielversprechend. Die Geschichte handelt von Zoe, 21 Jahre alt, von Beruf Bestatterin. Ein sehr ungewöhnlicher Beruf für ihr Alter. Eines Tages soll sie drei männliche Leichen herrichten, die bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Bei einer handelt es sich um Boris, der drei Jahre zuvor versuchte, sie zu vergewaltigen. Die Ermittlungen des BKA ergeben, dass der Unfall kein solcher war. Plötzlich verschwindet Zoe spurlos. Von der ersten Seite an verfolgte ich mit Spannung und Neugier, was Zoe in ihrem Beruf sowie in ihrem Privatleben alles erlebt. Der Schreibstil war locker, jedoch fesselnd. Zoe war mir auf Anhieb sympathisch. Ihren Arbeitsplatz hat die Autorin im Detail beschrieben. Auch die einzelnen Arbeitsschritte waren sehr ausführlich dargestellt. Während des Lesens lief es mir das ein oder andere Mal kalt den Rücken hinunter. Fazit: Ein spannender Thriller, bei dem das Kopfkino aktiviert wurde. 

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  • Überaus spannender Thriller mit einer außergewöhnlichen Protagonistin

    Totenmaske

    Zabou1964

    06. April 2014 um 11:37

    Als Fan der Autorin kenne ich selbstverständlich ihre vier Vampirromane, die sie im Sieben Verlag veröffentlichte. Nun präsentiert sie einen Thriller, der bei Droemer Knaur erscheint. Wie nicht anders erwartet, beherrscht sie auch dieses Genre. „Totenmaske“ hat mich von der ersten Seite an mitgerissen – ein spannender Roman voller Hintergrundwissen.   Die 21jährige Zoe lebt im Hunsrück, wo sie Deutschlands jüngste Bestatterin ist. Sie führt das Familienunternehmen gemeinsam mit ihrer sehr religiösen Mutter Isobel. Die Dorfbewohner stehen ihr wegen ihres außergewöhnlichen Berufes zum Teil skeptisch gegenüber. Als sie eines Tages gleich drei Leichen auf ihren Behandlungstisch bekommt, ist sie zunächst entsetzt. Einer der drei jungen Männer, die scheinbar bei einem Autounfall umgekommen sind, ist Boris Nauen. Dieser hat vor zwei Jahren versucht, sie zu vergewaltigen. Als klar wird, dass es sich nicht um einen Verkehrsunfall handelt, gerät Zoe wegen dieser alten Geschichte schnell unter Verdacht. Kommissar Leon Strater aus Mainz ermittelt in dem Fall und mag nicht glauben, dass die junge Frau zu einer solchen Tat fähig wäre. Als Zoe spurlos verschwindet, spitzt sich die Lage zu.   Helene Henke hat sich für ihre Protagonistin einen ungewöhnlichen Beruf ausgesucht. Bei einer Lesung berichtete sie, dass es ihr wichtig war, den Beruf des Bestatters vorurteilsfrei zu beschreiben. Die Schilderungen der Arbeiten sind sehr pietätvoll und zeugen von gründlicher Recherche. Zoes besonderes Hobby ist das Herstellen von Totenmasken. Auch dieser Vorgang wird interessant beschrieben.   Der Mord an den drei jungen Männern wird erst nach und nach aufgeklärt. Durch einige Wendungen bleibt die Handlung konstant spannend. Auch das Privatleben der Figuren kommt nicht zu kurz. So hat Zoe z. B. einen jungen Freund, der eine überaus interessante Rolle in der Geschichte spielt. Auch Isobel, Zoes Mutter, stellt mit ihrem religiösen Übereifer einen faszinierenden Charakter dar. Zoe und Kommissar Leon Strater waren mir von Anfang an sympathisch.   Wie ich von der Autorin erfahren habe, ist der zweite Fall für Zoe und Leon bereits in Arbeit und wird im Herbst 2014 erscheinen. Ich freue mich sehr darauf, mehr von dem ungewöhnlichen Ermittlerpaar zu lesen. Fazit: Helene Henke ist ein überaus spannender Thriller mit einer außergewöhnlichen Protagonistin gelungen.

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  • Mal ein ganz anderer Krimi - sehr spannend erzählt!

    Totenmaske

    heike_herrmann

    Kurzbeschreibung: Die 21-jährige Zoe versteht es meisterhaft, Verstorbene für das Begräbnis herzurichten. Nach dem Tod ihres Großvaters übernimmt sie das traditionelle Familienunternehmen. Respektvoll bereitet sie die Verstorbenen für ihre »letzte Reise« vor und macht sich schnell einen Namen als jüngste Bestatterin Deutschlands. Die Bewohner des kleinen Dorfs im Hunsrück stempeln die ungewöhnliche junge Frau jedoch schnell als Sonderling ab. Als eines Tages Boris und seine zwei Freunde auf ihrem Behandlungstisch landen, findet sich Zoe rasch im Kreis der Verdächtigen wieder – hatte doch einer der jungen Männer Zoe vor ein paar Jahren fast vergewaltigt. Das BKA ermittelt. Die Stimmung im Dorf gleicht einem Hexenkessel, als Zoe plötzlich spurlos verschwindet. Meine Meinung: Als Krimi- und Thriller-Fan war ich sehr neugierig auf das Buch. Ein Krimi der anderen Art dachte ich. Handlungsschauplatz ein Bestattugsunternehmen im beschaulichen Hunsrück, deren Besitzerin die 21jährige Zoe ist. Die in ihrem Beruf eine richtige "Berufung" sieht und leidenschaftlich darin aufgeht. Dies wurde ihr quasi in die Wiege gelegt, da bereits ihr Großvater und Vater das Unternehmen gründeten und leiteten. Das klang für mich spannend und mal so ganz anders. Nun habe ich das Buch beendet und ich bin sehr begeistert. Ja, der Krimi, der für mich auch viele Szenen eines Psychothrillers bereit hielt, war mal erfrischend anders. Wir begleiten zunächst Zoe und bekommen einen Einblick in ihre Arbeit. Totenhygiene, Rekonstruktionen - und Aufbahrung der Leichen, Herstellung einer Totenmaske (was Zoe aber eher als Hobby betreibt, da diese Masken so gut wie nicht mehr angefordert werden) und vieles andere aus ihrem Arbeitsbereich wurde ehrlich und wie ich finde, sehr atmosphärisch interessant geschildert. Feinheiten werden detailliert geschildert und durch die Erzählweise bekommt man als Leser den Eindruck, das Zoe ihre Arbeit wirklich voller Hingabe ausübt. Nichts wurde beschönigt, aber auch nichts überspitzt. Ein Berufsfeld, über das lieber Stillschweigen gelegt wird, das aber im Grunde jeder einmal braucht und sehr wichtig ist. Ich konnte das gut verarbeiten und fand es wie gesagt, sehr interessant, aber für Leser mit einem empfindlichen Magen, oder die eben nicht lesen möchten wie eine Leiche nach einem Unfall wieder zusammengesetzt wird, würde ich doch eher von dem Buch abraten. Doch dies ist natürlich auch nicht alleiniges Hauptthema der Geschichte. Bald kommt es für Zoe zu einer beängstigenden Konfrontation, sie wird von der Vergangenheit eingeholt und als sie später die drei neuen Leichen in ihrem Behandlungsraum sieht, glaubt sie den Boden unter den Füßen zu verlieren. Bald darauf taucht der Kripobeamte Leon Strater aus Mainz auf. Denn er soll ermitteln ob die drei Toten, die bei Zoe in der Aufbewahrungshalle liegen, wirklich Unfallopfer sind, oder einem Mordanschlag zum Opfer fielen..... Die Figuren, besonders Zoe Lenz, gefielen mir sehr gut. Vom Leben und den Menschen oft enttäuscht, findet sie Trost in ihrer Arbeit. Doch auch das macht sie zur Außenseiterin, da die meisten nicht verstehen können, das ihre Arbeit auch ihre Leidenschaft ist. Was ihr jedoch egal ist. Sie redet mit den Toten, bereitet sie auf ihre letzte Reise vor. Ist im Umgang einfühlsam und respektvoll - was sie von ihren Mitmenschen schon längst nicht mehr erwartet. Leon Strater mochte ich auf Anhieb. Er ist voller Elan und Tatendrang und kann die gelangweilten Mienen seiner Kripokollegen aus Mainz nicht mehr ertragen. Deshalb ist er froh, das er zu Außenermittlungen in den Hunsrück reisen kann. Doch auch er schleppt aus der Vergangenheit ein schweres Paket mit sich herum. Auch alle anderen Figuren, wie Zoes Mutter oder Josh - Zoes bester Kumpel sind interessante Charaktere. Ich fand den Krimi durchweg spannend und gerade das Auftauchen und die Ermittlungsarbeit von Leon Strader brachte noch einmal neuen Schwung in die Geschichte. Man konnte bis zum Ende mit fiebern, denn Vermutungen gab es zwar viele, aber die Auflösung gab es erst ganz zum Schluss. Fazit: Ein gut durchdachter und recherchierter, spannender Kriminalroman, der für mein Empfinden auch vieles von einem Psychothriller bietet. Absolute Leseempfehlung!

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    • 3

    Sabine17

    12. March 2014 um 22:18
  • Mord im Hunsrück

    Totenmaske

    Sternenstaubfee

    21. February 2014 um 23:25

    Zoe ist die jüngste Bestatterin Deutschlands. Eines Tages liegen drei junge Männer auf ihrem Behandlungstisch. Sie hatten einen tödlichen Unfall. Einer der drei ist Boris, der Zoe gut bekannt ist. Es tauchen Zweifel auf, dass die drei wirklich einen Unfall hatten. Hat jemand möglicherweise nachgeholfen? Mein Leseeindruck: Ich glaube, ich bin mit falschen Erwartungen an diesen Krimi herangegangen. Ich hatte auf eine spannende Geschichte gehofft, habe aber eher eine Art Jugendbuch vorgefunden. Natürlich war Spannung durchaus vorhanden, und der eigentliche Kriminalfall hat mir auch gut gefallen. Allerdings war Zoe für mich als Bestatterin unglaubwürdig. Sie ist einfach zu jung und soll doch über viele Jahre Berufserfahrung verfügen. Das passt für mich nicht zusammen, auch wenn sie ihrem Vater früher oft zugeschaut haben soll. Ich glaube, wenn Zoe nicht 21 Jahre alt gewesen wäre, sondern mindestens fünf Jahre älter oder aber im Verhalten reifer, dann hätte ich mich eher mit ihr und ihrem Beruf anfreunden können. Trotzdem hat mir das Buch durchaus gefallen. Es war angenehm zu lesen dank des leichten Schreibstils. Allerdings hatte ich - wie schon erwähnt - manchmal das Gefühl, ein Jugendbuch zu lesen, was natürlich nicht schlecht ist, ich hier aber nicht erwartet habe und mir irgendwie unpassend erschien.

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