„Die Töchter der Ärztin – Zeit der Sehnsucht“ von Helene
Sommerfeld ist der Auftakt einer Trilogie, aber auch in gewisser Weise eine
Fortsetzung der „Die Ärztin“ Reihe. Ich kenne „Die Ärztin“ Reihe nicht und im
Prinzip muss man es auch nicht unbedingt. Obwohl die beiden Trilogien
aufeinander aufbauen sind es eigenständige Reihen. In der ersten geht es um die
Ärztin und Mutter der Protagonistinnen aus dieser Trilogie. Bei beiden
Trilogien handelt es sich um historische Romane. Dieser spielt in Berlin und
Ostafrika.
Die Schwestern Henny und Toni sind beide in die Fußstapfen
ihrer Mutter Ricarda getreten und sind Ärztinnen. Während Henny in Berlin ihre
eigene Praxis aufbaut verschlägt es die jüngere Toni nach Ostafrika. Dort will
sie in dem Krankenhaus in dem schon ihre Eltern gearbeitet haben ihr
praktisches Jahr absolvieren. Was beide Frauen nicht ahnen: es kommt auf jede
ihr ganz eigenen Probleme zu.
Das Buch zeichnet zwei sehr unterschiedliche aber sehr starke
Frauen die für ihr Glück einstehen. Ich hatte etwas mehr Tiefe und Spannung erwartet.
Leider konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen. Teilweise plätschert die Handlung
vor sich hin. An anderen Stellen wird etwas sehr ausführlich beschrieben was später
kaum der rede Wert ist.
Das Buch hat einen angenehmen leichten und flüssigen
Schreibstil. Die Autorin hat eine sehr bildhafte und anschauliche Sprache. So konnte
ich mir sowohl die Szenen in Berlin und Ostafrika vorstellen. Die Autorin nutzt für mehr Dramatik zwei Handlungsstränge.
So erlebt man die Dinge in Berlin und in
Afrika mit. Stellenweise scheint in beiden Handlungssträngen nicht wirklich viel zu passieren.
Obwohl ich die Vorgänger Trilogie nicht kenne, bin ich ohne Vorkenntnisse
gut in das Buch rein gekommen. Nach meinem empfinden wurden alle wesentlichen Teile
nochmal kurz angesprochen und erklärt.
Insgesamt war es ein netter und unterhaltsamer Roman, der allerdings
nicht lange im Kopf bleibt.
































