Helene Tursten Die Frau im Fahrstuhl

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Inhaltsangabe zu „Die Frau im Fahrstuhl“ von Helene Tursten

Eine Frau auf der Flucht vor ihrem Mann, der sie augenscheinlich misshandelt. Bevor sie ausziehen kann, stürzt sie auf der Treppe ihres Einfamilienhauses zu Tode. Ein klarer Fall, oder? Ein junges Paar, das sich auf der Hochzeitsreise verfährt und schließlich bei einem einsam gelegenen Hof und dessen mysteriöser Besitzerin landet. Ein Witwer, vor dessen Tür plötzlich zwei Rettungssanitäter stehen, die er nicht bestellt hat. Zehn unheimliche Geschichten und eine Inspektor-Irene-Huss-Erzählung hat btb-Bestsellerautorin Helene Tursten in diesem Buch versammelt: höchst spannend und voller Raffinesse.

Sehr spannend und einige der wenigen lesenswerten Kurzgeschichten, die es gibt.

— Lesezeichenfee
Lesezeichenfee

Nicht wirklich gruselig, da hatte ich mehr erwartet.

— booksandblossom
booksandblossom

Nette Kurzgeschichten. Sonderlich gruselig sind sie allerdings nicht.

— ***Chrissy***
***Chrissy***

Absolute Enttäuschung.

— kikireads
kikireads

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    Die Frau im Fahrstuhl
    Lesezeichenfee

    Lesezeichenfee

    25. April 2017 um 14:15

    Dieses Buch ist ein schöner Zwischendurch-Quickie, es hat nur 173 Seiten und besteht aus 11 Kurzgeschichten. Ein Glücksgriff meiner Schwester, welche mir das Buch irgendwann mal zu Weihnachten geschenkt hat.   Fee erzählt zum Buch Es besteht aus einer Irene-Huss- und 10 Geistergeschichten. Das Buch wurde 2003 zum ersten Mal verlegt, der schwedische Originaltitel: Kvinnan i hissen och andra mystiska historier. Übersetzt wurde es von Holger Wolandt und ich hoffe, daß es dadurch nicht zuviel von seinem Charme verloren hat. Bei englischen Büchern denke ich, in der Übersetzung geht oft zuviel vom ursprünglichen Buchcharakter verloren.   Fees Inhalt Die Frau im Fahrstuhl I und II Das sind zwei verschiedene Geschichten, eine ist praktisch die Fortsetzung der anderen. Sie finden in einem Krankenhaus statt. Immer wenn Vollmond ist, fährt der Fahrstuhl ins oberste Geschoss und dann kommt er mit einer Frau herunter, die dann wieder spurlos verschwindet. In dieser Zeit kann man den Fahrstuhl nicht benützen, jede Taktik, mit ihr Kontakt aufzunehmen, wird dadurch zunichte gemacht, dass jedes Mal plötzlich und völlig unerwartet auf der Station der Alarm losgeht und ein Patient vor dem Sterben gerettet werden muss, deshalb geben sie es vorerst auch auf, mit dem Geist in Kontakt zu kommen. Diese beiden Geschichten gefallen mir sehr gut. Sie sind äußerst anschauend beschrieben, so dass man sich direkt hinein versetzen kann. Die Erbin des Wirtshauses Zwei Familien machen Urlaub in einem Haus auf der schwedischen Ostseeinsel Gotland. In dem Haus geistert eine Frau herum. Die beiden Frauen sind völlig irritiert, die Männer bekommen natürlich nichts mit. Eines Tages geraten sie an die Ausstellung einer Malerin, die ihnen zu einem überaus günstigen Preis ein Bild der geisternden Frau verkauft und ihnen deren Geschichte erzählt. Diese Geschichte gefällt mir auch sehr gut. Irgendwie kann man sich vorstellen, dass so etwas wirklich passieren könnte. Brennender Hass Ein schwedisches Pärchen, in den Flitterwochen, macht in Schottland Urlaub, dabei verfahren sie sich spät in der Nacht völlig, bedingt durch den Nebel und dichten Regen. Irgendwann stoßen sie auf ein Haus, die darin wohnende Frau redet nichts, gibt ihnen aber ein Zimmer. Mitten in der Nacht wachen sie auf, weil das Haus brennt und sie können sich gerade noch retten. Sie fahren sofort los und finden glücklicherweise einen Ort und bekommen am frühen Morgen ein Zimmer. Als sie mittags bei der Polizei den Vorfall melden, erfahren sie Überraschendes.... So was kann nicht passieren, aber es gruselt einen schon bei der Vorstellung, dass es vielleicht doch sein könnte. Schottland passt so richtig zu dieser Geschichte. Man kann sich auch hier direkt hinein versetzen. Feuergefährliche Weihnacht Weihnachten mit beiden Schwiegermüttern die sich hassen ist immer stressig. Wenn dann noch die Kerzen brennen, wenn man ins Bett geht und es brennt, geht es meist nicht so glimpflich aus, wie in diesem Fall. Diese Geschichte fand ich nicht so schön. Irgendwie hat mich das ganze nicht so angesprochen. Einige Dinge vergisst man nie... Diese Geschichte spielt wieder im Krankenhaus. Eine pensionierte ältere Krankenschwester, sehr nett, aber leider ist ihr Geist nicht mehr hier. Da sie ziemlich vollbelegt waren, legten sie eine Frau zu ihr. Die Frau mochte die ältere Krankenschwester. Eines Nachts saß die ältere Frau am Bett der jüngeren. Die Schwestern wollten sie ins Bett bringen, doch sie weigerte sich. Die jüngere Frau hatte nichts dagegen. Danach gab es Probleme auf der Station und die Schwestern konnten erst wieder später nach beiden Frauen schauen. Die Jüngere war überraschenderweise gestorben... Das ist Horror und Grusel pur. Also nichts für zartbesaitete. ;-) Wie wir das Gespenst unserer Station loswurden Die Nachschwestern kündigten reihenweise, da jede Nacht eine lang verstorbene Schwester Dienst auf der Station tat. Sie wirtschaftete im Spülraum herum, dabei machte sie solch einen Krach, dass es ein Wunder war, dass tatsächlich noch einige Schwester ihren Dienst verrichteten. Mehrere Krisensitzungen halfen nicht. Kurz danach wurde das Krankenhaus renoviert und das Problem erledigte sich von selbst.... Einfach nicht drüber nachdenken und schon lösen sich einige Sachen selbst. :-) Nicht ohne meine Hose Eine sehr nette, humorvolle, ältere Dame, brach sich den Oberschenkel und bekam eine tüchtige Gehirnerschütterung. Sie lag lange im Krankenhaus und man stellte fest, dass sie Krebs hatte und man nichts mehr machen konnte. Bei den Schwestern war sie sehr beliebt, eine Schwester schloss sie sehr in ihr Herz. Ihr sagte sie, wenn sie sterben sollte, wollte sie nicht ohne Hose vor ihren Schöpfer treten und bat sie ihr einen Krankenhausschlüpfer anzuziehen.... Kurze Zeit später verstarb sie und niemand dachte daran ihren letzten Wunsch zu erfüllen.... Da machte sie sich auf ihre eigene Art bemerkbar... Wie die Schwester dies nun in Ordnung brachte, fand ich schön und daraus hätte man den Beginn einer Liebesgeschichte machen können... Jenseits von Cyberspace Sven und Anna waren ein glückliches Paar, doch kurz vor seiner Pensionierung verstarb Anna. Zuerst hatte er keine Lust mehr und vergrub sich zuhause, doch ein ehemaliger Kollege brachte ihn wieder unter die Leute. Dabei passierten seltsame Zufälle, für eine Wohnung in einer tollen Wohnanlage, bei der andere 13 Jahre warten mussten, bekam er schon nach ein paar Monaten positiven Bescheid. Bei Augenoperationen musste er nicht solange warten, bis er drankam. Er wunderte sich zwar, aber er fand nicht heraus an was es lag. Eines Tages, er war am PC klingelte es, ein Krankenwagenteam stand vor der Haustüre und wollte ihn eine Stunde “zu früh“ abholen. Er versicherte ihnen, dass es ihm gut ging und schickte sie weg. Als er an seinen Computer kam, bekam er eine seltsame E-Mail von seiner verstorbenen Frau.... Das wäre schön, wenn der verstorbene, geliebte Mensch sich durch den PC bemerkbar machen könnte und Wünsche erfüllen könnte. Diese Geschichte ist so was von süß. Das Wasser der Liebe Eine frisch geschiedene Buchautorin verbringt die Vorweihnachtszeit wie üblich in Kopenhagen, nicht bedenkend, dass ihr Mann, ein Gewohnheitstier, genau dasselbe machen würde. Er war allerdings schon wieder verheiratet. Da sie immer an den Orten ist, wo er auch ist, kommt sie auf die Idee nun das Gegenteil zu tun, da sie keine Lust hat, ihm immer wieder zu begegnen. Dabei hat sie ein interessantes Erlebnis. Das schönste aber ist, daß sie hier den Mann ihres Lebens findet.... Das ist meine Lieblingsgeschichte. Die löst Schreibblockaden auf. ;-)) Rache, meine Schwester Eine Irene-Huss-Geschichte. Hier bekommt man eine kleine Leseprobe zu ihren Krimis mit einer abgeschlossenen Geschichte, leider ohne Sammy. Es geht um zwei Schwestern und eine unglückliche Ehe mit einem überraschenden Ende. Na ja, diese Geschichte ist wohl nur drin, um den Verkauf ihrer Serie anzukurbeln. Irgendwie finde ich, hat sie hier nicht so viel verloren.   Fees Fazit Alle Geschichten sind sehr interessant und spannend geschrieben. Mir gefällt der einfache Erzählstil von Helene Tursten. Vor allem fand ich schön, dass man sie kurz mal zwischendurch lesen konnte. Es ist ein Buch, das man überall mitnehmen kann und kurz mal reinlesen kann, auch für Nichtleseratten geeignet. Bei Ihrer außergewöhnlich unheimlichen Liebesgeschichte, dachte ich, sie sollte es mal mit Liebesromanen versuchen, die würde ich ganz sicher auch lesen. Sie schreibt nämlich sehr einfühlsam und ohne „Schmalz“. Man kann sich das alles vorstellen. Und zum ersten Mal seit ewiger Zeit hatte ich das Gefühl, daß ich mehr lesen wollte und fand es schade, als die Geschichten zu Ende waren. Helene Tursten hat mich nun auch in ihren Bann gezogen, wie schon einige andere schwedische Schriftsteller zuvor. Als Schweden-Fan finde ich es schön, wenn sie manchmal etwas vom schwedischen Leben erzählt. Man merkt, dass sie dort glücklich ist und gerne lebt. Irgendwie sind die Geschichten alle ein Stück von ihr. Sie hat mich zum Nachdenken gebracht. Auf jeden Fall ist sie eine sehr gute Autorin, der ich alle 5 Sterne für das Buch gebe, denn ich bin total begeistert von dem Buch. Leider habe ich das Buch schon vertauscht und verschickt, daher kann ich leider kein Bild einstellen. Lesezeichenfee again im Februar 2010.  

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