Helene Wecker Golem und Dschinn

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Inhaltsangabe zu „Golem und Dschinn“ von Helene Wecker

New York, 1899: Zwei magische Kreaturen gelangen in das Zentrum der Neuen Welt. Chava ist ein Golem, ein Geschöpf aus Ton - Ahmad ein Wesen aus Feuer, ein Dschinn, der nach tausendjähriger Gefangenschaft endlich aus seiner Flasche darf. Beide irren verloren durch die Straßen der Stadt auf der Suche nach Freundschaft und ihrer eigenen Identität. Als sich ihre Wege kreuzen, entsteht bald eine tiefe Zuneigung. Doch ihr Glück ist bedroht, als ein mächtiger Feind auftaucht, der es auf die übernatürlichen Kräfte der beiden abgesehen hat. Ein Roman wie aus 1001 Nacht, märchenhaft und voller Poesie - gelesen von Boris Aljinovic.
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  • Fantasy und Anspruch? Golem und Dschinn!

    Golem und Dschinn

    Rebekka_NP

    07. January 2014 um 17:41

    Chava ist ein Golem, deren Meister kurz nach ihrer Erweckung gestorben ist. Amat ist ein Dschinn, der nach Jahrhunderten in der Flasche, gefangen in Menschengestalt bei einem Schmied in New York landet. An einer kalten Winternacht begegnen sich die Frau aus Ton und der Mann aus Feuer im New York Ende des 19. Jahrhunderts. Es entspinnt sich eine Freundschaft, die Menschlichkeit ganz neu beleuchtet. Helene Wecker verquickt jüdische und arabische Mystik auf unterhaltsame Weise mit dem Lebensgefühl in New York um 1900. Dabei nutzt sie eine starke und poetische Sprache, die ihr Erstlingswerk zu mehr als „nur“ Fantasy macht. Die Unterschiede, die Golem und Dschinn zwischen sich und den Menschen feststellen, machen das Buch fast philosophisch, existentialistisch geradezu. Da beide in den Migrantenmillieus dieser Tage unterwegs sind, behandelt sie auch ein topaktuelles Thema. Zu diesem Werk passt die sonore Stimme von Boris Aljinovic ganz wunderbar. Mein Eindruck von ihm schwankt zwischen Märchenerzähler und einem Dichter, der vorträgt. Die Sprecherwahl unterstreicht also noch den Charakter des Buches. Dass es sich um eine gekürzte Lesung handelt ist mir nicht aufgefallen. Hier fallen märchenhafte Fantasy und Anspruch zusammen – das ist mir so noch nicht begegnet. Ich bin begeistert.

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  • Leider konnte mich weder die Geschichte noch die Stimme des Sprechers in dieses Hörbuch reinbringen.

    Golem und Dschinn

    xlady

    02. December 2013 um 12:49

    Das Cover ist magisch gestaltet, aber mich spricht es nicht umbedingt an, aber die Geschichte klang gut und darum habe ich diesem Hörbuch eine Chance gegeben. Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Ich denke das man das Buch sehr schnell durchgelesen hat. Die Geschichte ist spannend gestaltet. Aber irgendwie komme ich da nicht richtig rein. Ich liebe ja Dschinn geschichten aber diese hier packt mich einfach nicht. Auch die Charaktere sind einfach nicht auf meiner Wellenlänge. Der Sprecher Boris Aljinovic ist, ich weiß nicht, ich finde seine Stimme passt einfach nicht zu dieser Geschichte. Leider konnte mich weder die Geschichte noch die Stimme des Sprechers in dieses Hörbuch reinbringen. Schade. Da die Geschichte aber gute Ansätze hatte. Gibt es zwei Eulen.

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  • Leserunde zu "Golem und Dschinn" von Helene Wecker

    Golem und Dschinn

    DER AUDIO VERLAG

    Höchste Zeit für eine neue Hör-Runde :). Dieses Mal geht es um Freundschaft. Gespickt mit Magie und Mythologie ist „Golem und Dschinn“ von Helene Wecker unsere Empfehlung für spannende Hörbuchstunden im Sonnenschein – nicht zuletzt dank Boris Aljinovic, der wieder hervorragend liest. Das Hörbuch erscheint zum 1. September. Zum Inhalt: „Golem und Dschinn“ spielt im New York Ende des 19. Jahrhunderts. Zwei magische Kreaturen gelangen in das Zentrum der Neuen Welt. Chava ist ein Golem, ein Geschöpf aus Ton – Ahmad ein Wesen aus Feuer, ein Dschinn, der nach tausendjähriger Gefangenschaft endlich aus seiner Flasche darf. Beide irren verloren durch die Straßen der Stadt auf der Suche nach Freundschaft und ihrer eigenen Identität. Als sich ihre Wege kreuzen, entsteht bald eine tiefe Zuneigung. Doch ihr Glück ist bedroht, als ein mächtiger Feind auftaucht, der es auf die übernatürlichen Kräfte der beiden abgesehen hat. Hier könnt ihr schon mal reinhören: Für die neue Hör-Runde verlosen wir unter allen Teilnehmern 10 Hörbücher vor Erscheinungstermin zur Rezension! Was ihr dafür tun müsst? Ganz einfach: Schickt uns eure Antworten zu folgender Frage: Wenn ihr einen Golem erschaffen könntet, was müsste dieser für euch tun, und wie sähe er aus? Schreibt hier Eure kreativen Beiträge bis einschließlich 14.08. ein, die glücklichen Gewinner werden dann direkt am 15.08. von unserer Glücksfee gezogen und benachrichtigt. Wir freuen uns im Anschluss über eure Rezensionen hier bei lovelybooks und auch auf weiteren Foren wo ihr aktiv seid (auf euren Blogs, bei amazon etc.). Vielen Dank! Bei Fragen stehen wir euch selbstverständlich wie immer gerne zur Verfügung :). Liebe Grüße, euer DAV-Team

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  • Gelungene Mischung aus Fiction und Fantasy!

    Golem und Dschinn

    Kaoskoch

    14. November 2013 um 10:44

    Golem und Dschinn - ein Erdwesen und ein Feuerwesen aus der jüdischen bzw. arabischen Mythologie werden in das New York des Jahres 1899 verschlagen und müssen sich dort unter den Sterblichen behaupten. Chava, der Golem, wird auf Bestellung eines unverheirateten Mannes als ideale Ehefrau aus Lehm gefertigt. Tugendsam und folgsam soll sie sein, intelligent und neugierig. Bis ihr Besitzer, ihr Meister, sie zum Leben erweckt, schläft der Golem. In einer Kiste verstaut, gelangt Chava an Bord eines Auswandererschiff. Ihr Besitzer hält es vor Neugier nicht aus und liest die magische Formel, die Chava zum Leben erweckt. Kurz darauf stirbt der Meister. Chava ist auf sich allein gestellt in New York. Chava ist erschlagen von der Großstadt, von den vielen Menschen, deren Gedanken, Sehnsüchte und Wünsche sie hören kann; eine der Fähigkeiten, die sie verheimlichen muss. Außerdem braucht sie keinen Schlaf und ist enorm stark. Auch das muss sie verheimlichen.   Es gelingt der Frau aus Lehm, einen neuen Meister zu finden, einen Rabbi, der ihr dabei hilft, sich unter den Menschen zurecht zu finden, vermittelt ihr eine Stelle in einer Bäckerei und einen Ehemann. Dann Chava begegnet Ahmad, einem Dschinn, der nach tausend Jahren Gefangenschaft aus seiner Flasche befreit wird und sich bei einem Schmied verdingt. Ahmad ist erfüllt von der Sehnsucht nach der syrischen Wüste, versucht aber gleichzeitig, sich in New York zurecht zu finden. Auch er hat magische Fähigkeiten, die er verheimlichen muss. Neben der Schlaflosigkeit ist eine weitere ist die Fähikeit, alle Sprachen sprechen und verstehen zu können. So kann er sich mit Chavas Freundinnen auf Jiddisch unterhalten, ein Umstand, der im Laufe der Geschichte noch bedeutungsvoll werden soll. Anfangs sieht es so aus, als hätten Chava und Ahmad so was wie eine Chance auf ein normales Leben (was auch immer das sein mag). Mit viel Verständnis und Vorsicht nähern sich beide aneinander an, zeigen sich gegenseitig ihre Welt. Ob es ihnen aber wirklich gelingt, sich ein Leben unter Menschen aufzubauen, vielleicht sogar ein gemeinsames Leben, trotz ihrer Gegensätze? Helene Wecker verwebt in ihrem Romanerstling die Handlung im New York des endenden 19. Jahrhunderts mit Ereignissen in der syrischen Wüste vor tausend Jahren. Anfangs verwirrte mich das etwas, aber am Ende fügten sich alle Handlungsstränge auf Wunderbarste zusammen, wie die vielen Fäden, die einen bunten orientalischen Teppich ergeben.Gleichzeitig gleitet sie weder ins Kitschige noch ins Romantische ab - sehr angenehm. Wirklich beeindruckend finde ich die Alltagsschilderungen der Menschen um 1900 in der Lower East Side, dem Teil Manhattans, in dem Menschen aus aller Herren Länder mit Koffern voller Hoffnung auf ein neues, glückliches Leben ankamen und zu Amerikanern wurden. Es gelingt Wecker, die Straßen rund um die Bowery und Little Syria so zu beschreiben, dass ich mich beim Hören des Hörbuches auf dem Weg zur Arbeit unweigerlich fragte, ob ich noch an der Alster bin oder schon am Hudson. Gerüche, Geräusche - alles das versteht Wecker in Wort zu fassen und vor meinem inneren Auge auferstehen zu lassen. Beim Hörbuch trägt Boris Aljinovic maßgeblich mit dazu bei, die Bilder zu transportieren - sehr gelungen! Auf Weckers Homepage gibt es übrigens einiges zu entdecken über New York um 1899 - ein Klick lohnt sich! Wecker schreibt keine Fantasy, sondern es gelingt ihr, die Geschichte um zwei phantastische Wesen so zu verpacken, dass es ein Auswandererroman mit realem Kern sein könnte - faszinierend! Auch wer keine Fantasy mag, sollte trotzdem mal einen Blick in das Buch werfen und ihm eine Chance geben. In Zusammenarbeit zwischen Der Audio Verlag und Lovelybooks erhielt ich das Hörbuch zur Rezension und tat mich schwer damit. Noch vor Jahren hörte ich gerne Bücher, aber jetzt stellte ich fest, dass es nicht mehr mein Medium ist. So kämpfte ich mich durch die sechs CDs, was weder an der Geschichte noch am Sprecher Boris Aljinovic lag, wenngleich er sehr bedächtig liest. Ich fand einfach nicht die Ruhe, die ich mit einem Buch finde. So werde ich mir sicher noch die Printausgabe zulegen. Erschienen auf http://hamburgkocht.blogspot.de/2013/11/jeden-tag-ein-buch-golem-und-dschinn.html

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  • Golem und Dschinn

    Golem und Dschinn

    nixe

    04. October 2013 um 11:12

    "Golem und Dschinn" von Helene Wecker ist ein wunderschönes Hörbuch. Mich hat es regelrecht in den Bann gezogen. Die märchenhafte Geschichte scheint wie aus 1001 Nacht zu sein. Gleichzeitig war sie von Anfang bis Ende sehr spannend. Die Geschichte an sich besteht aus vielen Handlungssträngen. Jede Hauptfigur hat ihre eigene Geschichte und somit ihren eigenen Handlungsstrang. Zudem gibt es viele weitere sehr interessante und ebenso detailliert wie die Hauptpersonen dargestellte Nebenfiguren. Aber keine Angst, man verliert bei der Personenfülle dennoch nicht den Überblick. Die verschiedenen Handlungsstränge fügen sich in ständigen Szenenwechseln im Verlauf des Buches zu einer großen wunderschönen Geschichte zusammen. Alle aufgeworfenen Fragen werden in diesem Verlauf geklärt. Lediglich das Ende bietet kein typisches Happy End und ist etwas offen gehalten. Obwohl ich selbst diese Art von Ende nicht mag, fand ich es in diesem Buch sehr passend. Sprachlich ist "Golem und Dschinn" von Helene Wecker wunderschön und sehr detailliert ausgestaltet worden. Im Hörbuch kann zudem der Sprecher Boris Aljinovic den Figuren richtig Leben einhauchen. Er verleiht jeder Figur eine eigene Stimme, die sehr gut zum jeweiligen Charakter passt. Aljinovic verleiht seiner Stimme Höhen und Tiefen und passt seine Sprechlautstärke an um dem Hörer die unterschiedlichsten Stimmungen deutlicher vermitteln zu können. Eine sehr lebhafte Vortragsweise bei einer sehr angenehmen Stimme. Man kann es sich in einem Sessel mit geschlossenen Augen bequem machen und einfach das Hörbuch genießen. Vor meinen Augen spielte sich das Gehörte dann wie ein Film ab. Einziger Kritikpunkt meinerseits sind die Übergänge zwischen den einzelnen Szenen. Hier hätte mir eine etwasa längere Sprechpause den Szenenwechsel deutlicher gemacht. So erfolgten mir die Übergänge oftmals etwas zu schnell. Fazit: Das Hörbuch "Golem und Dschinn" von Helene Wecker, gesprochen von Boris Aljinovic bietet ein Hörvergnügen wie aus 1001 Nacht. Hier passt einfach alles zusammen. Was für ein tolles und gelungenes Debüt! Unbedingte Hörempfehlung. Wie gerne würde ich hier noch einen 6. Stern vergeben.

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  • Wenn Märchen zum Leben erweckt werden

    Golem und Dschinn

    Mone80

    30. September 2013 um 16:47

    Ich habe das Hörbuch gehört und bin begeistert. Mit solch einer intensiven Geschichte, die dazu noch wunderbar von Boris Aljinovic erzählt wurde, hätte ich nicht gerechnet. Und auch wenn das Hörbuch ein Erlebnis für die Ohren ist, werde ich mir das Buch von Helene Wecker noch besorgen und ich bin mir sicher, wenn ich es dann lese, wird mich die Stimme von Boris Aljinovic begleiten. Mit seiner Stimme hat er dem Märchen Leben eingehaucht, hat in den richtigen Momenten für große Spannung oder Ruhezeiten gesorgt. Die Geschichte von Golem und Dschinn ist ein Märchen im 19. Jahrhundert, welches sich mitten in New York abspielt. Chava, ein Golem aus Lehm erschaffen, deren Meister auf hoher See gestorben ist und Ahamd, ein Dschinn, der von einem Schmied freigelassen wird, müssen sich in New York, einer fremden Welt, zurechtfinden. Und eines Tages treffen sie mitten in der Stadt aufeinander... Boris Aljinovic ist mir als Tatortkommissar bekannt und doch war ich überrascht von seiner ausdrucksstarken Stimmte, mit der er Golem und Dschinn vorgelesen hat. Nach kurzer Zeit hat er mich in den Bann gezogen und als die letzte CD sich dem Ende neigte, wollte ich es garnicht, denn dieser Stimme hätte ich immer weiter lauschen können. Fazit: Ein WOW- Erlebnis für die Ohren. Eine wunderbare Geschichte erzählt mit einer wunderbaren Stimme. Großartig!

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  • Rezension zu "Golem und Dschinn" von Helene Wecker

    Golem und Dschinn

    kathrineverdeen

    29. September 2013 um 18:24

    Im 19. Jahrhundert gab es eine große Migrationsbewegung, die es vorher in einem so großen Ausmaß nie gegeben hat. Viele Europäer verließen aus politischen, religiösen, aber auch wirtschaftlichen Gründen ihre Heimat, um sich ein besseres Leben zu ermöglichen. Für viele Europäer galten die Vereinigten Staaten von Amerika als ein beliebtes Ziel. In dieser Epoche spielt „Golem und Dschinn“ von Helene Wecker. Eine Geschichte, die mit großen Träumen auf einem Schiff nach New York beginnt. Die Mitreisenden ahnen nicht einmal, welche Szenen sich während ihrer Reise in dem Frachtraum ihres Schiffes abspielen. Während die Passagiere vergnüglich über die Reling schauen oder in hoffnungsvollen Gesprächen über ihr Reiseziel versunken sind, erwacht ein magisches Wesen aus Ton zum Leben. Ein Golem, erschaffen, um unglaubliches zu leisten und seinem Meister zu dienen. Fast zur gleichen Zeit bringt in New York eine Frau eine kupferne Flasche zu einem Schmied. Ohne zu ahnen, dass diese einen Dschinn seit fast 1000 Jahren gefangen hält. Durch das emsige Arbeiten des Schmieds, gelangt der Dschinn in eine ihm unbekannte neue Welt. Die Geschichte beginnt, eingehüllt von einem wunderschön gezeichneten Zeitkolorit, im Zentrum der neuen Welt. Verloren irren diese zwei magischen Kreaturen durch die Straßen von New York, auf der Suche nach Freundschaft und ihrer eigenen Identität. Der Zuhörer wird davon fasziniert, wie der Golem seine neu erlernten Fähigkeiten vor seiner Umwelt verstecken muss und der Dschinn diese für ihn unbekannte und moderne Welt entdeckt. Im Laufe der Geschichte verzaubern diese Kreaturen mit ihrem Wesen die Handlung und den Zuhörer. Besonders der Dschinn trägt großen Anteil an diesen magischen Momenten, denn er beschrieb mir seine Heimat so präzise, dass ich förmlich eintauchte in die Welt der Dschinns vor über 1000 Jahren. Durch diese immer wiederkehrenden Rückblicke bekam die Geschichte etwas Märchenhaftes. „Golem und Dschinn“ war für mich eine überraschende Mischung aus fantastischen Elementen, die sich eher im Hintergrund halten, und einer anspruchsvollen Handlung in New York am Ende des 19. Jahrhundert. Äußerst kenntnisreich schildert Wecker diese magische Geschichte in einem angenehmen Tempo und fügt neben den authentischen Hauptfiguren auch sehr interessante Nebendarsteller ein. Auch diese wirken nie fehl am Platz, und nehmen in der Geschichte eine wichtige Position ein. Man ahnt schon sehr früh, dass ihre Schicksale sich irgendwann verbinden werden. Aber auch sprachlich hat Wecker in ihrem Buch einiges zu bieten und setzt sich mit ihrem reifen und exakten Stil deutlich von der Masse dieses Genre ab. Diese wunderbare Geschichte über Freundschaft und Identität wird gelesen von Boris Aljinovic. Mit seiner sehr tiefen und sehr wandelbaren Stimme hat er mich vollends verzaubert und mir das Gefühl gegeben, in dieser magischen Geschichte zu versinken. Nach zahlreichen Stunden des Hörens fiel es mir sehr schwer, mich von seiner Stimme und dieser außergewöhnlichen Erzählung zu trennen und hinter mir zu lassen. Gerne hätte ich die literarische Figuren noch etwas weiterbegleitet, denn sie sind mir im Laufe der Handlung sehr ans Herz gewachsen.

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  • Wir sind wie wir sind, oder?

    Golem und Dschinn

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. September 2013 um 14:48

    Ein Mann namens Rotschild beschließt 1899 nach Anmerika auszuwandern. Doch er möchte nicht alleine gehen und bittet einen älteren Herren namens Schaalmann, dem magische Kräfte nachsagt werden, um Hilfe. Dieser soll ihm einen Golem in Gestalt einer Frau erschaffen. Diese soll natürlich tugend- und folgsam, aber auch intelligent und neugierig sein soll. Schaalmann formt ihm das Wesen aus Lehm und übergibt es ihm mit einem Zettel, auf dem die Befehle sowohl zum Erwecken aber auch zum Zerstörrem des Wesens notiert sind. Auf der Überfahrt erkrankt Rotschild plötzlich. Bevor er allerdings stirbt, erweckt er seinen Golem  zum Leben. Kaum ist dieser nun auf der Welt, befindet sich das Wesen orientierung- und meisterlos in der großen, neuen Stadt. Zur selben Zeit macht der New Yorker Kesselflicker Arbeely bei der Reperatur einer Ölkanne eine folgenschwere Entdeckung. Einen gleissendem Blitz und eine Schrecksekunde später liegt ein großer, gutausssehnder noch dazu nackter Mann auf seinem Werkstattboden. Und wie sich heraus stellt, ist dieser Mann nicht einfach "nur" ein Mann, sondern ein Dschinn den er, nach jahrhunderterlanger Gefangenschaft, durch seine Reperaturarbeiten befreit hat. Beide märchenhaften Wesen, Golem und Dschinn, sind nun auf den Straßen New Yorks unterwegs, versuchen sich unter die, ihnen unbekannten Menschen, in der, ihnen unbekannten, Stadt zu mischen und erleben so einige brenzliche Situationen. Bis sich die Wege der beiden eines Tages kreuzen und sie dann gemeinsam vor den Frage "wer sind sie eigentlich wirklich?", "können Sie nur das sein, zu was sie erschaffen wurden?" und "können sie auch ihren eigenen Willen und ihre eigene Wesensart entwickeln?" stehen. Fazit: Helene Wecker hat mit den beiden märchenhaften Wesen eine wunderbare Geschichte geschrieben, die den Zuhörer sofort in ihren Bann zieht. Abgesehen davon, dass sowohl die Charaktere als auch die Handlung an sich wunderbar ausgearbeitet und in ihrer Funktion sehr überzeugend sind, verbirgt sich so manch ernsthafte Fragen hinter der Erzählung. In wie weit können wir unsere Eigenschaften und unseren Zweck auf der Erde zu sein wirklich beeinflussen oder müssen wir manche Dinge einfach so hin nehmen und "nur" versuchen mit, dem für uns geplanten Lebenslauf, umzugehen? Sind wir, wer wir sind oder liegt es in unserer Hand uns zu verändern? Das Hörbuch, gibt eine verkürzte Fassung des Buches wieder. Die dadurch entstandenen "Sprünge" in der Handlung verursachen dem Zuhörer, besonders zum Ende der Geschichte, große Fragezeichen. Bisweilen fragt man sich, ob man ein Kapitel ausgelassen hat. Das zerstört an einigen Stellen leider den Zauber der Geschichte. Gelesen wir die Geschichte übringes von Boris Aljinovi. Ein wunderbarer Sprecher, der die Handlung gekonnt vorträgt.  Er verleiht jeder Figur seine eigene Stimme, seinen eigenen Charakter. Indem er seine Stimmlage und die Betonung der einzelen Sätze der jeweiligen Situation anpasst, kann sich der Zuhörer genau in die Stimmung bzw. in die Befindlichkeiten der Charaktere hineinversetzen. Jedes skeptische Stirnruzeln oder jedes erschreckte Aufreißen des Mundes hat der Hörer, durch Boris Aljinovi überzeugende Vortragsweise, längst vor Augen bevor es im Text geschrieben steht. Mehr als ein UNBEDINBGT Anhören, kann ich daher nicht schreiben!

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  • Golem und Dschinn -Ein magisches Hörerlebnis

    Golem und Dschinn

    elisabethjulianefriederica

    20. September 2013 um 14:07

    Golem und Dschinn -Ein magisches Hörerlebnis Ein für mich völlig neues Leseerlebnis war mein erstes Hörbuch – Golem und Dschinn von Helene Wecker, gelesen von Boris Aljinovic (mir bisher nur bekannt als Tatortkommissar). Zur Geschichte:Zwei märchenhafte Figuren begegnen sich im New York des Jahres 1899: Chava, eine aus Lehm geschaffene Frau und Ahmad , ein Dschinn, ein Feuerwesen, gefangen in einer Kupferflasche. Chava wird auf hoher See zum Leben erweckt, kurz darauf stirbt ihr Meister, an den sie gebunden ist und sie muss bei der Einwanderung nach New York selbst zurechtkommen. Bald erkennt ein Rabbi, was sie in Wirklichkeit ist und nimmt sie bei sich auf. Ahmad wird von einem New Yorker Schmied bei der Reparatur einer Kupferflasche freigesetzt und muss ebenfalls in einer ihm sehr fremden Welt bestehen. Eines Nachts begegnen sich die beiden .... Ein spannendes Lese- bzw. Hörabenteuer wie aus 1001Nacht war für mich diese Geschichte, sprachlich wunderschön ausgestaltet, blumig, orientalisch erzählt – und mit angenehmer Stimme wunderbar vorgelesen von Boris Aljinovic. Am Anfang noch etwas ungewohnt, deshalb erforderte es zuerst ein wenig Konzentration auf die Handlung, wurde sie mir immer vertrauter und lebendiger und ich konnte die Geschichte geniessen,als eine schöne, 6 CDs lange, verlängerte Gutenachtgeschichte, die mir allerdings Stoff zum Nachdenken gab und Träume von Märchenwelten und von New York um 1900 freisetzte. Einfach zauberhaft und 5 märchenhafte Sterne wert, sehr empfehlenswert !

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  • 1001 Nacht

    Golem und Dschinn

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. September 2013 um 19:43

    Nach New York gelangen zwei magische Wesen, ein Golem und ein Dschinn. Beiden ist, aus unterschiedlichen Gründen, das Leben mit und unter Menschen fremd. Beide finden sich nach einiger Zeit durch Unterstützung unterschiedlicher Personen in dieser neuen Welt zurecht. Ein Rabbi erkennt und hilft dem Golem. Der Dschinn wird zufällig nach tausendjähriger Gefangenschaft in einer Schmiede aus einer Flasche befreit, der Schmied gewährt ihm Unterkunft und Arbeit. Ahmad (der Dschinn) und Chava (der Golem) begegnen sich eines Nachts, es ist keine Freundschaft auf den ersten Blick. Nach und nach bei weiteren Treffen freunden Sie sich an und können sich endlich über ihre Andersartigkeit austauschen. Doch bald müssen Sie erkennen in welcher Gefahr sie sind. Wie in 1001 Nacht, Helene Wecker hat ein Märchen geschrieben. Ein märchenhaftes Abenteuer mit vielen detailliert gezeichneten Figuren. Jede dieser Figuren erhält ihr eigenes Leben, eine eigene Geschichte und Persönlichkeit und einen eigenen Platz in diesem Märchen. Manchmal ergibt sich der Zusammenhang nicht sofort, ein Zauber, eine Frage bleibt, aber im weiteren Verlauf finden alle sich im Haupthandlungsstrang wieder und führen zum, so viel sei verraten, zu einem Ende das Platz für eigene Gedanken und Träume lässt. Boris Aljinovic liest mit seiner sehr angenehmen Stimme vor. Er schafft es allen Personen Stimme und Charakter zu verleihen. Er schafft es jede Stimmung mit passendem Tonfall darzustellen. Seine Art der Lesung erhöht den Genuss diesen zauberhaften Märchens, einfach zurück lehnen und genießen. Schade das es sich um eine gekürzte Lesung ist, aber Sie ist recht gut gelungen, insgesamt erhält man ein gutes, hörenswertes Hörbuch. ****Empfehlung (ein Stern gekürzt, da es sich um eine gekürzte Lesung handelt).

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  • Von mir gibt es eine klare Hörempfehlung

    Golem und Dschinn

    Letanna

    18. September 2013 um 19:23

    In New York im Jahre 1899 treffen die beiden magischen Wesen Chava und Ahmad aufeinander. Chava ist ein Golem ohne Meister und Ahmad ist ein 1000 Jahre alter Dschinn, der in einem festen Körper gebannt wurde. Beide versuchen sich in der Welt der Menschen zurecht zu finden und freunden sich an, nachdem ihre Wege sich zufällig kreuzen. Als Chavas Erschaffer in New York auftaucht, geraten beiden in große Gefahr, denn ihre Leben sind mehr miteinander verbunden als zuerst angenommen. Wow, was für eine tolle Geschichte, ich bin wirklich begeistert. Den Sprecher Boris Aljinovic kannte ich bisher noch nicht, er hat hier seine Sache unheimlich gut gemacht und der Geschichte Leben eingehaucht. Anfangs war ich mir gar nicht sicher, ob mir das Hörbuch gefallen wird, aber ich wurde direkt in den Bann gezogen und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Die Handlung ist insgesamt eher ruhiger, zuerst einmal lernen wir die beiden Hauptcharaktere kennen und ihre Versuche, sich in der ungewohnten Umgebung zurecht zu finden. Das Treffen der beiden findet relativ spät in der Handlung statt. Wer hier eine klassisches Liebesgeschichte erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Es gibt zwar Ansätze in diese Richtung, auf die aber nur am Rande eingegangen wird. Neben den beiden Hauptfiguren gibt es sehr viele interessante Nebenfiguren, die die beiden in diesem Lebensabschnitt begleiten und unterschützen. Jeder dieser Charaktere hat seine eigene Geschichte und alle Geschichten laufen in Fäden zusammen zu einer großer Geschichte, die ein wirklich gelungenes Gesamtwerk bilden. Das letzte Drittel ist sehr dramatisch und die Situation spitzt sich sehr zu. Es gibt kein klassisches Happy End und das Ende ist relativ offen. Normalerweise hasse ich es, wenn das Ende offen ist, hier passt es aber irgendwie zum gesamten Werk

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  • Eine wunderschöne Geschichte...

    Golem und Dschinn

    ChrissiH

    18. September 2013 um 18:01

    **Kurzmeinung** Eine schöne Mischung aus fantastischen Elementen und dem New York Ende des 19. Jahrhunderts. An manchen Stellen leider etwas langatmig. **Inhalt** Kurz nachdem Chava, ein Golem, von ihrem Meister erweckt wurde, stirbt er. Sie streift daher allein durch das New York im Jahr 1899. Doch sie ist nicht das einzige mystische Wesen, welches auf New Yorks Straßen wandelt. Unterwegs ist auch Ahmad, ein Dschinn, der 1000 Jahre in einer Lampe eingesperrt wurde und der sich nichts sehnlicher wüscht, als wieder nach Hause zu kommen. Als sich ihre Wege kreuzen, entwickelt sich eine tiefe Freundschaft und irgendwann merken sie, dass sie einander brauchen um eine Gefahr zu bewältigen, in der sie beide schweben. **Meine Meinung** Wow, wie fange ich bloß an? Denn diese Geschichte ist besonders. Sie spielt weitab des aktuellen Mainstream (also wer ein Fantasybuch erwartet, ist hier falsch ;D). Nein, es kann mit einigen Fantasyelementen glänzen, aber diese halten sich eher im Hintergrund, denn es wurden andere Schwerpunkte gesetzt. Hier beschäftigt man sich eher mit Freundschaft, der eigenen Identität und dem Menschsein an sich. Die Handlung ist nicht so actiongeladen und es wird nicht versucht, künstlich Spannung aufzubauen, aber trotzdem möchte man nicht aufhören die Geschichte weiterzuverfolgen. Es ist wie ein Sog, auf welchen man sich allerdings einlassen muss. Möchte man das nicht, wirkt die Handlung stellenweise etwas fad und langatmig. Taucht man jedoch richtig ein, kann man sich ins alte New York hinwegträumen. Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein. Wirkt Chava wie ein kleines Kind, welches alles und jeden in der Welt hinterfragt, so ist Ahmad der erfahrene Erwachsene. Beide harmonieren gut, wodurch die Handlung eine gute Abrundung bekommt. Gelesen wird die Geschichte von Boris Aljinovic, der eine wunderbare tiefe, beruhigende Stimme hat. Anfangs dachte ich erst, bei so einer Stimme nicke ich doch gleich weg. Doch nach einigen Kapiteln war es, als ob man dem typischen Märchenerzähler zuhört- einfach schön. **Fazit** Eine besondere Geschichte, die man so lange nicht mehr gehört hat. Allerdings muss man ein Freund von anspruchsvolleren Handlungen sein, sonst driften die Gedanken schnell ab.

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  • * Ein wahrhaft magisches Debüt * poetisch, opulent, märchenhaft *

    Golem und Dschinn

    feee66

    15. September 2013 um 17:29

    Ich durfte Helene Weckers Debütroman "Golem und Dschinn" als Hörbuchlesung von 'der-audio-verlag' hören. Auf insgesamt 6 CDs entführte mich Boris Aljinovics wundervolle Sprecherstimme 451 Minuten lang in die wirklich phantastische Geschichte, die Helene Wecker mit ihrem Erstlingswerk hier geschaffen hat. Zum Inhalt: Zwei wahrlich magische Geschöpfe treffen im Jahr 1899 in New York aufeinander – ein Golem namens Chava, ein Geschöpf aus Lehm, geschaffen durch Zauberei und zum Leben erweckt von ihrem Meister, und der Dschinn Ahmad, ein Wesen aus Feuer, das nach tausend Jahren durch eine glückliche Fügung endlich seiner Gefangenschaft aus einer Kupferflasche entkommt. Das Schicksal von Golem und Dschinn will es, dass sich die Wege der beiden eines Nachts kreuzen. Als sie sich durch Zufall oder Schicksal in einer kalten Winternacht begegnen, erkennen sie einander sofort in ihrer Einzigartigkeit, in ihrem Anderssein – zwei verwandte Seelen in einer fremden Welt – beide allein und auf der Suche nach Zugehörigkeit, nach Freundschaft und Liebe. Sie passen nicht in diese Welt und sind doch in ihr gefangen. Dabei laufen sie ständig Gefahr, entdeckt zu werden. Sie können ja nicht ahnen, wie groß die Gefahr wirklich ist, in der sie schweben und obwohl so grundverschieden, ist ihr Schicksal seit Jahrhunderten aufs Engste miteinander verknüpft … Meine Meinung: Für mich hat Helene Wecker hier einen wirklich überragenden Debütroman geschrieben, dem der Erstling nicht einen Moment anzumerken ist. Eine Geschichte so vielschichtig wie das Leben, eine Freundschaft so merkwürdig und wunderschön zugleich, dazu eine gehörige Portion Magie und Historie und zu guter Letzt auch noch eine ordentliche Prise Märchenhaftes aus 1001 Nacht – schlicht & ergreifend kann man den Roman „Golem und Dschinn“ nicht einfach in eine Sparte oder in ein Genre pressen – man muss sich die Freude und den Genuss offen halten und unvoreingenommen an eine wirklich phantastische Geschichte herangehen. Hier werden so viele unterschiedliche Leserichtungen in einem Roman vereint, so viele Thematiken vielschichtig und stimmig aufgegriffen, dass ich fast meinen möchte, für beinahe jeden interessierten und aufgeschlossenen Leser müsste der Roman etwas beinhalten. Sprachlich ist der Roman tatsächlich ein Hochgenuss. Poetisch und märchenhaft wird in zwei Haupterzählsträngen als Grundlage gearbeitet. Aber noch etliche weitere Erzählstränge fließen hinein, die ebenfalls sehr wichtig für die Geschichte und vor allem für ihren Ausgang sind. Keine Figur wird umsonst in Szene gesetzt, nichts Überflüssiges wird gesagt, man lernt nicht nur Chava und Ahmad gut kennen, sondern viele weitere Protagonisten, welche alle mit dem Schicksal und der Geschichte der beiden verbunden sind – alles führt zu guter Letzt perfekt ineinander und die Auflösung ist tatsächlich überraschend genial und wunderbar stimmig. Die gelungene Mischung aus Historie, Phantastik und ein bisschen Märchen ist einfach einzigartig und macht diese Geschichte so einmalig. Der Sprecher: Helene Weckers Debütroman war auch für mich ganz persönlich ein Debüt, es war nämlich mein erstes Hörbuch. Und es ist zweifellos dem überragenden Sprecher Boris Aljinovic zu verdanken, dass diese Erfahrung zu einem großen Genuss wurde. Seine Stimme hat für mich ein äußerst gefälliges Timbre, so beruhigend und angenehm. Mir gefiel sowohl seine 'normale' Erzählerstimme, aber auch wenn er in die verschiedenen Rollen schlüpfte, empfand ich das immer als passend und er hauchte den Figuren wunderbar Leben ein. Fazit: Lasst euch von Helene Weckers Debüt genauso in eine magische Welt entführen, wie ich es tat. Ihr werdet es sicher nicht bereuen! Sprachlich brillant, an Ideenreichtum kaum zu überbieten und insgesamt eine sehr einfallsreiche, stimmige und einfach schöne Erzählung wartet auf euch. Das einzige Minimanko ist vielleicht, dass es sich bei dem Hörbuch um eine gekürzte Lesung handelt. Wobei ich zu keiner Zeit das Gefühl hatte, dass die Geschichte dadurch ins Holpern geriet oder etwas Entscheidendes fehlte. Volle 5 Sterne von mir für dieses grandiose und überzeugende Debüt!

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  • Gelungenes Debüt

    Golem und Dschinn

    Jashrin

    15. September 2013 um 00:52

    Im New York von 1899 stranden zwei magische Wesen: ein Golem und ein Dschinn. Beiden ist nicht nur die Stadt, sondern auch das Leben mit Menschen fremd. Die Protagonisten lernen nach und nach sich in der neuen Welt zurechtzufinden und haben beide eine Art Mentor an der Seite. Ein Rabbi erkennt, was der Golem eigentlich ist, und nimmt sich ihrer an. Von ihm erhält sie auch ihren Namen, Chava. Ahmad, der Dschinn, findet sich plötzlich nach 1000-jähriger Gefangenschaft in einer Schmiede wieder, in der ein Schmied nur eine zerbeulte Flasche reparieren wollte. Als Ahmad und Chava eines Nachts aufeinander treffen herrscht zunächst Misstrauen. Doch über die Wochen hinweg freunden die beiden sich an. Untereinander können sie offen sein, ansonsten müssen sie verbergen, was sie sind. Doch trotz aller Vorsicht droht beiden von derselben Person Gefahr und es scheint als ob sie ihre neugewonnene Freiheit wieder verlieren könnten. Helene Wecker hat einen Roman wie aus tausend und einer Nacht geschrieben. Ein märchenhaftes Abenteuer mit schön und detailliert gezeichneten Figuren. Mit (für mich) einer Ausnahme schafft sie es, alle Personen mit einer eigenen Persönlichkeit und Geschichte auszustatten und man hat das Gefühl die Charaktere selbst zu kennen. Dazu trägt auch bei, dass sie immer wieder von den beiden Protagonisten abschweift und die Geschichten der Nebencharaktere erzählt. Dies verwirrt manchmal ein wenig, doch die Handlungsstränge greifen geschickt ineinander. Die Art und Weise wie Boris Aljinovic den Roman liest empfinde ich als sehr angenehm und vor allem zur Geschichte passend. Seine Stimme hat einen angenehmen Tonfall und er haucht den Charakteren gekonnt Leben. Die an sich schon magische Geschichte erfährt durch seine Erzählweise noch ein extra Quentchen Magie und nimmt einen mit auf eine zauberhafte Reise. Es passt einfach alles zusammen und ich denke, dass mit Boris Aljinovic eine wirklich sehr gute Wahl getroffen wurde. Er konnte wieder einmal überzeugen und begeistern. Insgesamt ein sehr hörenswertes Hörbuch, bei dem es nur manchmal dadurch, dass es eine gekürzte Lesung ist, zu etwas verwirrenden Sprüngen kommt. Aber die schöne Geschichte und der tolle Sprecher lassen dies schnell vergessen.

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