Helga Bansch , Helga Bansch Amelie und der Fisch

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Inhaltsangabe zu „Amelie und der Fisch“ von Helga Bansch

Amelie ist zum ersten Mal in ihrem Leben am Meer. Sie hat Angst vor so viel Wasser und geht vorsichtig nur ein Stückchen hinein. Da kommt ein kleiner Fisch, der mit ihr spielt. Am Abend schwimmt er wieder ins offene Meer hinaus. So geht das mehrere Tage. Amelie möchte den Fisch immer bei sich haben und ihn mit nach Hause nehmen. Darum fängt sie ihn ein und steckt ihn in ein großes Glas. Aber der Fisch ist unglücklich, und Amelie hat ein schlechtes Gewissen. Sie weiß ja, dass der Fisch aus freien Stücken zu ihr gekommen ist und dass sie ihn nicht festhalten kann. Also lässt sie ihn wieder frei. Am nächsten Morgen wartet Amelie auf ihren Freund, aber der kommt nicht. Sie ist traurig und sagt dem Meer, dass ihr leid tut, was sie getan hat. Da taucht der Fisch auf und Amelie ist überglücklich. Sie hat verstanden, dass jedes Lebewesen frei ist und dass Zuneigung erstickt, wenn man sie erzwingen will.

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  • Menschliche Zuneigung erstickt, andere, wenn man sie erzwingen will

    Amelie und der Fisch

    WinfriedStanzick

    10. June 2013 um 11:31

      In ihrem neuen Bilderbuch erzählt die österreichische Künstlerin und Bilderbuchautorin Helga Bansch die Geschichte eines kleinen Mädchens namens Amelie, das mit ihren Eltern in den Urlaub ans Meer gefahren ist. Unter den Augen ihrer Mutter macht sie  am Strand erste Erfahrungen mit dem Wasser und den kleinen Wellen, die an ihren Zehen lecken. Als plötzlich ein kleiner Fisch an ihrem Zeh knabbert, versteht sie das als Einladung zum Spielen und wagt sich mit ihrem Schwimmreif etwas weiter ins Wasser hinein. Ausgelassen spielen Amelie und der Fisch miteinander und abends schwimmt der Fisch wieder ins offene Meer hinaus.   Am nächsten  Tag passiert das Gleiche und Amelie ist traurig, als der Fisch sie wieder verlässt. „Ach, wenn ich ihn doch für immer behalten könnte“, sagt sie sich und denkt sich für den nächsten Tag einen Plan aus. Sie will den Fisch fangen und ihn in ein Glas setzen. Das gelingt ihr auch. Doch obwohl Amelie den Fisch füttert und ihm auch etwas vorsingt, lässt er die Flossen hängen. Ein mulmiges Gefühl im Bauch weist ihr die Richtung, und sie lässt den Fisch wieder frei. An diesem Tag kommt der Fisch nicht mehr zurück, und Amelie ist traurig. Ihre „salzigen Tränen tropfen ins salzige Meer“.   Doch sie gibt die Hoffnung nicht auf und sitzt am nächsten Tag wieder am Strand. „Es tut mir leid“, sagt sie leise vor sich hin, und da spürt sie wieder das Knabbern an ihrem Zeh. Der Fisch ist zurückgekommen und Amelie hat gelernt, dass ihr Freund dem Meer gehört und nicht ihr persönlich.   Helga Bansch hat mit zarten Bleistiftstrichen, die sie anschließend koloriert hat, eine ansprechende und stellenweise poetische Geschichte illustriert. Auf jeder Seite lässt sie eine gelbe Ente auftauchen, die mit ihrer Körperhaltung jeweils die Stimmung und die Gefühle des kleinen Mädchens auszudrücken scheint.   Das Bilderbuch vermittelt die Erkenntnis, dass jedes Lebewesen frei ist, und dass menschliche Zuneigung andere erstickt, wenn man sie erzwingen will.    

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