Helga Brehr Opfern am Mittag

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Inhaltsangabe zu „Opfern am Mittag“ von Helga Brehr

Und was würden Sie opfern?

Den Erfolg ihrer Kunstausstellung in Kassel hätte Kristina niemals erwartet. Nicht mal ihrer Familie hatte sie Bescheid gesagt, doch der Kontoauszug bestätigt das Gelingen ihres Wagnisses. Als auch noch Tochter Irene ein Vorstellungsgespräch beim Pharmakonzern ARTIS hat, könnte es der Mutter eigentlich nicht bessergehen. Dass der mögliche Vorgesetzte ihrer Tochter deren heimlicher Schwarm ist, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. All das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Spontan entscheidet sie sich, Irene zum Bewerbungsgespräch nach Augsburg zu begleiten, um ihrem Mann, der ebenfalls bei ARTIS arbeitet, einen Überraschungsbesuch abzustatten. Eine Entscheidung, die schicksalhafte Ereignisse mit sich bringt und ein Leben, das sich für immer verändern wird.

Helga Brehrs einfühlsame Novelle basiert auf der Tragödie »Iphigenie in Aulis« und erzählt auf’s Neue den Drang der Menschheit sich oder andere zu opfern. Ob man eigene Ziele verfolgt oder für das Wohl seiner Mitmenschen besorgt ist – die Entscheidung, ein Opfer zu bringen, ist stets ein moralisches Dilemma. Erst recht, wenn die Opfer Teil der Pharmaindustrie des 21. Jahrhunderts sind. Und wenn es die eigene Gesundheit betrifft? Wie würden Sie sich entscheiden? Würden Sie auch opfern am Mittag?

Eine spannende Novelle über den Konflikt zwischen dem eigenen Glück und dem Wohl der anderen - sehr lesenswert

— BonniesBuchemotion

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    Opfern am Mittag

    BonniesBuchemotion

    03. May 2017 um 18:50

    Buchemotion zu Opfern am Mittag von Helga Brehr Als der Größenwahn-Verlag nach Bloggern suchte, habe ich mich intensiv mit dem Programm beschäftigt und unter anderem Helga Brehrs Novelle „Opfern am Mittag“ zu einem meiner Favoriten gekürt, den ich unbedingt mal lesen möchte.  Worum geht es im Kern?  Ein Pharma-Unternehmen, das tief in die Machenschaften des Marktes verwoben ist.  Zwei Brüder, die durch Machtkämpfe in einem Pharma-Konzern zu Konkurrenten wurden. Die Ehe des einen Bruders, die durch unterschiedliche Prioritäten nebensächlich wurde. Eine Tochter, die in das finstere Treiben des Vaters mit hineingezogen wird.  Die Novelle ist der Tragödie „Iphigenie in Aulis“ nachempfunden, in der ein Vater ebenfalls seine Tochter opfern möchte, um „voran zu kommen“ - im Falle der griechischen Tragödie mit einer Schiffs-Flotte. Diesem zentralen Ereignis widmet sich auch die Novelle. Typisch für die Gattung werden sonst kaum Ereignisse aufgegriffen, für die Kürze des Buches reicht dieses eine aber auch absolut aus!  Meine Meinung:  Das Konfliktpotenzial ist schon aus der Kurzbeschreibung erkennbar, und genauso ist die Novelle auch. Sie ist rasant, spannend und regt dennoch zum Nachdenken an. Was ist man bereit, für den eigenen Erfolg zu tun? Wen würde man opfern? Wann ist Egoismus gerechtfertigt und wann geht er zu weit? All diesen Fragen begegnet Helga Brehr mit einer satten und klaren Sprache. Lektorat und Korrektorat sind einwandfrei und die Print-Ausgabe ist in meinen Augen einfach wunderschön. Fazit: Das Buch klingt in einem nach und liefert doch auch einige Antworten, was mir sehr gefallen hat. Insgesamt hat mich die Geschichte mitgerissen und berührt, an der ein oder anderen Stelle haben sich die Ereignisse für meinen Geschmack dann jedoch doch zu sehr überschlagen, während an anderer Stelle das Erzähltempo deutlich geringer war. Hier wäre aus meiner Sicht etwas mehr Durchgängigkeit wünschenswert gewesen, auch wenn das vermutlich ein paar Seiten mehr geworden wären.  Ich empfehle das Buch jedem, der gerne spannende und dennoch tiefgründige Texte liest und mit gesellschaftskritischen Themen etwas anfangen kann sehr gerne weiter! Von mir gibt es 4 von 5 Sternen PS: Danke an den Größenwahn-Verlag, für das Rezensionsexemplar

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