Helga Glaesener

 3.9 Sterne bei 489 Bewertungen
Autorin von Die Safranhändlerin, Die Hexe und der Leichendieb und weiteren Büchern.
Helga Glaesener

Lebenslauf von Helga Glaesener

Helga Glaesener wurde im November 1955 in Oldenburg, Niedersachsen als eines von sechs Geschwistern geboren. Nach dem Abitur studierte sie ab 1975 Mathematik und Informatik. Mit dem Schreiben begann sie erst nach ihrem Umzug nach Ostfriesland 1989 und veröffentlichte ihr Debüt »Die Safranhändlerin« nach einigen Rückschlägen mit vorangegangenen Manuskripten 1996. Ihr Werk umfasst sowohl historische Romane, als auch Kriminalromane und Fantasyromane. Seit 2009 schreibt sie unter dem Pseudonym »Tomke Schriever« Kriminalromane. Seit 2010 lebt sie zusammen mit ihrem Mann und fünf Kindern wieder in Oldenburg.

Neue Bücher

Die Tote im Fechtsaal
 (9)
Neu erschienen am 21.09.2018 als Hardcover bei List Verlag.
Die Postmeisterin
 (20)
Neu erschienen am 07.09.2018 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

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Helga GlaesenerDie Safranhändlerin
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Die Safranhändlerin
Die Safranhändlerin
 (76)
Erschienen am 01.06.2009
Helga GlaesenerDie Hexe und der Leichendieb
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Die Hexe und der Leichendieb
Die Hexe und der Leichendieb
 (67)
Erschienen am 10.08.2012
Helga GlaesenerDie Vergolderin
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Die Vergolderin
Die Vergolderin
 (43)
Erschienen am 09.11.2012
Helga GlaesenerDie Rechenkünstlerin
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Die Rechenkünstlerin
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 (41)
Erschienen am 01.09.1998
Helga GlaesenerWespensommer
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Wespensommer
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 (30)
Erschienen am 01.12.2007
Helga GlaesenerDie Beutelschneiderin
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Die Beutelschneiderin
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 (24)
Erschienen am 15.07.2016
Helga GlaesenerDer schwarze Skarabäus
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Der schwarze Skarabäus
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 (27)
Erschienen am 01.01.2006
Helga GlaesenerDie Postmeisterin
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Die Postmeisterin
Die Postmeisterin
 (20)
Erschienen am 07.09.2018

Neue Rezensionen zu Helga Glaesener

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Rezension zu "Die Tote im Fechtsaal" von Helga Glaesener

Ein spannender Krimi vor historischer Kulisse in Dresden
booklovingvor einem Tag

INHALT
Dresden, 1869: Annie Troll betreibt die erste Fechtschule für Frauen und genießt deshalb einen zweifelhaften Ruf. Als eine ihrer Schülerinnen, eine Ballerina an der Semperoper, in ihren Räumen stirbt, gerät Annie unter Verdacht. Sie sucht Hilfe bei Daniel Raabe, dem ersten Privatdetektiv Sachsens. Er nimmt sich des Falles an und arbeitet mit einer ganz neue Methode: Er setzt auf Fingerabdrücke als Beweismaterial. Zusammen mit Annie sucht er den Tatort danach ab. Doch offiziell anerkannt ist dieses Verfahren noch nicht. Als Annie einen gefälschten Brief findet, in dem sie selbst den Mord zugibt und ihren eigenen Selbstmord ankündigt, bekommt sie es mit der Angst zu tun. Raabe erkennt, dass das Briefpapier das der Dresdner Freimaurerloge ist. Was hat die Loge mit dem Mord zu tun? Und wer hat ein gläsernes Herz an das Grab der Ermordeten gehängt?
(Quelle: Klappentext List Verlag)

MEINE MEINUNG
Mit „Die Tote im Fechtsaal“ ist der deutschen Autorin Helga Glaesener ein vielschichtiger historischer Krimi gelungen, der mich neben seiner wendungsreichen Geschichte vor der interessanten historischen Kulisse Dresdens vor allem mit seinen facettenreichen, sehr lebendigen Figuren bestens unterhalten hat.
Glaesener portraitiert das facettenreiche Alltagsleben in Dresden atmosphärisch dicht und vermittelt ein sehr stimmiges, authentisches Bild der damaligen Zeit. Sehr anschaulich entführt sie uns in eine Welt voller Kontraste zwischen Luxus, Kriminalität und Armut und lässt uns am Schicksal der Menschen teilhaben. Die vielen Schauplätze in Dresden sind anschaulich und mit viel Liebe zum Detail gezeichnet, so dass man mühelos in die Geschichte eintauchen kann.
Sehr gelungen und fesselnd fand ich die abwechslungsreiche Gestaltung der vielschichtig angelegten Handlung, bei der neben den Ermittlungen zum Kriminalfall auch verschiedene, packende Hintergrundgeschichten parallel laufen und neben den geschickt gesetzten Perspektivwechseln für viel Spannung sorgen.
Der Roman lebt aber vor allem von seinen außergewöhnlichen, sehr vielschichtig angelegten Figuren und ihrem interessanten, sehr dynamischen Beziehungsgeflecht zueinander. Die Autorin versteht es ihre eigenwilligen Charaktere mit Ecken und Kanten sehr einfühlsam und lebendig in Szene zu setzen und ihnen ein faszinierendes Eigenleben einzuhauchen. Geschickt verwendet sie eine plastische, lebensnahe Sprache für ihre Figuren und lässt sie sehr glaubwürdig und authentisch agieren, wodurch man sich ihnen als Leser sehr nahe fühlt und gut in ihre Emotionen hineinversetzen kann. Auch die anderen Figuren sind je nach ihrer Rolle sehr differenziert und ansprechend ausgearbeitet.
Hervorragend gefallen hat mir der sympathische, anfangs recht seltsame und unnahbare Daniel Raabe als privater Ermittler, der von einem finsteren Geheimnis umgeben ist und mit seinen Dämonen zu kämpfen hat. Nach einem schweren Schicksalsschlag versucht er sich als ehemaliger Staatsanwalt eine neue Perspektive als Sachsens erster Privatdetektiv aufzubauen und setzt auf moderne Ermittlungsmethoden wie Laboranalysen oder Fingerabdrücke als eindeutige Beweismittel. Sein Gegenspieler ist seine ehemaliger bester Freund Kriminalinspektor Max Keller, mit dem ihn eine sehr belastete Vergangenheit verbindet. Im Fokus der Mordermittlungen steht die weibliche Hauptfigur Annie Troll, die auf dem Dachboden eine Fechtschule für Frauen betreibt. Mit ihr ist der Autorin eine sehr bemerkenswerte und schillernde Hauptfigur gelungen, die auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig ist, aber einem im Laufe der Geschichte mit ihren verschiedenen Facetten immer mehr ans Herz wächst. Eine burschikos auftretende Frau der Unterschicht mit losem Mundwerk, die es im Leben nie leicht hatte, und dennoch mutig, clever, selbstbewusst und kämpferisch sie allen Widrigkeiten des Lebens begegnet und alles für ihre uneheliche Tochter Jette tut.
Daniels Ermittlungsarbeit zum Mordfall mit zahlreichen Verdächtigen gestaltet sich als Detektiv schwierig und wird immer wieder durch seine Kollegen von der Polizei behindert. Fesselnd ist es, wie er trotz vieler Sackgassen und Rückschläge sich für Annie einsetzt, um sie als Hauptverdächtige zu entlasten und den wahren Täter zu überführen. Die gut konstruierte, wendungsreiche Handlung mit einigen falschen Fährten mündet schließlich in einem clever inszenierten Finale und einer überraschenden, aber schlüssigen Auflösung des Falls.
Ich würde mich sehr über ein Wiedersehen mit den interessanten Charaktere Daniel, Max und Annie und einem neuen Fall in Dresden freuen.

FAZIT
Ein toller historischer Krimi mit einer spannenden Geschichte und interessanten Wendungen, der mich vor allem mit seinen vielschichtigen, sehr lebendigen Figuren und dem schönen Flair des historischen Dresden fasziniert hat.
Sehr lesenswert!

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StephaniePs avatar

Rezension zu "Die Tote im Fechtsaal" von Helga Glaesener

Die Tote im Fechtsaal
StephaniePvor 3 Tagen

Annie betreibt die erste Fechtschule für Frauen in Dresden im späten 19. Jahrhundert. Eines Tages wird in ihrem Proberaum eine ermordete Frau gefunden. Die Tote war eine Schülerin von Annie und Tänzerin in der Oper. Da die junge Frau ihre Fechtstunden nicht bezahlt hat gerät schnell Annie ins Visier der Ermittler. Um ihre Unschuld zu beweisen engagiert sie Daniel, einen Privatdetektiv, welcher auf die eher noch unbekannte Methode der Fingerabdrücke, schwört. Als auf Annie ein Anschlag verübt wird, beginnt für Daniel ein Wettlauf gegen die Zeit und seine Hinweise deuten auf die Lage der Freimaurer. Kann er unter ihnen den wahren Täter finden?

 

Helga Glaeseners Schreibstil ist bildgewaltig und mitreißend. Die Autorin konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und begeistern. Sie kann sofort Spannung aufbauen, diese problemlos halten und im Laufe des Buches immer weiter steigern. Helga Glaesener schafft es historische Fakten, die Atmosphäre der damaligen Zeit und Krimielemente unfassbar gelungen zu verbinden. Mich hat die Handlung komplett in ihren Bann gezogen und es fiel mir richtig schwer das Buch aus der Hand zu legen. Aus diesem Grund erscheint der Roman äußerst kurzweilig und lässt sich sehr schnell lesen.

 

Die einzelnen Protagonisten sind äußerst authentisch und facettenreich. Im Laufe des Buches musste ich immer wieder meine Meinung zu einzelnen Charakteren ändern, da man mit der Zeit immer mehr über die Vergangenheit dieser erfährt. Die Autorin hat es geschafft mich immer wieder komplett in die Irre zu führen weshalb ich von vielen Wendungen überrascht wurde. Da  der Leser im Laufe der Handlung mehr zu jedem Protagonisten, dessen Leben und Beweggründe erfährt, erscheinen diese besonders menschlich. Vor allem Daniel und Jette wuchsen mir sehr schnell ans Herz und ich musste mit ihnen mit fiebern und mitleiden.  

 

„Die Tote im Fechtsaal“ ist mein erstes Buch von Helga Glaesener und ich bin restlos begeistert. Ich hoffe auf eine Fortsetzung rund um den sympathischen Detektiv Daniel und die starrköpfige aber dennoch liebenswerte Annie. Ich werde auch in Zukunft gerne und gezielt zu Büchern der Autorin greifen und hoffe auf viele weitere Werke!

 

FAZIT:
„Die Tote im Fechtsaal“ vereint äußerst gelungen facettenreiche Protagonisten, spannende Krimielemente und interessante historische Fakten. Zudem wird die Atmosphäre des späten 19. Jahrhunderts sehr glaubwürdig und mitreißend beschrieben. Für mich war das Buch ein Lesehighlight, das ich jedem empfehlen kann. Ich vergebe daher 5 Sterne!

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mabuereles avatar

Rezension zu "Die Tote im Fechtsaal" von Helga Glaesener

Spannender historischer Krimi in Dresden anno 1869
mabuerelevor 5 Tagen

„...Wer im Mist geboren wurde, wird nicht im Goldsarg begraben, wie man so schön sagt...“


Wir schreiben das Jahr 1869, als Annie Troll in ihrer Fechtschule eine Tote findet. Es handelt sich um die Ballerina Serafina Bischof. Annie vertraut der Polizei nicht und wendet sich an den Detektiv Daniel Raabe. Er untersucht Fußabdrücke am Tatort und setzt auf die Identifizierung mittels Fingerabdrücken.

Die Autorin hat einen spannenden historischen Krimi geschrieben. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Das liegt nicht zuletzt an den außergewöhnlichen Protagonisten.

Annie ist eine selbstbewusste Frau. Sie verlässt sich meist in erster Linie auf selbst. Es ist nicht einfach, in der damaligen Zeit allein eine Tochter großzuziehen. Nach und nach erfahre ich als Leser, was bisher in Annies Vergangenheit schief gelaufen ist und wie sie die wurde, die sie ist.

Auch Daniel Raabe hat an einem schwierigen Schicksal zu tragen. Das hat ihn zum Eigenbrötler gemacht und seiner Freundschaft mit dem Kriminalinspektor Max Keller schweren Schaden zugeführt.

Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Er passt sich gekonnt der jeweiligen Situation an.

Neben der Toten im Fechtsaal hat Annie ein weiteres Problem, und nicht nur sie. In Dresden ist ein Mann aufgetaucht, der es im großen Stil mit Schutzgelderpressung versucht. Dabei schreckt er vor handgreiflichen Drohungen und selbst Mord nicht zurück.

Zu den stilistischen Höhepunkten gehören die Gespräche zwischen Daniel und Annie. Hier treffen zwei Menschen aufeinander, die über eine gesunde Portion Misstrauen verfügen, sich nichts schenken und doch einander im gewissen Maße vertrauen. Besonders Annies Kommentare zu einer Theateraufführung haben mich zum Schmunzeln gebracht. Sie zeugen für ihre Lebenserfahrung und guten Beobachtungsgabe. Annies Worte klingen ab und an hart, zeigen aber ihre tiefe Verletzlichkeit, die sie sonst gut verstecken kann:


„...Natürlich habe ich Angst. Unsereins kriegt die Angst mit der Muttermilch eingeflößt. Das ist ein Gefühl wie saure Spucke...“


Die Tote hatte ein reges Liebesleben. Das macht die Ermittlungen nicht gerade einfach. Gekonnt wird beschrieben, mit welchen Methoden Daniel an die Fingerabdrücke seiner Verdächtigen kommt. Sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft lehnen das allerdings als Beweismittel ab. Doch auch hier gelingt es Daniel, manch einen zum Nachdenken zu bringen.

Viel Wert legt die Autorin auf die Wiedergabe der Emotionen ihrer Protagonisten. Das geschieht häufiger durch Taten als durch Worte. Beispiele dafür sind Daniels nie versiegte Trauer, Annies Angst um die Tochter, die Kaltblütigkeit des Schutzgelderpresser und die Hinterhältigkeit von Major von Römer. Letzterer strotzt vor Überheblichkeit und glaubt, sich auf Grund seiner Herkunft über alle Regeln hinweg setzen zu können.

Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich könnte mir sehr gut eine Fortsetzung vorstellen.

Kommentare: 4
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Gespräche aus der Community

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Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

die Tote im Fechtsaal hat das Licht der Welt erblickt, und wie immer bin ich gespannt auf eure Reaktionen. 
Annie Troll ist Fechtlehrerin, die erste in Deutschland, mit einer verwegenen Tochter, bedauerlichen Geldnöten und einem gesunden Misstrauen gegenüber Jedermann. Dann haben wir noch den ehemaligen Juristen und jetzigen Detektiv Daniel Raabe, den sie engagiert, um sie vom Mordvorwurf zu befreien. Außerdem einen klugen Kriminalinspektor, der beide für Mörder hält. Einen Zwerg mit trauriger Vergangenheit und grausamen Vorlieben. Und eine Freimaurerloge, in der seltsame Dinge geschehen.

Wie immer werden die 15 Buchexemplare, die der Verlag gestiftet hat (Danke dafür!) verlost und anschließend zugeschickt. Wer mag, erhält auch eine Widmung dazu.

Eure Helga
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Liebe Lovelybooks-Freunde und -Freundinnen, ich lade euch zum gemeinsamen Schmökern ein. Mit Aliz trefft ihr eine Frau, die ihre Kinder mit einer illegalen Poststrecke durchbringt - was vortrefflich läuft, denn sie ist eine liebenswürdige und geschickte Schwindlerin. Aber dann wird sie in die Intrigen einer alten Fürstin und Mörderin verwickelt. Denn um einen ihrer Söhne gibt es ein düsteres Geheimnis. 
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Nürnberg, 1522: Liebe History-Fans, bei der Beutelschneiderin trefft ihr auf die Diebin Cressi, die eine glänzende Zukunft als Besitzerin einer Garküche plant. Für den Kauf des Gefährts braucht es aber noch einen letzten Coup. Und da wird sie erwischt. Ihr Glück, dass  der Theologiescholar David vor Gericht sein weiches Herz entdeckt ...
Der Verlag spendiert für die Leserunde 20 Exemplare, die ab sofort verlost werden. Anmeldeschluss für die Verlosung ist der 22.März.  Ich werde jeden Abend hier hineinschauen und freue ich auf Fragen, Kommentare und und und ...
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Letzter Beitrag von  AddictedToBooksvor 3 Jahren
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