Helga Glaesener

 4 Sterne bei 558 Bewertungen
Autorin von Die Safranhändlerin, Die Hexe und der Leichendieb und weiteren Büchern.
Helga Glaesener

Lebenslauf von Helga Glaesener

Helga Glaesener wurde im November 1955 in Oldenburg, Niedersachsen als eines von sechs Geschwistern geboren. Nach dem Abitur studierte sie ab 1975 Mathematik und Informatik. Mit dem Schreiben begann sie erst nach ihrem Umzug nach Ostfriesland 1989 und veröffentlichte ihr Debüt »Die Safranhändlerin« nach einigen Rückschlägen mit vorangegangenen Manuskripten 1996. Ihr Werk umfasst sowohl historische Romane, als auch Kriminalromane und Fantasyromane. Seit 2009 schreibt sie unter dem Pseudonym »Tomke Schriever« Kriminalromane. Seit 2010 lebt sie zusammen mit ihrem Mann und fünf Kindern wieder in Oldenburg.

Alle Bücher von Helga Glaesener

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Die Safranhändlerin

Die Safranhändlerin

 (77)
Erschienen am 01.06.2009
Die Hexe und der Leichendieb

Die Hexe und der Leichendieb

 (69)
Erschienen am 10.08.2012
Die Vergolderin

Die Vergolderin

 (43)
Erschienen am 09.11.2012
Das Seehospital

Das Seehospital

 (40)
Erschienen am 19.02.2019
Die Rechenkünstlerin

Die Rechenkünstlerin

 (47)
Erschienen am 01.09.1998
Wespensommer

Wespensommer

 (31)
Erschienen am 01.12.2007
Die Tote im Fechtsaal

Die Tote im Fechtsaal

 (24)
Erscheint am 29.11.2019
Die Beutelschneiderin

Die Beutelschneiderin

 (24)
Erschienen am 15.07.2016

Neue Rezensionen zu Helga Glaesener

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Rezension zu "Das Seehospital" von Helga Glaesener

Etwas überraschender Verlauf
Rea1887vor 3 Tagen

Das Seehospital ist ein Kindererholungsheim auf der nordfriesischen Insel Amrum, welches von Fridas Großvater zur Erinnerung an seinen Sohn gestiftet wurde. Nun ist der Großvater gestorben und Frida kehrt zur Beerdigung auf ihre Heimatinsel zurück. Sie ist eine der wenigen Medizinstudentinnen in Hamburg und hat für diesen Traum ihrer Familie auf Amrum den Rücken gekehrt.

Bei ihrer Rückkehr wird sie nun darauf vorbereitet, dass das Seehospital wohl nun geschlossen werden muss, da der Großvater nicht viel Geld hinterlassen hat und die Familie auch gerade so über die Runden kommt. Frida will nun alles daran setzen, um das Hospital zu retten - für das Andenken an ihren Vater, aber auch für die Kinder.

Ihre Mutter versucht indes, geeignete vermögende Ehemänner für ihre drei Töchter zu finden. Dabei ist es ihr egal, ob die Tochter den  jeweiligen Mann überhaupt will. Fridas Schwester Louise flieht daher nach Hamburg, schlägt sich dort zu Anfang noch recht gut durch, verliebt sich, aber gerät dann etwas auf die schiefe Bahn...

Mit dem Verlauf der Geschichte habe ich eigentlich so nicht gerechnet. Das Seehospital zieht sich zwar immer ein wenig wie ein roter Faden durch das Buch, allerdings gerät es, vor allem im zweiten Teil der Geschichte, etwas in den Hintergrund. Vielmehr geht es hier darum, wie wichtig es ist, dass die Familie zusammenhält und wie schrecklich es für erwachsene Kinder ist, wenn ihre Eltern nicht zu ihnen stehen, und nur das eigene Wohl im Kopf haben.

Das Buch hat sich auf jeden Fall gut gelesen, auch die raue Landschaft der Nordsee kam gut rüber, allerdings haben mir einige Geschehnisse nicht so gut gefallen. Auf jeden Fall konnte mich das Buch aber überraschen, weil ich mir unter dem Titel erst etwas anderes vorgestellt hatte.

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Rezension zu "Das Seehospital" von Helga Glaesener

Eine Familiengeschichte aus den 20er Jahren
eigervor 13 Tagen

„Das Seehospital“ von Helga Glaesener, erschienen im Rowohlt Taschenbuchverlag, ist die ungewöhnliche und faszinierende Geschichte der Familie Kirschbaum.


Für mich war es das erste Buch der Autorin; ich bedanke mich bei der Buchboutique, die mir das Buch zur Verfügung gestellt hat.
Angesiedelt ist die Handlung auf der Insel Amrum und in Hamburg um 1920. Das Buch erzählt vom den drei Kirschbaum-Schwestern Frida, Louise genannt Lou, Emily und dem Bruder Christian. Das Schicksal des titelgebende Seehospitals, für das sich vor allem die angehende Medizinerin Frida engagiert, verbindet die Geschwister und ihre Lebenswege als roter Faden, steht aber nicht im Mittelpunkt des Romans.

Der flüssige Schreibstil der Autorin fesselt sofort. Sie ist eine große Erzählerin, die die schwierige Zeit nach dem 1. Weltkrieg sehr gut und genau beschreibt. Anhand von ganz unterschiedlichen Personen und Nebenhandlungen vermittelt sie interessante Einblicke in das Leben jener Zeit. 

Es ist wunderbar zu lesen, wie es Helga Glaesener gelingt mit wenigen Sätzen Situationen und Personen treffsicher zu beschreiben. Man fühlt mit ihren Protagonistinnen deren Träume, Ziele und Ängste. Als Leser kann man sich, dank der anschaulichen Schilderungen, das schwere Leben in Hamburg und auf Amrum sowie den Sorgen der Menschen vorstellen. Der Roman fesselt von Beginn an und liest sich leicht.

Die drei Schwestern sind recht unterschiedlich. Frida ist sehr zielstrebig. Ungewöhnlich für eine Frau in jener Zeit studiert sie Medizin.
Louise, die mit einem reichen unsympathischen älteren Mann verheiratet werden soll, flieht von der Insel nach Hamburg. Hier erleben wir sie auf Arbeits- und Wohnungssuche und lernen die unteren Schichten der Stadt kennen. Es gelingt ihr in einer Assekuranz zu arbeiten. Sie engagagiert sich sozial für die Ärmsten und lernt bei einem Besuch im Fuhlsbütteler Gefängnis die Liebe ihres Lebens kennen. Ihr weiteres Schicksal wird vom Varieté Kladderadatsch, welches ihrem zukünftigen Mann gehört, bestimmt.
Emily, die jüngste Schwester, träumt davon als Fotografin zu arbeiten. Doch sie wird an Stelle von Lou nun zur Heirat bestimmt, um die Geldsorgen der Familie zu lösen. Ihr Lebensweg endet tragisch.

Der kleine Bruder Christian, der verzogen, grausam und unstet ist, erlebt die Leiden seiner Schwester direkt und versucht auf seine Weise zu helfen, was zu einem weiteren tragischen Todesfall führt.
Die Mutter der Familie ist in keiner Weise eine Sympathieträgerin. Das Wohl ihrer Töchter ist ihr nicht wichtig, sondern der schöne Schein einer intakten Familie. Dazu gehört auch der mittellose Stiefvater Rudolf, für den sie alles tut. Dieser gibt vor im Interesse der Familie zu handeln, doch er möchte tatsächlich nur seinen gehobenen Lebensstandard erhalten. Deshalb sind beide bereit im Interesse einer guten Partie ihre Töchter zu verheiraten.

Doch der Leser lernt auch Menschen kennen, die Hoffnung verbreiten. Der Dorfschullehrer Matz, dem es die Reformpädagogik angetan hat, ist ein Mensch, der seinen Beruf und die Kinder liebt. Doch er ist ein Idealist, der an der Realität scheitert.

Auch der englische Arzt Dr. James Tyler ist eine sehr interessante und vielschichtige Persönlichkeit. Er hat aus seinen Erlebnissen im 1. Weltkrieg und einem Einsatz in den Kolonien Afrikas persönliche Konsequenzen gezogen, die ihn in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Das ist nur ein Beispiel, wie es die Autorin versteht, reale Ereignisse mit historischem Wissen und einer spannenden Geschichte zu kombinieren, ohne den Leser zu belehren. Es ist Unterhaltung auf hohem Niveau.

Das Seehospital" erzählt die fesselnde Geschichte einer Familie in den 1920er Jahren und ist der Autorin aus meiner Sicht sehr gut gelungen. Deshalb vergebe ich eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.



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K

Rezension zu "Das Seehospital" von Helga Glaesener

Das Seehospital
karin66vor 2 Monaten

Das wunderschöne Cover und der tolle Titel haben mich sofort angesprochen. Von der Autorin hatte ich bis jetzt noch nichts gelesen, was sich aber definitiv ändern wird.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Einmal in die Hand genommen, möchte man das Buch nicht mehr weglegen.

Die einzelnen Personen sind vortrefflich ausgewählt und man beginnt sofort mit ihnen zu sympathisieren.

Zur Geschichte, Frida studiert gegen den Willen ihrer Familie Medizin in Hamburg. Durch den plötzlichen Tod ihres Großvaters geht sie eigentlich nur für die Beerdigung zurück in ihre Heimat; Amrum. Doch es bleibt nicht bei den paar Tagen, denn der Tod des Großvaters zieht so einiges nach sich. Die Ereignisse übertreffen sich und Frida hat alle Hände voll zu tun, um die Einrichtung, das kleine Seehospital, das ihr Großvater zum Gedenken an ihren verstorbenen Vater errichtet hat, zu erhalten. Doch mehr möchte ich an dieser Stelle von der Handlung nicht erzählen.

Ein wirklich hervorragendes Buch, das ich sehr genossen habe. Es hat mir sehr gut gefallen und mir eine schöne Lesezeit beschert. Ich werde mit Sicherheit noch weitere Bücher der Autorin lesen. Ich empfehle das Buch gerne weiter.

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Gespräche aus der Community

Neu
Liebe Bücherfreunde und -freundinnen, 

ich habe das schöne Amrum besucht und war beeindruckt von der Ruhe und Weite. Wenn die Ruhe lang genug dauert, kommt aber natürlich auch die Unruhe. Was könnte auf der Insel Dramatisches geschehen sein? Als ich in den Inselbuchhandlung Quedens - die einem alten Amrumer gehört, dessen Familie auf der Insel eine große Rolle spielte - weitere Lektüre über Glück und Katastrophen gefunden habe, kamen die Ideen für das Inselhospital. Was macht man, wenn es einem zu eng wird? Wenn einem die ganze Gesellschaft zu eng wird? So ist Frida entstanden, die junge Frau, die zwischen ihren Studienplänen und der Liebe zur Familie zerrissen wird.

Ich freue mich auf die Leserunde
Helga Glaesener
Letzter Beitrag von  Nelingvor 2 Monaten
Ich hatte meine Rezension noch nicht verlinkt. Dies will ich hiermit nachholen und mich nochmals fr das Buch bedanken. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ausführlicher ist das hier: https://www.lovelybooks.de/autor/Helga-Glaesener/Das-Seehospital-1553178937-w/rezension/1990875384/?selektiert=1990877446 sowie wortgleich auf Thalia, Hugendubel und Weltbild zu lesen. Ich werde sicher noch viele Bücher von dir, liebe Helga lesen, auch unter den Krimipseudonymen. Da habe ich schon einen Krimi über Rügen gerne gelesen und einige deiner Bücher, wie die Safranhändlerin las ich bereits vor längerer Zeit. Nochmals danke für deine Geduld! Weiterhin viel Freude und Erfolg beim Schreiben und viele liebe Grüße von neling
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Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

die Tote im Fechtsaal hat das Licht der Welt erblickt, und wie immer bin ich gespannt auf eure Reaktionen. 
Annie Troll ist Fechtlehrerin, die erste in Deutschland, mit einer verwegenen Tochter, bedauerlichen Geldnöten und einem gesunden Misstrauen gegenüber Jedermann. Dann haben wir noch den ehemaligen Juristen und jetzigen Detektiv Daniel Raabe, den sie engagiert, um sie vom Mordvorwurf zu befreien. Außerdem einen klugen Kriminalinspektor, der beide für Mörder hält. Einen Zwerg mit trauriger Vergangenheit und grausamen Vorlieben. Und eine Freimaurerloge, in der seltsame Dinge geschehen.

Wie immer werden die 15 Buchexemplare, die der Verlag gestiftet hat (Danke dafür!) verlost und anschließend zugeschickt. Wer mag, erhält auch eine Widmung dazu.

Eure Helga
Letzter Beitrag von  Glaesenervor 7 Monaten
Schön, dass du wieder gesund bist. Und danke für die Rezi!
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Nürnberg, 1522: Liebe History-Fans, bei der Beutelschneiderin trefft ihr auf die Diebin Cressi, die eine glänzende Zukunft als Besitzerin einer Garküche plant. Für den Kauf des Gefährts braucht es aber noch einen letzten Coup. Und da wird sie erwischt. Ihr Glück, dass  der Theologiescholar David vor Gericht sein weiches Herz entdeckt ...
Der Verlag spendiert für die Leserunde 20 Exemplare, die ab sofort verlost werden. Anmeldeschluss für die Verlosung ist der 22.März.  Ich werde jeden Abend hier hineinschauen und freue ich auf Fragen, Kommentare und und und ...
Letzter Beitrag von  AddictedToBooksvor 4 Jahren
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Zusätzliche Informationen

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