Helga Glaesener Die Postmeisterin

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Inhaltsangabe zu „Die Postmeisterin“ von Helga Glaesener

Die junge Adlige Aliz lebt als Kammerfrau bei der Herzogin von Jülich. Als diese brutal ermordet wird, flieht sie mit Moritz, dem illegitimen Sohn ihrer Herrin, nach Wöllenstein, ein Dorf in der Nähe von Mainz. Liebevoll kümmert sie sich um den Jungen. Um zu überleben, baut sie einen illegalen Postdienst auf. Das ist riskant, denn die Familie von Taxis besitzt das kaiserliche Monopol auf die Postbeförderung. Und tatsächlich wird Moritz, mittlerweile zum jungen Mann herangewachsen, von den Häschern der Taxis verhaftet. Doch auch die Vergangenheit verfolgt Aliz. Als die Mörder der Herzogin von einem rechtmäßigen Erben erfahren, werden Aliz und Moritz zu Schachfiguren in einem perfiden Spiel.

Absolut phantastisch geschrieben!

— Kartoffelschaf
Kartoffelschaf

absolut fesselnd und empfehlenswert.

— Xoryvia
Xoryvia

Frankfurt 15 jahrhundert

— Mattder
Mattder

Sehr spannender historischer Roman, in dem das Schicksal der Protagonisten gut mit dem historischen Hintergrund verwoben wurde.

— PMelittaM
PMelittaM

gut zu lesen

— malo2105
malo2105

Fesselnde historische Abenteuer in Deutschland im 17. Jahrhundert.

— DonnaVivi
DonnaVivi

Spannende Einblicke in eine interessante Zeit!

— mabuerele
mabuerele

Ein toller historischer Roman mit realem Hintergrund, Spannung und Abenteuer.

— hasirasi2
hasirasi2

gut geschilderte Fakten, die gut in die fiktive Geschichte verpackt sind

— Gudrun67
Gudrun67

Dies war leider nicht mein Buch :-(

— Eliza08
Eliza08

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  • Die Postmeisterin

    Die Postmeisterin
    Blaustern

    Blaustern

    14. October 2016 um 12:10

    Im Jahre 1597 in Düsseldorf: Die Herzogin Jakobe wird ermordet, und Kammerfrau Aliz flieht mit deren Sohn Moritz. Als ihr Mann nach vielen Jahren stirbt, steht sie mit den 3 Kindern allein da und muss für sie sorgen. Ihre Schenke in Wöllstein wirft jedoch nicht so viel ab, und so überlegt sie sich kurzerhand, eine eigene Postschiene aufzumachen, was jedoch nicht erlaubt ist und zudem stark kontrolliert wird, denn die steht unter des Kaisers Alleinherrschaft. Und weitere Schwierigkeiten kommen hinzu, denn Moritz ist Erbe des Herzogtums Jülich, was Jakobes Schwägerin Sibylle überhaupt nicht gefällt. So lässt sie ihn jagen, und er muss um sein Leben fürchten. Hier sind historische Begebenheiten, die gut recherchiert sind, mit erdachtem Inhalt gut vereint. Den Hauptanteil macht Aliz‘ Geschichte aus mit ihrem Ziehsohn Moritz. Aber auch die Postschiene, der Fettmilchaufstand und die Erbstreitigkeiten um Moritz sind interessante Themen. Die Geschichte ist spannend, gerade durch die unterschiedlichen Handlungsstränge, und packt einen sofort. Die Orte kann man wunderbar verinnerlichen, und die Figuren sind detailreich und lebendig beschrieben. Aliz hat arg zu kämpfen und sich gegen die Machenschaften zur Wehr zu setzen. Der Roman ist rundum gelungen und lässt sich gut lesen.

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  • Die Postmeisterin

    Die Postmeisterin
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    29. September 2016 um 18:01

    Die junge Adlige Aliz ist Kammerfrau bei der Herzogin Jakobe von Jülich. Als sie den Mord an der Herzogin zufällig beobachtet, wird ihr gleich klar, dass sie fliehen muss. Sie nimmt den illegitimen Sohn ihrer Herrin mit nach Wöllenstein, ein Dorf in der Nähe von Mainz, und kümmert sich um ihn, als sei es ihr eigenes Kind. Fünfzehn Jahre später ist sie verwitwet und hat in Wöllenstein den Gasthof „Zur grünen Laterne“. . Das Geld reicht aber nicht, um sie und die drei Kinder zu ernähren und so hat Aliz eine illegale Poststrecke aufgebaut, denn das kaiserliche Monopol hat die Familie Taxis. Aliz darf sich also keinesfalls erwischen lassen. Aber nicht nur aus dieser Richtung droht Gefahr, sondern auch von Sybille, einer Schwägerin von Jakobe, die Moritz zurückhaben will und dafür auch über Leichen gehen würde. Diese Geschichte ist wundervoll geschrieben. Ich fühlte mich in eine vergangene Zeit versetzt, da alles so gut und bildlich beschrieben ist. Auch die Personen und ihre Lebensweise sind sehr gut und authentisch dargestellt. Aliz ist ein mutige Frau, die für die ihren kämpft. Symon war mir am Anfang ziemlich suspekt, doch sein wahres Ich zeigt er erst mit der Zeit. Auch Moritz ist mutig, manchmal zu sehr. Der jüdische Junge Rafael bietet eine besondere Überraschung. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe anderer Charaktere, die ebenfalls gut gezeichnet sind. Wir lernen die Geschichte unterschiedlichen Perspektiven kennen. So nach und nach ergibt sich dann aus mehreren Handlungssträngen ein Gesamtbild. Über das Monopol der Postbeförderung habe ich früher schon einiges erfahren und dieses Wissen wurde durch den Roman noch einmal vertieft. Ein sehr schöner historischer Roman , der spannend ist und mir gut gefallen hat.

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  • Rezension zu "Die Postmeisterin" von Helga Glaesener

    Die Postmeisterin
    dorli

    dorli

    28. September 2016 um 13:16

    Wöllstein, 1612. Um sich und ihre drei Kinder zu versorgen, betreibt die Witwe Aliz Granius neben ihrem Wirtshaus einen illegalen Postdienst – ein äußerst riskantes Geschäft, denn sie ist damit der mächtigen Familie Taxis, die vom Kaiser das Alleinrecht zur Postbeförderung übertragen bekommen hat, ein Dorn im Auge und gerät unversehens ins Visier des Kölner Postmeisters Johann von Coesfeld…Zudem droht aus einer anderen Richtung Gefahr. Aliz war bis 1597 Kammerfrau der Herzogin Jakobe von Jülich. Als diese ermordet wurde, ist Aliz geflohen, hat Moritz, den illegitimen Sohn ihrer Herrin, mitgenommen und gibt ihn seither als ihren eigenen Sohn aus. Als möglicher Erbe des Herzogtums Jülich wird Moritz von Jakobes Schwägerin Sibylle von Jülich und deren Adjutanten Marschall Schenckern gejagt…Und auch der plötzlich auftauchende, sehr mysteriös wirkende Symon von Anderrath macht Aliz mit seinem undurchsichtigen Vorhaben schwer zu schaffen…Helga Glaesener wartet in „Die Postmeisterin“ mit einer gut ausbalancierten Mischung aus Historie, Abenteuer, Humor und Romantik auf. Gleich mehrere historische Ereignisse aus dem 17. Jahrhundert hat die Autorin mit einer lebhaften fiktiven Handlung zu einer fesselnden Geschichte verwoben. Neben den spannenden Begebenheiten rund um das lukrative Geschäft mit der Postbeförderung spielen sowohl der Jülich-Klevische Erbfolgestreit inklusive der hinterhältigen Machenschaften der Sibylle von Jülich als auch der von dem Lebkuchenbäcker Vinzenz Fettmilch angeführte sogenannte Fettmilch-Aufstand von 1614 in Frankfurt eine große Rolle. Die Akteure werden von Helga Glaesener facettenreich beschrieben. Fiktive und historische Figuren werden einleuchtend miteinander kombiniert, das Zusammenspiel aller funktioniert reibungslos. Aliz und ihre Erlebnisse stehen im Mittelpunkt dieser Geschichte, aber auch ihr Sohn Moritz nimmt einen großen Part der Handlung ein. Beide haben viele Hindernisse zu überwinden, haben mit boshaften Intrigen zukämpfen und sind hinterhältigen Anschlägen auf Leib und Leben ausgesetzt.Besonders begeistert haben mich zwei Nebenfiguren. Da ist zum einen Rafael, ein jüdischer Junge, der sich mit Moritz anfreundet und ihn tatkräftig unterstützt. Und zum anderen der Mohr Aleeke, bester Freund und guter Gefährte von Symon von Anderrath. Rafael und Aleeke sind beide pfiffig und bringen mit einigen humorvollen Einlagen eine Menge Schwung in die Handlung.„Die Postmeisterin“ hat mir sehr gut gefallen. Ein spannender Roman, der für kurzweilige Lesestunden sorgt. Es hat mir großen Spaß gemacht, Aliz durch diese für sie aufregende und gefährliche Zeit zu begleiten.

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  • Leserunde zu "Die Postmeisterin" von Helga Glaesener

    Die Postmeisterin
    Glaesener

    Glaesener

    Liebe Lovelybooks-Freunde und -Freundinnen, ich lade euch zum gemeinsamen Schmökern ein. Mit Aliz trefft ihr eine Frau, die ihre Kinder mit einer illegalen Poststrecke durchbringt - was vortrefflich läuft, denn sie ist eine liebenswürdige und geschickte Schwindlerin. Aber dann wird sie in die Intrigen einer alten Fürstin und Mörderin verwickelt. Denn um einen ihrer Söhne gibt es ein düsteres Geheimnis. 

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    dorli

    dorli

    28. September 2016 um 13:10
  • Die Postmeisterin; Helga Glaesner

    Die Postmeisterin
    Xoryvia

    Xoryvia

    19. September 2016 um 14:03

    In 'Die Postmeisterin' geht es um Aliz, eine Mutter von drei Kindern, die sich Ihren Lebensunterhalt mit dem Betreiben einer Herberge verdient. Da dies aber schlichtweg nicht ausreicht beschließt sie, eine illegale Poststrecke aufzuziehen, mit der Sie sich ein bisschen was dazuverdienen kann.  Dass das nicht einfach ist merkt man direkt, nicht nur, dass die Poststrecken damals streng kontrolliert wurden, auch Aliz' Vergangenheit macht es ihr nicht leicht, ein normales Leben zu führen. Ihre Vergangenheit holt sie mit großen Schritten ein und Aliz muss sich nicht nur einmal für Ihre Kinder einsetzen und sie beschützen. Ein absolut packendes Buch, das durch die lebendige und spannende Schreibweise einfach nur Spaß macht zu lesen. Man merkt, wie viel Arbeit in solch einem Buch steckt, vor allem wenn es mit Wahren Begebenheiten und einer fiktiven Geschichte verknüpft wird. Für mich eine absolute Leseempfehlung für alle, die gerne in die Vergangenheit abtauchen und sich mitreißen lassen. Die Charaktere sind für mich sehr authentisch, in jede der Personen konnte ich mich reinversetzen und den Gedankengängen folgen. Gerade der Schreibstil hat mich gefesselt und macht Lust auf mehr von Helga Glaesner.

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  • Spannende vergangene Zeit

    Die Postmeisterin
    buchfeemelanie

    buchfeemelanie

    15. September 2016 um 18:03

    Das Cover finde ich sehr ansprechend, und das Buch ist gut verarbeitet.Es ging auch schon gleich mitten im Geschehen und sehr spannend los. Ich konnte dem Inhalt gut folgen, einzig am Anfang hatte ich kurz leichte Schwierigkeiten, die Personen zu unterscheiden bzw. zuzuordnen.Die Charaktere finde ich gut gestaltet. Aliz ist mir mit ihrem Mut und der Herzlichkeit gleich ans Herz gewachsen. Wie das Leben in der damaligen Bäckerszunft war haben wir durch Moritz erfahren. Die Atmosphäre der vergangenen Tage wurde gut dargestellt, insbesondere die Andeutungen von Folter haben mir eine leichte Gänsehaut verpasst. Gerade aber das mit der Poststrecke fand ich sehr spannend, ist es doch etwas. worüber ich mir noch nie Gedanken gemacht habe.Nett fand ich die Ansicht von Frankfurt, eine Karte von den Städten wäre noch eine super Ergänzung gewesen.Gerade das Ende hat mir sehr gut gefallen.Fazit: Absolute Empfehlung

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  • Aliz und die Schatten der Vergangenheit

    Die Postmeisterin
    ejtnaj

    ejtnaj

    15. September 2016 um 16:06

    Aliz betreibt im ländlichen Wöllstein eine Herberge.Da sie eine dunkle Vergangenheit hat versucht ihre Schwägerin mehr als nur einen Stein zwischen die Beine zu werfen nach dem Tod ihres Mannes.Um sich und die Kinder über Wasser zu halten hat sie eine illegale Poststrecke auf die Beine gestellt die auch sehr gut genutzt wird.Inzwischen hat aber die Familie von Taxis das Monopol zur Postbeförderung erhalten und so wird hier nun sehr genau geschaut was so alles im Verborgenen läuft.Aber nicht nur hier droht ihr Ärger, nein auch ihr Sohn ist in Gefahr. Denn er könnte der mögliche Erbe eines Herzogtums sein und es sieht ganz so aus, dass er zum Spielball derer wird die ein Auge auf dieses Erbe geworfen haben.Ich weiß ehrlich nicht das wievielte Buch dies für mich persönlich von der Autorin Helga Glaesener ist das ich gelesen habe. Am stärksten ist mir der Roman der in Quedlinburg spielt in Erinnerung geblieben.Als ich von diesem Buch hier den Klappentext gelesen habe, war ich von Anfang an ganz begeistert und wollte mit dem Lesen beginnen.Ich bin recht gut ins Buch reingekommen und hatte dann doch ganz kurz Probleme allem zu folgen da es einige Erzählstränge gab die ich den richtigen Personen zuordnen musste. Als ich dies dann getan hatte bin ich recht zügig vorangekommen.Die Poststrecke ist zwar ein Thema, aber es geht doch mehr um die Geschichte von Aliz und ihren Kindern die nicht unbedingt leicht zu verstehen und nachzuvollziehen ist.Manches Mal hatte ich fast das Gefühl, es würde zwei Handlungsstränge geben die sich dann in Richtung Ende des Buchs zusammengefügt habe.Die Handlungsorte fand ich alle sehr gut beschreiben und auch wenn sich seit damals viel verändert hat, den Römer in Frankfurt hatte ich sofort vor Augen und auch den Rest konnte ich mir sehr gut vorstellen.Ich persönlich fand alle Figuren mit viel Liebe zum Detail beschrieben und man konnte sich alle vor dem inneren Auge entstehen lassen.Anni hatte ich recht schnell in mein Leserherz geschlossen und auch Moritz hat dort einen Platz gefunden.Alles in allem hat mir der Roman sehr gut gefallen und deshalb vergebe ich auch die volle Punktzahl.

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  • Das umkämpfte Postmonopol

    Die Postmeisterin
    Maddinliest

    Maddinliest

    12. September 2016 um 14:31

    Ein spannender und fesselnder Roman um das Schicksal einer Familie im 17. Jahrhundert. Durch Zufall beobachtet die Kammerzofe Aliz den Mord an ihrer Herzogin Jakobe. Geistesgegenwärtig ergreift sie mit dem Sohn der Herzogin die Flucht. 15 Jahre später unterhält sie in Wöllstein den Gasthof "Zur grünen Laterne" zusammen mit ihren mittlerweile drei Kindern. Das erwirtschaftete Geld reicht gerade um die Familie am Leben zu erhalten. Aliz hat daher eine Poststrecke aufgebaut, um sich so nebenbei noch etwas hinzuverdienen zu können. Der Kaiser besitzt allerdings das Postmonopol und ist ständig auf der Suche nach den geheimen Postwegen, um diese zu zerstören und die Urheber hart zu bestrafen. Es entwickelt sich ein spannender Kampf um das Postnetz und den damit verbundenen Schicksalen in dieser schweren Zeit... Helga Glaesener ist es mit ihrer bildreichen und lebendigen Sprache gelungen mich schnell in die damalige Zeit zu versetzen. Das Leben und die Atmosphäre des 17. Jahrhunderts werden sehr gut beschrieben und wirken dabei hervorragend recherchiert. Die Spannung wird mit dem Schicksal der Familie um Aliz aufgebaut und über das gesamte Buch aufrechtgehalten. Die Hintergründe werden erst nach und nach offengelegt, so dass dem Leser immer wieder Gelegenheit gegeben wird eigene Überlegungen anzustellen. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven und in mehreren Handlungssträngen beschrieben, die sich aber immer wieder kreuzen. Helga Glaesener erreicht damit ein hohes Tempo und Spannung. Insgesamt hat mir "Die Postmeisterin" sehr gut gefallen und die Geschichte könnte durchaus weitererzählt werden, so dass ich mir Hoffnung auf eine Fortsetzung mache. Liebhabern historischer Bücher möchte ich "Die Postmeisterin" gerne ans Herz legen, und bewerte den Roman mit guten 4 von 5 Sternen!!!  

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  • Die Postmeisterin

    Die Postmeisterin
    flieder

    flieder

    10. September 2016 um 21:05

    Als die Herzogin Jakobe 1597 in Düsseldorf ermordet wird kann die Kammerzofe Aliz nur mit Mühe mit dem kleinen Moritz, der Sohn Jakobe´s , in die eisige Winternacht  fliehen. 15 Jahre später, Aliz`s Mann ist mittlerweile verstorben, betreibt sie  in Wöllstein die Schenke Zur grünen Laterne, zum Leben reicht das für sie und ihre 3 Kinder aber nicht. Sie gründet verbotenerweise eine eigene Poststrecke und lässt somit das kaiserliche Monopol außer acht. Das dies nicht ganz ungefährlich ist bekommt die Familie mehr als einmal zu spüren. Doch Gefahr kommt auch von einer ganz anderen Seite, Sybille, die Schwägerin von Jakobe , ist ihnen ganz dicht auf der Spur und selbst vor Gewalt schreckt sie nicht zurück. Sie will um jeden Preis Moritz zurück . Aliz muss um ihr Leben und das ihrer Kinder fürchten.Mit Die Postmeisterin ist Helga Glaesener ein sehr spannender Roman gelungen, der auch durch historische Fakten, die sich gut in das Geschehen einfügen, punktet. Der flüssige Schreibstil ist  angenehm zu lesen und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Man lebt und fühlt mit den Protagonisten  und ihr Arbeitsalltag ist sehr gut beschrieben. Besonders schön fand ich die Ansicht des alten Frankfurt die sich auf der Innenseite des Covers befindet. Ein tolles Buch für jeden Historienfan, hier kann ich guten Gewissens eine Empfehlung aussprechen und vergebe gerne 5 Sterne 

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  • Die Postmeisterin

    Die Postmeisterin
    Mattder

    Mattder

    09. September 2016 um 21:26

    Habe das buch hier gewonnen,danke dafür. War mein erster historischer Roman den ich gelesen habe. War sehr gut geschrieben gut zu lesen. Die gesichte es geht um ein frau aliz und ihre söhne mortiz und tide sie erkeben veile abentur, haus vrennt ab sie unterhalten eine postschrecke die geheim ist und werden ein gesprett ind den kerker können sich aber befreien. Man die person gut bach sprüer und sich gut in die geschichte einfühlen; aber leste es selbst.

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  • Challenge Historische Romane 2016

    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2016 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar. Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher. Zeitspanne: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden. Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! KATEGORIEN Historische Auswanderer-Romane: Auf vielfachen Wunsch wurden Siedler-Romane gewünscht. Ich habe den Begriff "Historische Auswanderer Romane" gefunden. Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.  Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. 1. und 2. Weltkrieg: Romane, die sich im Umfeld der beiden Weltkriege bewegen. Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskriege. 10 Bücher aus diesen Kategorien müssen gelesen werden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen regen Austausch! Teilnehmerliste: Gesamt: anne_lay   20/20anushka    20/20 ban-aislingeach    8/20 Bellis-Perennis  90/20 Buchraettin    20/20ChattysBuecherblog  22/20Curin    2/20 DieBerta       0/20 engineerwife    27/20Filzblume   16/20 Finesty22   0/20 Floh      41/20 Fornika  21/20Ginevra    20/20 histeriker   21/20Insider2199  6/20 JuliB      7/20 Kirschbluetensommer    20/20 LadySamira091062      1/20Lese_gerne  15/20 leseratteneu    0/20 LibriHolly     5/20mabuerle   42/20 PMelittaM    20/20 Pucki60      15/20 Rissa    2/20 robberta        3/20 specialang   3/20 sursulapitschi     20/20Sternenstaubfee   36/20Svanvithe    0/20 tiggger  2/20Traubenbaer 4/20 werderaner  14/20 Historische Auswanderer-Romane: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  1/2 Ginevra  0/2 histeriker    0/2 Insider2199 2/2 JuliB       2/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne  2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM   1/2 Pucki60    2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi     2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2Kaiserreiche / Königreiche: anne_lay 1/2anushka    2/2 ban-aislingeach   2/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199   0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      1/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle  2/2 PMelittaM  2/2 Pucki60     1 /2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee    0/2Svanvithe    0/2tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  2/2 Mittelalter: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2Insider2199 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly    1/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60     1/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  2/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Historische Personen: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife   2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM   2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe     0/2 tiggger  4/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2 Historische Krimis: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 0/2 JuliB      2/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2tiggger  0/2Trauenbenbaer 0/2 werderaner  2/2 1. und 2. 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    • 779
  • Spannender historischer Roman mit interessantem historischen Hintergrund

    Die Postmeisterin
    PMelittaM

    PMelittaM

    09. September 2016 um 17:01

    1612: Aliz führt nach dem Tod Ihres Mannes alleine das Gasthaus „Grüne Laterne“, kommt aber mit ihren drei Kindern, dem Knecht und den Mägden mehr schlecht als recht über die Runden. Sie hat daher zusätzlich einen Postdienst aufgebaut – da aber das kaiserliche Monopol der Postbeförderung bei der Familie Taxis liegt, ist das Ganze illegal und sehr gefährlich. Eines Tages holt sie auch noch ihre Vergangenheit ein, denn 15 Jahre zuvor wurde sie ungewollt in einen Erbfolgestreit hineingezogen. Moritz, Aliz älterer Sohn, der in Frankfurt bei Meister Fettmilch das Handwerk des Lebkuchenbäckers lernt, gerät mitten hinein in einen Zwist der Handwerker mit dem Rat der Stadt, hat aber auch private Probleme, denn er liebt Fettmilchs Tochter, rechnet sich aber keine Chancen aus, so lange er nicht wohlhabend ist. Mich hat der Titel des Romans direkt angesprochen, denn ein historischer Roman über eine Postmeisterin schien mir neu und interessant, zumal mir auch bekannt war, dass es in diesem Bereich ein Monopol gab und die privilegierte Familie sicher nicht begeistert über Konkurrenz war. Ich empfehle, den Klappentext nicht zu lesen, er verrät zu viel und wirkte auf mich persönlich nicht sehr anziehend. Angezogen hat mich aber der Name der Autorin, denn mein bisher einziger Roman von ihr, hat mir sehr gut gefallen und ich wollte unbedingt mehr von ihr lesen. Helga Glaesener hat in meinen Augen ein großes Erzähltalent, sie erzählt sehr lebendig, beschreibt authentische Charaktere, setzt interessante Protagonisten ein und weiß Spannung richtig zu setzen. Der historische Hintergrund, der auf drei tatsächlichen Gegebenheiten aufbaut, neben dem Postmonopol gab es auch den Erbfolgestreit und die Problematik zwischen Zünften und Rat in Frankfurt, ist gut recherchiert und lädt dazu ein, sich noch ein bisschen mehr mit den Themen auseinandersetzen. Im Epilog geht die Autorin selbst auf Fakten und Fiktion ein. Gut gefallen hat mir der Druck des alten Frankfurt im Inneren des Romans, ebenso die schön gestalteten Kapitelinitialen. Die Charaktere sind, wie schon erwähnt, interessant, mir gefällt, dass sie zum größten Teil vielschichtig gestaltet sind und die Protagonisten sich als Identifikationsfiguren eignen. Ich weiß gar nicht, wer mir lieber ist, Aliz, sehr patent und mutig, die alles für ihre Kinder tun würde, Symon, zwielichtig aber nicht unsympathisch, den man erst im Laufe des Romans richtig einordnen kann, Moritz, ebenso mutig wie seine Mutter, aber manchmal auch zu wagemutig oder Rafael, ein jüdischer Junge mit einem Geheimnis. Sehr gut gelungen sind auch ein paar Nebenfiguren, wie Marthe, die ehemalige Amme, die nun an Demenz leidet, der Autorin gelingt es, dies sehr eindrücklich zu schildern, indem sie aus der Perspektive Marthes erzählt oder Aleeke, dunkelhäutig und exotisch, der sich fragen lassen muss, ob er ein Mensch sei. Die Geschichte selbst ist sehr spannend und entwickelt sich schnell zum Pageturner, und hin und wieder schimmert ein bisschen Humor durch. Die Schicksale der Charaktere sind gut in das historische Geschehen verwoben, nichts wirkt aufgesetzt. Am Ende habe ich den Roman zufrieden zugeklappt, auch, weil kein nicht alles wunderbar ausgeht. Der Roman hat mich sehr gut gefallen, mich Neues gelehrt und mich gut unterhalten. Ich vergebe gerne volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für alle, die historische Romane mit gut recherchiertem geschichtlichem Hintergrund mögen. Ich freue mich auf weitere Romane der Autorin.

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    • 6
  • Die Postmeisterin

    Die Postmeisterin
    malo2105

    malo2105

    09. September 2016 um 07:59

    Aliz arbeitet als Kammerzofe bei Herzogin Jakobe und kümmert sich um deren Sohn. Als die Herzogin ermordet wird, flieht Aliz zusammen mit dem Kind.Die eigentliche Handlung setzt 15 Jahre später ein. Aliz leitet mittlerweile eine Herberge und um sich und die drei Kinder nach den Tod ihres Mannes durchzubringen, betreibt sie nebenher eine illegale Poststrecke. Da die Familie Taxi im Jahre 1597 das Monopol für die Briefbeförderung innehatte, ist dies nicht ungefährlich und so gerät Aliz in den Blick derer von Taxi und auch Verwandten des verschwunden Kindes sind auf der Suche nach diesen.Das Buch ist leicht und flüssig zu lesen, auch wenn für mich manche Handlungsstränge ein wenig zu konstruiert und unrealistisch wirkten.Aliz ist für ihre Zeit eine ziemlich taffe Frau, die sich nicht unterkriegen lässt, aber manchmal auch einfach nur viel Glück hat. Der historische Hintergrund scheint gut recherchiert, auch wenn er mir für einen historischen Roman zu wenig Raum einnimmt. Leider finde ich das Cover nicht so glücklich gewählt, auch wenn es zum Inhalt des Buches passt. Meiner Meinung nach gibt es mittlerweile zu viele Bücher mit ähnlichen Covern, so dass „Die Postmeisterin“ nicht unbedingt heraus sticht. Die einzelnen Kapitel beginnen mit einen Initial und stimmen den Leser somit in die damalige Zeit ein. In einen kurzen Nachwort erklärt die Autorin, was Wahrheit und was Fiktion ist.

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  • Eine leidenschaftliche Postmeisterin, die gar keine ist

    Die Postmeisterin
    DonnaVivi

    DonnaVivi

    07. September 2016 um 15:30

    Der historische Roman um die Wöllsteiner Gastwirtin, die man nur unter Lebensgefahr Postmeisterin nennen kann, ist eine abenteuerliche historische Geschichte, die man kaum aus der Hand legen kann. Warum die Lebensgefahr? Weil die genannte Tätigkeit im Postgeschäft der Wöllsteiner Witwe, Aliz, unter der größten Geheimhaltung illegal betrieben wird. Zu Konflikten kommt es im Laufe der Ereignisse dennoch nicht nur aus diesem Grund. Ein großes Durcheinander muss geklärt werden. Geheimnisse um verschleierte Familienverhältnisse müssen bewahrt werden, Intrigen um Macht müssen abgewehrt, persönlich erlittene Schicksalsschläge verkraftet werden – das alles unter bescheidenen Verhältnissen in Deutschland im 17. Jahrhundert. Gut recherchierte historische Hintergründe, eine bildhafte Beschreibung des Alltagslebens in der Stadt, auf dem Land und in der freien Natur machen die einzelnen Szenen anschaulich. Die verschiedenen Charaktere handeln authentisch – man kann alles genau nachempfinden: Freude, Erfolg, Glück oder eben Verzweiflung, Sorgen und Grausamkeit. Die Sprache ist klar, stilistisch passend und die Formulierungen sind oft witzig. Schlagfertige Sprüche lockern die teils düsteren Abschnitte auf und leiten hoffnungsvoll in die nachfolgenden Kapitel weiter. Es fehlt nicht an einfallsreichen Überraschungen, dramatischen Wendungen und an waghalsiger Heldenhaftigkeit – zuletzt bleibt noch Spielraum für eine Prise Romantik. Mit Aliz, der Postmeisterin, die in Wirklichkeit gar keine ist, schuf Helga Glaesener eine weitere starke Frauenpersönlichkeit, die sich in fesselnden Abenteuern ins Herz der Leser kämpft. Ein sehr bewegendes, ausdrucksvolles Buch.

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  • Fesselnder historischer Roman

    Die Postmeisterin
    mabuerele

    mabuerele

    06. September 2016 um 21:07

    „...Es geht gar nicht um Christ oder Jude, dachte er. Es geht um die Macht. Die Verführung der Macht ist es, die die Menschen auf des Teufels Seite zieht...“ Wir schreiben das Jahr 1597. Aliz d`Antigny arbeitet als Kammerfrau bei Herzogin Jakobe. Nachdem der wütende Herzog, der an Wahnvorstellungen leidet, beruht und zu Bett gebracht wurde, soll Aliz mit dem dreijährigen Knaben zur Herzogin kommen. Sie trifft auf den toten Kammerdiener und hört zwei Personen im Raume der Herzogin davon sprechen, das das Werk vollbracht ist. Mittlerweile sind 15 Jahre vergangen. In Wöllstein betreibt Aliz eine Herberge. Ihr Mann ist tot. Nun hat sie die alleinige Verantwortung für ihre drei Kinder. Moritz, der Älteste, unterstützt sie bei ihren Nebenverdienst. Sie hat eine illegale Poststrecke organisiert. Die Autorin hat einen spannenden und abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Das Buch lässt sich flott lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Im Mittelpunkt steht Aliz. Sie hat sich ein neues Leben aufgebaut und muss sich nur mit ihrer missgünstigen Schwägerin Josefa auseinandersetzen. Dann aber kommen die Schatten der Vergangenheit zurück. Nach dem Tode des Herzogs von Jülich gibt es Streit um das Erbe. Plötzlich interessieren sich mehrere Personen für die Kinder von Aliz. Zwar gibt es nur eine einzige Person, die weiß, wo Aliz lebt, aber das ist eben eine zu viel. Daneben erfahre ich im Roman einiges über das Postmonopol der damaligen Zeit. Das besaßen die Fürsten von Thurn und Taxis. Doch der Transport von Briefen war lukrativ. Das nutzten geheime Postreiter. Einer von ihnen war Moritz, Aliz` ältester Sohn. Hinzu kam, dass diese Art des Posttransport auch zum Versenden von Nachrichten genutzt wurde. Den finsteren Part im Buch hat Sybille, die Schwägerin der Herzogin Jakobe. Sie geht im wörtlichen Sinn über Leichen, um ihr Ziele zu erreichen. Sie kennt weder Skrupel, noch Menschlichkeit. Der Schriftstil des Buches ist angenehm lesbar. Spannende Szenen wechseln mit ruhigen Episoden. Nach und nach werden unterschiedliche Geschehnisse der Vergangenheit aufgedeckt. Gut herausgearbeitete Dialoge bringen nicht nur die Handlung voran, sondern geben auch Einblicke in die Gedankenwelt der Protagonisten. Interessant fand ich dabei die für mich als Leser zu beobachtende Veränderung im Verhalten zwischen Aliz und von Anderrath. Die wurden nämlich zuerst in den Gesprächen der beiden deutlich. Sehr fesselnd sind die Szenen, wo Aliz wie eine Löwin um ihre Kinder kämpft. Dort zeigt sich ihre schnelle Auffassungsgabe, ihre schauspielerischen Fähigkeiten, ihre Anpassungsfähigkeit und ihr Mut, ungewöhnliche Wege zu gehen. Die persönlichen Lebensgeschichten werden geschickt eingebunden in die historischen Gegebenheiten. So arbeitet Moritz als Geselle eines Lebkuchenbäckers in Frankfurt. Der aber ist mit den politischen Verhältnissen nicht zufrieden. Er ist der Führer der Zunftmeister, die mehr Rechte für die Handwerker fordern. Moritz muss sich entscheiden, auf welcher Seite er steht, zumal er in die Tochter seines Meisters verliebt ist. Die Unzufriedenheit der Zünfte geht einher mit zunehmenden Judenhass. Obiges Zitat stammt von Moritz. Für sein Alter hat er damit schon viel begriffen. Dazu tragen auch die Gespräche mit dem jüdischen Jungen Rafael bei, der auf der Straß lebt und interessiert daran ist, als Postreiter eingestellt zu werden. Die Handlungsorte werden ausführlich und mit passenden Metaphern beschrieben. Im Epilog trennt die Autorin Fakten und Fiktion. Schön finde ich den Blick auf Frankfurt auf den beiden Innenseiten. Das Cover mit der Stadtansicht und der jungen Frau vor der Herberge passt sehr gut zum Thema. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern mir einen interessanten Einblick in eine historische Epoche gegeben.

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