Helga Glaesener Die Vergolderin

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Inhaltsangabe zu „Die Vergolderin“ von Helga Glaesener

Braunschweig, 1604: Auf der Flucht vor Plünderern wird Elisabeth von einem geheimnisvollen Blinden gerettet. Er weckt tiefe Gefühle in ihr, obwohl sie einem anderen versprochen ist. In Braunschweig arbeitet sie heimlich als Vergolderin. Ihr Geschick bringt ihr viele Aufträge, aber auch den Zorn der Zunft ein, denn Frauen ist das Handwerk untersagt. Als der Gildemeister davon erfährt, droht Elisabeth die Hinrichtung. Da begegnet sie ihrem Retter wieder. Kann er ihr erneut helfen?

sehr spannend geschrieben, hat mir sehr gut gefallen

— AnnMey

Würde ich auch ein zweites Mal lesen ;)

— Mani13

Die fesselnde Handlung und der erwähnenswert flüssige & leicht zu lesende Schreibstil haben das Buch zu einem schönen Leseerlebnis gemacht!

— Janine2610

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  • Eine schöne Geschichte für Zwischendurch

    Die Vergolderin

    Mani13

    20. November 2015 um 11:47

    Das Buch hat mir gut gefallen. An mancher Stelle hätte es zwar ruhig etwas spannender und brutaler sein dürfen, aber die eigene Phantasie reicht auch aus. ;) Ich empfehle es gern weiter. 

  • Unterhaltung auf ganzer Linie. - Ich bin begeistert!

    Die Vergolderin

    Janine2610

    23. September 2015 um 17:51

    Worum geht's? Anfang des 17. Jahrhunderts in Braunschweig. Die Geschwister Elisabeth, Marga und Christian müssen nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem griesgrämigen Großvater leben. Elisabeth hilft dem alten Mann in seiner Tätigkeit als Goldschmied und hat bei ihm auch die Mittel, um selbst von Zeit zu Zeit etwas zu eigenes zu vergolden. Ihre Resultate verkauft sie über Berthold, ihrem Geliebten aus Osnabrück, mit dem sie sich immer wieder heimlich trifft. Auf dem Rückweg von einem dieser Treffen muss sich Elisabeth vor Plünderern verstecken - genauso wie Martin Clavius, ein Blinder, der ihr seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht. Als Frau hat es Elisabeth in dieser Zeit sowieso schon nicht leicht - und dann zieht sie auch noch wegen ihren selbst vergoldeten Arbeiten den Unmut eines mächtigen Gildemanns auf sich, der keine Skrupel kennt und auch vor Mord nicht zurückschreckt. Und ausgerechnet dieses Ungeheuer von einem Mann ist der Bruder von dem Blinden, der Elisabeth damals vor den Plünderern gerettet hat ... Meine Meinung: Mir ist es so leicht gefallen, von Anfang an in die Geschichte einzutauchen, da ich vor ein paar Jahren bereits die Leseprobe via vorablesen dazu gelesen habe und mich von damals noch gut erinnern konnte, was zu Beginn geschehen ist. Schon der Einstieg fesselt enorm, da es mit Elisabeths Flucht und dem Verstecken vor den Plünderern losgeht. Und genau genommen geht es auch genauso spannend weiter, denn in Elisabeths Leben gibt es sowieso kaum Ruhe, geschweige denn Langeweile. Aufregung, Hass und Wut, unter anderem bedingt durch ihre Schwester, dem Großvater und den teilweise brutalen Gildemännern, die es auf sie abgesehen haben, dominieren Elisabeths Alltag. Lediglich ihr Bruder Christian und der eine oder andere 'nette' Mann erhellen ihr Leben ein wenig. Tatsächlich kann ich sagen, dass es hier keinen einzigen Lesemoment gab, der langweilig oder gar zum Abschweifen gewesen wäre, nein. Die fesselnde Handlung zieht sich wirklich durch das gesamte Buch - bis zum Schluss! Wer (sehr) zart besaitet ist, ist mit den paar blutigen und gewaltvoll grausigen Szenen im Buch vielleicht nicht ganz so gut bedient. Mich persönlich hat das aber weniger gestört, damit bin ich zurecht gekommen, nicht zuletzt, weil ich auch stark annehme, und das konnte man aus dem Text so auch herauslesen, dass zur damaligen Zeit Folter, Gewalt und schneller Mord gang und gäbe bzw. nichts allzu Außergewöhnliches war ... Obwohl das Lesen meines letzten historischen Romans schon ein Weilchen her ist, fand ich, dass hier alles sehr authentisch beschrieben und dargestellt wurde. Auch das Denken und Handeln der Protagonisten war teilweise sehr altertümlich und für mich somit absolut glaubwürdig. Die Hauptprotagonistin Elisabeth ist eine mutige, junge Frau, die für ihre Freiheit, ihr Glück und ein unbeschwertes Leben kämpft. Genau diese Merkmale fand ich an ihr besonders bewundernswert, da zur damaligen Zeit ja ausschließlich Männer das Sagen hatten und Frauen wirklich Schwierigkeiten bekommen konnten, wenn sie es gewagt haben, ihren Mund aufzumachen, oder gar zu widersprechen ... Elisabeth ist eben eine völlig ungewöhnliche Frau - und daher rühren auch die Schwierigkeiten mit ihrer Schwester Marga, dem Großvater und den mächtigen Männern in der Stadt. Durch Elisabeths Wesen findet man hier also wahrlich eine Menge fesselnden Lesestoff! Ich bin äußerst angenehm von diesem historischen Roman überrascht. Ich hätte anfangs nicht erwartet, dass ich mich so sehr in diese Geschichte fallen lassen könnte. - Aber ja, genau das ist geschehen. Durch die rasante Handlung war ich eigentlich dauergefesselt, wenn man das so ausdrücken kann. Dieses Buch schafft es einfach auf ganzer Linie zu unterhalten. - Ein klarer 5-Sterne-Fall!

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  • Goldschmiedekunst in Braunschweig

    Die Vergolderin

    Sabine17

    03. March 2014 um 20:16

    Anfang des 17. Jahrhunderts müssen Elisabeth und ihre Familie Osnabrück verlassen, weil ihr Vater, ein Goldschmied, bei seiner Arbeit betrogen hat. Der Vater erhängt sich und die Mutter überlebt Hunger und Kälte auf der Flucht nicht. Bevor sie stirbt, nimmt sie Elisabeth das Versprechen ab, sich um Schwester und Bruder zu kümmern. Die drei Waisen schlagen sich zum Großvater nach Braunschweig durch. Der Großvater ist ebenfalls Goldschmied und Mitglied der Gilde. Da er mit zunehmendem Alter Probleme mit den Händen bekommen hat, erledigt Elisabeth heimlich viele seiner Arbeiten. Da es Frauen in damaliger Zeit verboten war ein Handwerk auszuüben, muss sie sehr vorsichtig sein, um nicht erwischt zu werden. Auf der Flucht vor Plünderern wird sie von dem blinden Kaufmann Martin Clavius gerettet. Vor 18 Jahren ist er als Junge nach einem Feuer in seinem Elternhaus aus Braunschweig geflohen, kann sich aber nicht mehr erinnern, was in der Nacht genau passiert ist. Dies möchte er nun herausfinden. Sein Stiefvater und sein Stiefbruder, ein einflussreicher Gildemeister, haben etwas zu verbergen und machen ihm das Leben schwer. Elisabeth gerät zwischen die Fronten, als der Stiefbruder sie benutzen möchte, um Martin Clavius zu schaden. Die Lage spitzt sich zu und sowohl Elisabeth und ihre Geschwister als auch Martin Clavius und seine Freunde geraten in große Gefahr. Ich habe schon viele Bücher von Helga Glaesener gelesen und auch dieses hat mich nicht enttäuscht. Bei ihr steht immer eine Frau mit einer starken Persönlichkeit im Mittelpunkt der Geschichte. Ihre Hauptcharaktere sind jedoch nicht perfekt und werden durchaus von Selbstzweifeln geplagt. Ein besonderer Reiz war, dass die Geschichte in Braunschweig und Osnabrück spielt und damit bei mir um die Ecke. Interessant fand ich zudem die Beschreibung der Machenschaften in der Goldschmiedegilde und wie mit Lehrlingen damals umgegangen wurde. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, bin ich mal wieder froh, nicht als Frau in dieser Zeit gelebt zu haben. Zudem sind die geschilderten Bestrafungsmethoden für zivilisierte Menschen ebenfalls sehr abschreckend. Das Buch hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich es - nachdem ich es nachmittags begonnen hatte - erst nachts um halb eins durchgelesen aus der Hand legen konnte.

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  • Leserunde zu "Die Hexe und der Leichendieb" von Helga Glaesener

    Die Hexe und der Leichendieb

    Sternenstaubfee

    Wer hat Lust, einen spannenden historischen Roman zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges zu lesen? Heute startet unsere Leserunde zum neuen Buch von Helga Glaesener: "Die Hexe und der Leichendieb". Der Ullstein Verlag stellt uns 25 Exemplare des Buches für die Leserunde zur Verfügung, für die wir Testleser suchen. Das beste ist, dass auch die Autorin unsere Leserunde begleiten wird und auf Fragen und Diskussionen schon gespannt ist. Und darum geht es in dem Buch: Die Eifel im Dreißigjährigen Krieg: Burgherrin Sophie muss von der Wildenburg fliehen, bevor ihr gewalttätiger Mann sie umbringt. Bei Nacht und Nebel läuft sie davon und versteckt sich in den Wäldern der Eifel. Da begegnet sie einem Ritter, der selbst auf der Flucht ist. Er ist ein verurteilter Mörder. Die Leute nennen ihn den Leichendieb. Aber ist er wirklich ein kaltblütiger Verbrecher? Fürsorglich kümmert er sich um die verängstigte Frau. Da wird Sophie aufgespürt. Ihr Mann lässt sie in den Kerker werfen und klagt sie als Hexe an. Ausgerechnet der Leichendieb will Sophie retten. Doch damit begibt er sich selbst in die Hände seiner Henker. Wer jetzt Lust bekommen hat diesen historischen Roman zu lesen, darüber zu diskutieren und anschließend auch eine Rezension zu schreiben, der kann sich bis einschließlich 20.08. im Unterthema "Bewerbung als Testleser" bewerben. Wenn Ihr ein Exemplar des Buches gewinnen möchtet, verratet uns dabei doch, was Ihr Euch von diesem Roman versprecht!? Eine schöne Liebesgeschichte, oder doch eher einen spannenden Mittelalterroman?    

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    • 385
  • Rezension zu "Die Vergolderin" von Helga Glaesener

    Die Vergolderin

    bookgirl

    24. February 2012 um 11:02

    Ich habe bereits bei der Leseprobe geschrieben, dass ich mit historischen Romanen nicht so viel anfangen kann und leider hat sich meine Meinung dazu nicht geändert. Das Buch war zwar ganz ok und der Schreibstil auch recht flüssig, aber so richtig begeistert bin ich nicht. Doch worum geht es? Elisabeth, ihre Eltern und Geschwister müssen aus Osnabrück fliehen, da ihr Vater, ein Goldschmied, bei seiner Arbeit betrogen hat. Auf der Flucht nimmt der Vater sich das Leben und die Mutter überlebt die Strapazen der Reise nicht. Nach dem Tod der Eltern bleiben die drei Kinder zurück und ziehen bei dem Großvater in Braunschweig ein, der ebenfalls Goldschmied und Mitglied deren Gilde ist. Da er auf Grund seines Alters immer häufiger Hilfe bei seiner Arbeit benötigt, übernimmt Elisabeth seine Aufgaben, obwohl Frauen zu dieser Zeit strengstens untersagt war ein Handwerk auszuüben. Der blinde Martin Clavius, der vor 18 Jahr bei einem Feuer in seinem Elternhaus geflohen ist und nunmehr heraus finden möchte, was genau damals passiert ist, rettet sie auf der Flucht vor Plünderern. Er kehrt zurück und ist auf der Suche nach seiner Mutter, die angeblich tot sein soll. Sein Stiefbruder und Stiefvater sind ebenfalls Gildemeister und haben großen Einfluss in Braunschweig. Als der Stiefbruder Elisabeth benutzen möchte, um Martin Clavius zu schaden, kommen nicht nur sie und Martin sondern auch ihre Geschwister in große Gefahr. Soviel zu dem Inhalt. Wie gesagt, ich fand das Buch ganz ok und habe es auch, dafür, dass ich historische Romane nicht so gerne habe, erstaunlich schnell ausgelesen, aber empfehlen würde ich es nur denen, die diese Genre mögen.

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  • Die Vergolderin - Musenküsse - Schreibblockaden - Verlage - und der Spaß am Schreiben

    Die Vergolderin

    Glaesener

    Hallo liebe Lovelybooks-Bücherwürmer, ich habe "Die Vergolderin" geschrieben und könnte mir vorstellen, der eine oder andere würde gern in die Schreibstube einer Autorin schauen. Habt ihr Lust auf eine Frage- Antwort- Geschichte? Also erstmal: Die Autorin und ihr Laptop - das ist eine oft einsame Geschichte. Ich würde mich also freuen, hier einmal mit Menschen statt mit einer Tastatur zu kommunizieren. Ich bin noch nicht ganz sicher, wie das hier funktioniert - aber schaun wir mal. Gruß Helga

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    • 10
  • Rezension zu "Die Vergolderin" von Helga Glaesener

    Die Vergolderin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. January 2012 um 13:06

    Wie immer konnte Helga Glaesener mich mit ihrem Buch begeistern. Als Liebhaber historischer Romane, gerade solcher, die in Deutschland spielen, hat sie mich wieder auf eine Reise ins Mittelalter genommen, die ich voll und ganz genossen habe. Es brauchte einen starken Charakter, der sich nicht unterkriegen lässt, eine Portion Romantik vor dem Hintergrund der Brutalität der damaligen Zeit und eine fesselnde Geschichte. Dies alles hat Glaesner mir mit ihrem Roman "Die Vergolderin" gebracht. Gute Unterhaltung, wenn auch manches etwas weit hergeholt schien. Aber schließlich wollen wir unterhalten werden und keine Geschichtsstunde abhalten. Von daher war die Aufmachung des Buches, die Geschichte und vor allem die Protagonistin eine runde Sache, die ich mit Begeisterung verschlungen habe. Danke für diesen Lesegenuss!

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  • Rezension zu "Die Vergolderin" von Helga Glaesener

    Die Vergolderin

    bookorpc

    29. December 2011 um 21:22

    Mit Die Vergolderin zauberte die Autorin Helga Glaesener erneut einen wunderschönen Historischen Roman . Inhalt: Auf der Flucht aus Osnabrück erleben Elisabeth und ihre Geschwister einige Schicksalsschläge, bis sie in Braunschweig bei ihren Großvater ankommen. Dort versucht sie alles um ihre Versprechen, die sie auf dem Totenbett gegeben hat, zu erfüllen. Dafür benötigt sie aber ein Einkommen und deshalb arbeitet sie heimlich als Vergolderin. Bei einer nächtlichen Übergabe der fertigen Ware trifft sie Räuber, aber ein blinder Fremder rettet sie. Diese Begegnung hat für Elisabeth und ihrer Geschwister weitreichende Konsequenzen, da sie dadurch die Wut eines mächtigen Glidemitglieds auf sich zieht . Meine Meinung: Ein ereignisreiche Geschichte in einer Zeit, als man Frauen nicht in Männerberufen sehen wollte. Ohne geschichtliche Fakten, aber mit den typischen Klischees dieser Zeit. Wer eine Frau in Männerkleidung erwartet, wird enttäuscht, anstatt dessen erhält man viele überraschende Wendungen, eine schöne Liebesgeschichte und Familientragödie verpackt in einem fesselnden Schreibstil und in angenehmer Schriftgröße. Die Tätigkeit als Vergolderin spielt zwar eine Rolle, aber ist nicht der beherrschende Part des Romans. Fazit: Eine unterhaltsamer Roman für Liebhaber historischer actionreicher Liebesgeschichten.

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  • Rezension zu "Die Vergolderin" von Helga Glaesener

    Die Vergolderin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. August 2011 um 19:04

    ...so sagt es schon das alte Sprichwort. Bei diesem Buch bewahrheitet sich es allemale. Wer aber meint das beziehe sich auf die Qualität des Buches , der hat weit gefehlt. Mitnichten. Es bezieht sich vielmehr auf die rauhe, spröde Zeit in der die Handlung des Romans spielt. Das beginnende 16.Jahrhundert ein heißes und zugleich gefährliches Pflaster für Frauen. Die begeisterten Histo-Roman Leser werden das sicher wissen und dennoch fand ich den Roman irgendwie "persönlich". Die Stimmung der Personen, der Alltag , die Gefühle , alles kam so real und authentisch rüber das es manchmal schon selber weh tat. Der Autorin gelingt es ohne Probleme den Leser gefangen zu halten mit ihrer Geschichte. Am Anfang eher dezent und gegen Ende des Buches umso mehr. Sie hat genau das richtige Gespür für die Situationen, sie verrät soviel wie nötig um Interesse zu wecken und nicht zuviel um nicht die Spannung zu verderben. Man hat zuweilen das Gefühl dabei zu sein. Die Personen unterscheiden sich wie Tag und Nacht, wie Feuer und Wasser was sie wiederum ebenso glaubwürdig macht. Die Hauptpersonen zeigen sogar einen Ansatz einer Entwicklung was in historischen Romanen sehr schwer zu kreiieren ist, hier aber durchaus gut gelingt. Historisch gesehen hat die Autorin sicherlich gut recherchiert, das Leben, Leiden und Wirken jener Zeit an diesem Ort wird dem Leser faktensiccher vermittelt. Unterschwellige Nebenschauplätze ( die ich der Spannung wegen nicht näher ausführen werde) geben dem Roman das nötige Quentchen Charme um sich von der breiten Masse der erhältlichen Romane abzusetzen. FAZIT: Ein gut recherchierter , spannungsreicher Histo-Roman der sich durchaus von den anderen seiner Art unterscheidet. Trotz des hohen Preises eine deutliche Kaufempfehlung.

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  • Rezension zu "Die Vergolderin" von Helga Glaesener

    Die Vergolderin

    connychaos

    25. July 2011 um 15:48

    Braunschweig, 1604: Auf der Flucht vor Plünderern wird Elisabeth von einem geheimnisvollen Blinden gerettet. Doch ihr Herz gehört einem anderen. In der aufblühenden Handelsstadt Braunschweig arbeitet sie heimlich als Vergolderin. Ihr Geschick bringt ihr viele Aufträge, aber auch den Zorn ihres Großvaters ein, denn Frauen ist das Handwerk untersagt. Einer der mächtigsten Gildemeister hat es auf Elisabeth abgesehen und stellt ihr nach. Als sie sich wehrt, droht er ihr. Da begegnet sie ihrem Retter wieder. Kann er ihr auch diesmal helfen? Viel Atmosphäre und fesselnde Spannung im Braunschweig des 17. Jahrhunderts Elisabeths Familie ist auf der Flucht. Der Vater war einst ein angesehener Goldschmied in Osnabrück, doch dann betrog er seine Kunden und wurde von der Gilde verurteilt. Nun wandern er, seine Frau und die drei Kinder durch die winterliche Landschaft. Als der Vater seinem Leben ein Ende setzt und auch die Mutter nicht mehr lange leben wird, macht sich Elisabeth mit ihrer Schwester und dem jüngeren Bruder auf den Weg nach Braunschweig. Der Großvater ist dort Goldschmied und kann den Kindern hoffentlich eine neue Heimat bieten. Sie werden dort auch aufgenommen. Elisabeth arbeitet in des Großvaters Werkstatt heimlich als Vergolderin. Ihre Kunstwerke verkauft sie an einen Freund aus Osnabrück. Auch das geschieht alles heimlich, bei Treffen im Wald. Bei einem dieser Treffen gerät Elisabeth in einen Überfall. Sie wird durch einen geheimnisvollen Mann gerettet. Ein Blinder. Dieser Mann wird in Elisabeths Leben noch eine große Rolle spielen. Mir hat dieser historische Roman gut gefallen. Die Autorin versteht ihr Handwerk gut. Die Handlungen und die vielen Protagonisten sind recht verschlungen aber passen dennoch gut zusammen. Dadurch kommt es oft zu spannenden Wendungen und die Geschichte wird nicht langweilig. Die Protagonisten und Handlungsorte sind glaubwürdig beschrieben und lassen den Leser in das frühe 17. Jahrhundert eintauchen.

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  • Rezension zu "Die Vergolderin" von Helga Glaesener

    Die Vergolderin

    conneling

    06. May 2011 um 10:34

    Elisabeth mus sich um ihre Geschwister kümmern nach em Tod der Eltern. Sie stösst immer wieder an ihre Grenzen, nimmt ihre Aufgabe aber sehr ernst und hat immer das Wohl der Geschwister vor Augen, wenn sie nicht mehr weiter kann oder mag ruft sie sich den Hungerwinter ins Gedächtnis zurück. Eines Tages trifft sie zufällig einen Mann an einem Ort und zu einer Zeit, zu der sie nicht stehen kann. Die Ereignisse überschlagen sich und sie ist kurz davor aufzugeben, als sie bemerkt, dass sich ihre Schwester auch noch gegen sie stellt. Am Ende wird alles gut, allerdings hat sie viel durchzustehen und noch viel mehr Leid vor sich, als sie sich vorstellen kann. Dieser historische Roman von Helga Glaesner hat mich von Anfang bis Ende ständig immer wieder neu überrascht, kann ich nur empfehlen.

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  • Rezension zu "Die Vergolderin" von Helga Glaesener

    Die Vergolderin

    Readit

    24. April 2011 um 18:32

    Ein Osnabrücker Goldschmied wird mitsamt seiner Familie aus der Stadt gejagt, weil er seine Kundschaft betrogen hat. Dies bedeutet für die ganze Familie Armut und Ausgrenzung - sie will sich zum Großvater nach Braunschweig durchschlagen, um dort zu leben. Der Vater gegeht schließlich Selbstmord, die Mutter stirbt an Auszehrung, und so bleibt es Elisabeth überlassen, mit den Geschwistern beim Großvater anzuklopfen und um Asyl zu bitten. - Auch der Großvater ist Goldschmied, aber seine Augen und seine Hände lassen nach, doch Elisabeth hat Talent und kann heimlich für den Großvater dessen Aufträge übernehmen und das Familieneinkommen sichern. Ihr früherer Verlobter Berthold aus Osnabrück hilft ihr mit Blattgold, mit dem sie Rahmen verziert und so etwas eigenes Geld verdient. Alles wäre gut, wenn es da nicht den neidischen Nachbarn (hier: der Gildemeister Gregor) gäbe. Dieser ist aufgeschreckt durch das plötzliche Auftauchen seines lange verschollenen Halbbruders Martin, der als reicher aber blinder Kaufmann zurückkehrt, um endlich Klarheit das zu bekommen, was ihm in seiner Kindheit widerfahren ist und was der Grund für seine Blindheit ist. Elisabeth und Martin treffen nachts in einem Wald aufeinander, als Martin Elisabeth vor Wegelagerern versteckt und sie ihn dafür am Tage in die Stadt bringt. Elisabeth gerät in die Ränke des Gildemeisters, der sie gegen seinen Bruder einsetzen will und deshalb erpresst. Martin seinerseits will einerseits Elisabeth schützen, benötigt andererseits aber ihre Hilfe, um die Wahrheit über den Brand herauszufinden, bei dem er sein Augenlicht verlor und um eine Spur seiner Mutter zu finden, die er sehr liebt. Auch die anderen Familienmitglieder Elisabeths werden in das Geschehen einbezogen, und nicht alle kommen heil aus der Sache heraus. Die Ereignisse überschlagen sich, aber das Ende ist versöhnlich. Helga Glaesener beschreibt die Handlung in bildreicher Sprache, ohne zu übertreiben und ohne zu gespreizt mittelalterlich zu klingen, die Geschichte ist gut lesbar und kommt auch ohne unnötig grausame Folterszenen aus. Zwar sind einige Charaktere sehr eindimensional entweder nur gut oder nur böse, aber das führt in meinen Augen nicht zur Abwertung. Gut beschrieben ist das Frauenleben im 17. Jahrhundert, als es für Frauen kaum Gelegenheit gab, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen und auch Männern durch die mächtigen Zünfte das Leben schwer gemacht wurde. Es ist eigentlich für jeden etwas dabei, Spannung, Intrige, Wissenswertes und Liebe, und zum Schluss bekommt Jane Eyre ihren blinden Mr. Rochester. Mir hat das Buch gut gefallen!

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  • Rezension zu "Die Vergolderin" von Helga Glaesener

    Die Vergolderin

    caffe-latte

    20. April 2011 um 12:33

    Die Vergolderin - eine Genre wird neu belebt Braunschweig im Jahr 1604: Elisabeth, die Älteste von drei Geschwistern, hat eine schwere Bürde zu tragen. Nach dem Tod ihrer Eltern ist es nun ihre Aufgabe für ihre Geschwister zu sorgen. Dazu reist sie nach Braunschweig zu ihrem Großvater, einem Goldschmied, und bittet ihn um Hilfe. Da dieser selbst schon sehr alt und kränklich ist nimmt er die Geschwister auf und lässt sich von Elisabeth widerwillig in der Schmiede helfen. Elisabeth ist mit großem Talent gesegnet doch Frauen ist es strengstens untersagt in diesem Handwerk zu arbeiten! Als sie im Wald fast von Räubern überfallen wird ist es einzig dem Blinden Martin Clavius ist es zu verdanken, dass sie entkommen kann. Doch sie ahnt nicht welche Folgen dieses Treffen für sie und ihre Lieben haben wird... Das Buch hat sich sehr flüssig und angenehm gelesen was auf den sehr einfühlsamen und lebendigen Schreibstil der Autorin zurückzuführen ist. Die Schauplätze sind sehr anschaulich beschrieben und schaffen es innerhalb kürzester Zeit den Leser in das späte Mittelalter zu versetzen. Leider muss ich gestehen, dass die Romanfiguren dieser Geschichte auf mich etwas farblos wirkten, da sie einfach in zwei Kategorien eingeteilt wurden - Gut oder Böse. Und so werden den guten Charaktären nur positive Attribute zuteil , sei es charakteristisch oder optisch, während die Bösen der Geschichte durchweg schlecht davonkommen. In diesem Punkt wäre es schöner gewesen wenn Frau Glaesener mehrere Facetten gezeigt hätte. Ansonsten ist die Geschichte gut recherchiert ohne durch den Einfluss zu vieler historischen Details den Lesefluss zu hindern und auch die Informationen rund um die Thematik der Vergoldung fließen nur am Rand in die Geschichte ein. Doch dieser Roman hebt sich in ganz besonderer Hinsicht von den vielen andere Romanen dieser Genre ab: Denn die Autorin hat in den Dialogen der Charaktäre keine Mundart verwand und auch bei den Bezeichnungen von Personen, Gewerken oder Gegenständen bedient sie sich der modernen Sprache. Obwohl ich selbst gerne und häufig historische Romane lese und die Sprache der Zeit und der Region für mich einfach dazu gehört störte mich dies bei diesem Buch überhaupt nicht. Da die Genre des historischen Romans doch sehr speziell ist und häufig von jüngeren Lesern gemieden wird, würde es mich wirklich freuen wenn Frau Glaesener es gelingt mit ihrem Stil wieder neue Leser für diese Art von Romanen zu gewinnen. Denn mich konnte sie damit auf alle Fälle überzeugen!

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  • Rezension zu "Die Vergolderin" von Helga Glaesener

    Die Vergolderin

    steffi1959

    16. April 2011 um 15:46

    Elisabeth, die Tochter eines Vergolders, der gefälscht hat samt seiner Familie mit Schimpf und Schande aus der Stadt Osnabrück vertrieben wird, geht, nachdem die Eltern verstorben sind, illegal dem Gewerbe des Vergoldens nach. Sie verkauft über Berthold, den Mann den sie liebt, vergoldete Rahmen. Mit ihren Geschwistern wird sie bei ihrem Großvater in Braunschweig aufgenommen. Dieser erweist sich nicht gerade als liebender Opa und macht Elisabeth das Leben ziemlich schwer. Mit ihrer Schwester Marga, die Elisabeth für eine Hure hält, hat sie diverse Auseinandersetzungen. Als sie Martin Clavius, ein Blinder, kennenlernt und so in die Feindschaft zwischen ihm und seinem Bruder Georg Rudel gezogen wird, wird es turbulent. Ich habe bereits "Die Safranhändlerin" von Helga Glaesener gelesen und hatte, da es mir gut gefallen hatte, eine gewisse Erwartung. Diese wurde voll erfüllt. Ich lese fast ausschließlich historische Romane und diese wird einer meiner Lieblinge sein. Obwohl ich sagen muss, das die Position der Vergolderin etwas vernachlässigt wurde. Aber insgesamt ist es eine gefühlvolle, teilweise sehr spannende Geschichte, die flüssig und packend geschrieben ist, volle 5 Sterne. Danke Helga Glaesener!

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  • Rezension zu "Die Vergolderin" von Helga Glaesener

    Die Vergolderin

    Nefret

    15. April 2011 um 21:12

    Braunschweig, 1604: Elisabeth lebt mit ihren Geschwistern bei ihrem Großvater. Da es Frauen verboten ist, den Goldschmiedeberuf auszuführen, arbeitet sie heimlich in der Werkstatt ihres Großvaters. Eines Tages kann sie auf einem Ausflug nur knapp einer Räuberbande entkommen. Dabei hilft ihr ein geheimnisvoller Blinder. Dies ist mein erster Roman von Helga Glaesener und ich bin nicht enttäuscht. Helga Glaesener schafft es, das Braunschweig aus dem 17. Jahrhundert lebendig werden zu lassen. Seit Jahren wird der Büchermarkt von historischen Romanen überschwemmt, in denen sich Frauen in Männerdomänen behaupten. Da ich in den letzten Jahren kaum solche Bücher gelesen habe, bin ich noch nicht gesättigt. Außerdem ist es von Vorteil gewesen, dass Elisabeths Situation noch vergleichsweise realistisch beschrieben wurde. Dass einige Klischees bedient wurden, vor allem mit der Figur des Schurken, und dass der blinde Kaufmann leider ziemlich blass blieb, hinderte nicht daran, dass ich mit diesem Buch gut unterhalten wurde.

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