Helga Hammer

 4 Sterne bei 66 Bewertungen

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Durch alle Zeiten

 (66)
Erscheint am 25.01.2019 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

Goldene Hochzeit

Erscheint am 22.02.2019 als Hardcover bei List Verlag.

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Durch alle Zeiten

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Erschienen am 25.01.2019
Goldene Hochzeit

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Erschienen am 22.02.2019

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Rezension zu "Durch alle Zeiten" von Helga Hammer

Durch alle Zeiten
Schno66vor einem Monat

In ihrem Debütroman schildert Helga Hammer die Lebensgeschichte von Elisabeth und entführt den Leser dabei in die österreichische Bergwelt der letzten 60 Jahre. Die hübsche Elisabeth, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, verliebt sich als junges Mädchen unstandesgemäß in den Sohn einer wohlhabenden Familie. Wir begleiten Elisabeth durch ihr ganzes Leben. Dabei geht die Autorin nicht chronologisch vor, sondern erzählt abwechselnd in zwei verschiedenen Zeitsträngen, die einige Jahre auseinander liegen. Mir hat dieses Stilmittel sehr gut gefallen, da man dadurch Elisabeths Taten und Entscheidungen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und somit besser verstehen konnte. Elisabeth als Mensch war mir nicht immer sympathisch. Sie ist eine Frau mit vielen positiven und auch negativen Facetten. Für ihre Kinder kämpft sie z.B. wie eine Löwin, sie stehen immer an erster Stelle. Anderen Menschen, die ihre Hilfe gebraucht hätten, tritt sie nicht so hilfsbereit entgegen. So zum Beispiel der jungen Magd, die sie schutzlos ihrem gewalttätigen Ehemann ausliefert, wohl wissend was hinter ihrem Rücken passiert. Manche ihrer Handlungsweisen kann ich nachvollziehen, wenn auch nicht immer gut heißen. Oft hatte Elisabeth aber keine andere Wahl um zu überleben, bzw. das Wohl ihrer Kinder zu sichern. Mich in diese archaische Welt hinein zu versetzen gelang mir durch die lebhafte Erzählweise sehr gut, auch wenn es mir schwer vorstellbar erscheint, dass noch in den siebziger Jahren das Leben einer Frau so vollkommen von ihrer Herkunft und vor allem von ihrem Ehemann dominiert wurde.

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Daniel_Allertseders avatar

Rezension zu "Durch alle Zeiten" von Helga Hammer

Ein wundervolles Buch!
Daniel_Allertsedervor 6 Monaten

Meine Meinung

Junge Menschen können sich nicht mehr so richtig vorstellen, wie es früher war. Wie es früher ablief, wie die Menschen gelebt haben, wie es war, ohne große Technik und dem allerneuesten Schnickschnack zu leben. Aus diesem Grund lese ich schon lange und gerne Bücher, die in der Zeit vor der Jahrhundertwende spielen – am besten nach dem zweiten Weltkrieg, um einfach diese damalige Welt mir besser vorstellen zu können. "Durch alle Zeiten" von Helga Hammer ist hierbei das Non-plus-Ultra unter den Romanen, deren Plot in den früheren Jahren spielen. Der Roman ist in den Fünfzigern angesiedelt – ein herrlich leichtes Leben in Österreich, eine große Familie, Leben auf dem Land, in den Alpen, die Bergwelt, ein archaisches Jahrzehnt und eine Heldin, die mein Herz im Sturm erobert hat. Die Heldin von Helga Hammers gefühlvollen Roman heißt Elisabeth, eine junge, tüchtige Dame, die den Leser von der ersten Minute an vollkommen überzeugt. 

   Stetig festgehalten hat mich die Entwicklung zwischen Elisabeth und Josef – der Konflikt, der mich nicht mehr losgelassen hat, die Beziehung zwischen sich zwei hassenden Personen, die Helga Hammer originell und sehr real konstruiert hat. Dieser Konflikt, der immer so ganz nebenbei passierte, war eigentlich ein für mich ein essenzieller Grund, Elisabeth auf Grund ihres Lebensstandes zu lieben und ihre Geschichte vollkommen kennenzulernen. Wir treffen Individuen wie Niklas, Richard, Marta, Tante Irma, Oma Irma und Gerhild – viele Namen, viele Geschichten, viele Verwicklungen. Besonders schön fand ich den Namen Niklas, der viel zu selten in literarischen Werken verwendet wird. Elisabeth ist bemitleidenswert, wir Leser wünschen uns, wir könnten sie unterstützen, umso erstaunter sind wir dann, wenn wir die Entwicklung von Elisabeth bis zum Schluss verfolgen – vom kleinen Häuschen zum großen Gasthaus, vom großen Gasthaus mit Zoo zu einem idyllischen Leben in den Alpen. Helga Hammer konnte mich vollkommen unterhalten, die liebevolle, schwer schuftende Familie mit dem kleinen Bären und dem herrischen Josef, der mich an eine Person aus meiner Familie erinnert hat. Aus diesem Grund auch wollte ich unbedingt wissen, was mit Josef passiert – und was mit Josef passierte, freute mich. Elisabeth kämpft, ist stark, entwickelt sich prächtig. Sie ist ein dynamischer Charakter mit liebevollen und herrlich weiblichen Zügen. Die Deuteragonisten, die alle vereinzelt und abwechselnd auftreten – wie die Tante Irma, wie der Richard oder auch der Niklas – waren an einem Punkt zu viel, an einem anderen zu kurz gekommen. Es dreht sich alles um Elisabeth – und das ist gut so. Die Autorin hat sich auf ihre Heldin fokussiert und portraitiert ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart und ihre Zukunft bravourös. Geführt von einem starken und fließenden Schreibstil lernen wir die einzigartige Elisabeth kennen. Ihre Gefühle, ihr Liebesleben, ihre Heimat, ihre Freunde, ihre Wünsche und Träume. Ein Roman, der mich komplett überzeugen konnte, den ich wirklich sehr gerne gelesen habe.  

Fazit

 

"Durch alle Zeiten" von Helga Hammer ist äußerst stark und sehr authentisch, nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrend, belehrend und sehr empfehlenswert!

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L

Rezension zu "Durch alle Zeiten" von Helga Hammer

"Ewige Liebe, ewiges Versprechen, ewiges Verstecken"
lesemaus301vor einem Jahr

Helga Hammers "Durch alle Zeiten" schildert das bewegende Leben von Elisabeth. 

Elisabeth verliebt sich in jungen Jahren in Niklas, ein junger Mann aus reichem Hause. Auch verliebt sich in sie, aber er entscheidet sich gegen sie und so nimmt das Leben seinen Lauf. Elisabeth verlässt das Land und geht nach England. Als ihre Mutter stirbt, kommt sie zurück... schwanger und unverheiratet. Ein Mann muss her und sie heiratet den liebevollen Martin, der sie und das Kind über alles liebt. Doch Elisabeth sehnt sich nach mehr und trifft sich heimlich mit Richard. Als Martin sie erwischt, ist sie auf sich allein gestellt. So kommt es dazu, dass sie den gewalttätigen Josef heiratet. Und Niklas ist immer da... 

Die Autorin erzählt abwechselnd die Geschehnisse der Vergangenheit und der Gegenwart und erzeugt so Spannung bis zum Ende des Buches. Auf jeden Fall empfehlenswert.

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